gemSpec_Frontend_Vers_V1.1.0_Aend
Elektronische Gesundheitskarte und Telematikinfrastruktur
Spezifikation ePA-Frontend des Versicherten
Version |
1. |
Revision |
548770 |
Stand |
|
Status |
in Bearbeitung |
Klassifizierung |
öffentlich |
Referenzierung |
gemSpec_Frontend_Vers |
Dokumentinformationen
Änderungen zur Vorversion
Es handelt sich um die Erstversion des DokumentesEinarbeitung P18.1.
Dokumentenhistorie
Version |
Stand |
Kap./ Seite |
Grund der Änderung, besondere Hinweise |
Bearbeitung |
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Einarbeitung P18.1 |
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1.1.0 CC |
01.03.19 |
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zur Abstimmung freigegeben |
gematik |
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Einarbeitung Kommentierung |
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1. |
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|
freigegeben |
gematik |
Inhaltsverzeichnis
DokumentinformationenDokumentinformationen
InhaltsverzeichnisInhaltsverzeichnis
4 Zerlegung des Produkttyps3.2.1 Identität des Nutzers
5 Übergreifende Festlegungen4 Zerlegung des Produkttyps
5.1 Datenschutz und Sicherheit5 Übergreifende Festlegungen
5.2 Verwendete Standards5.1 Datenschutz und Sicherheit
5.3 Integrating the Healthcare Enterprise IHE5.2 Verwendete Standards
5.3.1 Policy Documents5.3 Integrating the Healthcare Enterprise IHE
5.3.2 Versichertendokumente5.3.1 Policy Documents
5.4 Benutzeroberfläche5.3.2 Versichertendokumente
5.4.1 Visuelle Darstellung5.4 Benutzeroberfläche
5.4.2 Benutzerführung5.4.1 Visuelle Darstellung
5.4.3 Dokumente5.4.2 Benutzerführung
5.4.4 Eingabe Metadaten für einzustellende Dokumente5.4.3 Dokumente
5.4.5 Konfiguration des FdV5.4.4 Eingabe Metadaten für einzustellende Dokumente
6 Funktionsmerkmale5.4.5 Konfiguration des FdV
6.1 Allgemein6 Funktionsmerkmale
6.1.1 Session-Verwaltung6.1 Allgemein
6.1.2 Kommunikation mit dem ePA-Aktensystem6.1.1 Aktensession-Verwaltung
6.1.3 Sicherer Kanal zur Dokumentenverwaltung6.1.2 Kommunikation mit dem ePA-Aktensystem
6.1.4 Geräteautorisierung6.1.3 Sicherer Kanal zur Dokumentenverwaltung
6.1.5 Zertifikatsprüfung6.1.4 Geräteautorisierung
6.2 Implementation ePA-Anwendungsfälle im FdV6.1.5 Zertifikatsprüfung
6.2.1 Übergreifende Festlegungen6.1.5.1 Vertrauensanker des TI-Vertrauensraum
6.2.2 Fehlerbehandlung6.1.5.2 TSL-Behandlung
6.2.3 Aktivitäten6.1.5.3 Zertifikatsprüfung von Zertifikaten der TI
6.2.3.1 Authentisieren des Nutzers6.1.5.4 Zertifikatsprüfung von Internet-Zertifikaten
6.2.3.2 Dokumentenset in Dokumentenverwaltung hochladen6.2 Implementation ePA-Anwendungsfälle im FdV
6.2.3.3 Dokumentenset aus Dokumentenverwaltung herunterladen6.2.1 Übergreifende Festlegungen
6.2.3.4 Dokumentenset aus Dokumentenverwaltung löschen6.2.2 Fehlerbehandlung
6.2.3.5 Suche nach Dokumenten in Dokumentenverwaltung6.2.3 Aktivitäten
6.2.3.6 Vergebene Berechtigungen bestimmen6.2.3.1 Authentisieren des Nutzers
6.2.3.7 AuthorizationKey erstellen6.2.3.2 Authentisierungstoken erneuern
6.2.3.8 AuthorizationKey entschlüsseln6.2.3.3 Dokumentenset in Dokumentenverwaltung hochladen
6.2.3.9 Schlüsselmaterial aus ePA-Aktensystem laden6.2.3.4 Dokumentenset aus Dokumentenverwaltung herunterladen
6.2.3.10 Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern6.2.3.5 Dokumentenset in Dokumentenverwaltung löschen
6.2.3.11 Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem ersetzen6.2.3.6 Suche nach Dokumenten in Dokumentenverwaltung
6.2.3.12 Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem löschen6.2.3.7 Vergebene Berechtigungen bestimmen
6.2.3.13 Leistungserbringerinstitution im Verzeichnisdienst der TI finden6.2.3.8 AuthorizationKey
6.2.3.14 PIN-Eingabe durch Nutzer6.2.3.8.1 Struktur AuthorizationKeyType
6.2.4 Nutzerzugang ePA6.2.3.8.2 Schlüsselableitung für Ver- und Entschlüsselung
6.2.4.1 Login6.2.3.8.3 AuthorizationKey erstellen
6.2.4.2 Log-out6.2.3.8.4 AuthorizationKey entschlüsseln
6.2.5 Aktenkontoverwaltung6.2.3.9 Schlüsselmaterial aus ePA-Aktensystem laden
6.2.5.1 Aktenkonto aktivieren6.2.3.10 Schlüsselmaterial aller Berechtigten aus ePA-Aktensystem laden
6.2.5.2 Anbieter wechseln6.2.3.11 Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern
6.2.6 Berechtigungsverwaltung und Berechtigungserhalt6.2.3.12 Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem ersetzen
6.2.6.1 Berechtigung für LEI vergeben6.2.3.13 Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem löschen
6.2.6.2 Vertretung einrichten6.2.3.14 Leistungserbringerinstitution im Verzeichnisdienst der TI finden
6.2.6.3 Vergebene Berechtigungen anzeigen6.2.3.15 Suchanfrage Verzeichnisdienst der TI
6.2.6.4 Eingerichtete Vertretungen anzeigen6.2.3.16 PIN-Eingabe für eGK durch Nutzer
6.2.6.5 Bestehende Berechtigungen verwalten6.2.4 Nutzerzugang ePA
6.2.6.5.1 Berechtigung für LEI ändern6.2.4.1 Login Aktensession
6.2.6.5.2 Berechtigung für LEI löschen6.2.4.2 Logout Aktensession
6.2.6.5.3 Berechtigung für Vertreter löschen6.2.5 Aktenkontoverwaltung
6.2.6.6 Neue eGK über alte eGK bekannt machen6.2.5.1 Aktenkonto aktivieren
6.2.6.7 Neue eGK über Vertreter bekannt machen6.2.5.2 Anbieter wechseln
6.2.6.8 Backup des Schlüsselmaterials6.2.6 Berechtigungsverwaltung und Berechtigungserhalt
6.2.6.8.1 Schlüsselmaterial exportieren6.2.6.1 Berechtigung für LEI vergeben
6.2.6.8.2 Neue eGK mittels Backup des Schlüsselmaterials registrieren6.2.6.2 Vertretung einrichten
6.2.7 Dokumentenverwaltung6.2.6.3 Berechtigung für Kostenträger vergeben
6.2.7.1 Dokumente einstellen6.2.6.4 Vergebene Berechtigungen anzeigen
6.2.7.2 Dokumente suchen6.2.6.5 Eingerichtete Vertretungen anzeigen
6.2.7.3 Dokument herunterladen6.2.6.6 Bestehende Berechtigungen verwalten
6.2.7.4 Dokumente im Aktenkonto löschen6.2.6.6.1 Berechtigung für LEI ändern
6.2.8 Protokollverwaltung6.2.6.6.2 Berechtigung für LEI löschen
6.2.8.1 Zugriffsprotokoll einsehen6.2.6.6.3 Berechtigung für Vertreter löschen
6.2.9 Verwaltung eGK6.2.6.6.4 Berechtigung für Kostenträger löschen
6.2.9.1 PIN der eGK ändern6.2.7 Dokumentenverwaltung
6.2.9.2 PIN der eGK entsperren6.2.7.1 Dokumente einstellen
6.2.10 Geräteverwaltung6.2.7.2 Dokumente suchen
6.2.10.1 Benachrichtigungsadresse für Geräteautorisierung aktualisieren6.2.7.3 Dokument herunterladen
6.3 Realisierung der Leistungen der TI-Plattform6.2.7.4 Dokumente im Aktenkonto löschen
6.3.1 Transportschnittstelle für Kartenkommandos6.2.8 Protokollverwaltung
6.3.1.1 Kartenterminals der Sicherheitsklasse 16.2.8.1 Zugriffsprotokoll einsehen
6.3.1.2 Kartenterminals der Sicherheitsklasse 26.2.9 Verwaltung eGK
6.3.1.3 Kartenterminals der Sicherheitsklasse 36.2.9.1 PIN der eGK ändern
6.3.2 Schnittstelle für PIN-Operationen und Anbindung der eGK6.2.9.2 PIN der eGK entsperren
7 Informationsmodell6.2.10 Geräteverwaltung
8 Verteilungssicht6.2.10.1 Benachrichtigungsadresse für Geräteautorisierung aktualisieren
9 Anhang A – Verzeichnisse6.3 Realisierung der Leistungen der TI-Plattform
9.1 Abkürzungen6.3.1 Transportschnittstelle für Kartenkommandos
9.2 Glossar6.3.1.1 Kartenterminals der Sicherheitsklasse 1
9.3 Abbildungsverzeichnis6.3.1.2 Kartenterminals der Sicherheitsklasse 2
9.4 Tabellenverzeichnis6.3.1.3 Kartenterminals der Sicherheitsklasse 3
9.5 Referenzierte Dokumente6.3.2 Schnittstelle für PIN-Operationen und Anbindung der eGK
9.5.1 Dokumente der gematik7 Informationsmodell
1 Einordnung des Dokumentes
1.1 Zielsetzung
Die vorliegende Spezifikation definiert die Anforderungen zu Herstellung, Test und Betrieb des Produkttyps ePA-Frontend des Versicherten.
1.2 Zielgruppe
Das Dokument richtet sich an Hersteller des Produktes vom Produkttypen ePA-Frontend des Versicherten sowie an Hersteller und Anbieter der weiteren Produkttypen der Fachanwendung ePA.
1.3 Geltungsbereich
Dieses Dokument enthält normative Festlegungen zur Telematikinfrastruktur des deutschen Gesundheitswesens. Der Gültigkeitszeitraum der vorliegenden Version und deren Anwendung in Zulassungs- oder Abnahmeverfahren wird durch die gematik GmbH in gesonderten Dokumenten (z.B. Dokumentenlandkarte, Produkttypsteckbrief, Leistungsbeschreibung) festgelegt und bekannt gegeben.
Schutzrechts-/Patentrechtshinweis
Die nachfolgende Spezifikation ist von der gematik allein unter technischen Gesichtspunkten erstellt worden. Im Einzelfall kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Implementierung der Spezifikation in technische Schutzrechte Dritter eingreift. Es ist allein Sache des Anbieters oder Herstellers, durch geeignete Maßnahmen dafür Sorge zu tragen, dass von ihm aufgrund der Spezifikation angebotene Produkte und/oder Leistungen nicht gegen Schutzrechte Dritter verstoßen und sich ggf. die erforderlichen Erlaubnisse/Lizenzen von den betroffenen Schutzrechtsinhabern einzuholen. Die gematik GmbH übernimmt insofern keinerlei Gewährleistungen.
1.4 Abgrenzungen
Im Dokument wird spezifiziert, wie Schnittstellen benutzt werden, um fachliche Anwendungsfälle umzusetzen. Die Schnittstellen selbst werden in der Spezifikation desjenigen Produkttypen beschrieben, der die Schnittstelle bereitstellt. Auf die entsprechenden Dokumente wird referenziert (siehe auch Anhang 9.5).
Die vollständige Anforderungslage für den Produkttyp ergibt sich aus weiteren Konzept- und Spezifikationsdokumenten. Diese sind in dem Produkttypsteckbrief des Produkttyps ePA-Frontend des Versicherten verzeichnet.
1.5 Methodik
Anforderungen als Ausdruck normativer Festlegungen werden durch eine eindeutige ID sowie die dem RFC 2119 [RFC2119] entsprechenden, in Großbuchstaben geschriebenen deutschen Schlüsselworte MUSS, DARF NICHT, SOLL, SOLL NICHT, KANN gekennzeichnet.
Sie werden im Dokument wie folgt dargestellt:
<AFO-ID> - <Titel der Afo>
Text / Beschreibung
[<=]
Dabei umfasst die Anforderung sämtliche zwischen Afo-ID und der Textmarke [<=] angeführten Inhalte.
Die Spezifikation der durch den Produkttyp genutzten Interfaces erfolgt in der Spezifikation des Produkttypen, welcher das Interface anbietet. Eine Übersicht befindet sich in Kapitel
"3.2 Nachbarsysteme"
. "".
2 Systemüberblick
Das ePA-Frontend des Versicherten (FdV) ermöglicht es dem Versicherten, ein ePA-Aktensystem zu nutzen. Es wird in der persönlichen Umgebung des Versicherten genutzt und führt die dezentrale Fachlogik der Fachanwendung ePA aus.
3 Systemkontext
3.1 Akteure und Rollen
Im Systemkontext des FdV interagieren verschiedene Akteure (aktive Komponenten) in unterschiedlichen Rollen mit dem FdV.
Tabelle 1: TAB_FdV_101 – Akteure und Rollen
Akteur |
Rolle |
Beschreibung |
Nutzer |
Versicherter (als Aktenkontoinhaber) oder |
Primärer Anwender, Ausführen von fachlichen Anwendungsfällen mit Zugriff auf ein ePA-Aktensystem |
Ausführungsumgebung |
Gerät des Versicherten |
Betriebs-/Ablaufumgebung des FdV |
Kartenleser |
Gerät des Versicherten |
Ermöglicht dem FdV den Zugriff auf die eGK des Nutzers. Es kann die kontaktbehaftete oder die kontaktlose Schnittstelle der eGK genutzt werden. |
Anbieter ePA-Aktensystem |
Organisatorisch, kein Akteur in der Ausführung von Anwendungsfällen |
Der Anbieter stellt Informationen bereit, um sich via FdV am ePA-Aktensystem anzumelden. |
Hersteller ePA-Frontend des Versicherten |
Organisatorisch, kein Akteur in der Ausführung von Anwendungsfällen |
Der Hersteller stellt im Handbuch Informationen bereit bezüglich
|
3.2 Nachbarsysteme
Die vom FdV direkt erreichbaren Produkttypen der TI sind
- ePA-Aktensystem,
- Signaturdienst und
- eGK (G2 und höher).
Der Signaturdienst bietet die Schnittstelle I_Remote_Sign_Operations für Signatur mittels der alternativen Versichertenidentität an. Siehe [gemSpec_Signaturdienst].
In TAB_FdV_102 sind die Schnittstellen des ePA-Aktensystems gelistet, welche durch das FdV genutzt werden.
Tabelle 2 : TAB_FdV_102 – Schnittstellen des ePA-Aktensystems
Schnittstelle |
Operationen |
Bemerkung |
I_Authentication_Insurant |
getAuditEvents |
Definition in [gemSpec_Authentisierung_Vers] |
I_Authorization_Insurant |
getAuthorizationKey |
Definition in [gemSpec_Autorisierung] |
I_Authorization_Management_Insurant |
deleteAuthorizationKey |
Definition in [gemSpec_Autorisierung] |
I_Account_Management_Insurant |
GetAuditEvents |
Definition in [gemSpec_Dokumentenverwaltung] |
I_Proxy_Directory_Query |
Search |
Definition in [gemSpec_Zugangsgateway_Vers] |
I_Document_Management_Connect |
CloseContext |
Definition in [gemSpec_Dokumentenverwaltung] |
I_Document_Management_Insurant |
ProvideAndRegisterDocumentSet-b |
Definition in [gemSpec_Dokumentenverwaltung] |
Status-Proxy |
|
Definition in [gemSpec_Zugangsgateway_Vers] |
TSL-Proxy |
|
Definition in [gemSpec_Zugangsgateway_Vers] |
Schlüsselgenerierungsdienst Typ 1 und Typ 2 |
|
Definition in [gemSpec_SGD_ePA] |
Ausführungsumgebung des FdV ist ein Gerät des Versicherten (GdV), bspw. ein stationäres Gerät oder ein mobiles Endgerät. Es steht unter alleiniger Kontrolle des Versicherten. Es obliegt dem Versicherten, durch geeignete Maßnahmen die Sicherheit der Daten zu stärken.
Für die Authentisierung mittels eGK und kryptographischer Operationen greift das FdV über ein Kartenlesegerät oder über die kontaktlose Schnittstelle auf die eGK zu.
3.2.1 Identität des Nutzers
Ein Versicherter kann als Nutzer des FdV das auf der eGK verfügbare Schlüsselmaterial und Zertifikate für die Authentisierung gegenüber dem ePA-Aktensystem und dem Schlüsselgenerierungsdienst verwenden.
Voraussetzung ist die Nutzung einer eGK G2 oder höher, wobei eine eGK G2 nur den RSA-2048-Algorithmenkatalog unterstützt. Eine eGK G2.1 unterstützt den RSA-2048 und ECC-256-Algorithmenkatalog. Die normierenden Organisationen haben das Ende der Zulässigkeit für den RSA-2048 festgelegt. Aus diesem Grund wird bei Nutzung einer eGK G2 der RSA-Algorithmenkatalog und bei eGK einer höheren Generation (d.h. ab eGK G2.1) der ECC-Algorithmenkatalog verwendet.
Zusätzlich zur eGK sieht das FdV die Möglichkeit der Nutzung einer alternativen Authentisierung vor. Sie muss bei der Krankenkasse des Nutzers beantragt werden. Die Authentisierung beim ePA-Aktensystem erfolgt unter Einbeziehung eines Signaturdienstes.
Für die Zertifikate der alternativen Authentisierung wird der ECC-Algorithmenkatalog verwendet.
4 Zerlegung des Produkttyps
Im Folgenden wird die Zerlegung des Produkttyps FdV dargestellt, welche für die Übersicht der funktionalen Leistungsmerkmale in der vorliegenden Spezifikation nötig ist.
Abbildung 1: Komponenten des FdV
Tabelle 3 : TAB_FdV_167 – Komponenten ePA-Aktensystemdes FdV
Komponente |
Verantwortung und Funktionalität |
Spezifiziert in |
|||
Fachlogik |
Die Komponente steuert die Anwendungsfälle entsprechend den fachanwendungsspezifischen Festlegungen. |
Kap. 6.2 |
|||
|
|
|
|||
Plattformbausteine |
Diese Komponente enthält Plattformbausteine, welche Funktionalitäten der TI-Plattform zur Verfügung stellen:
Die Plattformbausteine werden durch die Fachlogik angesteuert. |
Kap. 6.3 |
|||
5 Übergreifende Festlegungen
5.1 Datenschutz und Sicherheit
In diesem Kapitel werden übergreifende Anforderungen beschrieben, die sich aus den Themenfeldern Datenschutz und Sicherheit ergeben.
A_16973 - ePA-Frontend des Versicherten: lokale Ausführung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS sicherstellen, dass alle ePA-relevantenfachanwendungsspezifischen Anteile des ePA-Frontend des Versicherten lokal auf dem Gerät des Versicherten ausgeführt werden.
[<=]
A_15251 - ePA-Frontend des Versicherten: Anforderungen an Ausführungsumgebung
Der Hersteller des ePA-Frontends des Versicherten MUSS den Nutzer über die Annahmen und Anforderungen an die Ausführungsumgebung seines Produktes informieren. [<=]
Die Annahmen und Anforderungen sollen insbesondere Hinweise enthalten, mit welchen Maßnahmen der Nutzer seine Ausführungsumgebung sicher gestalten kann.
Die medizinischen Dokumente im ePA-Aktensystem sind Ende-zu-Ende verschlüsselt. Dadurch können die Dokumente nicht an zentraler Stelle auf mögliche Schadsoftware geprüft werden. Eine Absicherung gegen mögliche Schadsoftware muss auf dem GdV erfolgen.
A_17723 - ePA-Frontend des Versicherten: Über mögliche Schadsoftware informieren
Der Hersteller des ePA-Frontends des Versicherten MUSS den Nutzer darüber informieren, dass Dokumente Schadsoftware enthalten können und welche Maßnahmen der Nutzer zum Selbstschutz vornehmen kann.
[<=]
A_15252 - ePA-Frontend des Versicherten: Schlüsselmaterial nicht persistent speichern
Das ePA-Frontend des Versicherten DARF alle verwendeten symmetrischen und privaten asymmetrischen Schlüssel, außer für ein Backup des Aktenschlüssels und Kontextschlüssels, NICHT persistent speichern. [<=]
Für ein Backup werden Aktenschlüssel und Kontextschlüssel verschlüsselt abgelegt. Siehe Kap. 6.2.6.8.1 Schlüsselmaterial exportieren.[<=]
A_15253 - ePA-Frontend des Versicherten: Schutz Session-Daten
Das ePA-Frontend des Versicherten DARF Session-Daten NICHT an Dritte, außer im Rahmen der in den Anwendungsfällen spezifizierten Kommunikation, weitergeben.
[<=]
Dies betrifft insbesondere das vertrauliche Schlüsselmaterial aus den Session-Daten. Der Umfang der Session-Daten ist im Kapitel "Informationsmodell" beschrieben. Das ePA-Aktensystem wird als Produkttyp der Fachanwendung ePA nicht als ein drittes System verstanden Die für den Versicherten im Aktenkonto bereitgestellten Dokumente gehören nicht zu den Session-Daten.
A_15254 - ePA-Frontend des Versicherten: Session-Daten nicht persistent speichern
Das ePA-Frontend des Versicherten DARF Session-Daten NICHT persistent speichern. [<=]
A_17625 - ePA-Frontend des Versicherten: Keine Speicherung von Authentisierungsmerkmalen
Das ePA-Frontend des Versicherten DARF Authentisierungsmerkmale (z.B. PIN, Passwörter usw.) NICHT speichern.
[<=]
A_17078 - ePA-Frontend des Versicherten: Risiko Session-Hijacking reduzieren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Session-Hijacking-Angriffe zu reduzieren. [<=]
A_15255 - ePA-Frontend des Versicherten: Schutzmaßnahmen gegen die OWASP-Mobile-Top-10-Risiken
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS Maßnahmen zum Schutz vor den OWASP-Top-10-Risiken in der aktuellen Version von 2017 [OWASPTop10-2017genannten OWASP-Top-10-Mobile-Risiken [OWASPMobileTop10] umsetzen.
[<=]
Dies betrifft bspw. die folgenden Aspekte:
- Schutz von Reverse Engineering
- Verwendung von Plattform Sicherheit Best Practice
- Secure Data Storage
- Schutz gegen code tampering
- Extraneous functionality
Für mobile Anwendungen sind OWASP Top Ten Mobile Controls [OWASP TTMC] zu beachten.
Diese Anforderung ist sowohl für Lösungen auf mobilen als auch Desktop-Plattformen umzusetzen.
Die im Aktenkonto eingestellten Dokumente werden verschlüsselt an das Aktensystem übermittelt und verarbeitet. Sie liegen im Aktensystem nie im Klartext vor. Daher kann das ePA-Aktensystem den Inhalt der Dokumente nicht auf Schadsoftware überprüfen.
A_17660 - ePA-Frontend des Versicherten: Schutzmaßnahmen gegen Schadsoftware aus Dokumenten
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, wenn es Dokumentinhalte direkt anzeigt, Maßnahmen zum Schutz vor Schadsoftware in den Dokumenten umsetzen.
[<=]
Folgende Maßnahmen sind sinnvoll:
- Prüfen, ob Dokumenten-Format und Inhalt mit dem angegebenen Dokumententyp in den Metadaten übereinstimmt
- Prüfen, ob Dokumenten-Format und Inhalt zu den erlaubten ePA-Dokumentenformaten passt
- Vor der Anzeige eines Dokumentes sind Sonder- und Meta-Zeichen im Dokument für die jeweilige Anzeigesoftware mit der richtigen Escape-Syntax zu entschärfen.
- Die Anzeigesoftware ist in einer Art Sandbox zu betreiben.
A_15256 - ePA-Frontend des Versicherten: Verbot von Werbe- und Usability-Tracking
Das ePA-Frontend des Versicherten DARF ein Werbe- und Usability-Tracking NICHT verwenden. [<=]
A_15257 - ePA-Frontend des Versicherten: Qualität verwendeter Schlüssel
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS sicherstellen, dass die von ihm erzeugten Schlüssel die Qualität nach [gemSpec_Krypt#GS-A_4368] besitzen.
[<=]
FürWenn die eGK zur Verfügung steht, dann kann diese für das Erzeugen von Schlüsseln in der geforderten Qualität kann die eGK (Kartenkommando GET RANDOM) genutzt werden. Ist das optionale Kartenkommando GET RANDOM für die eGK nicht verfügbar (Fehlermeldung der Karte), dann kann das Kartenkommando GET CHALLENGE (PL_TUC_GET_CHALLENGE) der eGK genutzt werden. GET RANDOM und GET CHALLENGE liefern einen ausreichend guten Zufall, der die Forderungen aus [gemSpec_Krypt#GS-A_4368] erfüllt.
Wenn die eGK nicht zur Verfügung steht, dann können Informationen von zusätzliche Quellen (Internet, Sensoren des GdV) zusammengeführt werden, um die geforderte Entropie zu erreichen.
A_15258 - ePA-Frontend des Versicherten: Dynamische Inhalte von Drittanbieter
Das ePA-Frontend des Versicherten DARF dynamische Inhalte von Drittanbietern NICHT herunterladen oder verwenden. [<=]
A_15259 - ePA-Frontend des Versicherten: Privacy bei default
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS bei Konfigurationsmöglichkeiten die sichere, datenschutzfreundlichere Option vorauswählen. [<=]
Bspw. ist ein Opt-In anstelle eines Opt-Out-Verfahrens anzuwenden.
A_15260 - ePA-Frontend des Versicherten: Anforderung an Berechtigungen von Systemressourcen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Anforderungen an Berechtigungen für den Zugriff auf Ressourcen des Systems, welches das ePA-Frontend des Versicherten ausführt, auf das notwendige Maß beschränken. [<=]
Hierbei muss insbesondere bei FdV-Anwendungen auf mobilen Geräten auf den Zugriff auf Systemressourcen (bspw. Kamera) verzichtet werden, wenn diese für die ePA-Anwendungsfälle oder Zusatzfunktionalitäten des FdV nicht notwendig sind.
A_15261 - ePA-Frontend des Versicherten: Funktionen und Features verwendeter BibliothekenKapseln von Bibliotheken von Drittanbietern
Das ePA-Frontend des Versicherten SOLL Funktionen und Features verwendeter MUSS Bibliotheken deaktivieren, die für die Umsetzung der Anwendungsfälle des FdV nicht benötigt werden. gemäß [OWASP Proactive Control#C2 Punkt 4] kapseln.
[<=]
Anforderungen zum Herstellungsprozess
A_15262 - ePA-Frontend des Versicherten: Implementierungsspezifische Sicherheitsanforderungen
Der Hersteller des ePA-Frontends des Versicherten MUSS während der Entwicklung des Produktes implementierungsspezifische Sicherheitsanforderungen dokumentieren und umsetzen. [<=]
A_15263 - ePA-Frontend des Versicherten: Verwendung eines sicheren Entwicklungsprozesses
Der Hersteller des ePA-Frontends des Versicherten MUSS während der Entwicklung des Produktes einen sicheren Entwicklungsprozess (Security Development Lifecycle) verwenden.
[<=]
Ein Beispiel für einem sicheren Entwicklungsprozess ist der Microsoft Security Development Lifecycle. Für weitere Informationen siehe [OWASP SAMM Project].
A_15443 - ePA-Frontend des Versicherten: Sicherheitsrelevante Softwarearchitektur-Review
Der Hersteller des ePA-Frontends des Versicherten MUSS einen sicherheitsrelevanten Softwarearchitektur-Review durchführen und identifizierte Architekturschwachstellen beheben. [<=]
A_15264 - ePA-Frontend des Versicherten: Durchführung einer Bedrohungsanalyse
Der Hersteller des ePA-Frontends des Versicherten MUSS eine Bedrohungsanalyse durchführen und Maßnahmen gegen die identifizierten Bedrohungen implementieren. [<=]
A_15265 - ePA-Frontend des Versicherten: Durchführung regelmäßige sicherheitsrelevante Quellcode Review
Der Hersteller des ePA-Frontends des Versicherten MUSS während der Entwicklung des Produktes regelmäßige sicherheitsrelevante Quellcode-Reviews oder automatisierte sicherheitsrelevante Quellcode-Scans durchführen und alle medium oder hoch kritische Schwachstellen beheben. [<=]
A_15266 - ePA-Frontend des Versicherten: Durchführung regelmäßiger Sicherheitstests
Der Hersteller des ePA-Frontends des Versicherten MUSS während der Entwicklung des Produktes regelmäßige automatisierte Sicherheitstests durchführen und alle medium oder hoch kritischen Schwachstellen beheben. [<=]
A_15267 - ePA-Frontend des Versicherten: Sicherheitsschulung für Entwickler
Der Hersteller des ePA-Frontends des Versicherten MUSS alle Entwickler des Produktes in sicherer Entwicklung und Secure Coding Techniken schulen. [<=]
Das ePA-Frontend des Versicherten kann Funktionalitäten enthalten, welche sich nicht aus den Anwendungsfällen der Fachanwendung ePA ergeben. Folgende Anforderungen gelten für die Abgrenzung der zusätzlichen Funktionalitäten zu denen der Fachanwendung ePA.
A_17077 - ePA-Frontend des Versicherten: Kein Sicherheitsverlust durch zusätzliche Funktionalitäten
Falls das ePA-Frontend des Versicherten zusätzliche Funktionalitäten enthält, DÜRFEN diese zusätzlichen Funktionalitäten NICHT die Sicherheit oder den Datenschutz der personenbezogenen und medizinischen Daten des Versicherten in der ePA negativ beeinträchtigen.
[<=]
A_16438 - ePA-Frontend des Versicherten: Unterscheidbarkeit zusätzlicher Funktionalitäten
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS sicherstellen, falls es zusätzliche Funktionalitäten enthält, dass der Nutzer diese zusätzlichen Funktionalitäten von den Funktionalitäten für die ePA unterscheiden kann. [<=]
Die Information, welche Funktionalitäten zusätzlich zu den Funktionen für die ePA enthalten und damit nicht Gegenstand der Zulassung durch die gematik sind, kann im Handbuch oder den Informationen zur Zustimmung gemäß A_16439 beschrieben werden.
A_16439 - ePA-Frontend des Versicherten: Weiterleiten von Daten - Zustimmung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS sicherstellen, dass Daten, die aus der ePA ins FdV geladen werden, nur mit Zustimmung des Versicherten unter Nutzung von expliziten Opt-in-Lösungen weitergeleitet werden können, wobei sich das Opt-In nur genau auf die Weiterleitung beziehen und nicht mit anderen Zustimmungen kombiniert werden darf. [<=]
Die in A_16439 geforderte Zustimmung kann einmalig durch den Versicherten erteilt werden und bis auf Widerruf des Versicherten für alle Datenweiterleitungen, die von dem Versicherten veranlasst werden, gelten. Das FdV kann dabei die Möglichkeit einer expliziten Opt-in-Lösung mit Widerrufsrecht oder ein anlassbezogenes Zustimmungsverfahren oder eine Wahlmöglichkeit beider Verfahren vorsehen.
A_16440 - ePA-Frontend des Versicherten: Weiterleiten von Daten - Information
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS sicherstellen, dass der Versicherte vor der Zustimmung zur Nutzung von aus der ePA ins FdV geladenen Daten durch Anwendungen oder Apps im oder außerhalb des Frontends in verständlicher Weise darüber informiert wird, welche Daten, wann und an wen weitergeleitet werden und zu welchem Zwecke die Anwendungen die Daten verarbeiten. [<=]
A_16441 - ePA-Frontend des Versicherten: Weiterleiten von Daten - Nachvollziehbarkeit
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS sicherstellen, dass der Versicherte eine Weiterleitung der Daten im Nachhinein nachvollziehen kann (z.B. durch Protokollierung).
[<=]
5.2 Verwendete Standards
Für die Nutzung der Schnittstellen werden u.a. die folgenden Standards verwendet.
A_15268 - ePA-Frontend des Versicherten: Konformität zu WS-I Basic Profil 2.0
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS SOAP-Nachrichten gemäß den Vorgaben aus WS-I Basic Profile V2.0 [WSIBP] unterstützen.
[<=]
A_15269 - ePA-Frontend des Versicherten: Verwendung von WS-Trust 1.4
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS für die Authentisierung den Standard [WS-Trust1.4] unterstützen. [<=]
A_15270 - ePA-Frontend des Versicherten: Verwendung von DMSLv2
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS für die Abfrage des Verzeichnisdienstes die Standard Directory Services Markup Language v2.0 (DSMLv2) unterstützen. [<=]
Informationen zu DMSLv2 sind unter https://www.oasis-open.org/standards#dsmlv2https://www.oasis-open.org/standards#dsmlv2 verfügbar.
5.3 Integrating the Healthcare Enterprise IHE
Die dokumentenbezogenen Schnittstellen des ePA-Aktensystems und die Verarbeitungslogik des FdV basieren auf Transaktionen des IHE ITI Technical Frameworks (IHE ITI TF). Die IHE ITI-Implementierungsstrategie ist in [gemSpec_DM_ePA] beschrieben.
Das FdV nutzt die folgenden Integrationsprofile des IHE ITI TF:
- Cross-Enterprise Document Sharing (XDS.b) Profile
• Cross-Enterprise Document Reliable Interchange (XDR) Profile
- Remove Metadata and Documents (RMD) Profile
- Cross-Enterprise User Assertion (XUA) Profile
- Advanced Patient Privacy Consents (APPC) Profile
Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die durch das FdV umzusetzenden IHE ITI-Akteure und assoziierte Transaktionen. Siehe auch [gemSpec_DM_ePA#Abbildung Überblick über IHE ITI-Akteure und assoziierte Transaktionen].
Tabelle 4: TAB_FdV_103 – IHE Akteure und Transaktionen
Aktion |
Profile |
IHE-Akteur |
Transaktion |
Referenz |
Suchanfrage auf Metadaten |
XDS.b |
Document Consumer |
Registry Stored Query [ITI-18] |
[IHE-ITI-TF2a]#3.18 |
Herunterladen von Dokumenten |
XDS.b |
Document Consumer |
Retrieve Document Set [ITI-43] |
[IHE-ITI-TF2b]#3.43 |
Einstellen von Dokumenten |
XDS.b |
Document Source |
Provide & Register Document Set-b [ITI-41] |
[IHE-ITI-TF2b]#3.41 |
Löschen von Dokumenten |
RMD |
Document Administrator |
Remove Documents [ITI-86] |
[IHE-ITI-TF2c]#3.86 |
AuthenticationAssertion übertragen |
XUA |
X-Service User |
Provide X-User Assertion [ITI-40] |
[IHE-ITI-TF2b]#3.40 |
Policy Document erstellen |
APPC |
APPC Content Creator |
- |
[IHE-ITI-APPC] |
Interpretieren von Policy Documents |
APPC |
APPC Content Consumer |
- |
[IHE-ITI-APPC] |
Die übergreifenden Einschränkungen von IHE ITI-Transaktionen sowie Festlegungen spezieller Umsetzungsvorgaben bzgl. einzelner Transaktionen sind in [gemSpec_DM_ePA] und [gemSpec_Dokumentenverwaltung] beschrieben.
Wenn im Rahmen der IHE Interface-Beschreibung der Begriff „Patient“"Patient" verwendet wird, ist im Rahmen der vorliegenden Spezifikation darunter der Aktenkontoinhaber zu verstehen.
Im FdV werden fachliche Dokumente (Versichertendokumente) und technische Dokumente (Policy Documents) unterschieden.
5.3.1 Policy Documents
Die Fachanwendung ePA verwendet das APPC-Profil für die Durchsetzung von Zugriffsregeln (Autorisierung). Die Zugriffsregeln werden gemäß APPC in Policy Documents beschrieben und als technische Dokumente im Aktenkonto des Versicherten hinterlegt.
Für jeden Vertreter, jede berechtigte Leistungserbringerinstitution (LEI), den berechtigten Kostenträger (KTR) und den Aktenkontoinhaber wird je ein Policy Document im Aktenkonto verwaltet.
Bei der Neuvergabe einer Berechtigung für Vertreter, LEI oder KTR erstellt das FdV ein neues Policy Document (Base Policy) und lädt es in das Aktenkonto hoch. Bei der Änderung einer Berechtigung (bspw. Verlängerung der Berechtigungsdauer) lädt das FdV das Policy Document aus dem Aktenkonto herunter (IHE-Akteur Content Consumer), bearbeitet es und lädt die veränderte Fassung als neu zu registrierende Policy in das Aktenkonto hoch (IHE APPC-Akteur Content Creator). Beim Hochladen einer veränderten Version eines Policy Documents wird die vorherige Version infolge des Hochladens des neuen Policy Documents automatisch durch das ePA-Aktensystem gelöscht. Beim Entzug einer Berechtigung löscht das FdV das entsprechende Policy Document aus dem Aktenkonto.
Das ePA-Aktensystem wertet die in den Policy Documents hinterlegten Zugriffsregeln aus. Es entscheidet unter Berücksichtigung der Dokumentenmetadaten, ob der anfragende Nutzer den Dokumentenzugriff (z. B. Herunterladenbspw. Einstellen von Dokumenten) durchführen darf oder ob der Dokumentenzugriff ablehnt wird.
Das FdV verarbeitet Policy Documents intern.
A_15271 - ePA-Frontend des Versicherten: Keine Anzeige von Policy Documents
Das ePA-Frontend des Versicherten DARF dem Nutzer Policy Documents NICHT als Dokumente anzeigen oder zur Auswahl anbieten. [<=]
Für die XDS-Metadaten eines Policy Documents gelten die Nutzungsvorgaben aus
[gemSpec_DM_ePA#A_14961]
.
A_15673 - ePA-Frontend des Versicherten: Policy Document (Base Policy) für LEI erstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS für zu berechtigende LEIs eine XACML 2.0 Policy als Policy Document (Advanced Patient Privacy Consent) gemäß [IHE-ITI-APPC] unter Berücksichtigung der Anforderungen an deren Inhalt in [gemSpec_Dokumentenverwaltung#Tab_Dokv_300] erstellen (Base Policy). [<=]
Die Inhalte der Base Policy für LEI sind in
[gemSpec_Dokumentenverwaltung#Base Policy für eine Leistungserbringerinstitution]
beschrieben.
Das Attribut der Base Policy mit der Attribut-ID "urn:oasis:names:tc:xspa:1.0:subject:organization" beinhaltet den Namen der LEI, welcher für die Anzeige der Berechtigung genutzt wird.
Das Attribut der Base Policy mit der Attribut-ID "urn:gematik:subject:organization-id" beinhaltet die TelematikID der LEI.
Beim Erstellen einer Base Policy wird der Name und die TelematikID einer LEI aus dem Verzeichnisdienst der TI bestimmt (siehe "").
Das Attribut der Base Policy mit der Attribut-ID "urn:ihe:iti:ser:2016:patient-id" beinhaltet die Versicherten-ID des Aktenkontoinhabers
Das Attribut EnvironmentMatch/MatchId "urn:oasis:names:tc:xacml:1.0:function:dateTime-less-than-or-equal" beinhaltet den "gültig bis" Zeitpunkt der Berechtigung. Der Zeitpunkt ist bei der Neuerstellung eines Policy Documents ausgehend vom aktuellen Datum anhand der gewählten Option zu berechnen.
Das Attribut EnvironmentMatch/MatchID "urn:oasis:names:tc:xacml:1.0:function:date-greater-than" beinhaltet das Erstellungsdatum der Berechtigung. Das Erstellungsdatum entspricht bei der Neuerstellung eines Policy Documents dem aktuellen Datum.
Die Policy Set ID ReferencePolicySetIDReference steuert, ob die zu berechtigende LEI neben dem Zugriff auf die fürdurch LEI zugänglicheneingestellten sowie leistungserbringeräquivalenten Dokumente auch, den Zugriff auf durch Versicherte und Vertreter eingestellte Dokumente oder durch KTR eingestellte Dokumente erhält.
A_15674 - ePA-Frontend des Versicherten: Policy Document (Base Policy) für Vertreter erstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS für zu berechtigende Vertreter eine XACML 2.0 Policy als Policy Document (Advanced Patient Privacy Consent) gemäß [IHE-ITI-APPC] unter Berücksichtigung der Anforderungen an deren Inhalt in [gemSpec_Dokumentenverwaltung#Tab_Dokv_200] erstellen (Base Policy). [<=]
Die Inhalte der Base Policy für Vertreter sind in
[gemSpec_Dokumentenverwaltung#Base Policy für einen Vertreter]
beschrieben.
Das Attribut der Base Policy mit der Attribut-ID "urn:oasis:names:tc:xacml:1.0:subject:subject" beinhaltet den Namen des Vertreters, welcher für die Anzeige der Berechtigung genutzt wird.
Das Attribut der Base Policy mit der Attribut-ID "urn:oasis:names:tc:xacml:1.0:subject:subject-id" beinhaltet die Versicherten-ID des Vertreters "urn:gematik:subject:subject-id" beinhaltet die Versicherten-ID des Vertreters.
Das Attribut der Base Policy mit der Attribut-ID "urn:ihe:iti:ser:2016:patient-id" beinhaltet die Versicherten-ID des Aktenkontoinhabers.
A_17232 - ePA-Frontend des Versicherten: Policy Document (Base Policy) für Kostenträger erstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS für einen zu berechtigenden Kostenträger eine XACML 2.0 Policy als Policy Document (Advanced Patient Privacy Consent) gemäß [IHE-ITI-APPC] unter Berücksichtigung der Anforderungen an deren Inhalt in [gemSpec_Dokumentenverwaltung#Tab_Dokv_400] erstellen (Base Policy).
[<=]
Die Inhalte der Base Policy für KTR sind in beschrieben.
Das Attribut der Base Policy mit der Attribut-ID "urn:oasis:names:tc:xspa:1.0:subject:organization" beinhaltet den Namen des KTR, welcher für die Anzeige der Berechtigung genutzt wird.
Das Attribut der Base Policy mit der Attribut-ID "urn:gematik:subject:organization-id" beinhaltet die TelematikID des KTR.
Beim Erstellen einer Base Policy wird der Name und die TelematikID eines KTR aus dem Verzeichnisdienst der TI bestimmt (siehe "").
Das Attribut der Base Policy mit der Attribut-ID "urn:ihe:iti:ser:2016:patient-id" beinhaltet die Versicherten-ID des Aktenkontoinhabers.
Die Unterscheidung bei der Verarbeitung im FdV, ob es sich bei einer Base Policy um ein Policy Document für eine LEI, einen Vertreter oder einen VertreterKostenträger handelt, erfolgt anhand PolicySetIdReference von root in InstanceIdentifier.
5.3.2 Versichertendokumente
Zu jedem Dokument verwaltet das ePA-Aktensystem Metadaten, welche für die Suche nach Dokumenten verwendet werden. Für Dokumente, welche der Nutzer in die Dokumentenverwaltung einstellt, müssen Metadaten erstellt werden.
Für die XDS-Metadaten von Dokumenten des Versicherten gelten die Nutzungsvorgaben aus
[gemSpec_DM_ePA#A_14760]
. .
5.4 Benutzeroberfläche
Das FdV ist eine für die eigenständige Nutzung der ePA durch Versicherte in einer persönlichen Umgebung konzipierte Benutzeroberfläche. Die persönliche Umgebung ist eine private, nicht öffentliche, Umgebung des Versicherten, über die dieser die alleinige Kontrolle hat.
Die folgenden Ausführungen zu Anforderungen an die Benutzerführung sind normativ. Der Hersteller des FdV darf in Absprache mit der gematik von diesen abweichen, wenn durch die Abweichungen der Bedienkomfort für den Nutzer erhöht wirdvisuelle Darstellung und Benutzerführung sind informativ und nicht normativ.
5.4.1 Visuelle Darstellung
Für die visuelle Darstellung der Inhalte ist eine grafische Benutzeroberfläche erforderlich, welche die Daten des Versicherten strukturiert und übersichtlich darstellt.
A_15272 - ePA-Frontend des Versicherten: Einheitliche Oberfläche
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS eine grafische Oberfläche zur Benutzerführung besitzen. [<=]
Das FdV soll eine einheitlich gestaltete Oberfläche zur Benutzerführung besitzen, um die Übersichtlichkeit in allen Anwendungsfällen für den Nutzer zu gewährleisten. Es soll Menüfunktionen, Texte und andere Anzeigen eindeutig, verständlich und widerspruchsfrei benennen bzw. darstellen.
A_15274 - ePA-Frontend des Versicherten: Darstellung des Anwendungskontextes
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSSsoll es dem Nutzer ermöglichen, zu jeder Zeit zu erkennen, in welchem ePA-Anwendungsfall sich die Applikation gerade befindet. [<=]
Die grafische Oberfläche des FdV soll Elemente wie Hintergrundbilder, Grafiken o.Ä. nicht derart verwenden, dass sie den Nutzer ablenken.
5.4.2 Benutzerführung
Die Bedienung des FdV soll für den Nutzer intuitiv gestaltet werden. Das FdV soll dem Nutzer alle anzeigbaren Texte mindestens in der Sprache Deutsch bereitstellen. Zusätzliche Sprachen können unterstützt werden.
DIN Normen und Verordnungen zur Beachtung:
Zusätzlich zu den in diesem Kapitel aufgeführten Anforderungen an das FdV zur Benutzerführung sollen auch die in der ISO 9241 aufgeführten Qualitätsrichtlinien zur Sicherstellung der Ergonomie interaktiver Systeme und Anforderungen aus der Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung – BITV 2.0) beachtet werden.
Insbesondere sollen die nachfolgend aufgeführten Teile der ISO 9241 berücksichtigt werden:
DIN EN ISO 9241 – Teile mit Bezug zur Software-Ergonomie
- Teil 8: Anforderungen an Farbdarstellungen
- Teil 9: Anforderungen an Eingabegeräte – außer Tastaturen
- Teil 110: Grundsätze der Dialoggestaltung (ersetzt den bisherigen Teil 10)
- Teil 11: Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit – Leitsätze
- Teil 12: Informationsdarstellung
- Teil 13: Benutzerführung
- Teil 14: Dialogführung mittels Menüs
- Teil 15: Dialogführung mittels Kommandosprachen
- Teil 16: Dialogführung mittels direkter Manipulation
- Teil 17: Dialogführung mittels Bildschirmformularen
- Teil 171: Leitlinien für die Zugänglichkeit von Software BITV 2.0
BITV 2.0 - Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung
Die Umsetzung der Verordnung dient zur behindertengerechten Umsetzung von Webseiten und anderen grafischen Oberflächen.
Insbesondere sollen deshalb neben der Übernahme der international anerkannten Standards für barrierefreie Webinhalte (Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1) auch die Belange gehörloser, hör-, lern- und geistig behinderter Menschen berücksichtigt werden.
Die BITV 2.0 regelt unter anderem den sachlichen Geltungsbereich, die einzubeziehenden Gruppen behinderter Menschen und die anzuwendenden Standards.
Weitere Richtlinien und Empfehlungen zur digitalen Barrierefreiheit sind die EU Richtlinie 2016/2102 für öffentliche Stellen und die europäische Norm EN 301 549 V1.2.1 mit dem Titel "Accessibility requirements for ICT products and services".
Das FdV soll die Schnittstellen für die Unterstützung der barrierefreien Bedienungsmöglichkeit, welche vom Betriebssystem zur Verfügung gestellt werden, nutzen.
A_15278 - ePA-Frontend des Versicherten: Menüauswahl für Sitzungsende
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, die SitzungAktensession jederzeit per Menüauswahl zu beenden. [<=]
A_15280 - ePA-Frontend des Versicherten: Abbruch von Anwendungsfällen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, Anwendungsfälle auch vor der Beendigung jederzeit abzubrechen. [<=]
Nach dem Start des FdV und einem ggf. durchgeführten Login wird dem Versicherten eine Startoberfläche angezeigt, auf der klar erkennbar ist, welche Arten von Dokumentenzugriffen und Verwaltungsfunktionen ausgeführt werden können.
Die Bezeichnung der Inhalte und Anwendungsfälle muss für den Nutzer eindeutig und verständlich sein. Bezeichnungen sollen nach Möglichkeit vollständig ausgeschrieben sein, Abkürzungen sind zu vermeiden.
Hinweise am FdV
Um dem Nutzer die Bedienung zu vereinfachen, sollen ihm Hinweise angezeigt werden, die den Zweck sowie den inhaltlichen Ablauf eines Anwendungsfalls betreffen.
Im Hinweistext können die einzelnen Schritte des Anwendungsfalls sowie die Auswirkungen auf die Nutzung der Anwendung im Rahmen der Versorgung beschrieben sein.
Ist ein Anwendungsfall durchgeführt worden, muss das FdV das Ergebnis für den Versicherten klar verständlich anzeigen, z. B. „Die"Die Vertretung wurde erfolgreich eingerichtet.“".
Ist ein Anwendungsfall durch den Versicherten abgebrochen worden oder technisch nicht durchführbar, muss der Versicherte ebenfalls einen für ihn verständlichen Hinweis erhalten. In jedem Fall muss das Ergebnis für den Versicherten klar erkennbar sein.
A_15282 - ePA-Frontend des Versicherten: Anzeige Ergebnis Anwendungsfall
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS dem Nutzer das Ergebnis seines durchgeführten Anwendungsfalls anzeigen, auch im Fehlerfall oder bei Abbruch. [<=]
Für die Anzeige in Fehlerfällen siehe Kapitel „Fehlerbehandlung“"".
Zur Sicherstellung, dass keine Daten versehentlich gelöscht werden, soll der Nutzer nach der Auswahl der Löschen-Funktion darauf hingewiesen werden, dass es sich hierbei um eine unwiderrufliche Aktion handelt.
5.4.3 Dokumente
Der Nutzer kann nach Dokumenten in der ePA suchen und diese herunterladen oder sich anzeigen lassen.
A_15283 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumentgrößen von 25 MB
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS für alle Außenschnittstellen, in denen ein Dokument verarbeitet wird, Dokumente mit einer Größe von mindestens 25 MB unterstützen. [<=]
Für die Anzeige der Dokumente werden die auf dem Gerät des Versicherten (GdV) verfügbaren Standardprogramme verwendet. Unter einem Standardprogramm wird das im GdV mit einem Dokumenttypen verknüpfte Programm verstanden (z.B. Dateityp PDF mittels Acrobat eines auf dem GdV verfügbaren PDF Reader). Das FdV muss braucht keine Funktionalität zur Anzeige von Dokumenten in beliebigem Format bereitstellen.
A_17226 - ePA-Frontend des Versicherten: Anzeige Metadaten von Dokumenten
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, alle zu einem Dokument zugehörigen Metadaten mit fachlichen Informationen einzusehen.
[<=]
Technische Metadaten zu einem Dokument müssen nicht angezeigt werden.
A_15284 - ePA-Frontend des Versicherten: Anzeige von Dokumenten
Das ePA-Frontend des Versicherten SOLL Standardprogramme zur Anzeige von aus der ePA heruntergeladenen Dokumenten verwenden. [<=]
Ist kein Programm zur Anzeige des Dokumentenformates auf dem GdV verfügbar, dann kann der Nutzer das Dokument nur lokal speichern.
A_15285 - ePA-Frontend des Versicherten: Anzeige strukturierter Dokumente
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS für strukturierte Dokumente eine nutzerlesbarefür den Nutzer lesbare Darstellung mit dem vollständigen Inhalt des Dokumentes generieren und dem Nutzer anzeigen können. [<=]
Für Informationen zu strukturierten Dokumenten siehe [gemSpec_DM_ePA#Tab_DM_100]. Wenn ein Arztbrief Dokument mit xml und pdf Anteil vorliegt, muss nur das PDF angezeigt werden.
Der Nutzer kann Dokumente in die ePA einstellen. Dafür müssen diese im FdV ausgewählt werden.
A_15286 - ePA-Frontend des Versicherten: Auswahl von Dokumenten
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS dem Nutzer ermöglichen, mehrere Dokumente aus lokal eingebundenem Speicher auszuwählen, um sie in die ePA einzustellen. [<=]
5.4.4 Eingabe Metadaten für einzustellende Dokumente
Für Dokumente, welche durch den Nutzer in die ePA eingestellt werden, sind Metadaten anzugeben, auf deren Basis Dokumente gesucht und heruntergeladen werden können.
Die XDS-Metadaten und ihre Nutzungsvorgaben sind in
[gemSpec_DM_ePA#A_14760]
beschrieben.
Es sind dem Nutzer in der GUI keine Attribute zur Eingabe anzubieten, die gemäß
[gemSpec_DM_ePA#A_14760]
nicht übertragen werden dürfen oder die mit einem festen Wert belegt werden müssen, der ohne Nutzereingabe bereitgestellt werden kann (z.B. homeCommunityId).
Tabelle 5 beschrieben.
Tabelle 5: TAB_FdV_125 – Metadatenattribute
Metadatenattribut XDS.b |
|
|
|
Bemerkung |
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|
Metadatenelement Document Entry |
|
|
|
|
|||||
author |
|
|
|
Das Document Entry-Element muss als einen Eintrag den Submission Set author beinhalten. Dieser Eintrag wird dem Nutzer nicht angezeigt, da er defaultmäßig mit dem einstellenden Nutzer belegt ist. Der Nutzer kann weitere Autoren angeben. |
||||||
|
authorPerson |
ja |
|
ja |
|
|||||
|
authorInstitution |
ja |
leer |
ja |
|
|||||
|
authorRole |
ja |
|
ja |
value set authorRole |
|||||
|
authorSpecialty |
ja |
leer |
ja |
|
|||||
|
authorTelecommunication |
ja |
leer |
ja |
|
|||||
availabilityStatus |
nein |
|
|
nicht genutzt |
||||||
classCode |
ja |
|
ja |
value set classCode |
||||||
comments |
nein |
|
|
nicht genutzt |
||||||
confidentialityCode |
ja |
|
|
value set confidentialityCode |
||||||
creationTime |
ja |
Systemzeit |
ja |
|
||||||
|
|
|
|
|
||||||
entryUUID |
nein |
vom FdV vergeben |
nein |
|
||||||
eventCodeList |
ja |
|
ja |
value set eventCodeList |
||||||
formatCode |
ja |
"urn:ihe:iti:xds:2017:mimeTypeSufficient" |
nein |
aus Dokument zu bestimmen |
||||||
hash |
nein |
durch FdV berechnet |
nein |
|
||||||
healthcareFacilityTypeCode |
ja |
|
ja |
value set healthcareFacilityTypeCode |
||||||
homeCommunityId |
nein |
aus Session-Daten |
nein |
|
||||||
languageCode |
|
|
|
|
||||||
legalAuthenticator |
nein |
|
|
nicht genutzt |
||||||
limitedMetadata |
nein |
X |
nein |
|
||||||
|
|
|
|
|
||||||
mimeType |
ja |
aus Eigenschaft der Datei (bspw. Dateiendung oder Zuordnung einer XML-Datei zu einem XML-Schema) |
nein |
|
||||||
objectType |
nein |
"urn:uuid:7edca82f-054d-47f2-a032-9b2a5b5186c1" |
nein |
|
||||||
patientId |
nein |
aus Session-Daten |
nein |
|
||||||
practiceSettingCode |
ja |
|
|
value set practiceSettingCode |
||||||
referenceIdList |
nein |
|
|
|
||||||
repositoryUniqueId |
nein |
entspricht homeCommunityId |
nein |
|
||||||
serviceStartTime |
|
|
ja |
|
||||||
serviceStopTime |
|
|
ja |
|
||||||
size |
|
vom FdV berechnet |
nein |
Es ist die Größe des verschlüsselten Dokumentes anzuzeigen. |
||||||
sourcePatientId |
nein |
|
|
nicht verwendet |
||||||
sourcePatientInfo |
nein |
|
|
nicht verwendet |
||||||
title |
ja |
leer |
ja |
|
||||||
typeCode |
ja |
|
ja |
value set typeCode |
||||||
uniqueId |
nein |
vom FdV vergeben |
nein |
|
||||||
URI |
ja |
Dateiname |
nein |
|
||||||
|
|
|
|
|
||||||
|
Metadatenelement Submission Set |
|
|
|
|
|||||
author |
|
|
|
|
||||||
|
authorPerson |
nein |
|
nein |
|
|||||
|
authorInstitution |
nein |
leer |
nein |
|
|||||
|
authorRole |
nein |
|
nein |
value set authorRole |
|||||
|
authorSpecialty |
nein |
leer |
nein |
|
|||||
|
authorTelecommunication |
nein |
leer |
nein |
|
|||||
availabilityStatus |
nein |
|
|
nicht verwendet |
||||||
comments |
nein |
|
|
nicht verwendet |
||||||
contentTypeCode |
|
8 (Veranlassung durch Patient) |
nein |
value set contentTypeCode |
||||||
entryUUID |
nein |
vom FdV vergeben |
nein |
|
||||||
homeCommunityId |
nein |
aus Session-Daten |
nein |
|
||||||
intendedRecipient |
nein |
|
|
nicht verwendet |
||||||
limitedMetadata |
nein |
X |
nein |
|
||||||
patientId |
nein |
aus Session-Daten |
nein |
|
||||||
sourceId |
nein |
leer |
nein |
|
||||||
submissionTime |
|
Systemzeit |
nein |
|
||||||
title |
nein |
|
|
nicht verwendet |
||||||
uniqueId |
|
vom FdV vergeben |
nein |
|
||||||
Für value sets siehe [gemSpec_DM_ePA].
A_15287 - ePA-Frontend des Versicherten: Eingabe Metadaten für Dokument einstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten DARF NICHT MUSS dem Nutzer Attribute zur Eingabe anbieten, welche nicht required und nicht optional sind oder verpflichtend durch einen fest vorgegebenen Wert zu belegen sind. [<=]beim Einstellen von Dokumenten die Metadatenattribute gemäß Tab_FdV_125 anzeigen und gemäß Tab_FdV_125 zum Editieren anbieten.
A_15288 - ePA-Frontend des Versicherten: Eingabe Metadaten - Kennzeichnung Required Attribute[<=]
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSSFdV soll für die Eingabe von MetatdatenMetadaten required-Attribute als Pflichtfelder kennzeichnen. [<=]
A_15563 - ePA-Frontend des Versicherten: Eingabe Metadaten - Defaultwerte
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS Felder für die Eingabe von Metatdaten vorbelegen, falls Defaultwerte spezifiziert und bestimmbar sind, und dem Nutzer zum Editieren anbieten. Metadaten gemäß Tab_FdV_125 vorbelegen.
[<=]
Defaultmäßig wird der Nutzer als author (Ersteller) und Submission Set author (Einstellender) gesetzt. Die Werte für den author können, wenn die Authentisierung des Nutzers mittels eGK erfolgte, mit werden mit den Informationen givenname , surname und surnametitle aus den subject des C.CH.AUT bzw. C.CH.AUT_ALT Zertifikates vorbelegt werden. Das Zertifikat wird im Anwendungsfall "Login" von der eGK Aktensession" in die Session-Daten übernommen.
A_15289 - ePA-Frontend des Versicherten: Eingabe Metadaten - author
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS für die Eingabe der Attribute für den author (Ersteller) und author (Einstellender) je die Felder Vorname und Nachname verwenden und diese mit Werten vorbelegen. [<=]Gemäß den Festlegungen in muss ein Document Entry author (Ersteller) dem Eintrag bei Submission Set author (Einstellender) entsprechen. Dieser Document Entry author muss nicht angezeigt werden. Der Nutzer kann zusätzliche Document Entry author (Ersteller) erfassen.
Entsprechend den Nutzungsvorgaben für die Verwendung von XDS-Metadaten sind für einzelne Attribute Value Sets zu verwenden. Für eine bessere Bedienbarkeit bei der Eingabe der Metadaten werden die in der GUI auswählbaren Werte defaultmäßig auf einen Teil des Value Sets gemäß
[gemSpec_DM_ePA#Vorschläge zur verkürzten Ansicht der Auswahl von Werten aus Value Sets]
eingeschränkt. Über die Konfiguration der Applikation hat der Nutzer die Möglichkeit, die anzuzeigenden Werte zu ändern, d.h. nicht angezeigte Werte aus dem Value Set hinzuzunehmen oder angezeigte Werte zu verbergen.
A_15290 - ePA-Frontend des Versicherten: Konfigurierbare Auswahl für Metadaten-Attribute
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS eingeschränkt. Über die Konfiguration der Applikation hat der Nutzer die Möglichkeit, die anzuzeigenden Werte zu ändern, d.h. nicht angezeigte Werte aus dem Value Set hinzuzunehmen oder angezeigte Werte zu verbergen.
Das FdV soll dem Nutzer in der GUI für Attribute von Metadaten, welche entsprechend einem Value Set belegt werden, eine konfigurierbare Auswahl anbieten. Wenn das Attribut optional ist, dann muss die Auswahl einen leeren Eintrag beinhalten. [<=]
A_15291 - ePA-Frontend des Versicherten: Schlüsselwerte aus Value Sets decodieren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS Schlüsselwerte aus Value Sets decodieren und in einem für den Nutzer verständlichen Text anzeigen. [<=]
5.4.5 Konfiguration des FdV
Im Folgenden sind Konfigurationsparameter beschrieben, deren Werte für die Nutzung der Schnittstellen benötigt werden. Darüber hinaus kann der Hersteller des FdV zusätzliche Konfigurationsparameter definieren.
A_15292 - ePA-Frontend des Versicherten: Konfigurationsparameter verwaltenParameter speichern und laden
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS dem Nutzer ermöglichen die Parameter aus TAB_FdV_104 zu verwalten (anzeigen, ändern, löschen)persistent speichern und zum Start der Applikation laden.
Tabelle 6: TAB_FdV_104 – KonfigurationsparameterParameter FdV
Parameter |
Beschreibung |
Wertebereich |
Aktenkontoinhaber: Akten-ID |
Akten-ID (RecordIdentifier) des Aktenkontos für den Versicherten |
siehe Bildungsvorschrift gemäß |
Aktenkontoinhaber: FQDN Anbieter ePA-Aktensystem |
FQDN für den Zugriff auf das ePA-Aktensystem des zugehörigen Anbieters für den Versicherten |
|
Aktenkontoinhaber: Anbieter-ID |
|
siehe [gemSpec_DM_ePA] |
Aktenkontoinhaber: Geräteidentifikator |
Von der Autorisierung einmalig übermittelte Zufallszahl. Wird durch das FdV übernommen und ist nicht durch den Nutzer konfigurierbar. Der Parameter wird nicht angezeigt. |
base64Binary, 120 Zeichen |
Aktenkontoinhaber: Letzte Anmeldung zum Aktenkonto |
Zeitpunkt des letzten erfolgreichen Login des Nutzers in das Aktenkonto von dem Gerät. Dient der Auswahl der Benachrichtigungen; |
Timestamp |
für jede Vertretung: Name des Versicherten |
Name des zu vertretenden Versicherten |
|
für jede Vertretung: Akten-ID |
Akten-ID (RecordIdentifier) des Aktenkontos für den zu vertretenden Versicherten |
siehe Bildungsvorschrift gemäß |
für jede Vertretung: FQDN Anbieter ePA-Aktensystem |
FQDN für den Zugriff auf das ePA-Aktensystem des zugehörigen Anbieters für den zu vertretenden Versicherten |
|
für jede Vertretung: Anbieter-ID |
|
siehe [gemSpec_DM_ePA] |
für jede Vertretung: Versicherten-ID des zu Vertretenden |
unveränderlicher Teil der KVNR des zu Vertretenden |
alphanummerisch, 10-stellig |
für jede Vertretung: Geräteidentifikator |
Von der Autorisierung einmalig übermittelte Zufallszahl. Wird durch das FdV übernommen und ist nicht durch den Nutzer konfigurierbar. Der Parameter wird nicht angezeigt. |
base64Binary, 120 Zeichen |
für jede Vertretung: letzte Anmeldung zum Aktenkonto |
Zeitpunkt des letzten erfolgreichen Login des Nutzers in das Aktenkonto von dem Gerät. Dient der Auswahl der Benachrichtigungen |
Timestamp |
Benachrichtigungen aktivieren |
Benachrichtigung über neue, geänderte oder gelöschte ePA-Dokumente |
ja/nein |
Benachrichtigungszeitraum |
|
Optionen:
Default: seit der letzten Anmeldung |
Dokumente einstellen: Berechtigte anzeigen |
gibt an, ob im Anwendungsfall Dokumente einstellen die Liste der für den Zugriff Berechtigten vor dem Hochladen angezeigt wird. |
ja/nein |
|
|
|
Gerätenamen |
Bezeichnung des GdV durch den Nutzer, um es im Freischaltprozess und während der Geräteverwaltung leichter wiedererkennen zu können. |
alphanummerisch, 64 Zeichen |
[<=]
Entsprechend dem für die Akten-ID spezifizierten Format, besitzt die Akten-ID einen variablen und einen konstanten Anteil. Der variable Anteil entspricht der Versicherten-ID, welche bspw. auf der eGK des Versicherten aufgedruckt ist. Das Erfassen der Akten-ID kann auf die Versicherten-ID beschränkt werden und automatisch um die konstanten Anteile ergänzt werden.
A_15634 - ePA-Frontend des Versicherten: Anbieter-ID aus Namensdienst ermitteln
Das ePA-Frontend des Versicherten SOLL die Parameter "Aktenkontoinhaber: Anbieter-ID" und "Vertreter: Anbieter-ID" mittels DNS des Anbieters des ePA-Aktensystems im Internet auf Basis des FQDN des ePA-Aktensystems ermitteln.
Resource Record: ePA_FQDN, TXT Record: hcid [<=]
A_15293 - ePA-Frontend des Versicherten: Konfigurationsparameter speichernverwalten
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS diedem Nutzer ermöglichen, die nicht automatisch bestimmbaren Parameter aus TAB_FdV_104 persistent speichern und zum Start der Applikation laden. zu verwalten (anzeigen, ändern, löschen).
[<=]
A_17088 - ePA-Frontend des Versicherten: Kopplung an spezifisches ePA-Aktensystem
Der Hersteller des ePA-Frontends des Versicherten KANN die Parameter für die Identifikation des zu nutzenden ePA-Aktensystems fest vorgeben und eine Konfiguration durch den Nutzer unterbinden.
[<=]
Das entspricht den folgenden Parametern aus TAB_FdV_104 für Aktenkontoinhaber und für jede Vertretung:
- FQDN Anbieter ePA-Aktensystem,
- Anbieter-ID.
6 Funktionsmerkmale
6.1 Allgemein
6.1.1 SessionAktensession-Verwaltung
Eine SessionAktensession in einem FdV bezeichnet die Sitzung eines Nutzers, in der dieser fachliche Anwendungsfälle im Aktenkonto eines Versicherten ausführt. Hierbei kann es sich um das Aktenkonto des Nutzers selber (Nutzer ist Aktenkontoinhaber) oder um das Aktenkonto eines zu vertretenden Versicherten handeln, wenn dieser eine entsprechende Vertretung für den Nutzer eingerichtet hat.
Ein Aktenkonto wird eindeutig durch eine Akten-ID (RecordIdentifier, siehe ) referenziert. Der RecordIdentifier für sein eigenes Aktenkonto wird dem Versicherten als Ergebnis der Eröffnung des Aktenkontos mitgeteilt. Wenn der Nutzer die Vertretung eines anderen Versicherten wahrnimmt, dann erhält der Nutzer den RecordIdentifier von dem zu Vertretenden.
Eine SessionAktensession im FdV beginnt mit dem Login und endet mit dem Log-outLogout des Nutzers aus dem Aktenkonto. Das Log-outLogout erfolgt auf Wunsch des Nutzers, mittels eines Time-outs oder nach einem Fehler beim Login.
A_15294 - ePA-Frontend des Versicherten: Login nach Notwendigkeit
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall „Login“"Login Aktensession" vor der Ausführung einer fachlichen Operation, welche eine Kommunikation mit dem ePA-Aktensystem beinhaltet, starten, wenn im Rahmen der internen Session-Verwaltung keine gültigen Session-Daten vorhanden sind.
[<=]
Das Login kann explizit nach Auswahl eines Aktenkontos im FdV durch den Nutzer ausgeführt werden.
A_17505 - ePA-Frontend des Versicherten: Auswahl Versichertenidentität
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS dem Nutzer die Möglichkeit geben, für eine Aktensession anstelle der eGK eine alternative Identität des Versicherten zu verwenden, falls der Nutzer diese alternative Versichertenidentität zuvor im FdV bekannt gemacht hat .
[<=]
Falls eine Auswahl zwischen eGK und alternativer Versichertenidentität durch den Nutzer getroffen wurde, kann diese in der Konfiguration gespeichert werden.
A_15295 - ePA-Frontend des Versicherten: Beenden der Session
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS zum Beenden der SessionAktensession den Anwendungsfall "Log-outLogout Aktensession" ausführen. [<=]
A_15296 - ePA-Frontend des Versicherten: Abmeldung des Nutzers nach Inaktivität
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Nutzer nach spätestens 20 Minuten Inaktivität (Zeitspanne nach der letzten Nutzer-Aktivität) automatisch abmelden und die SessionAktensession beenden. [<=]
Das FdV kann dem Nutzer vor der Abmeldung wegen Inaktivität einen Hinweis einblenden, der es dem Nutzer ermöglicht, die SessionAktensession fortzuführen.
Nach erfolgreichem Login istFür die Dauer der Session auf die Dauer der Gültigkeit des während des Logins enthaltenen Authentisierungstoken beschränkt. Das FdV kann, wenn die eGK des Nutzers gesteckt und die PIN verifiziert ist, vor Ablauf der Gültigkeit des Authentisierungstoken versuchen, die Authentisierung automatisch durchzuführen und den Authentisierungstoken zu erneuern. Alternativ kann das FdV dem Nutzer einen Hinweis einblenden, wann ein erneutes Ausführen des Logins notwendig istAktensession benötigt das FdV einen gültigen Authentisierungstoken. Dieser wird in der Aktivität "Authentisieren des Nutzers" im Anwendungsfall "Login Aktensession" erstmalig ausgestellt. Der Authentisierungstoken hat eine Gültigkeitsdauer von 5 min und kann über einen Zeitraum von 120 min erneuert werden. Nach diesem Zeitraum muss sich der Nutzer neu einloggen.
A_17543 - ePA-Frontend des Versicherten: periodisch Authentisierungstoken erneuern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS vor Ablauf der Gültigkeit des Authentisierungstoken versuchen, mit der Aktivität "Authentisierungstoken erneuern" einen neuen Authentisierungstoken zu erhalten.
[<=]
Der Zeitpunkt zum Erneuern soll so gewählt werden, dass bei einem Fehlschlagen der Operation je nach Fehlermeldung die Aktivität noch einmal ausgeführt werden kann, bzw. eine erneute Authentisierung gestartet werden kann.
Zu einer SessionAktensession im FdV gehören Session-Daten, welche vom FdV für die Dauer der SessionAktensession vorzuhalten sind. Die Session-Daten beinhalten u.a. die in TAB_FdV_105 gelisteten Informationen. Eine vollständige Auflistung ist im Kapitel "Informationsmodellin " " beschrieben.
Tabelle 7: TAB_FdV_105 – Session-Daten
Authentisierungstoken |
Authentifizierungsbestätigung |
Autorisierungstoken |
Autorisierungsbestätigung |
Aktenschlüssel |
Symmetrischer Schlüssel, der alle Dokumente eines Versicherten schützt, indem der Aktenschlüssel die zu den Dokumenten gehörigen Dokumentenschlüssel verschlüsselt. |
Kontextschlüssel |
Symmetrischer Schlüssel mit dem Metadaten der Dokumente, Policy Documents für die Zugriffssteuerung und das Zugriffsprotokoll für die persistente Speicherung im ePA-Aktensystem verschlüsselt werden. |
Die Informationen zu dendiesen Session-Daten ergeben sich aus dem Anwendungsfall "Login durch einen VersichertenAktensession".
Nach dem Ende der SessionAktensession (Anwendungsfall „Log-out“"Logout") werden die Session-Daten verworfen.
6.1.2 Kommunikation mit dem ePA-Aktensystem
Das FdV nutzt TLS-Verbindungen für die Kommunikation zum ePA-Aktensystem. Es verbindet sich mit der Komponente Zugangsgateway des Versicherten. Das FdV führt eine Authentisierung des Servers durch, wobei sich das Zugangsgateway mittels eines öffentlich prüfbaren Zertifikats authentisiert. Für die TLS-Verbindung gelten die Vorgaben aus [gemSpec_Krypt].
Der Anbieter des ePA-Aktensystems, welchen der Versicherte gewählt hat, teilt dem Versicherten einen FQDN für den Zugriff auf das ePA-Aktensystem mit. Im Falle einer Vertretung, muss der zu Vertretende dem Vertretenden den FQDN für den Zugriff auf das ePA-Aktensystem mitteilen.
A_15302 - ePA-Frontend des Versicherten: Lokalisierung Zugangsgateway für Versicherte
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Endpunkt für die Kommunikation mit dem Zugangsgateway für Versicherte mittels öffentlicher DNS-Dienste auf Basis des FQDN des ePA-Aktensystems ermitteln. [<=]
Falls für den FQDN mehrere IP-Adressen hinterlegt sind, wählt das FdV zufällig eine der IP-Adressen als Endpunkt für den Verbindungsaufbau aus. Die Komponente Zugangsgateway des Versicherten weisst bei Vollauslastung der Systemressourcen im ePA-Aktensystem die Verbindunganfrage ab. In diesem Fall kann das FdV zufällig eine der weiteren IP-Adressen für einen neuen Verbindungsaufbau auswählen.
Jeder Anbieter eines ePA-Aktensystem verwaltet in den Nameservern Internet Resource Records zur Ermittlung der Aufruf-Schnittstellen seiner Module (siehe
[gemSpec_Aktensystem#A_14128 - Resource Records FQDN ePA]
). Die einzelnen Module werden mit Key/Value Paaren der TXT-Records mit den Kürzeln in TAB_FdV_106 identifiziert.
Tabelle 8: TAB_FdV_106 – DNS RR ePA-Aktensystem Komponenten
ePA-Aktensystem / TI Komponente |
Resource Record |
TXT-Record |
<path> für Schnittstelle |
Authentisierung |
ePA_FQDN |
authn |
I_Authentication_Insurant |
Autorisierung |
ePA_FQDN |
authz |
I_Authorization_Insurant |
Dokumentenverwaltung |
ePA_FQDN |
docv |
I_Account_Management_Insurant |
|
ePA_FQDN |
ocspf |
I_OCSP_Status_Information |
Verzeichnisdienst Proxy |
ePA_FQDN |
avzd |
I_Proxy_Directory_Query |
Schlüsselgenerierungsdienst Typ 1 |
ePA_FQDN |
sgd1 |
|
Schlüsselgenerierungsdienst Typ 2 |
ePA_FQDN |
sgd2 |
|
Die URL wird entsprechend dem folgenden Muster erstellt: https://<FQDN>:443<path der Schnittstelle>den Vorgaben in gebildet.
A_15297 - ePA-Frontend des Versicherten: Kommunikation über TLS-Verbindung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS mit dem Zugangsgateway des Versicherten ausschließlich über TLS kommunizieren. [<=]
A_15298 - ePA-Frontend des Versicherten: Unzulässige TLS-Verbindungen ablehnen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS bei jedem Verbindungsaufbau das Zugangsgateway des Versicherten anhand seines TLS-Zertifikats authentifizieren und MUSS die Verbindungen ablehnen, falls die Authentifizierung fehlschlägt. [<=]
Das Zugangsgateway für Versicherte authentisiert sich mit einem extended-validation-X.509-Zertifikat. Für Kriterien zur Prüfung des Zertifikates siehe
Kap. "Zertifikatsprüfung"
. "".
Es gelten die Bedingungen für das TLS-Handshake gemäß [gemSpec_PKI#GS-A_4662].
A_15299 - ePA-Frontend des Versicherten: eine TLS-Verbindung pro Session
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS für jede SessionAktensession genau eine TLS-Verbindung nutzen. [<=]
Für jede SessionAktensession wird eine separate TLS-Verbindung genutzt.
A_15300 - ePA-Frontend des Versicherten: TLS-Verbindungsaufbau nach Notwendigkeit
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS eine TLS-Verbindung zum Zugangsgateway des Versicherten aufbauen, wenn die ausgeführte Operation eine Kommunikation zum ePA-Aktensystem oder den zentralen Diensten der TI beinhaltet und keine TLS-Verbindung zum Zugangsgateway des Versicherten für die SessionAktensession besteht. [<=]
A_15301 - ePA-Frontend des Versicherten: TLS-Verbindung beenden
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die für eine SessionAktensession aufgebaute TLS-Verbindung zum Zugangsgateway des Versicherten schließen, wenn die Session-Daten ihre Gültigkeit verlieren oder die SessionAktensession beendet wird.
[<=]
A_15303 - ePA-Frontend des Versicherten: SOAP-Responses valide
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS bei allen SOAP-Responses eine Schemaprüfung durchführen und mit einer qualifizierten Fehlermeldung abbrechen, wenn die Nachricht nicht valide ist. [<=]
6.1.3 Sicherer Kanal zur Dokumentenverwaltung
Die Kommunikation zur Dokumentenverwaltung wird zusätzlich zu TLS über einen sicheren Kanal zwischen FdV und der Vertrauenswürdigen Ausführungsumgebung (VAU) in der Dokumentenverwaltung gesichert. Die Dokumentenverwaltung bietet dem FdV die folgenden Operationen ausschließlich über einen sicheren Kanal an:
- I_Document_Management_Insurant::ProvideAndRegisterDocumentSet-b
- I_Document_Management_Insurant::RegistryStoredQuery
- I_Document_Management_Insurant::RemoveDocuments
- I_Document_Management_Insurant::RetrieveDocumentSet
- I_Account_Management_Insurant::GetAuditEvents
- I_Account_Management_Insurant::SuspendAccount
- I_Account_Management_Insurant::ResumeAccount
- I_Document_Management_Connect::OpenContext
- I_Document_Management_Connect::CloseContext
A_15304 - ePA-Frontend des Versicherten: Umsetzung sicherer Kanal zur Dokumentenverwaltung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den im Rahmen des sicheren Verbindungsaufbaus mit der Dokumentenverwaltung ausgehandelten Sitzungsschlüssel verwenden, um den HTTP Body aller über den sicheren Kanal zu sendenden Requests an die Dokumentenverwaltung zu verschlüsseln und alle über den sicheren Kanal gesendeten Responses von der Dokumentenverwaltung zu entschlüsseln. [<=]
Für Informationen zum Kommunikationsprotokoll zwischen FdV und einer VAU siehe
[gemSpec_Krypt#ePA-spezifische Vorgaben]
und
[gemSpec_Krypt#Kommunikationsprotokoll zwischen VAU und ePA-Clients]und .
6.1.4 Geräteautorisierung
Um einen möglichen Missbrauch und Identitätsdiebstahl erkennen zu können, wird eine Berechtigungsprüfung auf Geräteebene auf Seiten der Versicherten umgesetzt. Der Zugriff auf ein Aktenkonto ist zulässig, wenn das Gerät, auf dem das FdV genutzt wird, durch den Nutzer über einen separaten Benachrichtigungskanal (E-Mail mit Freischalt-Link) zur Benutzung eines Aktenkontos autorisiert wurde. Siehe auch
[gemSpec_Autorisierung#Freischaltprozess neuer Geräte]
. .
Das Gerät wird durch die Gerätekennung (DeviceID) identifiziert. Die Gerätekennung beinhaltet die Geräte-IDGeräteidentität und den Gerätenamen. Die Geräte-IDGeräteidentität ist ein technisch bestimmbares Merkmal des Gerätes, welches über den Lebenszyklus des FdV hinaus Bestand hat. Es kann bspw. die MAC-Adresse des genutzten Netzwerkadapters verwendet werdeneine Zufallszahl, welche dem FdV von der Autorisierung übermittelt wird. Der Gerätename ist ein bis zur 64 Zeichen langer String, welcher durch den Nutzer in der Konfiguration des FdV hinterlegt wird (siehe " ").
A_15292
).
A_15305 - ePA-Frontend des Versicherten: Geräte-ID bestimmenBeim erstmaligen Login des FdVs von einem GdV wird die Gerätekennung mit leerem Geräteidentifikator (phr:DeviceID::Device) im Aufruf gesandt. Da noch kein bekannter Geräteidentifikator für dieses GdV in der Autorisierung registriert ist, antwortet die Autorisierung mit dem Fehler DEVICE_UNKNOWN und einer Zufallszahl im Fehlertext. Das FdV speichert die Zufallszahl als Geräteidentifikator lokal und verwendet sie in allen Aufrufen gegenüber der Komponente Autorisierung.
A_15305 - ePA-Frontend des Versicherten: Geräteidentifikator abspeichern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS aus einem Merkmal des Gerätes eine Geräte-ID ableiten. Die Geräte-ID soll eine Entropie von 120 Bits haben. einen von der Autorisierung übermittelte Geräteidentifikator nutzer- und aktenkontospezifisch abspeichern.
[<=]
A_15306 - ePA-Frontend des Versicherten: DeviceID bilden
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS beim Start der Applikation nutzer- und aktenkontospezifisch die DeviceID aus der Geräte-ID identität und dem Gerätenamen aus der Konfiguration bilden und für Aufrufe an der Schnittstelle zur Komponente Autorisierung verwenden.
[<=]
Für die Struktur von DeviceID siehe [PHR_Common.xsd].
6.1.5 Zertifikatsprüfung
Das FdV verwendet bei den in TAB_FdV_110 dargestellten Aktivitäten Zertifikate.
Tabelle 9 : TAB_FdV_110 – Zertifikatsnutzung
Aktivität |
Zertifikat der TI |
|
Rollen-OID |
Nutzung |
|||||
Einlesen der eGK |
ja |
C.CH.AUT |
oid_egk_aut |
passiv |
|||||
TLS-Verbindungsaufbau zum Zugangsgateway des Versicherten |
nein |
TLS Internet Zertifikat |
n/a |
aktiv |
|||||
Authentisierung |
ja |
C.CH.AUT |
oid_egk_aut |
passiv |
|||||
Aufbau sicherer Kanal zur VAU |
ja |
C.FD.AUT |
oid_epa_vau |
aktiv |
|||||
|
|
|
|
|
|||||
|
|
|
|
|
|||||
|
|
|
|
|
|||||
Es gelten folgende übergreifende Festlegungen für die Prüfung aktiv durch das FdV genutzter Zertifikate.
A_15872 - ePA-Frontend des Versicherten: verpflichtende Zertifikatsprüfung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS alle Zertifikate, die es aktiv verwendet (TLS-Verbindungsaufbau, Verschlüsselung für eine TI-Identität (Berechtigungsvergabe etc.)) auf Integrität und Authentizität prüfen. Falls die Prüfung kein positives Ergebnis („gültig“"gültig") liefert, so MUSS es die von dem Zertifikat und den darin enthaltenen Attributen (bspw. öffentliche Schlüssel) abhängenden Arbeitsabläufe ablehnen. Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS alle öffentlichen Schlüssel, die es verwenden will, auf eine positiv verlaufene Zertifikatsprüfung zurückführen können.
[<=]
Ein Zertifikat aktiv verwenden bedeutet im Sinne von A_15872, dass ein FdV einen dort aufgeführten öffentlichen Schlüssel innerhalb einer kryptografischen Operation (Signaturprüfung, Verschlüsselung, Signaturprüfung von öffentlichen (EC)DH-Schlüsseln etc.) nutzt. Erhält ein FdV bspw. einen Access-Token, in dem Signaturen und Zertifikate enthalten sind und behandelt es diesen Token als opakes Datenobjekt, ohne die Zertifikate darin gesondert zu betrachten, dann verwendet das FdV diese Zertifikate im Sinne von A_15872 passiv.
A_15873 - ePA-Frontend des Versicherten: Prüfung TI-Zertifikate
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS bei der Prüfung von TI-X.509-Zertifikaten folgende Prüfschritte durchlaufen.
• Ist das Zertifikat zeitlich noch gültig?
• Ist das Zertifikat kryptographisch (Signaturprüfung) rückführbar auf ein CA-Zertifikat aus einer authentischen und integeren und zeitlich gültigen TSL (vgl. A_15874)?Falls das zu prüfende Zertifikat für die Berechtigungsvergabe innerhalb von ePA verwendet werden soll, so MUSS es zudem auf ein CA-Zertifikat in der TSL rückführbar sein, das als Extension-OID einen der Werte 1.2.276.0.76.4.68 (oid_egk_enc) oder 1.2.276.0.76.4.76 (oid_smc_b_enc) besitzt.
• Falls das Zertifikat für den Aufbau des sicheren Kanals zur VAU verwendet wird (VAU-Zertifikat innerhalb des VAU-Protokolls, vgl. [gemSpec_Krypt#Kommunikationsprotokoll zwischen VAU und ePA-Clients]), so MUSS die Rolle "oid_epa_vau" gemäß [gemSpec_OID#] im EE-Zertifikat aufgeführt sein. Falls nein, MUSS das Zertifikat für den Aufbau des sicheren Kanals zur VAU abgelehnt werden.
• Falls das Zertifikat ein EE-Zertifikat ist: ist das Zertifikat nicht gesperrt (Status „good“ [RFC-6960#2.2 Response]) (vgl. A_15869)? Eine OCSP-Antwort KANN lokal maximal 4 Stunden gecacht und als Prüfgrundlage verwendet werden.
Führt einer der Prüfschritte nicht zu einen positiven Prüfergebnis, so MUSS das Zertifikat abgelehnt werden und die weitere Verarbeitung des Zertifikats oder der Attribute darin abgelehnt werden. [<=]
Hinweis: Eine Möglichkeit zur Umsetzung ist, im Rahmen der Aktualisierung der TSL (vgl. A_15874) nach positiver Prüfung der TSL-Signatur die CA-Zertifikate aus der TSL in zwei verschiedene zugriffsgeschützte Verzeichnisse zu legen: einmal für HBA/SMC-B/eGK-CAs und einmal für CAs der Komponenten-PKI der TI. Die beiden Verzeichnisse dienen dann als Truststore für die Zertifikatsprüfung, womit sich die Umsetzungskomplexität der Vorgabe aus A_15873 Spiegelstrich 2 reduziert.
Die Umsetzung der Aktivitäten zur Verarbeitung der TSL und zum Prüfen von Zertifikaten der TI gemäß A_15873 können sich an [gemSpec_PKI#Prüfung von Zertifikaten] orientieren.
Für die Prüfung des Online-Status von Zertifikaten der TI wird die Schnittstelle I_OCSP_Status_Information genutzt. Siehe [gemSpec_PKI#Prüfung von Zertifikaten]. Die Schnittstelle wird durch den Status-Proxy der Komponente Zugangsgateway des Versicherten angeboten.
A_15874 - ePA-Frontend des Versicherten: TSL-Aktualisierung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, falls es keine TSL lokal gespeichert hat oder eine gespeicherte TSL zu alt ist (in der TSL selbst kodierte Gültigkeitsdauer (NextUpdate) ist abgelaufen), die TSL neu beziehen (herunterladen). Es MUSS dazu die Schnittstelle aus "A_15868 - Zugangsgateway des Versicherten, Bereitstellung TSL" verwenden. [<=]
A_16488 - ePA-Frontend des Versicherten: TSL - Prüfung Aktualität6.1.5.1 Vertrauensanker des TI-Vertrauensraum
Der Vertrauensraum der TI ist in gemSpec_PKI#8.1 beschrieben. Für das FdV gelten abweichende Vorgaben, da das FdV nicht innerhalb der TI betrieben wird. Diese Abweichungen werden im Folgenden beschrieben.
Die Initialisierung des TI-Vertrauensraums und der Wechsel des TI-Vertrauensankers wird beim FdV durch die Bereitstellung der FdV Applikation durchgeführt.
A_17667 - ePA-Frontend des Versicherten: Behandlung des Vertrauensankers
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den aktuellen TI-Vertrauensanker (TSL-Signer-CA-Zertifikat) im Auslieferungszustand der Applikation integer und authentisch mit sich führen.
Dabei MUSS der TI-Vertrauensanker fest mit dem Code der Applikation verbunden sein, d.h. eine Manipulation des TI-Vertrauensankers MUSS durch die Applikation erkannt werden.
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS bei einem angekündigten Wechsel des TI-Vertrauensankers den neuen TI-Vertrauensanker zusätzlich zum aktuell gültigen Vertrauensanker mit sich führen.
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS eindeutig identifizierte und während der Erstellung der Applikation mittels Fingerprint validierte TSL-Signer-CA-Zertifikate mit sich führen und ausschließlich diese als Vertrauensanker verwenden.
[<=]
6.1.5.2 TSL-Behandlung
Folgende Vorgaben gelten für den Bezug und die Verarbeitung der TSL.
A_15874 - ePA-Frontend des Versicherten: Periodische Aktualisierung TI-Vertrauensraum
Das ePA-Frontend des Versicherten
MUSS zur periodischen Aktualisierung des TI-Vertrauensraums den TUC_PKI_001 mit folgenden Anpassungen umsetzen:
- Der Offline-Modus ist nicht zu berücksichtigen
- Auslöser: keine TSL lokal gespeichert oder die gespeicherte TSL ist zu alt (die in der TSL selbst kodierte Gültigkeitsdauer NextUpdate ist abgelaufen).
- Wenn innerhalb der letzten 24 Stunden keine Prüfung erfolgte, dann muss das ePA-Frontend des Versicherten prüfen, ob eine neuere TSL zur Verfügung steht. Falls eine neuere TSL am Downloadpunkt bereit steht, so muss das ePA-Frontend des Versicherten die neuere TSL herunterladen.
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS nach erfolgreicher Authentisierung an einem ePA-Aktensystem jedoch maximal einmal täglich prüfen, ob eine neuere TSL zur Verfügung steht. Falls ja, so muss es die neuere TSL herunterladen. Es MUSS für beide Operationen (Aktualität prüfen und Herunterladen) die Schnittstelle aus "A_15868 - Zugangsgateway des Versicherten, Bereitstellung TSL" verwenden. [<=]zum Prüfen der Aktualität und dem Herunterladen der TSL(ECC-RSA) die vom Zugangsgateway des Versicherten angebotene Schnittstelle verwenden.
[<=]
Für die Spezifikation der Schnittstelle siehe .
Der Aufbau und der Inhalt der TSL sind durch [ETSI_TS_102_231_V3.1.2] gegeben und in beschrieben.
A_16489 - ePA-Frontend des Versicherten: TSL - Prüfung Integrität und Authentizität
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Integrität und Authentizität der heruntergeladenen TSL prüfen. Dafür MUSS es den Vertrauensanker (TSL-Signer-CA) im Auslieferungszustand der Applikation integer und authentisch mit sich führen. Falls die Prüfung kein positives Ergebnis liefert, so MUSS die gerade untersuchte TSL verworfen werden. Die TSL-Auswertung erfolgt nach [ETSI_TS_102_231_V3.1.2], wobei TI-eigen definierte Einträge (Svctype/DNSSEC, Svctype/CA/CVC) ignoriert werden KÖNNEN. [<=]Falls die Prüfung kein positives Ergebnis liefert, so MUSS die gerade heruntergeladene TSL verworfen werden.
[<=]
Die Bedingungen an den Vertrauensstatus der TSL sind in gemSpec_TSL#8.2.2 beschrieben. Für das ePA-Frontend des Versicherten gilt eine "TSL-Graceperiod" von 0 Tagen, d.h., die TSL-Informationen sind nicht mehr vertrauenswürdig, wenn das aktuelle Datum nach dem Datum nextUpdate der TSL liegt.
A_17732 - ePA-Frontend des Versicherten: TSL - Truststore für Zertifikatsprüfung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die TSL auswerten, um aus den Inhalten einen Truststore für die durchzuführenden Zertifikatsprüfungen zu bilden.
[<=]
Für das FdV sind ausschließlich die TSP-Dienste mit dem ServiceType SvcType/CA/PKC gem. gemSpec_TSL#TIP1-A_4099 relevant.
Hinweis: Eine Möglichkeit zur Umsetzung ist, im Rahmen der Aktualisierung der TSL (vgl. A_15874) nach positiver Prüfung der TSL-Signatur die CA-Zertifikate aus der TSL in zwei verschiedene zugriffsgeschützte Verzeichnisse zu legen: einmal für HBA/SMC-B/eGK-CAs und einmal für CAs der Komponenten-PKI der TI. Die beiden Verzeichnisse dienen dann als Truststore für die Zertifikatsprüfung, womit sich die Umsetzungskomplexität der Vorgabe aus A_15873 Punkt 2 reduziert.
A_16490 - ePA-Frontend des Versicherten: TSL nicht verfügbar
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, falls keine nach der Aktualisierung keine TSL vorliegt, die kryptographisch (Signaturprüfung) auf den Vertrauensanker rückführbar und zeitlich gültig ist,A_16489 erfolgreich geprüfte TSL zur Verfügung steht oder das aktuelle Datum nach dem Datum nextUpdate der TSL liegt, den Vertrauensraum als ungültig betrachten und sicherstellen, dass alle Zertifikatsprüfungen für TI-Zertifikate mit „ungültig“ bewerten. "ungültig" bewertet werden .
[<=]
Hinweis: Es ist in Bezug auf die CC-Evaluierung hilfreich, wenn die TSL-Signaturprüfung mit einer speziell dafür geschriebenen (und gehärteten) Programmkomponente durchgeführt wird. Bei einer anschließenden XML-Auswertung der TSL mit einer Standard-XML-Bibliothek können die verarbeiteten XML-Daten dann als vertrauenswürdig angesehen werden.
6.1.5.3 Zertifikatsprüfung von Zertifikaten der TI
In der folgenden Anforderung sind die Schritte zum Prüfen eines Zertifikates der TI beschrieben. In den Schritten werden TUC_PKI_* referenziert. Sie dienen als Rahmen für den Ablauf der Prüfschritte. Die TUC_PKI_* sind in dieser Afo nicht normativ umzusetzen.
A_15873 - ePA-Frontend des Versicherten: Prüfung TI-Zertifikate
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS bei der Prüfung von X.509-Zertifikaten der TI folgende Prüfschritte durchlaufen.
- Prüfung der zeitlichen Gültigkeit des Zertifikats auf Basis der aktuellen Systemzeit (orientiert an gemSpec_PKI#TUC_PKI_002)
- Ist das Zertifikat kryptographisch (Signaturprüfung) rückführbar auf ein CA-Zertifikat aus einer authentischen und integeren und zeitlich gültigen TSL (vgl. A_15874)? (orientiert an [gemSpec_PKI#TUC_PKI_003 und TUC_PKI_004])
- Prüfung auf den für den Anwendungsfall korrekten Zertifikatstyp gemäß TAB_FdV_110. Die OID des Zertifikatstyps gemäß [gemSpec_OID] muss in der Extension CertificatePolicies enthalten sein.
- Falls das Zertifikat für den Aufbau des sicheren Kanals zur VAU verwendet wird (VAU-Zertifikat innerhalb des VAU-Protokolls, vgl. [gemSpec_Krypt#Kommunikationsprotokoll zwischen VAU und ePA-Clients]), so MUSS die Rolle "oid_epa_vau" gemäß im EE-Zertifikat aufgeführt sein (analog gemSpec_PKI#TUC_PKI_009). Falls nein, MUSS das Zertifikat für den Aufbau des sicheren Kanals zur VAU abgelehnt werden.
- Falls das Zertifikat ein EE-Zertifikat ist: Ermittlung der OCSP-Statusinformation. Ist das Zertifikat nicht gesperrt (Status "good" [RFC-6960#2.2 Response]) (vgl. A_15869)? Eine OCSP-Antwort KANN lokal maximal 4 Stunden gecacht und als Prüfgrundlage verwendet werden.
Die Prüfung ist analog gemSpec_PKI#TUC_PKI_006 mit den Parametern Referenzzeitpunkt=Systemzeit, OCSP-Graceperiod=4 Stunden. - Prüfung der Extensions KeyUsage und ExtendedKeyUsage auf die richtige Belegung gemäß dem Anwendungsfall (orientiert an gemSpec_PKI#TUC_PKI_018 Schritt 2).
Führt einer der Prüfschritte nicht zu einen positiven Prüfergebnis, so MUSS das Zertifikat abgelehnt werden und die weitere Verarbeitung des Zertifikats oder der Attribute darin abgelehnt werden.
Das ePA-Frontend des Versicherten muss die referenzierten gemSpec_PKI#TUC_PKI_* im Rahmen dieser Anforderung nicht normativ umsetzen.
[<=]
.
Für die Prüfung des Online-Status von Zertifikaten der TI wird die Schnittstelle I_OCSP_Status_Information genutzt. Siehe [gemSpec_PKI#Kap9 ]. Die Schnittstelle wird durch den Status-Proxy der Komponente Zugangsgateway des Versicherten angeboten. siehe auch .
6.1.5.4 Zertifikatsprüfung von Internet-Zertifikaten
Folgende Vorgaben gelten für die Prüfung von Internet-Zertifikaten.
A_15887 - ePA-Frontend des Versicherten: Prüfung Internet-Zertifikate
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS für die Prüfung des internetseitigen Zertifikats des Zugangsgateways des Versicherten das Zertifikat auf ein CA-Zertifikat einer CA, die die "CA/Browser Forum Baseline Requirements for the Issuance and Management of Publicly-Trusted Certificates" (https://cabforum.org/baseline-requirements-documents/) erfüllt, kryptographisch (Signaturprüfung) zurückführen können. Ansonsten MUSS es das Zertifikat als „ungültig“"ungültig" bewerten.
Es MUSS die zeitliche Gültigkeit des Zertifikats prüfen. Falls diese Prüfung negativ ausfällt, muss es das Zertifikat als „ungültig“"ungültig" bewerten. [<=]
Hinweis: Der erste Teil von A_15887 ist gleichbedeutend damit, dass das CA-Zertifikat im Zertifikats-Truststore eines aktuellen Webbrowsers ist.
6.2 Implementation ePA-Anwendungsfälle im FdV
In diesem Kapitel wird die Umsetzung der im systemspezifischen Konzept [gemSysL_Fachanwendung_ePA] spezifizierten Anwendungsfälle im FdV beschrieben.
Das ePA-Frontend des Versicherten kann zusätzliche Funktionalitäten enthalten, sofern diese nicht den Schutz der personenbezogenen und medizinischen Daten des Versicherten in ePA gefährden. Die zusätzlichen Funktionalitäten müssen sich von den Anwendungsfällen der ePA abgrenzen. Insbesondere muss dem Nutzer ersichtlich sein, wenn Daten den Kontext der ePA verlassen.
6.2.1 Übergreifende Festlegungen
Voraussetzung für die Nutzung des FdV ist das Vorhandensein eines Aktenkontos:
- Der Versicherte verfügt über ein aktiviertes Aktenkonto (Anderenfalls ist ausschließlich der Anwendungsfall für die Aktivierung des Aktenkontos ausführbar.).
- Die Akten-ID (der
RecordIdenifierRecordIdentifier) des Aktenkontos, welche sich mittels der Versicherten-ID des Aktenkontoinhabers bestimmen lässt, ist im FdV bekannt. - Der FQDN für den Zugriff auf das ePA-Aktensystem ist im FdV bekannt.
A_15567 - ePA-Frontend des Versicherten: Zulässigkeit der Anwendungsfälle
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Zulässigkeit des Anwendungsfalls in Abhängigkeit von folgenden Kriterien sicherstellen:
VerificationResult
- K1: Rolle des Nutzers (Aktenkontoinhaber, Vertreter)
• K2: Berechtigungstyp der Autorisierung des Nutzers [DOCUMENT_AUTHORIZATION / RECOVERY_AUTHORIZATION]
K3:- K3: falls eGK zur Authentisierung genutzt wird: Status PIN (MRPIN.home) der eGK: [OK (PasswordEnabledVerified) / BLOCKED (PasswordBlocked) / VERIFYABLE (PasswordEnabledNotVerified.X)]
Tabelle 10: TAB_FdV_161 – Zulässigkeit von Anwendungsfällen
Anwendungsfall |
K1 |
|
K3 |
||||
Login Aktensession |
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
|
Aktenkontoinhaber |
|
immer |
||||
Aktenkonto aktivieren |
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
Anbieter wechseln |
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
Berechtigung für LEI vergeben |
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
Vertretung einrichten |
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
|
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
|
|
|
|
||||
|
|
|
|
||||
Vergebene Berechtigungen anzeigen |
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
Eingerichtete Vertretungen auflisten |
Aktenkontoinhaber |
|
immer |
||||
Berechtigung für LEI ändern |
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
Berechtigung für LEI löschen |
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
Berechtigung für Vertreter löschen |
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
|
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
Dokumente |
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
Dokumente |
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
Dokumente |
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
|
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
|
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
PIN der eGK |
Aktenkontoinhaber |
|
|
||||
|
Aktenkontoinhaber |
|
BLOCKED |
||||
|
Aktenkontoinhaber |
|
OK |
||||
[<=]
Die Rolle des Nutzers kann durch den Vergleich der Versicherten-ID aus dem AUT-Zertifikat der eGKAuthentisierungszertifikat der eGK (C.CH.AUT) bzw. der alternativen Versichertenidentität (C.CH.AUT_ALT) des Nutzers mit der Versicherten-ID aus der Akten-ID bestimmt werden.
6.2.2 Fehlerbehandlung
Tritt ein Fehler bei der Verarbeitung von Operationsaufrufen des ePA-Aktensystems auf, dann antworten die Komponenten des ePA-Aktensystems mit einer Fehlermeldung. Das Format und die verwendeten Fehlercodes sind in den Spezifikationen der Interfaces beschrieben. Weiterhin können Fehler in der lokalen Verarbeitung auftreten.
A_15307 - ePA-Frontend des Versicherten: Abbruch bei Fehler im Anwendungsfall
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, wenn bei der Abarbeitung der Aktivitäten eines Anwendungsfalls ein Fehler auftritt und keine Fehlerbehandlung beschrieben ist, den Anwendungsfall abbrechen und dem Nutzer eine verständliche Fehlermeldung anzeigen. [<=]
Wenn die Möglichkeit besteht, dass der Nutzer das fehlerverursachende Problem selbst beheben kann, kann das FdV den Nutzer auf die Lösung hinweisen. Bspw. kann dem Nutzer bei einer gesperrten PIN der Anwendungsfall "PIN der eGK entsperren" angeboten werden.
A_15308 - ePA-Frontend des Versicherten: Anzeige von Handlungsmöglichkeiten im Fehlerfall
Das ePA-Frontend des Versicherten SOLL dem Nutzer im Fehlerfall einen Hinweis geben, wenn es für den Nutzer Handlungsmöglichkeiten dazu gibt. [<=]
A_15309 - ePA-Frontend des Versicherten: Anzeige im Fehlerfall
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS bei Auftreten der Fehlercodes aus TAB_FdV_107 und TAB_FdV_108 dem Nutzer den entsprechenden Fehlertext anzeigen und die spezifische Aktion durchführen.
Tabelle 11: TAB_FdV_107 – Behandlung von Fehlercodes von Plattformbausteinen
Fehlercode |
Fehlertext |
Spezifische Aktionen durch FdV |
CardTerminated |
Ihre Gesundheitskarte ist gesperrt, bitte wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse. |
|
MemoryFailure |
Ihre Gesundheitskarte ist beschädigt, bitte wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse. |
|
PasswordBlocked |
Die PIN/PUK wurde – nach zu häufiger falscher PIN/PUK Eingabe – blockiert. |
Eine Fehlermeldung anzeigen und dem Versicherten empfehlen, entweder die PIN mit Hilfe der PUK zu entsperren bzw. bei einer gesperrten PUK sich an seine Krankenkasse zu wenden. |
WrongSecretWarning |
Falsche PIN, verbleibende Eingabeversuche <x> |
Eine Fehlermeldung mit der verbleibenden Anzahl der Eingabeversuche bis zur Sperrung der PIN anzeigen und erneute PIN-Eingabe ermöglichen. |
Tabelle 12: TAB_FdV_108 – Behandlung von Fehlern des ePA-Aktensystems
Fehlercode |
Fehlertext |
Spezifische Aktion durch FdV |
ASSERTION_INVALID |
|
Das FdV kann versuchen die Authentisierung mittels der übergreifenden Aktivität |
DEVICE_UNKNOWN |
Das Gerät ist nicht für die Nutzung des Aktensystems registriert. Bitte führen Sie eine Geräteautorisierung durch, indem Sie den Link zur Freischaltung aufrufen, welcher Ihnen über eine E-Mail zugesendet wird. |
Der Anwendungsfall wird abgebrochen. |
wst:InvalidSecurityToken |
Ihre Gesundheitskarte ist ungültig, bitte wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse. |
|
[<=]
A_15310 - ePA-Frontend des Versicherten: Fehlerbehandlung ungültiger Token
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, wenn eine Operation mit einer Fehlermeldung antwortet, welche auf einen ungültigen Authentisierungstoken oder ungültigen Autorisierungstoken verweist, den referenzierten Token aus den Session-Daten löschen. [<=]
A_15311 - ePA-Frontend des Versicherten: Aufrufparameter ungültig
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS bei allen Operationen mit einer qualifizierten Fehlermeldung abbrechen, wenn notwendige Aufrufparameter unvollständig, ungültig oder inkonsistent sind. [<=]
6.2.3 Aktivitäten
Dieser Abschnitt beschreibt Aktivitäten, welche durch verschiedene Anwendungsfälle genutzt werden.
6.2.3.1 Authentisieren des Nutzers
Mit dieser Operation authentisiert sich der Nutzer am ePA-Aktensystem. Das FdV erhält bei erfolgreicher Authentisierung einen Authentisierungstoken.
A_15312 - ePA-Frontend des Versicherten: Authentisieren des Nutzers
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Aktivität „Authentisieren des Nutzers“"Authentisieren des Nutzers" gemäß TAB_FdV_109 umsetzen.
Tabelle 13: TAB_FdV_109 – Authentisieren des Nutzers
I_Authentication_Insurant:: |
RequestSecurityToken (RST) erstellen |
I_Authentication_Insurant:: |
RequestSecurityTokenResponse (RSTR) verarbeiten
|
I_Authentication_Insurant:: |
RequestSecurityTokenResponse (RSTR) erstellen
Der Request wird
|
wenn Authentisierung mittels eGK: |
Eingangsdaten:
Die Challenge wird mittels PSOComputeDigitalSignatur von der eGK signiert. Für den Aufruf der Operation wird der Nutzer zur PIN-Eingabe (MRPIN.home) für seine eGK aufgefordert, falls der notwendige Sicherheitszustand der eGK noch nicht erreicht ist.
|
wenn Authentisierung mittels alternativer Versichertenidentität: |
Aufruf der signaturdienstspezifischen Schnittstelle I_Remote_Sign_Operations::sign_Data |
I_Authentication_Insurant:: |
RequestSecurityTokenResponse Collection (RSTRC) verarbeiten
AuthenticationAssertion (Authentisierungstoken) in Session-Daten übernehmen |
Fehlerbehandlung |
Wenn der Response von LoginCreateToken den WS-Trust Fehler wst:InvalidSecurityToken liefert, dann ist die eGK des Nutzers ungültig. Der Nutzer muss aufgefordert werden, seine aktuell gültige eGK zu stecken oder sich an seine Krankenkasse zu wenden. Der Anwendungsfall wird abgebrochen. |
[<=]
Die Dauer der Gültigkeit des Authentisierungstoken ist in [gemSpec_Authentisierung_Vers] beschrieben.
6.2.3.2 Authentisierungstoken erneuern
Mit dieser Operation kann das FdV den Authentisierungstoken am ePA-Aktensystem verlängern.
A_17541 - ePA-Frontend des Versicherten: Authentisierungstoken erneuern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Aktivität "Authentisierungstoken erneuern" gemäß TAB_FdV_173 umsetzen.
Tabelle 14: TAB_FdV_173 – Logout - Authentisierungstoken abmelden
Vorbedingung |
AuthenticationAssertion in Session-Daten |
I_Authentication_Insurant::RenewToken Request erstellen |
Eingangsdaten:
|
I_Authentication_Insurant::RenewToken Response verarbeiten |
RequestSecurityTokenResponse (RSTR) verarbeiten
AuthenticationAssertion (Authentisierungstoken) in Session-Daten ersetzen. |
[<=]
Der vorher genutzte Authentisierungstoken wird gelöscht.
Im Fehlerfall kann die Operation wiederholt oder eine neue Authentisierung des Nutzers gestartet werden.
6.2.3.3 Dokumentenset in Dokumentenverwaltung hochladen
Mit dieser Operation werden ein oder mehrere Dokumente in die Dokumentenverwaltung hochgeladen. Hierbei kann es sich entweder um durch den Nutzer ausgewählte (fachliche) Versichertendokumente oder um technische Dokumente (z.B. ein Policy Document) handeln. Eine Mischung beider Arten von Dokumenten innerhalb eines Dokumentensets ist nicht erlaubt.
A_15314 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumentenset in Dokumentenverwaltung hochladen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Aktivität "Dokumentenset in Dokumentenverwaltung hochladen" gemäß TAB_FdV_111 umsetzen.
Tabelle 1415: TAB_FdV_111 – Dokumentenset in Dokumentenverwaltung hochladen
I_Document_Management_Insurant:: |
Eingangsparameter:
|
I_Document_Management_Insurant:: |
Rückgabedaten:
|
[<=]
A_15315 - ePA-Frontend des Versicherten: IHE XDS-Transaktion [ITI-41]
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS für die Nutzung der Operation I_Document_Management_Insurant::ProvideAndRegisterDocumentSet-b gemäß der in [IHE-ITI-TF] definierten IHE XDS-Transaktion [ITI-41] "Provide & Register Document Set-b" als Akteur "Document Source" umsetzen. [<=]
Für die XDS-Metadaten von Dokumenten des Versicherten gelten die Nutzungsvorgaben aus
[gemSpec_DM_ePA#A_14760 - Nutzungsvorgaben für die Verwendung von . Für die XDS-Metadaten]
. Für eines Policy Documents siehe Kapitel "5.3.1 Policy Documents". gelten die Nutzungsvorgaben aus .
A_15316 - ePA-Frontend des Versicherten: Upload verschlüsselter Versicherten-Dokumente
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS sicherstellen, dass Dokumente des Versicherten, welche in das ePA-Aktensystem eingestellt werden, verschlüsselt sind. [<=]
Technische Dokumente (Policy Documents) werden unverschlüsselt übertragen, da sienach der Übertragung in das Aktenkonto durch die Dokumentenverwaltung ausgewertet.
A_17772 - ePA-Frontend des Versicherten: Upload unverschlüsselter technischer Dokumente
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS sicherstellen, dass technische Dokumente (Policy Documents) unverschlüsselt, d.h. nicht mit dem Aktenschlüssel verschlüsselt, in das ePA-Aktensystem eingestellt werden.
[<=]
A_15972 - ePA-Frontend des Versicherten: Trennung fachlicher und technischer Dokumente beim Upload
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS sicherstellen, dass eine Provide And Register Document Set-b Message entweder ein oder mehrere Versichertendokumente des Versicherten oder genau ein technisches Dokument enthält. [<=]
A_16221 - ePA-Frontend des Versicherten: IHE XDS-Transaktion [ITI-41] - UntergrenzeUnterstützung MTOM/XOP
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS bei der Umsetzung der IHE XDS-Transaktion [ITI-41] für das Einstellenzur Übertragung von Dokumenten, die bei ihrer Einbettung in die SOAP-Nachricht als XML-Element eine Größe von 2048 Bytes überschreiten würden, MTOM verwenden. eine Kodierung mittels MTOM/XOP [MTOM] gemäß [IHE-ITI-TF2x#V.3.6.] verwenden.
[<=]
Das ePA-Aktensystem lehnt beim Einstellen von Dokumenten Requests ab, wenn die Summe der Größe der Dokumente in einem Submission Set 250 MB überschreitet. Das FdV kann Einstellversuche von Dokumentensets unterbinden, wenn diese von der Dokumentenverwaltung aufgrund der Größenbeschränkung abgelehnt würden.
6.2.3.34 Dokumentenset aus Dokumentenverwaltung herunterladen
Mit dieser Operation werden ein oder mehrere Dokumente anhand der Document Unique IDs aus den XDS-Metadaten aus dem Aktenkonto heruntergeladen.
A_15317 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumentenset aus Dokumentenverwaltung herunterladen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Aktivität „Dokumentenset"Dokumentenset aus Dokumentenverwaltung herunterladen“herunterladen" gemäß TAB_FdV_112 umsetzen.
Tabelle 1516: TAB_FdV_112 – Dokumentenset aus Dokumentenverwaltung herunterladen
I_Document_Management_Insurant:: |
Eingangsparameter:
|
I_Document_Management_Insurant:: |
Rückgabedaten:
RetrieveDocumentSetResponse_Message beinhaltet ein oder mehrere Dokumente. Jedes medizinisches Dokument ist mit einem individuellen Dokumentenschlüssel verschlüsselt. Der Dokumentenschlüssel ist mit dem Aktenschlüssel verschlüsselt. |
für jedes medizinische Dokument aus RetrieveDocumentSetResponse_Message: |
Für Vorgaben zum Entschlüsseln eines Dokumentes aus dem ePA-Aktensystem siehe
Rückgabedaten:
Rückgabedaten:
|
[<=]
A_15318 - ePA-Frontend des Versicherten: IHE XDS-Transaktion [ITI-43]
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS für die Nutzung der Operation I_Document_Management_Insurant::RetrieveDocumentSet gemäß der in [IHE-ITI-TF] definierten IHE XDS-Transaktion [ITI-43] "Retrieve Document Set" als Akteur "Document Consumer" umsetzen. [<=]
A_16222 - ePA-Frontend des Versicherten: IHE XDS-Transaktion [ITI-43] - base64 und MTOM unterstützen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS bei der Umsetzung der IHE XDS-Transaktion [ITI-43] die Übertragung von Dokumenten im base64-Format und mit MTOM/XOP [MTOM] unterstützen.
[<=]
6.2.3.45 Dokumentenset ausin Dokumentenverwaltung löschen
Mit dieser Operation werden ein oder mehrere Dokumente anhand der Document Unique IDs aus den XDS-Metadaten im Aktenkonto gelöscht. Die XDS-Metadaten wurden vorab mit einer Suche nach Dokumenten im ePA-Aktensystem ermittelt.
A_15319 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumentenset in Dokumentenverwaltung löschen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Aktivität "Dokumentenset ausin Dokumentenverwaltung löschen" gemäß TAB_FdV_113 umsetzen.
Tabelle 1617: TAB_FdV_113 – Dokumentenset in Dokumentenverwaltung löschen
I_Document_Management_Insurant::RemoveDocuments |
Eingangsdaten:
|
I_Document_Management_Insurant::RemoveDocuments |
Rückgabedaten:
|
[<=]
A_15320 - ePA-Frontend des Versicherten: IHE RMD-Transaktion [ITI-86]
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Nutzung der Operation I_Document_Management_Insurant::RemoveDocuments gemäß der in [IHE-ITI-TF] definierten IHE RMD-Transaktion [ITI-86] "Remove Documents" als Akteur "Document Administrator" umsetzen. [<=]
6.2.3.56 Suche nach Dokumenten in Dokumentenverwaltung
Mit dieser Operation wird eine Suchanfrage über die XDS-Metadaten der Dokumente im Aktenkonto an die Dokumentenverwaltung gesendet.
A_15321 - ePA-Frontend des Versicherten: Suche nach Dokumenten in Dokumentenverwaltung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Aktivität "Suche nach Dokumenten in Dokumentenverwaltung" gemäß TAB_FdV_114 umsetzen.
Tabelle 1718: TAB_FdV_114 – Suche nach Dokumenten in Dokumentenverwaltung
I_Document_Management_Insurant:: |
Eingangsparameter:
|
I_Document_Management_Insurant:: |
Rückgabedaten:
|
[<=]
A_15322 - ePA-Frontend des Versicherten: IHE XDS-Transaktion [ITI-18]
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS für die Nutzung der Operation I_Document_Management_Insurant::RegistryStoredQuery gemäß der in [IHE-ITI-TF] definierten IHE XDS-Transaktion [ITI-18] "Registry Stored Query" als Akteur "Document Consumer" umsetzen. [<=]
6.2.3.6A_17854 - ePA-Frontend des Versicherten: Nutzung des Anfragetyps "FindDocumentsByTitle"
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den in [ITI-18] nicht enthaltenen zusätzlichen Anfragetyp "FindDocumentsByTitle" mit der Query-ID "urn:uuid:ab474085-82b5-402d-8115-3f37cb1e2405" und denselben Parameternutzungsvorgaben der Registry Stored Query "FindDocuments" gemäß [IHE-ITI-TF2a#3.18.4.1.2.3.7.1] in Verbindung mit dem zusätzlich zu [ITI-18] eingeführten Suchparameter $XDSDocumentEntryTitle nutzen können.
[<=]
Der zusätzliche Parameter "$XDSDocumentEntryTitle" filtert die Suchergebnismenge über das Attribut XDSDocumentEntry.title. Dabei ist die Angabe von Platzhaltern (wie für Suchanfragen über den Parameter $XDSDocumentEntryAuthorPerson) möglich, die sich verhält wie das SQL Schlüsselwort "LIKE" in Kombination mit den anzugeben Wildcard-Zeichen "%", um jedes Zeichen und "_", um ein bestimmtes Zeichen zu finden.
6.2.3.7 Vergebene Berechtigungen bestimmen
Mit dieser Operation werden die für das Aktenkonto vergebenen Berechtigungen ermittelt. Die Berechtigungen für ein Aktenkonto sind in technischen Dokumenten (Policy Documents) in der Dokumentenverwaltung hinterlegt Für jede Berechtigung ist in der Komponente Autorisierung ein AuthorizationKey und in der Komponente Dokumentenverwaltung ein technisches Dokument (Policy Document) hinterlegt. Diese beinhalten die Parameter der Berechtigung.
A_15323 - ePA-Frontend des Versicherten: Vergebene Berechtigungen bestimmen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Aktivität "vergebene BerechtigungVergebene Berechtigungen bestimmen" gemäß TAB_FdV_115 umsetzen.
Tabelle 1819: TAB_FdV_115 – Vergebene Berechtigungen bestimmen
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
[<=]
Dokumente werden mittels ihrer XDS-Metadaten identifiziert. Die Nutzungsvorgaben für XDS-Metadaten zur Kennzeichnung von Policy Documents sind in
[gemSpec_DM_ePA#A_14961 - Nutzungsvorgaben für die Verwendung von XDS-Metadaten bei Policy Documents]
beschrieben. A_17129 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung bestimmen - Schlüsselmaterial aller Berechtigten laden
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS für die Aktivität "Vergebene Berechtigungen bestimmen" die übergreifende Aktivität "Schlüsselmaterial aller Berechtigten aus ePA-Aktensystem laden" ausführen.
[<=]
Dokumente im Aktenkonto werden mittels ihrer XDS-Metadaten identifiziert. Die Nutzungsvorgaben für XDS-Metadaten zur Kennzeichnung von Policy Documents sind in beschrieben.
A_15324 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung bestimmen - Policy Documents suchen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS für die Aktivität "Vergebene Berechtigungen bestimmen" zur Suche der Policy Documents die übergreifende Aktivität "Suche nach Dokumenten in Dokumentenverwaltung" mit einer CrossGatewayQuery query:AdhocQueryRequest_Message für Policy Documents ausführen.
[<=]
Das Ergebnis der Suchanfrage CrossGatewayQueryResponse query:AdhocQueryResponse_Message liefert, falls Berechtigungen erteilt wurden, die XDS-Metadaten von einem oder mehreren Policy Documents (je ein Policy Document pro LEI oder, KTR bzw. Vertreter). Die XDS-Metadaten beinhalten die Document Unique ID (uniqueId) der Policy Documents. Mittels dieser werden die Policy Documents aus der Dokumentenverwaltung heruntergeladen.
A_15325 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung auflisten - Policy Dokuments herunterladen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Vergebene Berechtigungen anzeigen" zum Herunterladen der Policy Documents die übergreifende Aktivität "Dokumentenset aus Dokumentenverwaltung herunterladen" mit einer RetrieveDocumentSet_Message für alle über die XDS-Metadaten ermittelten Identifikatoren von Policy Documents ausführen. [<=]
Als Ergebnis liegen, falls Berechtigungen erteilt wurden, ein oder mehrere AuthorizationKeys sowie Policy Documents für berechtigte LEI, KTR und für Vertreter vor.
Gemäß der Beschreibung im Kapitel "
Policy Documents
" können folgende Informationen zu den Berechtigungen aus den Policy Documents ermittelt werden. in "" können folgende Informationen zu den Berechtigungen aus den Policy Documents ermittelt werden.
Berechtigung für LEI: TelematikID, Name der LEI, Berechtigung "erteilt am", Berechtigung "gültig bis", Berechtigung für den Zugriff auf durch Versicherte eingestellte Dokumente, Berechtigung für den Zugriff auf durch KTR eingestellte Dokumente.
Gemäß der Beschreibung in " " können folgende Informationen zu den Berechtigungen aus den AuthorizationKeys ermittelt werden.
Berechtigung für Vertreter: Versicherten-ID, Name des Vertreters
6.2.3.7 AuthorizationKey erstellenBerechtigung für KTR: TelematikID, Name des KTR
Die Policy Documents lassen sich auf Basis der Versicherten-ID des Vertreters bzw. der TelematikID der LEI oder KTR den AuthorizationKeys zuordnen.
6.2.3.8 AuthorizationKey
Der AuthorizationKey enthält eine Liste verschlüsselter Aktenschlüssel und verschlüsselterParameter zur Berechtigung sowie die für den Berechtigten verschlüsselten Akten- und Kontextschlüssel.
6.2.3.8.1 Struktur AuthorizationKeyType
Die Struktur AuthorizationKeyType ist in [AuthorizationService.xsd] beschrieben.
Das Attribut validTo beinhaltet die Gültigkeit des AuthorizationKey, d.h. den Zeitpunkt bis zu dem die Berechtigung erteilt wird. Für den Aktenkontoinhaber und den Vertreter wird dieeine Berechtigung ohne zeitliche Begrenzung vergeben. Es ist das technische Datum "31.12.9999" (gleichbedeutend mit "unbegrenzt") zu verwendenwird ein technisches Datum gleichbedeutend mit unendlich (z.B. 31.12.9999) verwendet.
Das Attribut actorID beinhaltet die ID des zu Berechtigenden, d.h. die Versicherten-ID für Aktenkontoinhaber und Vertreter bzw. die Telematik-IDTelematikID für LEIs. Die Telematik-ID einer LEI kann aus dem Verschlüsselungszertifikat bestimmt werdenund KTR.
Das Verschlüsselungszertifikat für Versicherte (Aktenkontoinhaber, Vertreter) wird aus der eGK ermittelt (siehe Aktivität "Einlesen der Karte"). LEI sind je Telematik-ID ein oder mehrere Verschlüsselungszertifikate zugeordnet. Diese werden aus dem VZD ermittelt (siehe Kapitel "Leistungserbringerinstitution im Verzeichnisdienst der TI finden")Element DisplayName beinhaltet den Klartextnamen des Berechtigten.
Das Element AuthorizationType beinhaltet den Berechtigungstyp. Siehe auch .
A_16204 - ePA-Frontend des Versicherten: AuthorizationKey erstellen - Verschlüsselungszertifikate Gültigkeit online prüfen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS beim Erstellen eines AuthorizationKey alle verwendeten Verschlüsselungszertifikate prüfen und den Anwendungsfall abbrechen, wenn das Zertifikat in der Prüfung abgelehnt wurde oder der Sperrstatus nicht ermittelt werden konnte. [<=]
Für Vorgaben zur Prüfung siehe Kapitel
"Zertifikatsprüfung"
.
A_15697 - ePA-Frontend des Versicherten: AuthorizationKey erstellen - Verschlüsselungszertifikate eGK
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS beim Erstellen eines AuthorizationKey für einen Versicherten (Aktenkontoinhaber, Vertreter) den Aktenschlüssel und den Kontextschlüssel mit dem von der eGK des Versicherten gelesenen Verschlüsselungszertifikat (C.CH.ENC) verschlüsseln und in den AuthorizationKey aufnehmen. [<=]Das Element phrs:AuthorizationKey/phrs:EncryptedKeyContainer enthält das Chiffrat mit dem verschlüsselten Akten- und Kontextschlüssel sowie AssociatedData.
Die Datenstruktur für EncryptedKeyContainer und die Klartextpräsentation für Akten- und Kontextschlüssel ist in beschrieben.
6.2.3.8.2 Schlüsselableitung für Ver- und Entschlüsselung
Die Klartextpräsentation von Akten- und Kontextschlüssel im AuthoritationKey ist doppelt symmetrisch verschlüsselt. Die symmetrischen Schlüssel zur Ver- und Entschlüsselung von Akten- und Kontextschlüssel werden über die Schlüsselableitungsfunktion der Schlüsselgenerierungsdienste Typ 1 und 2 ermittelt. Die Funktionsweise der Schlüsselgenerierung wird in [gemSpec_SGD_ePA] beschrieben.
A_1532617842 - ePA-Frontend des Versicherten: AuthorizationKey erstellen - Verschlüsselungszertifikate LEISymmetrische Schlüssel für Akten- und Kontextschlüssel ermitteln
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS beim Erstellen eines AuthorizationKey für eine LEI den Aktenschlüssel und den Kontextschlüssel mit allen für den zu Berechtigenden ermittelten SMC-B Verschlüsselungszertifikaten (C.HCI.ENC) verschlüsseln und in den AuthorizationKey aufnehmen. [<=]
Die ggf. für die LEI ermittelten HBA Verschlüsselungszertifikate (C.HP.ENC) dürfen nicht verwendet werden.
Für weitere Vorgaben zur Verschlüsselung siehe
[gemSpec_DM_ePA#2.5 Verschlüsselung von Akten- und Kontextschlüssel]
.
A_15327 - ePA-Frontend des Versicherten: AuthorizationKey erstellen - Hybrid verschlüsseln
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS beim Erstellen eines AuthorizationKey für das Verschlüsseln eines Aktenschlüssel bzw. eines Kontextschlüssels mit einem Verschlüsselungszertifikat den Plattformbaustein PL_TUC_HYBRID_ENCIPHER nutzen.zur Schlüsselableitung den in festgelegten Ablauf in der Rolle Client durchführen.
[<=]
Im Schritt 7 des Basisablaufs erfolgt der Aufruf für KeyDerivation abhängig vom Anwendungsfall:
Anwendungsfall im FdV |
Akteur |
Zweck |
|
|
|
Aktenkonto aktivieren |
Versicherter |
Verschlüsseln |
|
||
Berechtigung für LEI vergeben |
Versicherter |
Verschlüsseln |
|
||
Berechtigung für LEI vergeben |
Vertreter |
Verschlüsseln |
|
||
Login |
Versicherter |
Entschlüsseln |
Für das Entschlüsseln müssen keine Anwendungsfälle für SGD unterschieden werden. |
||
[<=]
Es werden bei der Autorisierung verschiedene Berechtigungstypen bezüglich der Möglichkeiten des Berechtigungserhalts und des Dokumentenzugriffs unterschieden. Siehe auch
[gemSpec_Autorisierung#6.3 Berechtigungstypen der Autorisierung]
. Als Ergebnis bei einer erfolgreichen Schlüsselableitung zum Verschlüsseln erhält das FdV von jedem der beiden SGD eine Antwortnachricht für KeyDerivation im Format: "OK-KeyDerivation "+Key+" "+a
Key ist der für die Verschlüsselung zu verwendende symmetrische Schlüssel und a entspricht AssociatedData für den entsprechenden SGD.
Zur Optimierung der Performance muss das FdV die Schlüsselableitung für SGD 1 (Basisablauf Schritt 1) und SGD 2 (Basisablauf Schritt 3) und das Erzeugen eines ephemeren ECDH-Schlüsselpaares (Basisablauf Schritt 5) parallel ausführen. Der Request an SGD 1 und SGD 2 in Basisablauf Schritt 7 können ebenfalls parallelisiert werden. Die bei einer Schlüsselableitung für eine Entschlüsselung im Request für KeyDerivation zu übermittelnden Informationen werden sowohl für SGD 1 als auch SGD 2 dem Element phrs:AuthorizationKey/phrs:EncryptedKeyContainer/phrs:AssiciatedData entnommen.
A_17994 - ePA-Frontend des Versicherten: Aufrufe zur Schlüsselableitung parallelisieren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Schlüsselableitung mit SGD 1 und SGD 2 sowie das Erzeugen des ephemeren ECDH-Schlüsselpaares parallelisieren.
[<=]
6.2.3.8.3 AuthorizationKey erstellen
Für den Aktenkontoinhaber, Vertreter und KTR wird die Berechtigung ohne zeitliche Begrenzung vergeben. Für LEI ist das Enddatum entsprechend der vom Nutzer gewählten Berechtigungsdauer zu setzen.
Der DisplayName und die TelematikID einer LEI oder eines KTR werden aus dem Verzeichnisdienst der TI bestimmt (siehe "").
Es werden bei der Autorisierung verschiedene Berechtigungstypen unterschieden. Siehe . Für Aktenkontoinhaber, Vertreter, LEIs und KTR wird immer ein Berechtigung mit Zugriff auf die Dokumente vergeben.
A_15328 - ePA-Frontend des Versicherten: AuthorizationKey erstellen - Berechtigungstyp DOCUMENT_AUTHORIZATION
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS beim Erstellen eines AuthorizationKey den AuthorizationType = DOCUMENT_AUTHORIZATION setzen, wenn dem zu Berechtigenden Zugriff auf Dokumente in der Dokumentenverwaltung gewährt werden soll. [<=]
A_15329 - ePA-Frontend des Versicherten: AuthorizationKey erstellen - Berechtigungstyp RECOVERY_AUTHORIZATION
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS beim Erstellen eines AuthorizationKey den AuthorizationType = RECOVERY_AUTHORIZATION setzen, wenn dem zu Berechtigenden die Möglichkeit zum Berechtigungserhalt, aber kein Zugriff auf Dokumente in der Dokumentenverwaltung gewährt werden soll. [<=]
6.2.3.8 AuthorizationKey entschlüsseln
Der AuthorizationKey für einen Versicherten (Aktenkontoinhaber oder Vertreter) enthält mittels der eGK verschlüsselte Aktenschlüssel und Kontextschlüssel. Der Aktenschlüssel wird benötigt, um die Dokumente aus dem ePA-Aktensystem zu ver- und entschlüsseln. Der Kontextschlüssel wird benötigt, um den Verarbeitungskontext der Dokumentenverwaltung zu öffnen.
Die Entschlüsselung des verschlüsselten Aktenschlüssels und des verschlüsselten Kontextschlüssels erfolgt mittels privaten ENC-Schlüssels auf der eGK des Versicherten.
Vorgaben zur Verschlüsselung siehe
[gemSpec_DM_ePA#2.5 Verschlüsselung von Akten- und Kontextschlüssel]
.
A_15542 - ePA-Frontend des Versicherten: AuthorizationKey entschlüsseln - Hybrid entschlüsseln
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS beim Entschlüsseln eines Aktenschlüssel oder Kontextschlüssel aus einem AuthorizationKey den Plattformbaustein PL_TUC_HYBRID_DECIPHER nutzen. Akten- und Kontextschlüssel werden mit den in der Schlüsselableitung erhaltenen Schlüssel symmetrisch verschlüsselt. Es gelten die Vorgaben aus sowie .
A_17995 - ePA-Frontend des Versicherten: AuthorizationKey erstellen - Akten- und Kontextschlüssel verschlüsseln
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS beim Erstellen eines AuthorizationKeys den Akten- und Kontextschlüssel mit den von der Schlüsselableitung mit SGD 1 und SGD 2 erhaltenen symmetrischen Schlüssel gemäß [gemSpec_SGD_ePA] und [gemSpec_Krypt] verschlüsseln.
Tabelle 20 : TAB_FdV_179 – Akten- und Kontextschlüssel verschlüsseln
Plattformbaustein PL_TUC_ |
Rückgabedaten:
Mit Docenc und ADSGD1 wird eine Struktur gemäß [gemSpec_SGD_ePA#Tab_erste_Verschlüsselungsschicht] gebildet -> Docenc1 |
Plattformbaustein PL_TUC_SYMM_ENCIPHER nutzen |
Eingangsdaten:
Rückgabedaten:
Mit Docenc, ADSGD1 und ADSGD2 wird der EncryptedKeyContainer des AuthorizationKey gebildet. |
[<=]
6.2.3.8.4 AuthorizationKey entschlüsseln
Der AuthorizationKey für einen Versicherten (Aktenkontoinhaber oder Vertreter) enthält ein verschlüsseltes Schlüsselpaar (Akten- und Kontextschlüssel).
Der Aktenschlüssel wird benötigt, um die Dokumente aus dem ePA-Aktensystem zu ver- und entschlüsseln. Der Kontextschlüssel wird benötigt, um den Verarbeitungskontext der Dokumentenverwaltung zu öffnen.
Das Chiffrat phrs:AuthorizationKey/phrs:EncryptedKeyContainer/phrs:CipherText ist doppelt symmetrisch verschlüsselt. Die für die Entschlüsselung des Chiffrats benötigten zwei AES-256-Schlüssel ruft das FdV von den Schlüsselgenerierungsdiensten Typ 1 und Typ 2 gemäß [gemSpec_SGD_ePA] ab. Siehe " ".
Es gelten für das Entschlüsseln die Vorgaben aus sowie .
A_17843 - ePA-Frontend des Versicherten: Akten- und Kontextschlüssel entschlüsseln
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS beim Entschlüsseln des Akten- und Kontextschlüssel die bei der Schlüsselableitung mit SGD 1 und SGD 2 erhaltenen symmetrischen Schlüssel gemäß [gemSpec_SGD_ePA] und [gemSpec_Krypt] nutzen.
Tabelle 21 : TAB_FdV_180 – Akten- und Kontextschlüssel entschlüsseln
Plattformbaustein PL_TUC_SYMM_DECIPHER nutzen |
Eingangsdaten:
Rückgabedaten:
|
Plattformbaustein PL_TUC_SYMM_DECIPHER nutzen |
Eingangsdaten:
Rückgabedaten:
|
[<=]
6.2.3.9 Schlüsselmaterial aus ePA-Aktensystem laden
Mit dieser Operation wird die Autorisierung eines Nutzers des FdV für ein Aktenkonto geprüft und die Schlüssel eines berechtigten Nutzers (bspw. Aktenkontoinhaber, berechtigter Vertreter, LEI) für den Zugriff auf die Dokumentenverwaltung heruntergeladen.
A_15330 - ePA-Frontend des Versicherten: Schlüsselmaterial aus ePA-Aktensystem laden
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Aktivität "Schlüsselmaterial aus ePA-Aktensystem laden" gemäß TAB_FdV_116 umsetzen.
Tabelle 1922: TAB_FdV_116 – Schlüsselmaterial aus ePA-Aktensystem laden
Vorbedingung |
AuthenticationAssertion liegt in Session-Daten vor |
I_Authorization_Insurant::getAuthorizationKey |
Eingangsparameter:
|
I_Authorization_Insurant::getAuthorizationKey |
Rückgabedaten:
Beinhaltet der Response keinen AuthorizationKey und keine AuthorizationAssertion, wird die Aktivität abgebrochen.
(siehe Kapitel " ") |
Nachbedingung |
Nach Abarbeitung der Aktivität stehen folgende Informationen bereit:
|
[<=]
Der Eingangsparameter ActorID gibt an, für welchen Nutzer (Aktenkontoinhaber, Vertreter, LEI) das Schlüsselmaterial angefragt wird.
Besitzt der Nutzer, für den das Schlüsselmaterial angefragt wird, keine Autorisierung für den Zugriff auf das Aktenkonto, dann beinhaltet die Response den Fehler KEY_ERROR.
Wird versucht das Schlüsselmaterial für den Aktenkontoinhaber herunterzuladen und beinhaltet der Response eine AuthorizationAssertion aber kein AuthorizationKey, dann ist das Aktenkonto des Versicherten noch nicht aktiviert. Das Aktivieren kann über die Anwendungsfälle "Aktenkonto aktivieren" oder "Anbieter wechseln" erfolgen.
6.2.3.10 Schlüsselmaterial aller Berechtigten aus ePA-Aktensystem laden
Mit dieser Operation wird das Schlüsselmaterial für alle Berechtigten des Aktenkontos heruntergeladen. Im Response werden keine AuthorizationAssertion übertragen.
A_17130 - ePA-Frontend des Versicherten: Schlüsselmaterial aller Berechtigten aus ePA-Aktensystem laden
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Aktivität "Schlüsselmaterial aller Berechtigten aus ePA-Aktensystem laden" gemäß TAB_FdV_163 umsetzen.
Tabelle 23: TAB_FdV_163 – Schlüsselmaterial aller Berechtigten aus ePA-Aktensystem laden
I_Authorization_Management_Insurant:: |
Eingangsparameter:
|
I_Authorization_Management_Insurant:: |
Rückgabedaten:
|
[<=]
6.2.3.11 Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern
Mit dieser Operation wird Schlüsselmaterial (AuthorizationKey) für den Aktenkontoinhaber, einen Vertreter oder eine LEI in der Komponente Autorisierung des ePA-Aktensystems gespeichert. Optional kann fürBeim Operationsaufruf für einen Vertreter wird eine Benachrichtigungsadresse (E-Mail) für die Geräteautorisierung hinterlegt werden(Parameter NotificationInfoRepresentative).
A_15331 - ePA-Frontend des Versicherten: Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Aktivität "Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern" gemäß TAB_FdV_117 umsetzen.
Tabelle 2024: TAB_FdV_117 – Schlüsselmaterial insim ePA-Aktensystem ladenspeichern
I_Authorization_Management_Insurant:: |
Eingangsparameter:
|
I_Authorization_Management_Insurant:: |
HTTP OK ohne SOAP-Response oder gematik Fehlermeldung |
[<=]
Wenn die Operation den Fehler KEY_ERROR meldet, dann ist bereits ein Schlüssel in der Autorisierung hinterlegt. Dies kann bspw. bei einer Berechtigung der Fall sein, wenn die Berechtigung bereits zuvor erfolgreich erteilt wurde, oder wenn bei einem vorherigen Versuch die Berechtigung einzurichten ein Fehler auftrat, nachdem Schlüsselmaterial erfolgreich hinterlegt wurde (bspw. das zugehörige Policy Document nicht erfolgreich in der Dokumentenverwaltung hinterlegt werden konnte).
A_15332 - ePA-Frontend des Versicherten: Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern KEY_ERROR
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, wenn die Aktivität "Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern" den Fehler KEY_ERROR liefert, einmalig den Anwendungsfall nicht abbrechen, das bereits hinterlegte Schlüsselmaterial mit der Aktivität "Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem löschen" löschen und die Aktivität "Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern" wiederholen. [<=]
6.2.3.1112 Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem ersetzen
Mit dieser Operation wird vorhandenes Schlüsselmaterial (AuthorizationKey) für den Aktenkontoinhaber, einen Vertreter oder eine LEI in der Komponente Autorisierung des ePA-Aktensystems ersetzt.
A_15333 - ePA-Frontend des Versicherten: Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem ersetzen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Aktivität "Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem ersetzen" gemäß TAB_FdV_118 umsetzen.
Tabelle 2125 : TAB_FdV_118 – Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem ersetzen
I_Authorization_Management_Insurant:: |
Eingangsparameter:
|
I_Authorization_Management_Insurant:: |
HTTP OK ohne SOAP-Response oder gematik Fehlermeldung |
[<=]
6.2.3.1213 Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem löschen
Mit dieser Operation wird vorhandenes Schlüsselmaterial (AuthorizationKey) für einen Vertreter oder eine LEI in der Komponente Autorisierung des ePA-Aktensystems gelöscht.
A_15334 - ePA-Frontend des Versicherten: Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem löschen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Aktivität "Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem löschen" gemäß TAB_FdV_119 umsetzen.
Tabelle 2226: TAB_FdV_119 – Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem löschen
I_Authorization_Management_Insurant:: |
Eingangsparameter:
|
I_Authorization_Management_Insurant:: |
HTTP OK ohne SOAP-Response oder gematik Fehlermeldung |
[<=]
6.2.3.1314 Leistungserbringerinstitution im Verzeichnisdienst der TI finden
Informationen zu Leistungserbringern und Leistungserbringerinstitutionen sind im Verzeichnisdienst (VZD) der TI-Plattform hinterlegt. Das FdV kann (bspw. für die Vergabe von Berechtigungen an LEI) mit verschiedenen Kriterien nach LE und LEI im VZD suchen und Informationen abrufen. Das Informationsmodell des Verzeichnisdienstes ist in [gemSpec_VZD#5] beschrieben.
In der aktuellen Stufe der Fachanwendung ePA wird nur die Vergabe von Berechtigungen für LEI unterstützt.
Die Suche nach LE oder LEIs erfolgt primär über den Namen oder Institutionennamen aber auch über zusätzliche Informationen wie Adressen, Fachgebiet oder Institutionstyp.
A_15335 - ePA-Frontend des Versicherten: Search Operation mittels LDAP-Directory Basisdatensatz Attribut
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS Leistungserbringerinstitutionen über Suchkriterien
- Namen,
- Postadresse,
- Institution,
- und Fachgebiet
in einer LDAP search Operation nach einem entsprechenden Basisdatensatz Attribut des LDAP-Directory gemäß TAB_FdV_120 suchen können.
Tabelle 2327: TAB_FdV_120 – Suchkriterien LDAP Search
Suchkriterium |
Beschreibung für die Suche nach Heilberuflern |
Beschreibung der Suche nach Leistungserbringerinstitutionen |
LDAP-Directory Basisdatensatz Attribut |
||||
Vollständiger Name |
Der commonName enthält den vollständigen Namen des Inhabers, ohne akademischen Titel |
Name der Institution |
cn |
||||
Vorname |
Vorname Heilberufler |
|
|
||||
Nachname/Institutionsname |
Nachname Heilberufler |
|
sn |
||||
Anzeigename |
Nachname, Vorname des Heilberuflers |
Name der Organisation/Einrichtung des Gesundheitswesens |
displayName |
||||
Titel |
Der Titel des LE (z.B. Dr. med) |
|
title |
||||
Institutionsname |
Die Bezeichnung der Organisation des Gesundheitswesens |
Name der Organisation/Einrichtung des Gesundheitswesens |
organization |
||||
Strasse, Hausnummer |
Straße, Hausnummer |
Straße, Hausnummer |
streetAddress |
||||
Postleitzahl |
Postleitzahl |
Postleitzahl |
postalCode |
||||
|
|
|
localityName |
||||
Bundesland |
Bundesland |
Bundesland |
stateOrProvinceName |
||||
|
|
|
|
||||
Langname |
Für die Verwendung von überlangen Namen von Heilberuflern |
Für die Verwendung von überlangen Namen von Institutionen, z.B. Praxisgemeinschaften unter Aufzählung aller beteiligten Ärzte |
otherName |
||||
Institution/Berufsgruppe |
Berufsgruppe |
Institution |
professionOID |
||||
Fachgebiet |
medizinisches Fachgebiet |
Fachabteilung |
specialization |
||||
TelematikID |
Eindeutige ID des Heilberuflers in der TI |
Eindeutige ID der Institution in der TI |
telematikID |
||||
[<=]
Da nur Leistungserbringerinstitutionen und keine einzelnen Leistungserbringer für den Zugriff auf ein Aktenkonto berechtigt werden können, müssen die durch den Nutzer eingegebenen Suchparameter ggf. für die VZD-Abfrage so ergänzt werden, dass nur Informationen zu Leistungserbringerinstitutionen abgefragt werden. Dies kann anhand des Parameters professionOID erfolgen, welcher auf die Werte gemäß [gemSpec_VZD#Tab_VZD_Mapping_Eintragstyp Eingangstyp 3] beschränkt sein muss.
Der VZDDie VZD-Abfrage wird gemäß der übergreifenden Aktivität "Suchanfrage Verzeichnisdienst der TI" durchgeführt.
A_17435 - ePA-Frontend des Versicherten: LEI in Verzeichnisdienst der TI finden
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Leistungserbringer mittels der Aktivität "Suchanfrage Verzeichnisdienst der TI" ermitteln, wobei mindestens als Suchkriterium (professionOID aus {[gemSpec_VZD#Tab_VZD_Mapping_Eintragstyp Eingangstyp 3]}) zu verwenden ist.
[<=]
6.2.3.15 Suchanfrage Verzeichnisdienst der TI
Der VZD der TI ist für Suchoperationen des FdV über das Zugangsgateway des Versicherten erreichbar, welches als LDAP-Proxy agiert. Das FdV nutzt zur Abfrage des VZD den Standard Directory Services Makeup Language v2.0 [DSML2.0].
A_15336 - ePA-Frontend des Versicherten: Suchanfrage Verzeichnisdienst der TI
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Abfrage des VerzeichnisdienstesAktivität "Suchanfrage Verzeichnisdienst der TI" gemäß TAB_FdV_121 umsetzen.
Tabelle 2428: TAB_FdV_121 – Abfrage Verzeichnisdienst
dsmlEnvelopeRequest mit searchRequest erstellen |
|
I_Proxy_Directory_Query::Search Request erstellen |
Eingabedaten:
|
I_Proxy_Directory_Query::Search Response verarbeiten |
Rückgabedaten:
|
[<=]
Für ein Beispiel für eine Suchanfrage und ein Ergebnis siehe
[gemSpec_Zugangsgateway_Vers#6.2.2.3 Nutzung]
.
Die Anzahl der Einträge im Ergebnis der Suchabfrage ist auf maximal 10 beschränkt. Wenn die Suchkriterien zu mehr als 10 Einträgen im VZD passen, dann wird im Response zusätzlich der LDAP Fehler adminLimitExceeded übermittelt.
A_15337 - ePA-Frontend des Versicherten: Hinweis zusätzliche Ergebniseinträge im Verzeichnisdienst
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, wenn im I_Proxy_Directory_Query::Search Response der Fehler adminLimitExceeded übermittelt wurde, den Nutzer informieren, dass entsprechend den Suchkriterien zusätzliche Einträge im Verzeichnisdienst vorliegen. [<=]
Durch eine Verfeinerung der Suchkriterien könnenkann die zusätzlichen Einträge angezeigtErgebnismenge so verkleinert werden, dass alle Einträge übermittelt werden.
Die Anzahl der möglichen Anfragen an den Verzeichnisdienst ist begrenzt (default: 10 Anfragen pro Minute). Wird die Anzahl überschritten, beinhaltet der HTTP-Response des Zugangsgateway des Versicherten den HTTP-Statuscode 429 entsprechend RFC6585 Kapitel 4 "429 Too Many Requests". Der Response mit dem HTTP-Statuscode 429 stellt keinen Fehler dar. Der Anwendungsfall wird nicht abgebrochen. Das FdV muss den Nutzer informieren, dass der nächste Request erst nach einer Verzögerung möglich ist.
Die im dsmlEnvelopeResponse zu LEIs gelieferten Informationen beinhalten u.a. (C.HCI.ENC-)Zertifikate, welche für die Vergabe von Berechtigungen weiterverarbeitet werden.
Außer Informationen zu LEIs kann das Ergebnis der VZD Abfrage auch Einträge zu Institutionstypen beinhalten, für die keine Berechtigung auf den Zugriff auf ein Aktenkonto zulässig ist. Insbesondere ist die Berechtigung eines einzelnen Leistungserbringers nicht zulässig. Der Institutionstyp der jeweiligen Institution ist im X.509-Zertifikat der SMC-B als OID („ProfessionOID“) hinterlegt. (siehe auch
[gemSpec_Autorisierung#A_15696 - Komponente Autorisierung - Prüfung der Empfänger-Rolle]
). Das FdV kann den Nutzer nach Auswertung der „ProfessionID“ darauf hinweisen, wenn eine Berechtigung zu einem Eintrag nicht zulässig ist.
6.2.3.14 PIN-Eingabedie Informationen zur TelematikID und Name der Institution, welche für die Vergabe von Berechtigungen weiterverarbeitet werden.
6.2.3.16 PIN-Eingabe für eGK durch Nutzer
Mit dieser Operation wird der Nutzer zur fachlich motivierten PIN-Eingabe für seine eGK aufgefordert.
Zusätzlich kann bei Nutzung einer eGK eine PIN-Eingabe für die Berechtigung zum Zugriff auf Daten auf der eGK notwendig sein. In dem Fall wird die Aufforderung zur PIN-Eingabe durch den CardProxy ausgelöst.
A_15338 - ePA-Frontend des Versicherten: PIN-Eingabe für eGK durch Nutzer
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Aktivität "PIN-Eingabe durch Nutzer" gemäß TAB_FdV_122 umsetzen.
Tabelle 2529: TAB_FdV_122 – PIN-Eingabe durch Nutzer
Plattformbaustein PL_TUC_CARD_VERIFY_PIN |
Durch den Plattformbaustein PL_TUC_CARD_INFORMATION wird eine Nutzerverifikation durchgeführt. |
Eingangsdaten |
|
Beschreibung |
Der Nutzerhinweis wird bei Aufruf der Umgebungsoperation ENV_TUC_SECRET_INPUT im Nutzerinterface (GUI) bzw. bei Nutzung eines Kartenterminal Sicherheitsklasse 3 im Display des Kartenterminals angezeigt. |
Rückgabedaten |
|
Varianten/Alternativen |
|
[<=]
A_15339 - ePA-Frontend des Versicherten: Abbruch Anwendungsfall nach fehlgeschlagener Nutzerverifikation
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, wenn die Nutzerverifikation in der Operation "PIN-Eingabe durch Nutzer" fehlschlägt, den Anwendungsfall abbrechen, in dem die Operation aufgerufen wurde. [<=]
6.2.4 Nutzerzugang ePA
6.2.4.1 Login Aktensession
Mit diesem Anwendungsfall wird die SessionAktensession eines Nutzers im FdV gestartet. Der Sessionstart erfolgt implizit, falls die Verbindung zum ePA-Aktensystem bei Ausführung eines fachlichen Anwendungsfalls der ePA erforderlich ist und nicht besteht oder explizit beim Start des FdV durch den Nutzer.
Für die Anmeldung des Nutzers mit seiner eGK wird eine 2-Faktor-Authentisierung (eGK + PIN) verwendet. Als weitere Möglichkeit kann die alternative Versichertenidentität genutzt werden. Nach erfolgreicher Authentisierung inklusive Gültigkeitsprüfung der eGK und Autorisierung wird je nach bestehender Berechtigung des Nutzers das empfängerverschlüsselte Schlüsselmaterial heruntergeladen und das Öffnen des Aktenkontextes in der Komponente "Dokumentenverwaltung" für das referenzierte Aktenkonto durchgeführt.
A_13695 - ePA-Frontend des Versicherten: Login Aktensession
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 1.1 - Login durch einen Versicherten" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] gemäß TAB_FdV_123 umsetzen.
Tabelle 2630: TAB_FdV_123 – Login durch einen VersichertenAktensession
Name |
Login Aktensession |
Auslöser |
|
Akteur |
Versicherter oder berechtigter Vertreter |
Vorbedingung |
RecordIdentifier des Versicherten oder des zu Vertretenden ist im FdV bekannt und ausgewählt. |
Nachbedingung |
Für die |
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
Varianten/Alternativen |
Wenn nach der Aktivität "Autorisieren des Nutzers" ein Autorisierungstoken |
[<=]
Abbildung 2: Aktivitätsdiagramm "Login Aktensession"
A_15340 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Session-Daten für RecordIdentifier prüfen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "Login Aktensession" ohne Fehler abbrechen, wenn gültige Session-Daten zu dem RecordIdentifier vorliegen. [<=]
Gültige Session-Daten liegen vor, wenn die Session-Daten einen Authentisierungstoken und einen Autorisierungstoken beinhalten. Auf eine Prüfung der zeitlichen Gültigkeit der Token wird verzichtet, da eine Synchronität der Systemzeit in der Ablaufumgebung des FdV mit der den Token ausstellenden Komponente nicht sichergestellt werden kann. Antwortet das ePA-Aktensystem auf einen Operationsaufruf mit dem Fehler, dass ein Token ungültig ist, dann löscht das FdV die Token aus den Session-Daten (siehe
"A_15310 - ePA-Frontend des Versicherten: Fehlerbehandlung ungültiger Token"
). "").
A_15341 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Einlesen der Karte
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Login" Aktensession", wenn die Authentisierung mittels eGK erfolgt, die Aktivität "Einlesen der Karte" gemäß TAB_FdV_124 umsetzen124umsetzen.
Tabelle 2731: TAB_FdV_124 – Login - Einlesen der Karte
Plattformbaustein PL_TUC_CARD_INFORMATION |
Durch den Plattformbaustein PL_TUC_CARD_INFORMATION werden Statusinformationen der Karte bereitgestellt. |
Eingangsdaten |
eGK |
Beschreibung |
Das FdV MUSS die Karteninformationen in PL_TUC_CARD_INFORMATION auswerten hinsichtlich
und bei unpassenden Kartendaten den Anwendungsfall mit einem Fehler beenden.
|
[<=] * für eGK G2 das RSA-Zertifikat (R2048) und für eGK einer höheren Generation (bspw. G2.1) das ECC-Zertifikat (E256)
[<=]
A_15342 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Abbruch bei Karte lesen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, wenn der Anwendungsfall "Login Aktensession" aufgrund der Prüfungen beim Einlesen der Karte abbricht, den Nutzer darauf hinweisen, seine aktuell gültige eGK zu stecken. [<=]
Authentisieren und Autorisieren
A_15343 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Authentisieren des Nutzers
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Login Aktensession" die übergreifende Aktivität "Authentisieren des Nutzers" ausführen. [<=]
Während der Entschlüsselung des Akten-und Kontextschlüssels werden Zertifikate der TI geprüft. Zuvor ist die Aktualität des Vertrauensraumes der TI sicher zu stellen. Siehe "".
A_15344 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Autorisieren des Nutzers - Schlüsselmaterial aus ePA-Aktensystem laden
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Login Aktensession" zum Autorisieren des Nutzers die übergreifende Aktivität "Schlüsselmaterial aus ePA-Aktensystem laden" mit dem Eingangsparameter ActorID = Versicherten-ID des Nutzers ausführen. Wenn die Aktivität die Informationen AuthenticationAssertion, AuthorizationAssertion, RecordKey (Aktenschlüssel), ContextKey (Kontextschlüssel), EncryptedRecordKey (verschlüsselter Aktenschlüssel) oder EncryptedContextKey (verschlüsselter Kontextschlüssel) oder ContextKey (Kontextschlüssel) liefert, dann werden diese in die Session-Daten übernommen.
[<=]
Das Entschlüsseln des Kontextschlüssels schlägt fehl, wenn der Nutzer sich mit einer gültigen eGK authentisiert hat, für den Zugriff auf das Aktenkonto berechtigt ist, die in der Autorisierung hinterlegten verschlüsselten Kontextschlüssel jedoch für eine alte eGK des Nutzers verschlüsselt sind. In der Folgeaktivität kann dann der Aktenkontext nicht geöffnet werden. Das Login wird nicht abgebrochen. Dem Nutzer wird angeboten seine neue eGK mittels der alten eGK oder aus einem Schlüsselbackup zu registrieren.
A_15345 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Neue eGK registrieren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, den Anwendungsfall "Neue eGK mittels alter eGK registrieren" oder "Neue eGK mit Backup registrieren" auszuführen, wenn im Anwendungsfall "Login" nach der Aktivität "Autorisieren des Nutzers" ein Autorisierungstoken vorliegt, der RecordKey jedoch nicht erfolgreich mit der eGK des Nutzers entschlüsselt werden konnte. [<=]Aktivieren und Migration
Wenn die Autorisierung eine AuthorizationAssertion aber kein AuthorizationKey liefert, dann ist das Aktenkonto des Versicherten noch nicht aktiviert. Das Aktivieren kann über die Anwendungsfälle "Aktenkonto aktivieren" oder "Anbieter wechseln" erfolgen.
Der Status des Aktenkontos (RecordState) lässt sich aus dem Autorisierungstoken Attribut Assertion/AttributeStatement/Attribute mit dem Namen "Zustand des Kontos" ermitteln. Der AuthorizationType des Autorisierungstoken lässt sich aus dem Autorisierungstoken Attribut Assertion/AuthzDecisionStatement/Action ermitteln. Siehe auch
[gemSpec_Autorisierung#A_14491 - Komponente Autorisierung - Inhalte AuthorizationAssertion]
. Die Information wird in die Session-Daten übernommen.
A_15346 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Autorisieren des Nutzers - Aktenkontostatus REGISTERED
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Login Aktensession" den Aktenzustand aus dem Autorisierungstoken ermitteln und bei RecordState = REGISTERED den Anwendungsfall ohne Fehler abbrechen und den Anwendungsfall "Aktenkonto aktivieren" starten.
[<=]
A_15681 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Autorisieren des Nutzers - Aktenkontostatus REGISTERED_FOR_MIGRATION
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Login Aktensession" den Aktenzustand aus dem Autorisierungstoken prüfen und bei RecordState = REGISTERED_FOR_MIGRATION den Anwendungsfall mit Fehler abbrechen und dem Nutzer den Hinweis geben, dass vor der Nutzung des Aktenkontos beim neuen Anbieter eine Migration der Daten aus dem Aktenkonto des alten Anbieters durchgeführt werden muss.
[<=]
Verbindung zur Dokumentenverwaltung
Für die Aktivität "Aktenkonto öffnen" wird zuerst ein sicherer Kanal auf Inhaltsebene zwischen dem FdV und der VAU der Dokumentenverwaltung aufgebaut. Dafür wird die Schnittstelle I_Document_Management_Connect der Komponente Dokumentenverwaltung genutzt (siehe auch
[gemSpec_Dokumentenverwaltung#Schnittstelle I_Document_Management_Connect]
). ).
A_15347 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Aktenkontext öffnen - Aufbau sicherer Kanal zu Dokumentenverwaltung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Login Aktensession" in der Aktivität "Aktenkontext öffnen" für die Schnittstellen zur Komponente Dokumentenverwaltung das Kommunikationsprotokoll gemäß den Vorgaben aus und umsetzen.
[<=]
A_15600 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Aktenkontext öffnen - Erweiterung des sicheren Verbindungsprotokolls
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS beim Aufbau des sicheren Kanals zur Dokumentenverwaltung die AuthorizationAssertion aus den Session-Daten der vom FdV aufgerufenen Operation als Parameter gemäß
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS beim Aufbau des sicheren Kanals zur Dokumentenverwaltung die AuthorizationAssertion aus den Session-Daten der vom FdV aufgerufenen Operation als Parameter gemäß übergeben. [<=]
Das FdV nutzt den abgeleiteten Sitzungsschlüssel, um alle fachlichen Eingangs- und Ausgangsnachrichten zur Dokumentenverwaltung zu ver- bzw. entschlüsseln. Siehe
"A_15304 - ePA-Frontend des Versicherten: Umsetzung sicherer Kanal zu Dokumentenverwaltung"
. " ".
A_15348 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Aktenkontext öffnen - Operation OpenContext
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Login durch einen VersichertenAktensession" in der Aktivität "Aktenkontext öffnen" das Übersenden des Kontextschlüssels gemäß TAB_FdV_126 umsetzen.
Tabelle 2832: TAB_FdV_126 – Login - Aktenkontext öffnen - Operation OpenContext
Vorbedingung |
AuthorizationAssertion und entschlüsselter Kontextschlüssel liegen in Session-Daten vor. |
I_Document_Management_Connect::OpenContext |
Eingangsdaten:
|
I_Document_Management_Connect::OpenContext |
Rückgabedaten:
|
[<=]
Benachrichtigungen
Die Anzeige von Benachrichtigungen im Anwendungsfall "Login Aktensession" ist optional gemäß den Konfigurationsdaten. Wird das Login nicht explizit mit dem Start des FdV ausgeführt, sondern erst bei Ausführung eines Anwendungsfalls mit Zugriff auf das ePA-Aktensystem, dann muss der Nutzer zuerst bestätigen, ob die Benachrichtigungen innerhalb des aufgerufenen Anwendungsfalls angezeigt werden sollen.
A_15350 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Benachrichtigungen anzeigen optional
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, wenn die Konfiguration Benachrichtigungen aktivieren = nein gesetzt ist die Aktivitäten zum Anzeigen von Benachrichtigungen ignorieren. [<=]
A_15351 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Benachrichtigungen anzeigen unterdrücken
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, wenn die Konfiguration Benachrichtigungen aktivieren = ja gesetzt ist und der Anwendungsfall "Login Aktensession" nicht zum Start des FdV durchgeführt wird, sondern implizit durch einen anderen Anwendungsfall getriggert wird, beim Nutzer abfragen, ob die Benachrichtigungen angezeigt werden sollen. [<=]
A_15352 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Protokolldaten Dokumentenverwaltung abfragen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Login Aktensession", wenn die Konfiguration Benachrichtigungen aktivieren = ja gesetzt ist, die Protokolldaten der Komponente Dokumentenverwaltung gemäß "" abfragen und das Ergebnis gemäß der Konfiguration Benachrichtigungszeitraum filtern und anzeigen. [<=]
A_15353 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Benachrichtigungen-Anzeige
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS eine Anzeige für Benachrichtigungen umsetzten, in der die Protokolleinträge für folgende Zugriffe übersichtlich dargestellt werden:
- Folgende Anwendungsfälle aus dem § 291a-konformen Zugriffsprotokoll der Dokumentenverwaltung
- Dokumente einstellen aus der ärztlichen Umgebung
- Dokumente löschen aus der ärztlichen Umgebung
- Dokumente einstellen aus der privaten Umgebung
- Dokumente löschen aus der privaten Umgebung
[<=]
Es gelten folgende Anforderungen aus dem Anwendungsfall "Protokolldaten einsehen" für die Darstellung der Benachrichtigung: "
A_15493 - ePA-Frontend des Versicherten: Ergebnisliste Protokolldaten
", "
A_15494 - ePA-Frontend des Versicherten: Ergebnisliste Protokolldaten drucken
" und "
A_15495 - ePA-Frontend des Versicherten: Protokolldaten lokal speichern
". " und "".
A_15354 - ePA-Frontend des Versicherten: Konfiguration letzte Anmeldung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS nach erfolgreichem Login den Wert "Letzte Anmeldung zum Aktenkonto" für das Aktenkonto in den Konfigurationsdaten aktualisieren. [<=]
6.2.4.2 Log-outLogout Aktensession
Dieser Anwendungsfall beendet eine SessionAktensession.
A_15355 - ePA-Frontend des Versicherten: Log-outLogout Aktensession
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 1.3 - Logout durch einen Nutzer" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] gemäß TAB_FdV_127 umsetzen.
Tabelle 2933: TAB_FdV_127 – Log-out Logout Aktensession
Name |
|
Auslöser |
|
Akteur |
Versicherter, berechtigter Vertreter |
Vorbedingung |
Es besteht eine |
Nachbedingung |
Die Session-Daten sind gelöscht. |
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
[<=]
Abbildung 3: Aktivitätsdiagramm "Log-outLogout Aktensession"
A_15356 - ePA-Frontend des Versicherten: Log-outLogout - Aktenkontext schliessenschließen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Log-outLogout Aktensession", wenn ein sicherer Kanal zur Dokumentenverwaltung aufgebaut und der Aktenkontext erfolgreich geöffnet wurde, die Aktivität "Aktenkontext schliessenschließen" gemäß TAB_FdV_128 umsetzen.
Tabelle 3034: TAB_FdV_128 – Log-outLogout - Aktenkontext schliessen schließen
Vorbedingung |
AuthorizationAssertion in Session-Daten |
I_Document_Management_Connect::CloseContext |
|
I_Document_Management_Connect::CloseContext |
HTTP OK oder gematik-Fehlermeldung |
[<=]
A_17542 - ePA-Frontend des Versicherten: Logout - Authentisierungstoken abmelden
A_15358 - ePA-Frontend des Versicherten: Log-outDas ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Logout Aktensession", wenn ein Authentisierungstoken in den Session-Daten gespeichert ist, die Aktivität "Authentisierungstoken abmelden" gemäß TAB_FdV_172 umsetzen.
Tabelle 35: TAB_FdV_172 – Logout - Authentisierungstoken abmelden
Vorbedingung |
AuthenticationAssertion in Session-Daten |
I_Authentication_Insurant::LogoutToken Request erstellen |
Eingangsdaten:
|
I_Authentication_Insurant::LogoutToken Response verarbeiten |
Keine Verarbeitung notwendig |
[<=]
A_17766 - ePA-Frontend des Versicherten: Logout - Freischaltung des Signaturdienstes beenden
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Logout Aktensession", wenn für die Authentisierung eine alternative Versichertenidentität genutzt wurde und die Schnittstelle I_Remote_Sign_Operations::sign_Data freigeschaltet wurde, den Signaturdienst aufrufen, um eine Freischaltung des Signaturdienstes für den Nutzer zu beenden.
[<=]
Eine Beschreibung der signaturdienstspezifischen Schnittstelle für diese Operation ist in [vesta].
A_15358 - ePA-Frontend des Versicherten: Logout - Session-Daten löschen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS zum Abschluss des Anwendungsfall "Log-outLogout Aktensession" alle Session-Daten aus dem lokalen Speicher löschen. [<=]
Die Session-Daten sind im Kapitel "Informationsmodellin "" beschrieben.
6.2.5 Aktenkontoverwaltung
6.2.5.1 Aktenkonto aktivieren
Der Anwendungsfall „Aktenkonto aktivieren“"Aktenkonto aktivieren" wird automatisch gestartet, wenn sich beim Login nach der Autorisierung ergibt, dass das Aktenkonto den Status „beantragt“"beantragt" hat.
Der Anwendungsfall kann in der GUI auswählbar sein. Dann ist vorab der Anwendungsfall "Login Aktensession" auszuführen.
A_15359 - ePA-Frontend des Versicherten: Aktenkonto aktivieren über GUI
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, wenn der Versicherte den Anwendungsfall „Aktenkonto aktivieren“"Aktenkonto aktivieren" über die GUI auswählt, den Anwendungsfall „Login“"Login Aktensession" starten. [<=]
Im Rahmen des Login wird die eGK des Nutzers eingelesen, auf Sperrung geprüft und eine Authentisierung und Autorisierung des Nutzers durchgeführt.
A_15360 - ePA-Frontend des Versicherten: Aktenkonto aktivieren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall „UC"UC 2.1 - Aktenkonto einrichten“einrichten" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] gemäß TAB_FdV_130 umsetzen.
Tabelle 3136: TAB_FdV_130 – Aktenkonto aktivieren
Name |
Aktenkonto aktivieren |
Auslöser |
|
Akteur |
Versicherter |
Vorbedingung |
In den Session-Daten liegt ein Authentisierungstoken und ein Autorisierungstoken mit RecordState = REGISTERED vor. |
Nachbedingung |
Das Aktenkonto ist aktiviert. Es können fachliche Anwendungsfälle mit dem Aktenkonto durchgeführt werden. |
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
[<=]
Abbildung 4: Aktivitätsdiagramm "Aktenkonto aktivieren"
A_15362 - ePA-Frontend des Versicherten: Aktenkonto aktivieren - Aktenschlüssel erzeugen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Aktenkonto aktivieren" den Aktenschlüssel erzeugen. [<=]
A_15363 - ePA-Frontend des Versicherten: Aktenkonto aktivieren - Kontextschlüssel erzeugen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Aktenkonto aktivieren" den Kontextschlüssel erzeugen. [<=]
Für das Erzeugen von Schlüsseln ist [gemSpec_Krypt#GS-A_4368 - Schlüsselerzeugung] und zu beachten.
A_15364 - ePA-Frontend des Versicherten: Aktenkonto aktivieren - AuthorizationKey erstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Aktenkonto aktivieren" einen AuthorizationKey mit
- den erzeugten Aktenschlüssel und Kontextschlüssel
- dem Namen und der Versicherten-ID aus dem Authentisierungszertifikat
- sowie AuthorizationType = DOCUMENT_AUTHORIZATION
für den Versicherten erstellen.
[<=]
A_15365 - ePA-Frontend des Versicherten: Aktenkonto aktivieren - Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Aktenkonto aktivieren" für das Hochladen des Schlüsselmaterials in das ePA-Aktensystem die übergreifende Aktivität "Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern" mit dem Eingangsparameter AuthorizationKey = erstellter AuthorizationKey ausführen. Der optionale Parameter NotificationInfoRepresentative wird nicht belegt. [<=]
Nach erfolgreichem Aufruf dieser Operation hat das Aktenkonto den Status aktiviert. Die folgenden Aktivitäten ermöglichen, dass der Nutzer ohne erneutes Login fachliche Anwendungsfälle (bspw. Berechtigung vergeben, Dokument einstellen) mit dem Aktenkonto ausführen kann.
Das Laden des Schlüsselmaterial aus ePA-Aktensystem laden erfolgt gemäß
"A_15344 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Autorisieren des Nutzers - Schlüsselmaterial aus ePA-Aktensystem laden"
. "".
Das Öffnen des Aktenkontext erfolgt gemäß "
A_15347 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Aktenkontext öffnen - Aufbau sicherer Kanal zu Dokumentenverwaltung
" und "
A_15348 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Aktenkontext öffnen - Operation OpenContext
".
Das FdV kann den Versicherten nach erfolgreichem Abschluss des Anwendungsfalls darauf hinweisen, ein Backup für das Schlüsselmaterial des Aktenkontos zu erstellen" und "".
6.2.5.2 Anbieter wechseln
Ein Versicherter kann mit diesem Anwendungsfall den Anbieter seines Aktenkontos wechseln und alle Inhalte zu einem neuen Anbieter übertragen. Hierfür sind mehrere Aktionen durch den Versicherten durchzuführen.
- Kündigung des bestehenden Aktenkontos beim alten Anbieter
- Registrierung eines neuen Aktenkontos bei einem neuen Anbieter
- Bestätigung vom neuen Anbieter erhalten, dass das neue Aktenkonto zur Datenübernahme vorbereitet ist
- Übernahme der Daten vom Aktenkonto des alten Anbieters zum neuen Anbieter im FdV
Wenn der Anbieterwechsel im Rahmen eines Wechsels der Krankenkasse erfolgt, erhält der Versicherte eine neue eGK. Der Versicherte kann die neue eGK über die alte eGK im Aktenkonto beim alten Anbieter bekannt machen. Diese Aktivität ist alternativ nach dem Wechsel des Anbieters im neuen Aktenkonto möglich, wenn die Registrierung des neuen Aktenkontos mit der alten eGK durchgeführt wurde.
A_15368 - ePA-Frontend des Versicherten: Anbieter wechseln - Neue eGK über alte eGK bekannt machen
Das ePA-Frontend des Versicherten SOLL vor Start des den Anwendungsfall „Anbieter wechseln“ den Versicherten darauf hinweisen, dass bei Vorliegen einer neuen eGK zuerst die neue eGK im alten Aktenkonto bekannt gemacht werden kann und dem Versicherten ermöglichen den Anwendungsfall „Neue eGK mittels alter eGK registrieren“ zu starten. [<=]
Der Anwendungsfall „Anbieter wechseln“ ist mit Ausführung des Anwendungsfalls „Neue eGK mittels alter eGK registrieren“ abgebrochen Die Registrierung der neuen eGK erfolgt mit dem Login im FdV oder im Rahmen der Vergabe einer Ad-hoc-Berechtigung bei einem LEI.
A_15369 - ePA-Frontend des Versicherten: Anbieter wechseln - Hinweis Verwaltungsprotokoll
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS vor Start des Anwendungsfalls "Anbieter wechseln" den Versicherten darauf hinweisen, dass das Verwaltungsprotokoll nicht zum neuen Anbieter übertragen wird, der Versicherte sich das Verwaltungsprotokoll lokal speichern muss, falls es weiterhin verfügbar sein soll und dem Versicherten ermöglichen den Anwendungsfall "Protokolldaten einsehen" zu starten. [<=]
Der Anwendungsfall "Anbieter wechseln" ist mit Ausführung des Anwendungsfalls "Protokolldaten einsehen" abgebrochen.
A_15370 - ePA-Frontend des Versicherten: Anbieter wechseln
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 2.5 - Anbieter wechseln" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] gemäß TAB_FdV_131 umsetzen.
Tabelle 3237: TAB_FdV_131 – Anbieter wechseln
Name |
Anbieter wechseln |
Auslöser |
|
Akteur |
Versicherter |
Vorbedingung |
Der Versicherte hat ein neues Aktenkonto bei einem anderen Anbieter eröffnet. Das neue Aktenkonto ist bereit für den Datenimport. |
Nachbedingung |
|
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
[<=]
Abbildung 5: Aktivitätsdiagramm "Anbieter wechseln"
A_15371 - ePA-Frontend des Versicherten: Anbieter wechseln - Informationen zu neuen Anbieter
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS vom Versicherten im Anwendungsfall "Anbieter wechseln" die folgenden Registrierungsinformationen des neuen Anbieters abfragen:
- Akten-ID
- FQDN des Anbieters
und abbrechen, wenn die Informationen nicht vollständig vorliegen. [<=]
A_15372 - ePA-Frontend des Versicherten: Anbieter wechseln - Zugriffsberechtigungen anzeigen und Umzug bestätigen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS dem Versicherten im Anwendungsfall "Anbieter wechseln" die Liste der zugriffsberechtigten Leistungserbringerinstitutionen und Vertreter im, Vertreter und Kostenträger aus dem ePA-Aktensystem des alten Anbieters anzeigen und dem Versicherten die Möglichkeit geben, zu entscheiden, ob die bestehenden Berechtigungen in das ePA-Aktensystem des neuen Anbieters übernommen werden sollen.
[<=]
Die Anzeige der Liste der zugriffsberechtigten LEIs, Vertreter und VertreterKTR erfolgt mittels Anwendungsfall "Vergebene Berechtigungen anzeigen".
A_15373 - ePA-Frontend des Versicherten: Anbieter wechseln - Schlüsselmaterial für Berechtigten aus ePA-Aktensystem laden
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, wenn die bestehenden Berechtigungen in das ePA-Aktensystem des neuen Anbieters übernommen werden sollen, im Anwendungsfall "Anbieter wechseln" für jeden Berechtigten zur Abfrage des Schlüsselmaterials die übergreifende Aktivität "Schlüsselmaterial aus ePA-Aktensystem laden" mit den Eingangsparametern ActorID = Telematik-ID für LEIs bzw. ActorID = Versicherten-ID für berechtigte Vertreter ausführen. [<=]
Somit liegen für alle Berechtigten sowohl das Schlüsselmaterial und das Policy Document im FdV vor.
Aus dem für die berechtigten LEIs und Vertreter heruntergeladenen Schlüsselmaterial werden alle verschlüsselten Aktenschlüssel extrahiert. Sie werden für die Berechtigungen im Aktenkonto des neuen Anbieters verwendetDas Ergebnis der Operation I_Authorization_Management_Insurant::getAuthorizationList wird im weiteren Verlauf für die Einrichtung der Berechtigungen im neuen Aktenkonto genutzt.
A_15377 - ePA-Frontend des Versicherten: Anbieter wechseln - Aktenkonto in Exportzustand versetzen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Anbieter wechseln" die Aktivität "Aktenkonto in Exportzustand versetzen" gemäß TAB_FdV_132 umsetzen.
Tabelle 3338: TAB_FdV_132 – Anbieter wechseln - Aktenkonto in Exportzustand versetzen
I_Account_Management_Insurant::SuspendAccount |
Eingangsparameter:
|
I_Account_Management_Insurant::SuspendAccount |
Rückgabedaten:
Die URL ist ein Link auf ein Transportpaket, über den der Anbieter des neuen Aktenkontos ein Paket mit den Akteninhalten vom alten Anbieter herunterladen kann. |
[<=]
Nachdem das Aktenkonto den Zustand SUSPENDED ("bereit für Anbieterwechsel") erhalten hat, kann der Versicherte oder ein berechtigter Nutzer nur noch lesend auf die Dokumente im Aktenkonto zugreifen.
A_15378 - ePA-Frontend des Versicherten: Anbieter wechseln - Login neues Aktenkonto
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Anbieter wechseln" die folgenden Aktivitäten aus dem Anwendungsfall "Login Aktensession" mit den Daten des Aktenkontos beim neuen Anbieter ausführen, um sich beim neuen Aktenkonto einzuloggen:
- Authentisieren des Nutzers
- Autorisieren des Nutzers
- Sicheren Kanal zur Dokumentenverwaltung aufbauen
- Aktenkontext öffnen
[<=]
Das Authentisieren des Nutzers erfolgt mittels der übergreifenden Aktivität „Authentisieren des Nutzers“.
Die Autorisierung des Nutzers erfolgt gemäß
"A_15344 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Autorisieren des Nutzers - Schlüsselmaterial aus ePA-Aktensystem laden"
"Authentisieren des Nutzers".Wenn der Versicherte seine alternative Versichertenidentität nutzt, dann ist mit dieser auch die Authentisierung am neuen Aktensystem möglich.
Die Autorisierung des Nutzers erfolgt gemäß "". Die Operation getAuthorizationKeys liefert ein Autorisierungstoken mit RecordStatemitRecordState = REGISTERED_FOR_MIGRATION und kein Schlüsselmaterial.
Der Aufbau des sicheren Kanals zur Dokumentenverwaltung erfolgt gemäß "
A_15347 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Aktenkontext öffnen - Aufbau sicherer Kanal zu Dokumentenverwaltung
". ".
Das Öffnen des Aktenkontextes erfolgt gemäß
"A_15348 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Aktenkontext öffnen - Operation OpenContext"
"" unter Nutzung des Autorisierungstoken mit RecordStatemitRecordState = REGISTERED_FOR_MIGRATION und dem Kontextschlüssel des Aktenkontos des alten Anbieters.
Der Versicherte lässt anschließend mittels der folgenden Operation seine Daten vom neuen Anbieter importieren.
A_15379 - ePA-Frontend des Versicherten : Anbieter wechseln - Aktenkonto fortführen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Anbieter wechseln" die Aktivität "Aktenkonto fortführen" gemäß TAB_FdV_133 beim Aktenkonto des neuen Anbieters umsetzen.
Tabelle 3439: TAB_FdV_133 – Anbieter wechseln - Aktenkonto fortführen
I_Account_Management_Insurant::ResumeAccount |
Eingangsparameter:
|
I_Account_Management_Insurant::ResumeAccount |
Rückgabedaten:
|
[<=]
Der Vorgang des Anbieterwechsels erfolgt aktensystemseitig asynchron, d. h. die Operation ist aus Sicht des FdV nach kurzer Zeit abgeschlossen, läuft im Backend jedoch weiter. Der Nutzer ist darauf hinzuweisen, dass er Zugriff auf sein Aktenkonto erst nach Abschluss der Datenmigration erhalten kann und dass diese länger dauern kann.
A_15374 - ePA-Frontend des Versicherten: Anbieter wechseln - AuthorizationKey für Aktenkontoinhaber erstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Anbieter wechseln" einen AuthorizationKey mit dem für den Versicherten gesicherten Aktenschlüssel und Kontextschlüssel sowie AuthorizationType = DOCUMENT_AUTHORIZATION für den Versicherten erstellen.
[<=]
A_15375 - ePA-Frontend des Versicherten: Anbieter wechseln - Schlüsselmaterial für Aktenkontoinhaber im ePA-Aktensystem speichern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Anbieter wechseln“"Anbieter wechseln" für das Hochladen des Schlüsselmaterials in das ePA-Aktensystem des neuen Anbieters die übergreifende Aktivität „Schlüsselmaterial"Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern“speichern" mit dem Eingangsparameter AuthorizationKey = erstellter AuthorizationKey ausführen. Der optionale Parameter NotificationInfoRepresentative wird nicht belegt. [<=]
Nach erfolgreichem Aufruf dieser Operation ist das Aktenkonto aktiviert.
Nach erfolgreichem Aktivieren des Aktenkontos wird der Autorisierungstoken aktualisiert. Dies erfolgt durch das Laden des Schlüsselmaterial aus ePA-Aktensystem gemäß
"A_15344 - ePA-Frontend des Versicherten: Login - Autorisieren des Nutzers - Schlüsselmaterial aus ePA-Aktensystem laden"
. "".
Wenn die bestehenden Berechtigungen in das ePA-Aktensystem des neuen Anbieters übernommen werden sollen, dann richtet das FdV die Berechtigungen ein.
A_15598 - ePA-Frontend des Versicherten: Anbieter wechseln - Berechtigung LEI und KTR erteilen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Anbieter wechseln", wenn die Berechtigungen in das Aktenkonto des neuen Anbieters übernommen werden sollen, für jede aus dem Aktenkonto des alten Anbieters heruntergeladeneermittelte Berechtigung einer LEI und KTR einen AuthorizationKey erstellen und das Schlüsselmaterial in das ePA-Aktensystem des neuen Anbieters laden.
[<=]
Die Berechtigung für einen Vertreter kann nur übernommen werden, wenn dem Versicherten die E-Mailadresse des Vertreters für die Geräteautorisierung bekannt ist. Hierbei wird davon ausgegangen, dass es sich bei dem Vertreter um eine Vertrauensperson handelt und der Versicherte die Daten kennen könnte. Anderenfalls kann die Berechtigung für den Vertreter nicht übernommen werden und muss mittels dem Anwendungsfall "Vertretung einrichten" zusammen mit dem Vertreter neu eingerichtet werden.
A_15635 - ePA-Frontend des Versicherten: Anbieter wechseln - Benachrichtigungsadresse Vertreter erfassen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer im Anwendungsfall "Anbieter wechseln" ermöglichen, wenn die Berechtigungen in das Aktenkonto des neuen Anbieters übernommen werden sollen, für jeden Vertreter die Benachrichtigungsadresse für den Geräteautorisierung zu erfassen. [<=]
A_15636 - ePA-Frontend des Versicherten: Anbieter wechseln - Berechtigung Vertreter erteilen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Anbieter wechseln“, wenn die Berechtigungen in das Aktenkonto des neuen Anbieters übernommen werden sollen und die Benachrichtigungsadresse des Vertreters für die Geräteautorisierung bekannt ist, für jede aus dem Aktenkonto des alten Anbieters heruntergeladene Berechtigung eines Vertreters das Schlüsselmaterial in das ePA-Aktensystem laden. [<=]
Das Hochladen des Schlüsselmaterials in das ePA-Aktensystem erfolgt mit der übergreifende Aktivität "Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern" mit dem Eingangsparameter AuthorizationKey =EingangsparameterAuthorizationKey = erstellter AuthorizationKey aus dem Aktenkonto des alten Anbieters. Der optionale Parameter NotificationInfoRepresentative wird für LEI und KTR nicht belegt.
Das FdV kann den Versicherten nach erfolgreichem Abschluss des Anwendungsfalls auf folgende Aspekte hinweisen:
• Die Konfiguration des FdV ist mit den Daten des Aktenkontos des neuen Anbieters zu aktualisieren.
• Falls zusammen mit dem Anbieter auch das FdV gewechselt wird, dann soll ein neues Backup für das Schlüsselmaterial des Aktenkontos im neuen FdV erstellt werden.
Die Information, welche Geräte durch Nutzer autorisiert sind, wird nicht übertragen. D.h. der Nutzer muss bei der nächsten Anmeldung am Aktenkonto des neuen Anbieters sein GdV autorisieren.
6.2.6 Berechtigungsverwaltung und Berechtigungserhalt
Dieses Kapitel beschreibt Anwendungsfälle zur Vergabe und Administration von Berechtigungen zum Zugriff auf das Aktenkonto sowie Anwendungsfälle zum Berechtigungserhalt, d.h. von Möglichkeiten, wie der Versicherte eine neu erhaltene eGK im Aktenkonto registriert.
6.2.6.1 Berechtigung für LEI vergeben
Mit diesem Anwendungsfall richtet ein Versicherter oder ein berechtigter Vertreter Zugriffsberechtigungen auf das Aktenkonto für Leistungserbringerinstitutionen ein.
Im FdV können nur Berechtigungen an LEI vergeben werden, die im Verzeichnisdienst (VZD) der TI mit ihren Verschlüsselungszertifikaten (C.HCI.ENC) registriert sind.
A_15380 - ePA-Frontend des Versicherten: Suche Leistungserbringerinstitution in Verzeichnisdienst
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, eine oder mehrere LEI im Verzeichnisdienst zu suchen und für die Vergabe von Berechtigungen auszuwählen. [<=]
Für die Umsetzung der Suche siehe Kapitel "6.2.3.13 Leistungserbringerinstitution im Verzeichnisdienst der TI finden" ." ".
Einer LEI sind ein oder mehrere C.HCI.ENC Zertifikate zugeordnet, welche das FdV mittels der Abfrage im VZD erhältAus dem Ergebnis der Abfrage bestimmt das FdV die TelematikID und den Namen der zu berechtigenden LEIs.
A_15381 - ePA-Frontend des Versicherten: Auswahl Berechtigungskonfiguration
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, für jede Leistungserbringerinstitution, für die eine Berechtigung vergeben oder geändert werden soll, die folgenden Parameter festzulegen:
- Option Berechtigungsdauer: 1 Tag, 28 Tage [default], 18 Monate oder flexibel 1-540 Tage
- Option Zugriff auf durch LEI eingestellte Dokumente und leistungserbringeräquivalente Dokumente [default = ja]
- Option Zugriff auf durch den Versicherten oder einen Vertreter eingestellte Dokumente [default = nein]
[<=]
[<=]
A_15382 - ePA-Frontend des Versicherten: Bestätigung Berechtigungskonfiguration
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, bevor es eine Berechtigung an eine LEI vergibt oder ändert, eine Bestätigung der gewählten Berechtigungskonfiguration vom Nutzer einholen. [<=]
A_15383 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung an LEI für Aktenkonto vergeben
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 3.1 - Berechtigung durch einen Versicherten vergeben" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] für jede LEI, für die eine Berechtigung vergeben werden soll, gemäß TAB_FdV_134 umsetzen.
Tabelle 3540: TAB_FdV_134 – Berechtigung an LEI für Aktenkonto vergeben
Name |
Berechtigung an LEI für Aktenkonto vergeben |
Auslöser |
|
Akteur |
Versicherter oder berechtigter Vertreter |
Vorbedingung |
Es besteht eine |
Nachbedingung |
Die LEI ist zum Zugriff auf das Aktenkonto berechtigt. |
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
[<=]
Abbildung 6: Aktivitätsdiagramm "Berechtigung an LEI für Aktenkonto vergeben"
A_15384 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung an LEI vergeben - AuthorizationKey erstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Berechtigung an LEI für Aktenkonto vergeben" einen AuthorizationKey mit AuthorizationType = DOCUMENT_AUTHORIZATION und validTo entsprechend der vom Nutzer festgelegten Berechtigungsdauer für die zu berechtigende LEI erstellen. [<=]
A_15385 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung an LEI vergeben - Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Berechtigung an LEI für Aktenkonto vergeben" für das Hochladen des Schlüsselmaterials in das ePA-Aktensystem die übergreifende Aktivität "Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern" mit dem Eingangsparameter AuthorizationKey = erstellter AuthorizationKey ausführen. Der optionale Parameter NotificationInfoRepresentative wird nicht belegt. [<=]
Beim Hochladen des Schlüsselmaterials wird im ePA-Aktensystem geprüft, welche Zertifikate beim Erstellen des AuthorizationKey für die Verschlüsselung des RecordKey und ContextKey genutzt wurden. Ist eines der Zertifikate einem nicht zulässigen Institutionstyp zugeordnet oder wurde ein HBA-Zertifikat verwendet, dann wird das Schlüsselmaterial nicht hinterlegt und das ePA-Aktensystem antwortet mit dem Fehler AUTHORIZATION_ERROR.
A_15386 - ePA-Frontend des Versicherten: BerechtigungA_15386 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung an LEI vergeben - Policy Document erstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Berechtigung an LEI für Aktenkonto vergeben" ein Policy Document für den zu Berechtigenden entsprechend den für die Berechtigung ausgewählten Parametern erstellen. [<=]
Für Informationen zu Policy Documents und deren Nutzungsvorgaben siehe Kapitel "5.3.1 Policy Documents"".
A_15387 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung an LEI vergeben - Policy Document hochladen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Berechtigung an LEI für Aktenkonto vergeben" zum Hochladen des Policy Documents in die Dokumentenverwaltung die übergreifende Aktivität "Dokumentenset in Dokumentenverwaltung hochladen" mit einer Provide And Register Document Set-b Message für Policy Documents ausführen. [<=]
Für Nutzungsvorgaben zu Metadaten von Policy Documents siehe Kapitel "5.3.1 Policy Documents".
6.2.6.2 Vertretung einrichten
Mit diesem Anwendungsfall richtet ein Versicherter (Aktenkontoinhaber) eine Zugriffsberechtigung für einen Vertreter ein. Dieser Vertreter muss über eine eigene gültige eGK verfügen und den PIN seiner eGK kennen oder eine alternative Authentisierung für ein geeignetes FdV auf seinem GdV eingerichtet haben. Der Anwendungsfall steht einem berechtigten Vertreter nicht zur Verfügung.
Zur Verbesserung des Datenschutzes muss, falls die letzte Authentisierung des Versicherten einen längeren Zeitraum zurück liegt, diese wiederholtdie Vertretung zusätzlich über eine E-Mail durch den Versicherten bestätigt werden.
A_15388 - ePA-Frontend des Versicherten: Vertretung einrichten - Authentisieren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS vor Beginn des Anwendungsfalls "Vertretung einrichten", falls die letzte Authentisierung mehr als 10 min zurückliegt, mit der übergreifende Aktivität "Authentisieren eines Nutzers" eine nochmalige Authentisierung durchführen. [<=]Vor der Berechtigung müssen der Name, die Versicherten-ID sowie die E-Mailadresse des Vertreters für die Geräteautorisierung erfasst werden.
A_15389 - ePA-Frontend des Versicherten: BenachrichtigungsadresseDaten des Vertreters
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer im Anwendungsfall "Vertretung einrichten" ermöglichen,den Namen, die Versicherten-ID und eine Benachrichtigungsadresse (E-Mail) für die Geräteautorisierung des Vertreters zu erfassen. [<=]
Es werden bei der Autorisierung verschiedene Berechtigungstypen unterschieden:
• Zugriff auf Dokumente und Berechtigungserhalt (DOCUMENT_AUTHORIZATION) [default]
• Berechtigungserhalt, kein Zugriff auf Dokumente (RECOVERY_AUTHORIZATION)
A_15390 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigungstyp für Vertreter
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer im Anwendungsfall "Vertretung einrichten" ermöglichen, den Berechtigungstyp für den Vertreter festzulegen. [<=]
Die Berechtigungsdauer für Vertreter kann nicht zeitlich begrenzt werden. Wenn ein Vertreter berechtigt ist auf die Dokumente zuzugreifen, dann kann der Vertreter auf alle Dokumente im Aktenkonto zugreifen.
A_15391 - ePA-Frontend des Versicherten: Vertretung einrichten
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 3.2 - Vertretung durch einen Versicherten einrichten" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] gemäß TAB_FdV_135 umsetzen.
Tabelle 3641: TAB_FdV_135 – Vertretung einrichten
Name |
Vertretung einrichten |
Auslöser |
Aufruf des Anwendungsfalls in der GUI |
Akteur |
Versicherter |
Vorbedingung |
|
Nachbedingung |
Der Vertreter ist zum Zugriff auf das Aktenkonto berechtigt. |
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
[<=]
Abbildung 7: Aktivitätsdiagramm "Vertretung einrichten"
A_15392 - ePA-Frontend des Versicherten: eGK des Vertreters stecken
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Vertretung einrichten" die Nutzer auffordern, die eGK des Versicherten, der die Vertretung wahrnehmen können soll, in den Kartenleser zu stecken. [<=]
A_15393 - ePA-Frontend des Versicherten: Vertretung einrichten - Einlesen der Karte
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Vertretung einrichten" die Aktivität "Einlesen der Karte" gemäß TAB_FdV_136 umsetzen.
Tabelle 37: TAB_FdV_136 – Vertretung einrichten - Karte einlesen
|
|
|
|
|
|
|
|
[<=]
A_15394 - ePA-Frontend des Versicherten: Vertretung einrichten - Bestätigung Versicherter einholen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Vertretung einrichten“ vor der Vergabe der Berechtigung zur Vertretung eine Bestätigung vom Versicherten einholen. Hierfür ist der Name aus dem common name des C.CH.ENC Zertifikates anzuzeigen [<=]
A_15395 - ePA-Frontend des Versicherten: Vertretung einrichten - PIN-Abfrage für eGK des Vertreters
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Vertretung einrichten“ für die Nutzerverifikation des Vertreters die übergreifende Aktivität "PIN-Eingabe durch Nutzer" ausführen und den Anwendungsfall abbrechen, wenn die Verifikation nicht erfolgreich ist. [<=]
A_15396 - ePA-Frontend des Versicherten: Vertretung einrichten - AuthorizationKey erstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Vertretung einrichten“"Vertretung einrichten" einen AuthorizationKey für den Vertreter mit AuthorizationType = gewählter Berechtigungstyp erstellen. mitAuthorizationType = DOCUMENT_AUTHORIZATION erstellen.
[<=]
Für die folgende Aktivität muss die Vorbedingung „BenachrichtigungsadresseFalls der Vertreter die Vertretung nicht ausschließlich in einer LEI sondern auch an einem FdV wahrnehmen möchte, muss in der folgende Aktivität die Benachrichtigungsadresse des Vertreters für die Geräteautorisierung bekannt“ erfüllt seinan das Aktensystem übergeben werden, da der Vertreter sich ansonsten von seinem FdV nicht autorisieren kann.
A_15397 - ePA-Frontend des Versicherten: Vertretung einrichten - Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Vertretung einrichten“"Vertretung einrichten" für das Hochladen des Schlüsselmaterials des Vertreters in das ePA-Aktensystem die übergreifende Aktivität 2Schlüsselmaterial"Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern“speichern" mit den Eingangsparametern AuthorizationKey = erstellter AuthorizationKey und NotificationInfoRepresentative = Benachrichtigungsadresse für die Geräteautorisierung ausführen. [<=]
A_15398 - ePA-Frontend des Versicherten: Vertretung einrichten - Policy Document erstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Vertretung einrichten“, falls der Vertreter Zugriff auf die Dokumente des Aktenkontos erhalten soll (AuthorizationType = DOCUMENT_AUTHORIZATION)"Vertretung einrichten", ein Policy Document für den zu berechtigenden Vertreter erstellen.
[<=]
Für Informationen zu Policy Documents und deren Nutzungsvorgaben siehe Kapitel "5.3.1 Policy Documents" ".
A_15399 - ePA-Frontend des Versicherten: Vertretung einrichten - Policy Document hochladen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Vertretung einrichten“, wenn ein Policy Document erstellt wurde,"Vertretung einrichten" zum Hochladen des Policy Documents in die Dokumentenverwaltung die übergreifende Aktivität „Dokumentenset"Dokumentenset in Dokumentenverwaltung hochladen“hochladen" mit einer Provide And Register Document Set-b Message für Policy Documents ausführen.
[<=]
Für Nutzungsvorgaben zu Metadaten von Policy Documents siehe Kapitel "5.3.1 Policy Documents".Dem Versicherten kann ein Hinweis angezeigt werden, dass zum Abschluss eine Autorisierung der Vertretung über eine E-Mail erfolgen muss, welche dem Versicherten vom Aktensystem zugesandt wird.
Nach der Einrichtung der Vertretung teilt der Versicherte dem Vertreter die Informationen mit, welche der Vertreter in seinem FdV konfigurieren muss, um auf das Aktenkonto zugreifen zu können. Diese Informationen können der Konfiguration des FdV entnommen werden.
A_15400 - ePA-Frontend des Versicherten: PDF mit Information für Vertretung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS dem Versicherten die Möglichkeit geben, ein druckbares PDF mit den Informationen für die Vertretung zu erzeugen. Das Dokument muss die folgenden Informationen des Versicherten, welcher vertreten wird, beinhalten:
- Versicherten-ID
- FQDN des
AnbietersAnbieter
[<=]
Zur Unterstützung kann das FdV bspw. zusätzlich eine E-Mail (an die Benachrichtigungsadresse zur Geräteautorisierung) bereitstellen, um die Informationen zu übermitteln.
6.2.6.3 Berechtigung für Kostenträger vergeben
Mit diesem Anwendungsfall richtet ein Versicherter oder ein berechtigter Vertreter Zugriffsberechtigungen auf das Aktenkonto für einen Kostenträger ein. Der Zugriff eines KTR ist auf das Einstellen von Dokumenten beschränkt.
Voraussetzung ist, dass die TelematikID (siehe [gemSpec_PKI#Tab_SMCB_TID_GKVSV]) des KTR bekannt ist. Diese kann über eine Abfrage im Verzeichnisdienst der TI ermittelt werden oder in einem gekoppelten FdV fest vorgegeben werden.
A_17436 - ePA-Frontend des Versicherten: Kostenträger in Verzeichnisdienst der TI finden
Das ePA-Frontend des Versicherten SOLL es dem Nutzer mittels der Aktivität "Suchanfrage Verzeichnisdienst der TI" ermöglichen, einen Kostenträger im Verzeichnisdienst zu suchen und für die Vergabe von Berechtigungen auszuwählen.
[<=]
Für die Suche ist mindestens das Kriterium (entryType= "Kostenträger Betriebsstätte") zu verwenden.
Die Suche kann Suche automatisiert werden, wenn das Institutionskennzeichen der Krankenkasse des Aktenkontoinhabers bekannt ist und für die Suche das Kriterium (domainID = IK-Nummer) verwenden. Die IK-Nummer ist das 9-stellige Institutionskennzeichen des Kostenträgers, das als Organizational Unit Name im Subject Distinguished Name des C.CH.AUT- bzw. C.CH.AUT_ALT-Zertifikates des Aktenkontoinhabers zu finden ist.
A_17188 - ePA-Frontend des Versicherten: Bestätigung Berechtigung für Kostenträger
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, bevor es eine Berechtigung an einen Kostenträger vergibt, eine Bestätigung vom Nutzer einholen. Hierbei ist der Name des zu berechtigenden Kostenträgers kenntlich zu machen.
[<=]
A_17189 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung an Kostenträger für Aktenkonto vergeben
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 3.1 - Berechtigung durch einen Versicherten vergeben" aus [gemSysL_ePA] für den Kostenträger, für den eine Berechtigung vergeben werden soll, gemäß TAB_FdV_171 umsetzen.
Tabelle 42: TAB_FdV_171 – Berechtigung an Kostenträger für Aktenkonto vergeben
Name |
Berechtigung an Kostenträger für Aktenkonto vergeben |
Auslöser |
|
Akteur |
Versicherter oder berechtigter Vertreter |
Vorbedingung |
Es besteht eine Aktensession mit gültigen Session-Daten. |
Nachbedingung |
Der Kostenträger ist zum Zugriff auf das Aktenkonto berechtigt. |
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
[<=]
Abbildung 8 Berechtigung an Kostenträger für Aktenkonto vergeben
A_17190 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung Kostenträger vergeben - AuthorizationKey erstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Berechtigung an Kostenträger für Aktenkonto vergeben" einen AuthorizationKey mit AuthorizationType = DOCUMENT_AUTHORIZATION für den zu berechtigenden Kostenträger erstellen.
[<=]
A_17191 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung Kostenträger vergeben - Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Berechtigung an Kostenträger für Aktenkonto vergeben" für das Hochladen des Schlüsselmaterials in das ePA-Aktensystem die übergreifende Aktivität "Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern" mit dem Eingangsparameter AuthorizationKey = erstellter AuthorizationKey ausführen. Der optionale Parameter NotificationInfoRepresentative wird nicht belegt.
[<=]
A_17192 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung Kostenträger vergeben - Policy Document erstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Berechtigung an Kostenträger für Aktenkonto vergeben" ein Policy Document für den zu Berechtigenden erstellen.
[<=]
Für Informationen zu Policy Documents und deren Nutzungsvorgaben siehe "".
A_17193 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung Kostenträger vergeben - Policy Document hochladen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Berechtigung an Kostenträger für Aktenkonto vergeben" zum Hochladen des Policy Documents in die Dokumentenverwaltung die übergreifende Aktivität "Dokumentenset in Dokumentenverwaltung hochladen" mit einer Provide And Register Document Set-b Message für Policy Documents ausführen.
[<=]
6.2.6.4 Vergebene Berechtigungen anzeigen
Mit diesem Anwendungsfall kann ein Nutzer eine Liste der für das Aktenkonto vergebenen Berechtigungen anzeigen lassen. Diese Liste beinhaltet die zugriffsberechtigten Leistungserbringer, die berechtigten Vertreter und den Aktenkontoinhaber selbst sowie die Details zu Berechtigung (für LEI: Berechtigungsdauer, Zugriff auf durch den Versicherten eingestellte Dokumente).
A_15401 - ePA-Frontend des Versicherten: Vergebene Berechtigungen anzeigen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 3.5 - Berechtigungen durch einen Versicherten auflisten" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] gemäß TAB_FdV_137 umsetzen.
Tabelle 3843: TAB_FdV_137 – Vergebene Berechtigungen anzeigen
Name |
Vergebene Berechtigungen anzeigen |
Auslöser |
|
Akteur |
Versicherter bzw. ein berechtigter Vertreter |
Vorbedingung |
Es besteht eine |
Nachbedingung |
Die Liste der für das Aktenkonto vergebenen Berechtigungen wird angezeigt und kann durch den Nutzer bearbeitet werden. |
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
[<=]
Abbildung 89: Aktivitätsdiagramm "Vergebene Berechtigungen anzeigen"
A_15402 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigungen anzeigen - Berechtigungen bestimmen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Vergebene"Vergebene Berechtigungen anzeigen“anzeigen" die übergreifende Aktivität "Vergebene Berechtigungen bestimmen" ausführen. [<=]
A_15403 - ePA-Frontend des Versicherten: Ergebnisliste Berechtigungen Felder
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Ergebnis der Suche nach Berechtigungen mindestens
- Name der Leistungserbringerinstitution, des Kostenträgers bzw. des Vertreters im Klartext,
- für LEI: Zugriff auf durch
VersicherteLEI eingestellte Dokumente und leistungserbringeräquivalente Dokumente erlaubt, - für LEI:
eingestellte und verbleibende BerechtigungsdauerZugriff auf durch Versicherte eingestellte Dokumente erlaubt,
anzeigen. [<=]
A_15404 - ePA-Frontend des Versicherten: Ergebnisliste Berechtigungen anzeigen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS dem Nutzer das Ergebnis der Suche nach Berechtigungen als für alle Spalten sortierbare und filterbare Liste anzeigen.[<=]für LEI: Zugriff auf durch Kostenträger eingestellte Dokumente erlaubt,- für LEI: eingestellte und verbleibende Berechtigungsdauer
anzeigen.
[<=]
Das Ergebnis der Suche soll für den Nutzer sortierbar und filterbar dargestellt werden.
A_15405 - ePA-Frontend des Versicherten: Ergebnisliste Berechtigungen drucken und speichern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, das Ergebnis der Suche nach Berechtigungen auszudrucken und lokal zu speichern. [<=]
Das lokale Speichern kann im PDF-Format angeboten werden.
Das FdV ermöglicht es dem Nutzer, Einträge in der Ergebnisliste Berechtigungen zu bearbeiten oder zu löschen.
6.2.6.45 Eingerichtete Vertretungen anzeigen
Mit diesem Anwendungsfall kann ein Nutzer eine Liste der Versicherten anzeigen lassen, für die im FdV die Wahrnehmung der Vertretung durch ihn konfiguriert ist („ich"ich bin Vertreter für“für"). Es wird dabei nicht geprüft, ob im Aktenkonto des zu Vertretenden auch tatsächlich eine Berechtigung für den Nutzer vorliegt.
A_15406 - ePA-Frontend des Versicherten: Liste "ich bin Vertreter für" anzeigen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, eine Liste mit den im FdV für ihn konfigurierten Vertretungen anderer Versicherter anzuzeigen. [<=]
6.2.6.56 Bestehende Berechtigungen verwalten
6.2.6.56.1 Berechtigung für LEI ändern
Mit diesem Anwendungsfall kann ein Versicherter bzw. ein berechtigter Vertreter die Parameter für eine berechtigte LEI ändern.
A_15407 - ePA-Frontend des Versicherten: Konfiguration LEI ändern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, eine oder mehrere LEI in der Liste der vergebenen Berechtigungen für das Ändern der Einstellung auszuwählen, sich die Konfiguration der LEI zur Berechtigungsdauer sowie, ob der Zugriff auf durch Versicherte eingestellte Dokumente erlaubt ist, anzeigen zu lassen und diese Konfiguration zu ändern. [<=] für die für den Zugriff auf das Aktenkonto berechtigten LEI die Konfiguration für die Berechtigungsdauer sowie dafür, ob der Zugriff auf durch LEI, Versicherte oder Kostenträger eingestellte Dokumente erlaubt ist, zu ändern.
[<=]
Die zum Zugriff auf das Aktenkonto berechtigten LEIs werden mit der übergreifende Aktivität "Vergebene Berechtigungen bestimmen" ermittelt.
A_15408 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung für LEI ändern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 3.6 - Bestehende Berechtigungen durch einen Versicherten verwalten" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] für jede LEI, für die Konfiguration seiner Berechtigung geändert werden soll, gemäß TAB_FdV_138 umsetzen.
Tabelle 3944: TAB_FdV_138 – Berechtigung für LEI ändern
Name |
Berechtigung für LEI ändern |
Auslöser |
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Akteur |
Versicherter oder berechtigter Vertreter |
Vorbedingung |
Es besteht eine |
Nachbedingung |
Die geänderten Einstellungen für die Berechtigung der LEI sind als Policy Document in der Dokumentenverwaltung hinterlegt. Die Gültigkeitsdauer des Schlüsselmaterials in der Autorisierung ist ggf. aktualisiert. |
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
[<=]
Abbildung 910: Aktivitätsdiagramm "Berechtigung für LEI ändern"
Das Policy Document der LEI steht aus der Aktivität "Vergebene Berechtigungen bestimmen" zur Verfügung.
A_15409 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung für LEI ändern - Policy Document anpassen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Berechtigung für LEI ändern" das Policy Document entsprechend der gewählten Einstellungen für Berechtigungsdauer und/oder Aktenanteil anpassen. [<=]
Die Anpassung des AuthorizationKey muss nur erfolgen, wenn die Berechtigungsdauer für die LEI geändert wurde.
Die Telematik-IDTelematikID der LEI lässt sich aus dem Policy Document oder aus dem Verschlüsselungszertifikat (C.HCI.ENC) der LEI bestimmen.
A_1541015412 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung für LEI ändern - SchlüsselmaterialAuthorizationKey für LEI aus ePA-Aktensystem ladenerstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Berechtigung für LEI ändern", wenn die Einstellung für Berechtigungsdauer geändert wurde, zur Abfrage des Schlüsselmaterials der LEI die übergreifende Aktivität "Schlüsselmaterial aus ePA-Aktensystem laden" mit den Eingangsparametern ActorID = Telematik-ID der LEI ausführen. [<=]
A_15411 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung ändern - Fehlendes Schlüsselmaterial für LEI
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Berechtigung für LEI ändern" das Ändern für die LEI abbrechen, wenn nach Abfrage des Schlüsselmaterials der LEI der AuthorizationKey nicht verfügbar ist. [<=]
A_15412 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung ändern - Berechtigungsdauer anpassen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Berechtigung für LEI ändern", wenn die Einstellung für Berechtigungsdauer geändert wurde, in AuthorizationKey das Attribut validTo entsprechend der vom Nutzer festgelegten Berechtigungsdauer setzen. einen AuthorizationKey mit AuthorizationType = DOCUMENT_AUTHORIZATION und validTo entsprechend der vom Nutzer festgelegten Berechtigungsdauer für die zu berechtigende LEI erstellen.
[<=]
A_15413 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung für LEI ändern - Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem ersetzen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Berechtigung für LEI ändern", wenn die Einstellung für Berechtigungsdauer geändert wurde, für das Hochladen des Schlüsselmaterials in das ePA-Aktensystem die übergreifende Aktivität "Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem ersetzen" mit den Eingangsparametern NewAuthorizationKey = geänderter AuthorizationKey ausführen. [<=]
A_15414 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung für LEI ändern - Policy Document in Dokumentenverwaltung laden
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Berechtigung für LEI ändern" für das Hochladen des Policy Documents in die Dokumentenverwaltung die übergreifende Aktivität "Dokumentenset in Dokumentenverwaltung hochladen" mit einer Provide And Register Document Set-b Message für das angepasste Policy Documents ausführen. [<=]
Die Dokumentenverwaltung verarbeitet das Policy Document und überschreibt die vorher geltenengeltenden Regeln.
6.2.6.56.2 Berechtigung für LEI löschen
Mit diesem Anwendungsfall kann ein Versicherter bzw. ein berechtigter Vertreter einer berechtigten LEI die Berechtigung entziehen.
A_15415 - ePA-Frontend des Versicherten: LEI zum Entzug der Berechtigung markieren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, eine oder mehrere LEI in der Liste der vergebenen Berechtigungenberechtigte LEI für den Entzug der Berechtigung zu markieren. auszuwählen.
[<=]
Die zum Zugriff auf das Aktenkonto berechtigten LEIs werden mit der übergreifende Aktivität "Vergebene Berechtigungen bestimmen" ermittelt.
A_15416 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung für LEI löschen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall „UC"UC 3.6 - Bestehende Berechtigungen durch einen Versicherten verwalten“verwalten" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] für jeden berechtigten LEI, dessen Berechtigung entzogen werden soll, gemäß TAB_FdV_139 umsetzen.
Tabelle 4045: TAB_FdV_139 – Berechtigung löschen
Name |
Berechtigung für LEI löschen |
Auslöser |
|
Akteur |
Versicherter oder berechtigter Vertreter |
Vorbedingung |
Es besteht eine |
Nachbedingung |
Die LEI ist nicht mehr für den Zugriff auf das Aktenkonto autorisiert. |
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
[<=]
Abbildung 1011: Aktivitätsdiagramm "Berechtigung für LEI löschen"
A_15417 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung für LEI löschen - Policy Document in Dokumentenverwaltung löschen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Berechtigung"Berechtigung für LEI löschen“löschen" für das Löschen des Policy Document in die Dokumentenverwaltung die übergreifende Aktivität „Dokumentenset"Dokumentenset in Dokumentenverwaltung löschen“löschen" mit einer RemoveDocuments_Message für den über die XDS-Metadaten ermittelten Dokument Identifier des Policy Documents der LEI ausführen. [<=]
Die Telematik-IDTelematikID der LEI kann aus dem Policy Document oder aus dem Verschlüsselungszertifikat bestimmt werden.
A_15418 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung für LEI löschen - Schlüsselmaterial in ePA-Aktensystem löschen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Berechtigung"Berechtigung für LEI löschen“löschen" für das Löschen des Schlüsselmaterials die übergreifende Aktivität „Schlüsselmaterial"Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem löschen“löschen" mit dem Eingangsparameter ActorID = Telematik-IDTelematikID der LEI ausführen.
[<=]
6.2.6.56.3 Berechtigung für Vertreter löschen
Mit diesem Anwendungsfall kann ein Versicherter einem berechtigten Vertreter die Berechtigung entziehen.
A_16044 - ePA-Frontend des Versicherten: Vertreter zum Entzug der Berechtigung markieren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, einen oder mehrere Vertreter in der Liste der vergebenen Berechtigungen für den Entzug der Berechtigung zu markieren. [<=] berechtigte Vertreter für den Entzug der Berechtigung auszuwählen.
[<=]
Die zum Zugriff auf das Aktenkonto berechtigten Vertreter werden mit der übergreifende Aktivität "Vergebene Berechtigungen bestimmen" ermittelt.
A_16045 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung für Vertreter löschen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 3.6 - Bestehende Berechtigungen durch einen Versicherten verwalten" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] für jeden berechtigten Vertreter, dessen Berechtigung entzogen werden soll, gemäß TAB_FdV_168 umsetzen.
Tabelle 4146: TAB_FdV_168 – Berechtigung Vertreter löschen
Name |
Berechtigung für Vertreter löschen |
Auslöser |
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Akteur |
Versicherter |
Vorbedingung |
Es besteht eine |
Nachbedingung |
Der Vertreter ist nicht mehr für den Zugriff auf das Aktenkonto autorisiert. |
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
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[<=]
A_16046 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung für Vertreter löschen - Policy Document in Dokumentenverwaltung löschen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Berechtigung"Berechtigung für Vertreter löschen“löschen",falls der Vertreter Zugriff auf die Dokumente des Aktenkontos besitzt (AuthorizationType = DOCUMENT_AUTHORIZATION), für das Löschen des Policy Document in die Dokumentenverwaltung die übergreifende Aktivität "Dokumentenset in Dokumentenverwaltung löschen" mit einer RemoveDocuments_Message für den über die XDS-Metadaten ermittelten Dokument Identifier des Policy Documents des Vertreters ausführen.
[<=]
Die Versicherten-ID für den Vertreter kann aus dem Policy Document oder aus dem VerschlüsselungszertifikatAuthorizationKey bestimmt werden.
A_16047 - ePA-Frontend des Versicherten: Berechtigung für Vertreter löschen - Schlüsselmaterial in ePA-Aktensystem löschen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Berechtigung"Berechtigung für Vertreter löschen“löschen" für das Löschen des Schlüsselmaterials die übergreifende Aktivität „Schlüsselmaterial"Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem löschen“löschen" mit dem Eingangsparameter ActorID = Versicherten-ID für Vertreter ausführen.
[<=]
6.2.6.6 Neue eGK über alte eGK bekannt machen.4 Berechtigung für Kostenträger löschen
DieserMit diesem Anwendungsfall dient dem Berechtigungserhalt. Ein Versicherter kann nach dem Erhalt einer neuen eGK von seiner Krankenkasse diese mit Hilfe seiner alten eGK im ePA-Aktensystem registrieren. kann ein Versicherter bzw. ein berechtigter Vertreter dem Kostenträger die Berechtigung entziehen.
A_17194 - ePA-Frontend des Versicherten: Kostenträger zum Entzug der Berechtigung markieren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, berechtigte Kostenträger für den Entzug der Berechtigung auszuwählen.
[<=]
Die zum Zugriff auf das Aktenkonto berechtigten KTR werden mit der übergreifende Aktivität "Vergebene Berechtigungen bestimmen" ermittelt.
A_1541917195 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK mittels alter eGK registrierenBerechtigung für Kostenträger löschen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 3.36 - Neue eGK über alte eGK bekannt machenBestehende Berechtigungen durch einen Versicherten verwalten" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA]ePA] für den Kostenträger, deren Berechtigung entzogen werden soll, gemäß TAB_FdV_140166 umsetzen.
Tabelle 4247: TAB_FdV_140166 – Neue eGK mittels alter eGK registrieren Berechtigung für Kostenträger löschen
Name |
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Auslöser |
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Akteur |
Versicherter oder berechtigter Vertreter |
Vorbedingung |
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Nachbedingung |
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Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
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Abbildung 11: "Aktivitätsdiagramm "Neue eGK mittels alter eGK registrieren"
Falls das Login für die Session über die neue noch nicht registrierte eGK erfolgt, dann kann während des Logins der Aktenschlüssel und der Kontextschlüssel nicht erfolgreich entschlüsselt werden, da diese mittels der alten eGK verschlüsselt sind.12 Berechtigung für Kostenträger löschen
A_1542017196 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK mittels alter eGK registrieren - Alte eGK stecken
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK mittels alter eGK registrieren", falls in den Session-Daten kein erfolgreich entschlüsselter Aktenschlüssel und Kontextschlüssel vorliegen, den Nutzer auffordern die alte eGK des Nutzers in den Kartenleser zu stecken. [<=]
A_15421 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK mittels alter eGK registrieren - Einlesen der ersten Karte
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK mittels alter eGK registrieren", falls in den Session-Daten kein erfolgreich entschlüsselter Aktenschlüssel und Kontextschlüssel vorliegen, die Aktivität "Einlesen der Karte" gemäß TAB_FdV_141 umsetzen.
Tabelle 43: TAB_FdV_141 – Neue eGK mittels alter eGK registrieren - Einlesen der ersten Karte
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A_15422 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK mittels alter eGK registrieren - AuthorizationKey mit alter eGK entschlüsseln
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK mittels alter eGK registrieren" , falls in den Session-Daten kein erfolgreich entschlüsselter Aktenschlüssel und Kontextschlüssel vorliegen, die Aktivität "AuthorizationKey entschlüsseln" mit der alten eGK durchführen. Wenn das Entschlüsseln des Aktenschlüssel bzw. Kontextschlüssel mit einem Fehler abbricht, dann muss dem Nutzer ein Hinweis angezeigt und die Session mit dem Anwendungsfall "Log-out" beendet werden. [<=]
Vor dem Log-out wird der Nutzer darauf hingewiesen, dass die gesteckte Karte nicht die zuletzt im Aktenkonto für den Nutzer registrierte eGK ist.
War das Entschlüsseln erfolgreich, dann werden der entschlüsselte Aktenschlüssel und Kontextschlüssel in die Session-Daten übernommen.
A_15423 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK mittels alter eGK registrieren - Neue eGK stecken
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK mittels alter eGK registrieren" den Nutzer auffordern die neue eGK des Nutzers in den Kartenleser zu stecken. [<=]
A_15424 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK mittels alter eGK registrieren - Einlesen der zweiten Karte
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK mittels alter eGK registrieren" die Aktivität "Einlesen der Karte" gemäß TAB_FdV_142 umsetzen.
Tabelle 44: TAB_FdV_142 – Neue eGK mittels alter eGK registrieren - Einlesen der zweiten Karte
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A_16048 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK mittels alter eGK registrieren - Versicherten-ID prüfen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK mittels alter eGK registrieren" die Versicherten-ID der alten und neuen eGK vergleichen und den Anwendungsfall mit einem Fehler abbrechen, falls sie nicht übereinstimmen. [<=]
A_16049 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK mittels alter eGK registrieren - ICCSN prüfen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Neue eGK mittels alter eGK registrieren“ die ICCSN der alten und neunen eGK vergleichen und den Anwendungsfall mit einem Fehler abbrechen, falls sie übereinstimmen. [<=]
A_15426 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK mittels alter eGK registrieren - PIN-Abfrage für eGK
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Neue eGK mittels alter eGK registrieren“ für die Nutzerverifikation die übergreifende Aktivität "PIN-Eingabe durch Nutzer" ausführen und den Anwendungsfall abbrechen, wenn die Verifikation nicht erfolgreich ist. [<=]
A_15427 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK mittels alter eGK registrieren - Bestätigung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK mittels alter eGK registrieren" vom Nutzer eine Bestätigung einholen, dass die neue eGK zur Verschlüsselung des Aktenkontos genutzt werden soll und die Möglichkeit geben, den Anwendungsfall abzubrechen. [<=]
A_15428 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK mittels alter eGK registrieren - AuthorizationKey für neue eGK erstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK mittels alter eGK registrieren" einen AuthorizationKey für den Nutzer aus Basis des Verschlüsselungszertifikates der neuen eGK und mit unverändertem AuthorizationType erstellen. [<=]
A_15429 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK mittels alter eGK registrieren - Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem ersetzen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK mittels alter eGK registrieren" für das Hochladen des Schlüsselmaterials in das ePA-Aktensystem die übergreifende Aktivität "Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem ersetzen" mit den Eingangsparametern NewAuthorizationKey = geänderter AuthorizationKey ausführen. [<=]
A_15430 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK mittels alter eGK registrieren - Hinweis auf weitere Aktenkonten
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Neue eGK mittels alter eGK registrieren“ dem Nutzer einen Hinweis anzeigen, dass die Registrierung der neuen eGK mittels alter eGK für das Aktenkonto des Nutzers sowie auch für alle Aktenkonten für die der Nutzer ein berechtigter Vertreter ist, separat durchgeführt werden muss. [<=]
Dem Nutzer können zur Unterstützung die im FdV eingerichteten Vertretungen ("ich bin Vertreter für") angezeigt und für die Registrierung auswählbar gemacht werden.
6.2.6.7 Neue eGK über Vertreter bekannt machen
Mit diesem Anwendungsfall unterstützt ein berechtigter Vertreter den Berechtigungserhalt des Versicherten. Nach dem Verlust der eGK durch den Versicherten, kann das Schlüsselmaterial für das Aktenkonto des Versicherten für die neue eGK des Versicherten umgeschlüsselt werden.
A_15444 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK für Vertretenen registrieren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 3.4 - Neue eGK über Vertreter bekannt machen" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] gemäß TAB_FdV_143 umsetzen.
Tabelle 45: TAB_FdV_143 – Neue eGK für Vertretenden bekannt machen
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Abbildung 12: Aktivitätsdiagramm "Neue eGK für Vertretenen registrieren"
A_15445 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK für Vertretenen registrieren - Neue eGK des Versicherten stecken
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK für Vertretenen registrieren" die Nutzer auffordern die eGK des Versicherten in den Kartenleser zu stecken. [<=]
A_15446 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK für Vertretenen registrieren - Einlesen der Karte
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK für Vertretenen registrieren" die Aktivität "Einlesen der Karte" gemäß TAB_FdV_144 umsetzen.
Tabelle 46: TAB_FdV_144 – Neue eGK für Vertretenen registrieren - Einlesen der Karte
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A_15448 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK für Vertretenen registrieren - PIN-Abfrage für eGK
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK für Vertretenen registrieren" für die Nutzerverifikation die übergreifende Aktivität "PIN-Eingabe durch Nutzer" ausführen und den Anwendungsfall abbrechen, wenn die Verifikation nicht erfolgreich ist. [<=]
A_15449 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK für Vertretenen registrieren - Bestätigung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK für Vertretenen registrieren" vom Nutzer eine Bestätigung einholen, dass die eGK zur Verschlüsselung des Aktenkontos genutzt werden soll und die Möglichkeit geben, den Anwendungsfall abzubrechen. [<=]
A_15450 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK für Vertretenen registrieren - AuthorizationKey für neue eGK erstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK für Vertretenen registrieren" einen AuthorizationKey für den Versicherten auf Basis des Verschlüsselungszertifikates der neuen eGK und mit AuthorizationType = DOCUMENT_AUTHORIZATION erstellen. [<=]Berechtigung für Kostenträger löschen - Policy Document in Dokumentenverwaltung löschen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Berechtigung für Kostenträger löschen" für das Löschen des Policy Document in die Dokumentenverwaltung die übergreifende Aktivität "Dokumentenset in Dokumentenverwaltung löschen" mit einer RemoveDocuments_Message für den über die XDS-Metadaten ermittelten Dokument Identifier des Policy Documents des Kostenträgers ausführen.
[<=]
Die TelematikID des Kostenträgers kann aus dem Policy Document bestimmt werden.
A_1545117197 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK für Vertretenen registrierenBerechtigung für Kostenträger löschen - Schlüsselmaterial imin ePA-Aktensystem ersetzenlöschen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK für Vertretenen registrieren" für das HochladenBerechtigung für Kostenträger löschen" für das Löschen des Schlüsselmaterials in das ePA-Aktensystem die übergreifende Aktivität "Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem ersetzen" mit den Eingangsparametern NewAuthorizationKey = erstellter AuthorizationKey ausführen. [<=]
6.2.6.8 Backup des Schlüsselmaterials
Der Nutzer hat die Möglichkeit eine neue eGK zu registrieren, indem das zuvor sicher verwahrte Schlüsselmaterial des Aktenkontos eingelesen, mit der neuen eGK verschlüsselt und das Schlüsselmaterial im Aktenkonto ersetzt wird.
A_15548 - ePA-Frontend des Versicherten: Langzeit-Importbarkeit eines Exports der für eine ePA notwendigen Zugangs- und Schlüsseldaten
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS alle jemals durch es ermöglichten Exportformate für Zugangsdaten und Schlüsselmaterial in späteren Softwareversionen auch wieder importieren können. [<=]
6.2.6.8.1 Schlüsselmaterial exportieren
Der Nutzer kann das Schlüsselmaterials eines Aktenkontos exportieren. Das exportierte Schlüsselmaterial ist herstellerspezifisch gesichert und kann lokal abgelegt werden.
A_15452 - ePA-Frontend des Versicherten: Schlüsselmaterial exportieren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen das Schlüsselmaterial eines Aktenkontos (Aktenschlüssel (RecordKey) und Kontextschlüssel (ContextKey)) zu exportieren, um einen Berechtigungserhalt zu einem späteren Zeitpunkt durchführen zu können. [<=]
Für den Export sind die Anforderungen aus
[gemSpec_Krypt#3.15 ePA-spezifische Vorgaben]
zu beachten.
6.2.6.8.2 Neue eGK mittels Backup des Schlüsselmaterials registrieren
Mit diesem Anwendungsfall kann das Schlüsselmaterial für das Aktenkonto des Versicherten auf Grundlage des lokal verfügbaren Backups des Schlüsselmaterials für die neue eGK des Versicherten umgeschlüsselt werden.
A_15453 - ePA-Frontend des Versicherten: Neue eGK mittels Backup registrieren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] gemäß TAB_FdV_145 umsetzen.
Tabelle 47: TAB_FdV_145 – Neue eGK mittels Backup registrieren
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Abbildung 13: Aktivitätsdiagramm "Neue eGK mittels Backup registrieren"
A_15454 - ePA-Frontend des Versicherten: eGK mittels Backup registrieren - Backup laden
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Nutzer im Anwendungsfall "Neue eGK mittels Backup registrieren" ermöglichen, das zu einem früheren Zeitpunkt erstellte Backup in das FdV zu laden und das für das Entschlüsseln notwendige Passwort einzugeben. [<=]
A_15455 - ePA-Frontend des Versicherten: eGK mittels Backup registrieren - Backup entschlüsseln
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS das importierte Backup entschlüsseln und den Anwendungsfall abbrechen, wenn beim Entschlüsseln ein Fehler auftritt. [<=]
Zum Entschlüsseln wird die Verschlüsselung aus [6.2.6.8.1 Schlüsselmaterial exportieren] rückgängig gemacht.
Nach der Entschlüsselung stehen der Aktenschlüssel und der Kontextschlüssel zu Verfügung.
A_15456 - ePA-Frontend des Versicherten: eGK mittels Backup registrieren - AuthorizationKey erstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK mittels Backup registrieren" einen AuthorizationKey mit den wieder hergestellten Schlüsseln (Aktenschlüssel und Kontextschlüssel) sowie unverändertem AuthorizationType für den Nutzer erstellen. [<=]
Für den Aktenkontoinhaber wird AuthorizationType = DOCUMENT_AUTHORIZATION verwendet. Für einen Vertreter wird der AuthorizationType gemäß dem beim Login im Aktenkonto ermittelten AuthorizationKey verwendet.
A_15457 - ePA-Frontend des Versicherten: eGK mittels Backup registrieren - Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem speichern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Neue eGK mittels Backup registrieren" für das Hochladen des Schlüsselmaterials in das ePA-Aktensystem die übergreifende Aktivität "Schlüsselmaterial im ePA-Aktensystem ersetzen" mit dem Eingangsparameter NewAuthorizationKey = geänderter AuthorizationKey ausführen. löschen" mit dem Eingangsparameter ActorID = TelematikID des Kostenträgers ausführen.
[<=]
6.2.7 Dokumentenverwaltung
6.2.7.1 Dokumente einstellen
Mit diesem Anwendungsfall kann ein Versicherter bzw. ein berechtigter Vertreter Dokumente in die ePA hochladen.
A_15464 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente einstellen - Zugriffsberechtigungen anzeigen und bestätigen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, wenn die Option "Dokumente einstellen: Berechtigte anzeigen" aktiv ist, dem Nutzer vor dem Anwendungsfall "Dokumente einstellen" die Liste deralle für die Dokumente potentiell zugriffsberechtigten Leistungserbringerinstitutionen anzeigen und eine Bestätigung vom Nutzer einholen.
[<=]
Optional könnenDie für die Dokumente potentiell zugriffsberechtigten LEI werden mittels der übergreifenden Aktivität "Vergebene Berechtigung bestimmen" ermittelt.
Optional können zusätzlich auch die zugriffsberechtigten Vertreter angezeigt werden. Die Abfrage dient der Kontrolle der vergebenen Zugriffsberechtigungen durch den Nutzer.
Zugriffsberechtigt sind alle Vertreter und alle LEI mit der Berechtigung für vom Versicherten eingestellte Dokumente. (siehe auch
"A_15381 ePA-Frontend des Versicherten: Auswahl Berechtigungskonfiguration"
) "")
A_15465 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente einstellen - Hinweis Änderung Zugriffsberechtigungen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es ermöglichen, die Anwendungsfälle zum Verwalten von Berechtigungen auszuführen, wenn der Nutzer vor dem Anwendungsfall "Dokumente einstellen" die Zugriffsberechtigungen nicht bestätigt. [<=]
A_15458 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente einstellen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 4.2 - Dokumente durch einen Versicherten einstellen" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] gemäß TAB_FdV_146 umsetzen.
Tabelle 48: TAB_FdV_146 – Dokumente einstellen
Name |
Dokumente einstellen |
Auslöser |
|
Akteur |
Versicherter bzw. ein berechtigter Vertreter |
Vorbedingung |
Es besteht eine |
Nachbedingung |
Die Dokumente sind in der ePA für alle Berechtigten verfügbar. |
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
[<=]
Abbildung 1413: Aktivitätsdiagramm "Dokumente einstellen"
Das ePA-Aktensystem unterstützt nur bestimmte Dateitypen Dokumente mit bestimmten MIME Types. Die initial zulässigen Typen sind PDF, JPG, TIFF, TXT, RTF, DOCX, XLSX, ODT, ODS, XML und HL7 CDA/V2 XML in beschrieben. Die Dokumentenverwaltung prüft den Dateitypen jedes Dokument anhand der Metadaten beim Hochladen der Dokumente und antwortet mit einem Fehler, wenn der Dateityp Dokumenttyp nicht unterstützt wird.
A_15461 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente einstellen - Prüfung Dateigröße
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Dokumente einstellen“"Dokumente einstellen" die Größe jedes durch den Nutzer ausgewählten Dokuments prüfen und ablehnen, wenn es die Größe von 25 MB überschreitet. [<=]
A_15462 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente einstellen - Eingabe der Metadaten zu Dokumenten
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS dem Nutzer im Anwendungsfall „Dokumente einstellen“"Dokumente einstellen" ermöglichen, zu jedem ausgewählten Dokument Metadaten einzugeben. [<=]
Für Festlegungen zu Metadaten siehe Kapitel "
Metadaten für Dokumente des Versicherten
".
Für Festlegungen zur Eingabe von Metadaten siehe Kapitel "
Eingabe Metadaten für einzustellende Dokumente
". " ".
A_15463 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente einstellen - Prüfung XDS-Metadaten
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall „Dokumente einstellen“"Dokumente einstellen" nach Eingabe der XDS-Metadaten durch den Nutzer, diese auf Vollständigkeit prüfen und bei fehlenden oder fehlerhaften Werten den Nutzer zur Eingabe und Korrektur auffordern. [<=]
Zum Verschlüsseln des Dokuments wird dieses mit einem Dokumentenschlüssel symmetrisch verschlüsselt. Der Dokumentenschlüssel wird dann symmetrisch mit dem Aktenschlüssel verschlüsselt. Für Vorgaben zum Verschlüsseln eines Dokuments für das ePA-Aktensystem siehe
[gemSpec_DM_ePA#2.4.1 Verschlüsselung]
. .
A_15466 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente einstellen - Dokument verschlüsseln
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Dokumente einstellen" für jedes zu übermittelnde Dokument die Aktivität "Dokument verschlüsseln" gemäß TAB_FdV_147 umsetzen. 147umsetzen.
Tabelle 49: TAB_FdV_147 – Dokumente einstellen - Dokument verschlüsseln
Plattformbaustein PL_TUC_SYMM_ENCIPHER für Dokument nutzen |
Dokument mit PL_TUC_SYMM_ENCIPHER verschlüsseln
Rückgabedaten:
Der Dokumentenschlüssel wird in der Aktivität erzeugt und an den Aufrufer zurückgegeben |
Plattformbaustein PL_TUC_SYMM_ENCIPHER für Dokumentenschlüssel nutzen |
Dokumentenschlüssel mit PL_TUC_SYMM_ENCIPHER verschlüsseln
Rückgabedaten:
|
[<=]
Die Dokumentenschlüssel dürfen nicht persistent gespeichert werden und müssen nach ihrer Verwendung gelöscht werden.
A_15467 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente einstellen - Dokumentenschlüssel löschen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Dokumente einstellen" in der Aktivität "Dokument verschlüsseln" erstellte Dokumentenschlüssel nach dem Ende der Aktivität löschen. [<=]
Auf Basis der verschlüsselten Dokumente und den durch den Nutzer für jedes Dokument eingegebenen Metadaten wird eine Provide And Register Document Set-b Message für die einzustellende Versichertendokumente erstellt.
Für Nutzungsvorgaben siehe Kapitel
"Versichertendokumente"
.
A_15468 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente einstellen - Dokumentenset in Dokumentenverwaltung hochladen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Dokumente einstellen" zum Hochladen des Dokumentenset in die Dokumentenverwaltung die übergreifende Aktivität "Dokumentenset in Dokumentenverwaltung hochladen" mit einer Provide And Register Document Set-b Message für Versichertendokumente ausführen. [<=]
6.2.7.2 Dokumente suchen
Mit diesem Anwendungsfall kann ein Versicherter oder ein berechtigter Vertreter nach Dokumenten oder Dokumentensets im ePA-Aktensystem auf Basis der XDS-Metadaten der Dokumente suchen. Als Ergebnis der Suchanfrage liefert das ePA-Aktensystem eine Liste von XDS-Metadaten zu Dokumenten.
A_15469 - ePA-Frontend des Versicherten: Suchparameter für Dokumente
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, Suchparameter auf Basis der XDS-Metadaten für eine Suchanfrage einzugeben. Für Suchparameter mit fest vorgegebenenvorgegebenem Wertebereich muss der Nutzer eine Auswahlliste nutzen können. [<=]
Folgende Suchanfragen müssensollen mindestens möglich sein:
- Suche nach allen medizinischen Dokumenten im Aktenkonto
- Suche nach Ersteller bzw. Einstellendem (XDSDocumentEntry.author)
- Suche nach in einem Zeitraum erstellten
Dokumentenbzw. eingestellten Dokumenten (XDSDocumentEntry.creationTime / XDSSubmissionSet.creationTime) - Suche nach
Dokumenten mit Kennzeichnung "Versicherteninformation"Dokumententitel (siehe und " " ) - Suche nach
Dokumentendurch LEIs bereitgestellte Dokumente sowie Dokumente mit Kennzeichnung "leistungserbringeräquivalent"(XDSDocumentEntry.confidentialityCode="LEI" OR "LEÄ")
Die Kennzeichnung vonSuche nach Dokumenten als „Versicherteninformation“ ist in
[gemSpec_DM_ePA#A_14986]
beschrieben.
Die Kennzeichnung von Dokumenten als „leistungserbringeräquivalent“ ist in
[gemSpec_DM_ePA#A_14985]
beschrieben.mit Kennzeichnung "Versicherteninformation"(siehe )
- Suche nach durch Krankenkassen bereitgestellte Informationen (XDSDocumentEntry.confidentialityCode="KTR")
A_15470 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente suchen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 4.4 - Dokumente durch einen Versicherten suchen" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] gemäß TAB_FdV_148 umsetzen.
Tabelle 50: TAB_FdV_148 – Dokumente suchen
Name |
Dokumente suchen |
Auslöser |
|
Akteur |
Versicherter bzw. ein berechtigter Vertreter |
Vorbedingung |
Es besteht eine |
Nachbedingung |
Falls die Anfrage eine nicht-leere Ergebnismenge liefert, stehen die XDS-Metadaten der Dokumente zur Auflistung für den Nutzer bereit. |
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
[<=]
Abbildung 1514: Aktivitätsdiagramm "Dokumente suchen"
A_15471 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente suchen - Suchanfrage ausführen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Dokumente suchen" zum Ausführen der Suchanfrage die übergreifende Aktivität "Suche nach Dokumenten in Dokumentenverwaltung" mit einer CrossGatewayQueryquery:AdhocQueryRequest_Message entsprechend der von Nutzer vorgegebenen Suchkriterien ausführen.
[<=]
A_15472 - ePA-Frontend des Versicherten: Ergebnisliste Dokumente anzeigen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS dem Nutzer das Ergebnis der Suche nach Dokumenten als für alle Spalten sortierbare und filterbare Liste anzeigen. [<=]anzeigen.
[<=]
Das Ergebnis der Suche soll für den Nutzer sortierbar und filterbar dargestellt werden.
A_15473 - ePA-Frontend des Versicherten: Ergebnisliste Dokumente drucken und speichern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, das Ergebnis der Suche nach Dokumenten auszudrucken und lokal zu speichern. [<=]
Das lokale Speichern kann im PDF Format angeboten werden.
A_15474 - ePA-Frontend des Versicherten: Suche verfeinern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Ergebnisse einer Suchanfrage zusammen mit den zur Suche verwendeten Parameter anzeigen und es dem Nutzer ermöglichen, die Suchparameter anzupassen und die Suchanfrage erneut auszuführen. [<=]
6.2.7.3 Dokument herunterladen
Mit diesem Anwendungsfall kann ein Versicherter bzw. ein berechtigter Vertreter Dokumente aus dem Aktenkonto zum Anzeigen oder lokalen Speichern herunterladen.
A_15475 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente zum Herunterladen markieren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, Dokumente aus dem Ergebnis einer Suchanfrage zum Herunterladen (Anzeigenbspw. für die Anzeige oder lokales Speichern) zu markieren. [<=]
A_15476 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente herunterladen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 4.10 - Dokumente durch einen Versicherten anzeigen" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] gemäß TAB_FdV_149 umsetzen.
Tabelle 51: TAB_FdV_149 – Dokumente aus Aktenkonto herunterladen
Name |
Dokumente herunterladen |
Auslöser |
|
Akteur |
Versicherter bzw. ein berechtigter Vertreter |
Vorbedingung |
Es besteht eine |
Nachbedingung |
Die Dokumente liegen unverschlüsselt temporär in einem Speicher im Gerät des Versicherten vor. |
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
[<=]
Abbildung 1615: Aktivitätsdiagramm "Dokumente herunterladen"
A_15477 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente herunterladen - Herunterladen und Entschlüsseln
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Dokumente herunterladen" zum Herunterladen und Entschlüsseln der Dokumente die übergreifende Aktivität "Dokumentenset aus Dokumentenverwaltung herunterladen" mit einer RetrieveDocumentSet_Message für alle über die XDS-Metadaten ermittelten Dokument Identifier der ausgewählten Dokumente ausführen. [<=]
A_15478 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokument lokal speichern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, ein aus dem Aktenkonto heruntergeladenes Dokument im lokalen Speicher persistent abzulegen. [<=]
A_15479 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokument mit Standardprogramm anzeigen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, wenn für einen gegebenen Dateitypen ein Standardprogramm verfügbar ist, ein aus dem Aktenkonto heruntergeladenes Dokument mit dem Standardprogramm anzuzeigen. [<=]
6.2.7.4 Dokumente im Aktenkonto löschen
Mit diesem Anwendungsfall kann ein Versicherter bzw. ein berechtigter Vertreter Dokumente im Aktenkonto löschen. Die Dokumente sind damit unwiederbringlich aus dem ePA-Aktensystem entfernt.
A_15480 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente zum Löschen markieren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, Dokumente aus dem Ergebnis einer Suchanfrage zum Löschen zu markieren. [<=]
A_15481 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente löschen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 4.8 - Dokumente durch einen Versicherten löschen" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] gemäß TAB_FdV_150 umsetzen.
Tabelle 52: TAB_FdV_150 – Dokumente löschen
Name |
Dokumente löschen |
Auslöser |
|
Akteur |
Versicherter bzw. ein berechtigter Vertreter |
Vorbedingung |
Es besteht eine |
Nachbedingung |
Die Dokumente sind im Aktenkonto unwiederbringlich gelöscht. |
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
[<=]
Abbildung 1716: Aktivitätsdiagramm "Dokumente löschen"
A_15482 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente löschen - Bestätigung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Dokumente löschen" vom Nutzer eine Bestätigung einholen, dass die markierten Dokumente gelöscht werden sollen und die Möglichkeit geben, das Löschen abzubrechen. [<=]
A_15483 - ePA-Frontend des Versicherten: Dokumente löschen - Löschrequest Dokumentenverwaltung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Dokumente löschen" zum Löschen der Dokumente die übergreifende Aktivität "Dokumentenset in Dokumentenverwaltung löschen" mit einer RemoveDocuments_Message für alle über die XDS-Metadaten ermittelten Dokument Identifier der ausgewählten Dokumente ausführen. [<=]
6.2.8 Protokollverwaltung
6.2.8.1 Zugriffsprotokoll einsehen
Bei der Nutzung eines Aktenkontos durch LEI, durch berechtigte Vertreter oder den Aktenkontoinhaber werden Aktivitäten protokolliert, damit der Aktenkontoinhaber oder ein berechtigter Vertreter diese Aktivitäten nachvollziehen kann. Dazu zählen Zugriffe auf die Dokumente und seine Metadaten (§ 291a-konformes Zugriffsprotokoll) sowie auch Aktivitäten mit administrativem Charakter (Verwaltungsprotokoll).
Die verschiedenen Aktivitäten sind in
[gemSpec_DM_ePA#A_14505]
gelistet. Aktivitäten des § 291a-konformen Zugriffsprotokolls sind:
- PHR-510 (Hinzufügen eines Dokuments aus der ärztlichen Umgebung)
- PHR-520 (Suchanfrage aus der ärztlichen Umgebung)
- PHR-530 (Löschen eines Dokuments aus der ärztlichen Umgebung)
- PHR-540 (Abruf eines Dokuments aus der ärztlichen Umgebung)
- PHR-610 (Hinzufügen eines Dokuments aus der privaten Umgebung)
- PHR-620 (Suchanfrage aus der privaten Umgebung)
- PHR-630 (Löschen eines Dokuments aus der privaten Umgebung)
- PHR-640 (Abruf eines Dokuments aus der privaten Umgebung)
- PHR-710 (Hinzufügen eines Dokuments aus der Kostenträger-Umgebung)
Alle anderen Aktivitäten sind dem Verwaltungsprotokoll zugeordnet.
Die Protokolldaten des § 291a-konformen Zugriffsprotokolls werden im Aktenkonto abgelegt. Die Protokolldaten des Verwaltungsprotokolls werden in verschiedenen Komponenten des ePA-Aktensystems vorgehalten. Die Daten müssen für eine Anzeige separat abgefragt werden.
Mit diesem Anwendungsfall kann ein Versicherter bzw. ein berechtigter Vertreter die Protokolldaten über die Zugriffe auf das Aktenkonto des Versicherten einsehen.
A_15484 - ePA-Frontend des Versicherten: Protokoll einsehen - Hilfetext
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS dem Nutzer ermöglichen, den folgenden Text zur Erläuterung des Anwendungsfalls anzuzeigen.
"Sie können die Protokolldaten aller Zugriffe auf Ihr Aktenkonto einsehen. Dies umfasst
- Suche nach Dokumenten
- Einstellen, Herunterladen und Löschen von Dokumenten
- Vergabe, Ändern und Löschen von Berechtigungen
- Login
Die Protokolleinträge werden am Ende des auf ihre Generierung folgenden Jahres gelöscht. Ausnahme: Die 50 jüngsten Protokolleinträge werden auch dann nicht gelöscht, wenn die o.g. Frist erreicht bzw. überschritten ist." [<=]
A_15485 - ePA-Frontend des Versicherten: Protokolldaten einsehen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall "UC 6.1 - Protokolldaten durch einen Versicherten einsehen" aus [gemSysL_Fachanwendung_ePA] gemäß TAB_FdV_151 umsetzen.
Tabelle 53: TAB_FdV_151 – Protokolldaten einsehen
Name |
Protokolldaten einsehen |
Auslöser |
|
Akteur |
Versicherter bzw. ein berechtigter Vertreter |
Vorbedingung |
Es besteht eine |
Nachbedingung |
Die Protokolldaten werden dem Nutzer angezeigt. |
Standardablauf |
Aktivitäten im Standardablauf
|
[<=]
Abbildung 1817: Aktivitätsdiagramm "Protokolldaten einsehen"
A_15486 - ePA-Frontend des Versicherten: Protokoll einsehen - Dokumentenverwaltung abfragen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Protokolldaten einsehen" die Aktivität "Protokolldaten Dokumentenverwaltung abfragen" gemäß TAB_FdV_152 umsetzen.
Tabelle 54: TAB_FdV_152 – Protokolldaten einsehen - Dokumentenverwaltung abfragen
I_Account_Management_Insurant::GetAuditEvents |
Eingangsdaten:
|
I_Account_Management_Insurant::GetAuditEvents |
Rückgabedaten:
|
[<=]
A_15487 - ePA-Frontend des Versicherten: Protokoll einsehen - Autorisierung abfragen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Protokolldaten einsehen" die Aktivität "Protokolldaten Autorisierung abfragen" gemäß TAB_FdV_153 umsetzen.
Tabelle 55: TAB_FdV_153 – Protokolldaten einsehen - Autorisierung abfragen
I_Authorization_Management_Insurant::getAuditEvents |
Eingangsdaten:
|
I_Authorization_Management_Insurant::getAuditEvents |
Rückgabedaten:
|
[<=]
A_15488 - ePA-Frontend des Versicherten: Protokoll einsehen - Zugangsgateway des VersichertenAuthentisierung abfragen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Anwendungsfall "Protokolldaten einsehen" die Aktivität "Protokolldaten Zugangsgateway des VersichertenAuthentisierung abfragen" gemäß TAB_FdV_154 umsetzen.
Tabelle 56: TAB_FdV_154 – Protokolldaten einsehen - Zugangsgateway des Versicherten abfragen
I_Authentication_Insurant::getAuditEvents |
Eingangsdaten:
|
I_Authentication_Insurant::getAuditEvents |
Rückgabedaten:
|
Varianten/Alternativen |
Wenn in der Abarbeitung der Operation ein Fehler auftritt und kein Resultset vorliegt, kann der Anwendungsfall fortgesetzt werden, denn dieses Resultset ist nicht Teil der Standard-Anzeige. Der Nutzer ist darauf hinzuweisen, dass keine Protokolleinträge zur Authentisierung abgerufen werden konnten. |
[<=]
Die Ergebnisse der der Abfragen an die Dokumentenverwaltung, die Autorisierung und das Zugangsgateway des VersichertenKomponenten des ePA-Aktensystems werden vereint.
Die Information eines Protokolleintrages sind in
[gemSpec_DM_ePA#A_14471 - Objektstruktur Eintrag für Protokoll]
beschrieben.
Tabelle 57: TAB_FdV_155 – Felder im Protokolleintrag
Protokolldatum |
Bezeichnung in GUI |
Hinweis zur Anzeige |
optional in |
Aufgerufene Operation |
Art des Zugriffs auf das Aktenkonto |
DisplayName anzeigen |
|
Datum und Uhrzeit des Zugriffs |
Zeitpunkt des Zugriffs |
|
|
Ergebnis der aufgerufenen Operation |
Ergebnis Zugriff |
0 - erfolgreich |
|
UserID |
Identifier des Nutzers |
|
x |
UserName |
Name des Nutzers |
|
|
ObjectID |
Identifier des Objektes, auf das zugegriffen wurde |
|
x |
ObjectName |
Bezeichner des Objektes, auf das zugegriffen wurde |
|
|
DeviceID |
Gerätekennung |
|
x |
Home-CommunityID des ePA-Aktensystems |
ID des Aktenanbieters |
|
x |
Name des Aktenanbieters |
Name des Aktenanbieters |
|
x |
A_15489 - ePA-Frontend des Versicherten: Standard-Anzeige für Protokolldaten
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS eine Standard-Anzeige für die Protokolldaten umsetzten, in der die Protokolleinträge für folgende Zugriffe übersichtlich dargestellt werden:
- Alle Anwendungsfälle des § 291a-konformen Zugriffsprotokolls der Dokumentenverwaltung
- PHR-510 (Hinzufügen eines Dokuments aus der ärztlichen Umgebung)
- PHR-520 (Suchanfrage aus der ärztlichen Umgebung)
- PHR-530 (Löschen eines Dokuments aus der ärztlichen Umgebung)
- PHR-540 (Abruf eines Dokuments aus der ärztlichen Umgebung)
- PHR-610 (Hinzufügen eines Dokuments aus der privaten Umgebung)
- PHR-620 (Suchanfrage aus der privaten Umgebung)
- PHR-630 (Löschen eines Dokumentes aus der privaten Umgebung)
- PHR-640 (Abruf eines Dokuments aus der privaten Umgebung)
- PHR-710 (Hinzufügen eines Dokuments aus der Kostenträger-Umgebung)
- Folgende Anwendungsfälle aus dem Verwaltungsprotokoll der Autorisierung
- PHR-310 (Hinzufügen des Empfängerschlüssels aus der ärztlichen Umgebung)
- PHR-320 (Ersetzen des Empfängerschlüssels aus der ärztlichen Umgebung)
- PHR-410 (Hinzufügen des Empfängerschlüssels aus der privaten Umgebung)
- PHR-420 (Löschen des Empfängerschlüssels aus der privaten Umgebung)
- PHR-430 (Ersetzen des Empfängerschlüssels aus der privaten Umgebung)
[<=]
A_15490 - ePA-Frontend des Versicherten: Erweiterte-Anzeige für Protokolldaten
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS eine Erweiterte-Anzeige für die Protokolldaten umsetzten, in der alle Protokolleinträge der vom ePA-Aktensystem erstellten Protokolle (§ 291a-konformes Zugriffsprotokoll und Verwaltungsprotokolle der Komponenten) übersichtlich dargestellt werden. [<=]
Das FdV kann in der Standard-Anzeige die gemäß TAB_FdV_155 optionalen Felder verbergen. Der Nutzer muss dann die Möglichkeit haben, sich die verborgenen Felder anzeigen zu lassen.
A_15491 - ePA-Frontend des Versicherten: Felder Protokolldaten
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer in der Standard-Anzeige und in der Erweiterte-Anzeige für die Protokolldaten ermöglichen alle Felder aus TAB_FdV_155 darzustellen. [<=]
A_15492 - ePA-Frontend des Versicherten: Bezeichnung Felder Protokolldaten
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSSsoll in der Standard-Anzeige und in der Erweiterte-Anzeige für die Protokolldaten die Bezeichnung der Felder gemäßsinngemäß zu TAB_FdV_155 verwenden. [<=]
Das FdV kann es dem Nutzer über einen Link in der Anzeige ermöglichen, das referenzierte Dokument direkt herunterzuladen.
A_15493 - ePA-Frontend des Versicherten: ErgebnislisteDie Protokolldaten
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS dem Nutzer für die Standard- und Erweiterte-Anzeige der Protokolle Filter-, Sortier- und Suchfunktionen der Einträge anbieten. [<=] sollen für den Nutzer sortierbar und filterbar dargestellt werden. Der Nutzer soll die Protokolldaten durchsuchen können.
A_15494 - ePA-Frontend des Versicherten: Ergebnisliste Protokolldaten drucken
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer für die Standard- und Erweiterte-Anzeige der Protokolle ermöglichen die gefilterten und sortierten Einträge auszudrucken.
[<=]
A_15495 - ePA-Frontend des Versicherten: Protokolldaten lokal speichern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, die Protokolldaten lokal im Format AuditEventList aus der getAuditEvents Response abzuspeichern. [<=]
A_15496 - ePA-Frontend des Versicherten: lokal gespeicherte Protokolldaten anzeigen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, die lokal abgespeicherten Protokolldaten einzulesen und in der Standard- und Erweiterte-Anzeige anzuzeigen. [<=]
6.2.9 Verwaltung eGK
6.2.9.1 PIN der eGK ändern
Mit diesem Anwendungsfall kann der VersicherteNutzer das Geheimnis der PIN seinereiner eGK ändern.
A_15497 - ePA-Frontend des Versicherten: PIN der eGK ändern
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall „PIN"PIN der eGK ändern“ gemäß TABändern" gemäßTAB_FdV_156 umsetzen.
Tabelle 58: TAB_FdV_156 – PIN der eGK ändern
Name |
PIN der eGK |
Auslöser |
|
Akteur |
Versicherter oder berechtigter Vertreter |
Vorbedingung |
Die eGK des |
Nachbedingung |
PIN wurde geändert |
Standardablauf |
Die Umsetzung ist in TAB_FdV_157 beschrieben
|
Tabelle 59: TAB_FdV_157 – Ablaufaktivitäten – PIN der eGK ändern
1. PL_TUC_CARD_CHANGE_PIN nutzen |
|
Plattformoperation |
PL_TUC_CARD_CHANGE_PIN |
Eingangsdaten |
|
Identifikator |
MRPIN.home |
Benutzerhinweis am Kartenterminaldisplay (Sicherheitsklasse 3) bzw. im FdV-Benuzterinterface |
Alte PIN: |
Beschreibung |
Der Plattformbaustein wird zur Änderung den PIN genutzt. |
2. Rückgabewert von PL_TUC_CARD_CHANGE_PIN verarbeiten |
|
Rückgabedaten |
|
OK |
PIN erfolgreich geändert |
Fehlerfälle |
Siehe Beschreibung PL_TUC_CARD_CHANGE_PIN |
Beschreibung |
Das Ändern einer PIN auf der eGK basiert auf der parametrierten Plattformbaustein PL_TUC_CARD_CHANGE_PIN. Diese liefert ein Ergebnis zurück. Zur Änderung muss zwingend die Eingabe der alten PIN erfolgen. |
3. Ergebnis anzeigen |
|
Hinweis an den Versicherten |
Die Rückgabedaten des Plattformbausteins enthalten Informationen über den Erfolg der Operation auf der eGK des Versicherten. Im Fehlerfall wird der Versicherte in verständlicher Form über den Fehler informiert. Im Erfolgsfall ist dem Versicherten eine Bestätigung zur Anzeige zu bringen. |
[<=]
Abbildung 1918: Aktivitätsdiagramm "PIN der eGK ändern"
6.2.9.2 PIN der eGK entsperren
Mit diesem Anwendungsfall kann der VersicherteNutzer den gesperrten PIN seinereiner eGK mit der PUK entsperren.
A_15498 - ePA-Frontend des Versicherten: PIN der eGK entsperren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS den Anwendungsfall „PIN"PIN der eGK entsperren“ gemäß TABentsperren" gemäßTAB_FdV_158 umsetzen.
Tabelle 60: TAB_FdV_158 – PIN der eGK entsperren
Name |
PIN der eGK entsperren |
Auslöser |
|
Akteur |
Versicherter oder berechtigter Vertreter |
Vorbedingung |
Die eGK des |
Nachbedingung |
PIN des Versicherten wurde entsperrt. |
Standardablauf |
Die Umsetzung ist in TAB_FdV_159 beschrieben
|
Tabelle 61: TAB_FdV_159 – Ablaufaktivitäten – PIN der eGK entsperren
1. PL_TUC_CARD_UNBLOCK_PIN aufrufen |
|
Plattformbaustein |
PL_TUC_CARD_UNBLOCK_PIN |
Eingangsdaten |
|
Identifikator |
MRPIN.home |
Benutzerhinweis am Kartenterminaldisplay (Sicherheitsklasse 3) bzw. im FdV-Benuzterinterface |
PUK: |
Beschreibung |
Für das Entsperren der PIN wird ein Plattformbaustein genutzt. |
2. PL_TUC_CARD_UNBLOCK_PIN Ergebnis verarbeiten |
|
Rückgabedaten |
|
OK |
PIN wurde entsperrt. |
PasswordBlocked |
Die PUK wurde wegen zu häufiger Nutzung gesperrt. |
Weitere Fehlerfälle |
Siehe Beschreibung PL_TUC_CARD_UNBLOCK_PIN |
Beschreibung |
Das Entsperren einer PIN auf der eGK basiert auf dem parametrierten Plattformbaustein PL_TUC_CARD_UNBLOCK_PIN. Zum Entsperren muss zwingend die Eingabe einer PUK erfolgen. |
3. Ergebnis anzeigen |
|
Hinweis an den Versicherten |
Die Rückgabedaten des Plattformbausteins enthalten Informationen über den Erfolg der Operation auf der eGK des Versicherten. Im Fehlerfall wird der Versicherte in verständlicher Form über den Fehler informiert. Im Erfolgsfall ist dem Versicherten eine Bestätigung zur Anzeige zu bringen. |
[<=]
Abbildung 2019: Aktivitätsdiagramm "PIN der eGK entsperren"
6.2.10 Geräteverwaltung
6.2.10.1 Benachrichtigungsadresse für Geräteautorisierung aktualisieren
Um ein Gerät mit dem FdV für den Zugriff auf ein Aktenkonto zu autorisieren, muss der Nutzer dieses über einen separaten Benachrichtigungskanal (E-Mail mit Freischalt-Link) bestätigen. Die E-Mail wird an die im Aktenkonto hinterlegte Benachrichtigungsadresse des Nutzers gesendet.
Für den Aktenkontoinhaber wird die Benachrichtigungsadresse initial im Rahmen der Kontoeröffnung hinterlegt. Für Vertreter erfolgt die initiale Hinterlegung der Benachrichtigungsadresse während der Vergabe der Zugriffsberechtigung.
Der Anwendungsfall "Benachrichtigungsadresse für Geräteautorisierung aktualisieren" gibt dem Nutzer die Möglichkeit eine neue Benachrichtigungsadresse im Aktenkonto zu hinterlegen.
A_15499 - ePA-Frontend des Versicherten: Benachrichtigungsadresse erfassen
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS es dem Nutzer ermöglichen, eine Benachrichtigungsadresse für die Geräteautorisierung einzugeben. [<=]
A_15500 - ePA-Frontend des Versicherten: Benachrichtigungsadresse aktualisieren
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS das Hinterlegen der Benachrichtigungsadresse im ePA-Aktensystem gemäß TAB_FdV_160 umsetzen.
Tabelle 62: TAB_FdV_160 – Benachrichtigungsadresse aktualisieren
I_Authorization_Management_Insurant:: |
Eingangsparameter:
|
I_Authorization_Management_Insurant:: |
Http OK ohne SOAP-Response oder gematik Fehlermeldung |
[<=]
6.3 Realisierung der Leistungen der TI-Plattform
Der Produkttyp FdV realisiert die von den Fachanwendungen benötigten Leistungen der TI-Plattform, die in den fachlichen Anwendungsfällen der ePA genutzt werden. Die durch die TI-Plattform bereitgestellten Leistungen umfassen einen für die Fachanwendungen einheitlichen Zugriff auf die eGK des Versicherten, Leistungen der PKI der Telematikinfrastruktur, kryptographische Operationen, etc. die in übergreifenden Spezifikationen der gematik festgelegt sind. Die Definition der Leistungen der TI-Plattform im FdV finden sich in [gemSpec_Systemprozesse_dezTI].
Das FdV verwendet u.a. die in der Tabelle TAB_FdV_177 dargestellten Plattformleistungen.
Tabelle 63: TAB_FdV_177 – Verwendete Plattformleistungen
Kürzel |
Bezeichnung |
PL_TUC_CARD_CHANGE_PIN |
PIN ändern |
PL_TUC_CARD_INFORMATION |
Gesammelte Statusinformationen zu einer Karte |
PL_TUC_CARD_UNBLOCK_PIN |
PIN mit PUK entsperren |
PL_TUC_CARD_VERIFY_PIN |
Benutzer verifizieren |
PL_TUC_GET_CHALLENGE |
Auslesen einer Zufallszahl |
PL_TUC_SIGN_HASH_nonQES |
mit Karten-Identität signieren |
PL_TUC_SYMM_DECIPHER |
Symmetrisch entschlüsseln |
PL_TUC_SYMM_ENCIPHER |
Symmetrisch verschlüsseln |
In den folgenden Abschnitten wird festgelegt, wie umgebungsspezifische Operationen an der Schnittstelle zu den Leistungen der TI-Plattform umgesetzt werden sollen.
6.3.1 Transportschnittstelle für Kartenkommandos
Der hier beschriebene Produkttyp FdV ist als reines Softwareprodukt konzipiert. Als solches muss das FdV eine Schnittstelle zur eGK über ein Kartenterminal herstellen. Diese Schnittstelle muss die von den Plattformprozessen erzeugten, kartenverständlichen APDUs an die Karte übertragen und wird im Folgenden als ENV_TUC_CARD_APDU_TRANSPORT bezeichnet. Neben proprietären Schnittstellentreibern von Kartenterminalherstellern existieren eine Reihe standardisierter Schnittstellen, die auch von verschiedenen Betriebssystemen zur Anbindung handelsüblicher Kartenterminals unterstützt werden.
A_15501 - ePA-Frontend des Versicherten: Transportschnittstelle für Kartenkommandos
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS SOLL eine Transportschnittstelle für die Übertragung von SmartCard-APDUs gegen die Standards CT-API und PCSC implementieren.
[<=]
Von der Anforderung A_15501 darf abgewichen werden, wenn die Umsetzung technisch nicht möglich ist (bspw. durch die fehlende Unterstützung der NFC-Schnittstelle bei Herstellern mobiler Endgeräte).
Das ePA-Frontend des Versicherten kann ergänzend eine Transportschnittstelle für die Übertragung von SmartCard-APDUs auf Basis des SICCT-Protokolls, gegen den Standard CCID oder gegen proprietäre Hardwaretreiber eines Kartenterminalherstellers implementieren.
A_15502 - ePA-Frontend des Versicherten: Handbuch: Liste unterstützter Kartenterminals
Der Hersteller des ePA-Frontend des Versicherten MUSS im Handbuch ausweisen, welche Standards und Schnittstellen zu Kartenterminals sein Produkt unterstützt und MUSS eine Liste mit handelsüblichen Kartenterminals angeben, die mit seinem Produkt funktionieren. [<=]
Es sollen Kartenterminalvarianten der Sicherheitsklassen 1 (reine Kontaktiereinheit) zum Einsatz kommen. Zusätzlich können auch Kartenterminalvarianten der Sicherheitsklassen 2 (Kartenterminal mit eigenem PIN-Pad) oder 3 (PIN-Pad plus Display) unterstützt werden. Zusätzlich ist die Ausstattung des eingesetzten Kartenterminals (Klasse 1, 2 oder 3) mit einer NFC-Schnittstelle möglich. Das FdV muss die von den Varianten gebotenen Features geeignet nutzen.
A_15503 - ePA-Frontend des Versicherten: PIN-Eingabe nicht speichern
Das ePA-Frontend des Versicherten DARF ein eingegebenes PIN-Geheimnis NICHT temporär und NICHT persistent speichern. [<=]
A_15504 - ePA-Frontend des Versicherten: PIN-Geheimnis ausschließlich an Karte übermitteln
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS sicherstellen, dass das eingegebene PIN-Geheimnis ausschließlich an die Karte und nicht an andere Adressaten übermittelt wird. [<=]
Das temporäre Speichern bezieht sich bei der Verwendung eines Kartenterminals der Sicherheitsklasse 1 auf das Verwenden der PIN über den Anwendungsfall hinaus, für den die PIN-Eingabe erfolgt ist, z.B. Caching während einer Sitzung. Gelangt das FdV bei der Verwendung eines Kartenterminals der Sicherheitsklassen 2 und 3 ggfs. durch Fehlkonfiguration in Kenntnis der PIN, darf es diese ebenfalls weder temporär noch persistent speichern.
6.3.1.1 Kartenterminals der Sicherheitsklasse 1
Kartenterminals der Sicherheitsklasse 1 verfügen über keine Sicherheitsmerkmale, sie sind eine reine Kontaktiereinheit einer SmartCard. Sämtliche Geheimnis-Eingaben und Hinweistext-Ausgaben müssen über das FdV mittels Bildschirm und Tastatur/Maus erfolgen.
A_15505 - ePA-Frontend des Versicherten: Kartenterminal der Sicherheitsklasse 1: PIN-Eingabe
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, wenn ein Kartenterminal der Sicherheitsklasse 1 verwendet wird, die PIN-/PUK-Eingabe über ein angeschlossenes Eingabegerät entgegennehmen und in ein an die Karte adressiertes Kommando einbetten. [<=]
A_15506 - ePA-Frontend des Versicherten: Kartenterminal der Sicherheitsklasse 1: PIN-Eingabe Geheimnis
Das ePA-Frontend des Versicherten DARF, wenn ein Kartenterminal der Sicherheitsklasse 1 verwendet wird, die eingegebene PIN/PUK Ziffernfolge NICHT im Klartext auf dem Bildschirm darstellen. [<=]
A_15507 - ePA-Frontend des Versicherten: Kartenterminal der Sicherheitsklasse 1: PIN-Eingabe Eingabefeedback
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, wenn ein Kartenterminal der Sicherheitsklasse 1 verwendet wird, ein eingegebenes Zeichen einer Geheimniseingabe mit dem Zeichen "*" (Wildcard) quittieren.<=
[<=]
A_15508 - ePA-Frontend des Versicherten: Kartenterminal der Sicherheitsklasse 1: PIN-Eingabe Validierung
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS, wenn das Geheimnis durch einen Anwendungsfall geändert werden soll und wenn ein Kartenterminal der Sicherheitsklasse 1 verwendet wird, ein eingegebenes, neues PIN-Geheimnis durch eine erneute Abfrage des neuen PIN-Geheimnisses verifizieren. [<=]
6.3.1.2 Kartenterminals der Sicherheitsklasse 2
Kartenterminals der Sicherheitsklasse 2 verfügen über eine Eingabeschnittstelle zur Eingabe eines Benutzergeheimnisses. Typischerweise werden Kartenterminals der Sicherheitsklasse 2 in Anwendungsfällen mit Eingabe einer PIN bzw. PUK so angesteuert, dass das vorbereitete Kartenkommando mit einem Platzhalter des PIN-Geheimnisses an das Kartenterminal geschickt wird. Das Kartenterminal nimmt die PIN über die Eingabeschnittstelle entgegen, ersetzt den Platzhalter durch das eingegebene Geheimnis und leitet das Kartenkommando anschließend weiter an die Karte.
A_15509 - ePA-Frontend des Versicherten: Kartenterminal der Sicherheitsklasse 2: PIN-Eingabe
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS ein angeschlossenes Kartenterminal der Sicherheitsklasse 2 so ansteuern, dass ein Kartenkommando, das eine PIN-/PUK-Eingabe erfordert, an einem Kartenterminal um die Benutzereingabe ergänzt und anschließend direkt an die adressierte Karte weitergeleitet wird. [<=]
A_15510 - ePA-Frontend des Versicherten: Kartenterminal der Sicherheitsklasse 2: PIN-Eingabe Fehlkonfiguration
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS alle Operationen mit einer eindeutigen Fehlermeldung abbrechen, in denen es die Kenntnis eines PIN/PUK-Geheimnisses erlangt, nachdem dieses an einem PIN-Pad eines Kartenterminals der Sicherheitsklasse 2 eingegeben wurde. [<=]
A_15511 - ePA-Frontend des Versicherten: Kartenterminal der Sicherheitsklasse 2: PIN-Eingabe Eingabefeedback
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS während der Abfrage einer PIN/PUK an einem Kartenterminal der Sicherheitsklasse 2 einen Benutzerhinweis zur PIN-Eingabe am Kartenterminal an der Bildschirmausgabe ausgeben. [<=]
6.3.1.3 Kartenterminals der Sicherheitsklasse 3
Kartenterminals der Sicherheitsklasse 3 verfügen über eine Eingabeschnittstelle zur Eingabe eines Benutzergeheimnisses und Ausgabeschnittstelle zur Anzeige kurzer Textmeldungen. Typischerweise werden Kartenterminals der Sicherheitsklasse 3 in Anwendungsfällen mit Eingabe einer PIN bzw. PUK so angesteuert, dass das vorbereitete Kartenkommando mit einem Platzhalter des PIN-Geheimnisses an das Kartenterminal geschickt wird. Das Kartenterminal nimmt die PIN über die Eingabeschnittstelle entgegen, ersetzt den Platzhalter durch das eingegebene Geheimnis und leitet das Kartenkommando anschließend weiter an die Karte.
Während des Wartens auf eine Benutzereingabe kann ein an das Kartenterminal übergebener Text angezeigt werden. Einzelne Eingaben durch einen Benutzer werden in der Regel durch das Zeichen "*" quittiert. Ebenso besitzen Kartenterminals der Sicherheitsklasse 3 meist zusätzliche Logik, z.B. Eingaben zu verifizieren (siehe Anforderungen zum Ändern einer PIN mittels Klasse 1-Kartenterminal). Auf diese Logik soll hier nicht weiter eingegangen werden.
A_15512 - ePA-Frontend des Versicherten: Kartenterminal der Sicherheitsklasse 3: PIN-Eingabe
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS ein angeschlossenes Kartenterminal der Sicherheitsklasse 3 so ansteuern, dass ein Kartenkommando, das eine PIN-/PUK-Eingabe erfordert, an einem Kartenterminal um die Benutzereingabe ergänzt und anschließend direkt an die adressierte Karte weitergeleitet wird. [<=]
A_15513 - ePA-Frontend des Versicherten: Kartenterminal der Sicherheitsklasse 3: PIN-Eingabe Fehlkonfiguration
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS alle Operationen mit einer eindeutigen Fehlermeldung abbrechen, in denen es die Kenntnis eines PIN/PUK-Geheimnisses erlangt, nachdem dieses an einem PIN-Pad eines Kartenterminals der Sicherheitsklasse 3 eingegeben wurde. [<=]
A_15514 - ePA-Frontend des Versicherten: Kartenterminal der Sicherheitsklasse 3: PIN-Eingabe Eingabefeedback
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS während der Abfrage einer PIN/PUK an einem Kartenterminal der Sicherheitsklasse 3 einen Benutzerhinweis zur PIN-Eingabe am Display des Kartenterminals ausgeben. [<=]
Die Anzeige eines Benutzerhinweises soll den Nutzer informieren zu welchem Zweck eine Eingabe getätigt (z.B. alte PIN, neue PIN im Anwendungsfall PIN ändern) und welches konkretes Geheimnis abgefragt werden soll (PIN, PUK).
6.3.2 Schnittstelle für PIN-Operationen und Anbindung der eGK
Anwendungsfälle zur PIN-Verwaltung, das Login sowie weitere Anwendungsfälle können die Eingabe eines PIN- oder PUK-Geheimnisses durch den Versicherten erfordern. Der Zugriff auf die eGK erfolgt über die Systemprozesse PL_TUC_CARD_*. Das FdV als Realisierungsumgebung der Systemprozesse muss ihrerseits die von der Plattform geforderten Schnittstellen ENV_TUC_CARD_SECRET_INPUT implementieren, um die Kommunikation der Plattform mit dem Nutzer über die Außenschnittstelle des FdV zu ermöglichen. Die Außenschnittstelle ist in Kapitel "6.3.1 Transportschnittstelle für Kartenkommandos" beschrieben und umfasst das Kartenterminal, Eingabemedium und Hinweistexte an den Nutzer. Diese kann je nach Konfiguration an einem Gerät als Kartenterminal der Sicherheitsklasse 3 oder auch eine Kombination aus Bildschirmausgabe, Kartenterminal-PIN-Pad und/oder Tastatureingabe erfolgen.
A_15515 - ePA-Frontend des Versicherten: Übergabeschnittstelle PIN/PUK-Geheimnis
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS eine Operation ENV_TUC_SECRET_INPUT zur Eingabe eines PIN/PUK-Geheimnisses und Weiterleitung an eine SmartCard mit den Parametern
- Eingangsparameter:
- Identifikator
- Aktion
- minLength
- maxLength
- commandApduPart
- Rückgabewerte:
- responseApdu
implementieren. [<=]
A_15516 - ePA-Frontend des Versicherten: Umsetzung der Operation ENV_TUC_SECRET_INPUT
Das ePA-Frontend des Versicherten MUSS die Abbildung der Eingangsparameter auf die Rückgabewerte der Operation ENV_TUC_SECRET_INPUT derart umsetzen, dass
- die Eingangsparameter Identifikator und Aktion für einen Hinweistext an den Nutzer verwendet werden, welche Aktion auf welchem konkreten Kartenobjekt (z.B. Name einer PIN) durchgeführt wird
- wenn der Eingangsparameter Aktion die Eingabe eines Nutzerhinweises erfordert, der commandApduPart an der Eingabeschnittstelle um das Geheimnis des Nutzers ergänzt wird
- der commandApduPart über die Transportschnittstelle für Kartenkommandos an die Karte gesendet wird
und die Antwortnachricht der Karte als responseApdu an den Aufrufer zur Auswertung zurückgegeben wird. [<=]
A_15517 - ePA-Frontend des Versicherten: Minimalprinzip Karteninteraktion
Das ePA-Frontend des Versicherten DARF ein Kartenkommando NICHT an eine angebundene Karte weiterleiten, dass nicht explizit im Kontext eines Anwendungsfalls (intendierte Kartenoperationen und Erhöhen des Sicherheitszustands der Karte falls erforderlich) erforderlich ist. [<=]
7 Informationsmodell
Akte:
• Akten-ID (RecordIdentifier, beinhaltet Versicherten-ID und Anbieter-ID (homeCommunityId))
• Name des Aktenkontoinhabers
• FQDN des Anbieters
Geräte-Daten
• Gerätekennung (DeviceID)
• Gerätename
• Geräte-ID
Session-Daten:
• Akten-ID (RecordIdentifier)
• Zeitpunkt der letzten Authentifizierung durch den Nutzer
• Authentisierungstoken (AuthenticationAssertion)
• Autorisierungstoken (AuthorizationAssertion)
• Zustand der Akte (RecordState)
• AuthorizationType
• verschlüsselter Aktenschlüssel (EncryptedRecordKey)
• verschlüsselter Kontextschlüssel (EncryptedContextKey)
• Aktenschlüssel (RecordKey)
• Kontextschlüssel (ContextKey)
• Liste der vergebenen Berechtigungen (Policy Document)
Nutzer
• Authentisierungszertifikat der eGK des Nutzers (C.CH.AUT)
• Verschlüsselungszertifikat der eGK des Nutzers (C.CH.ENC)
• Name des Nutzers
• Versicherten-ID
• eGK-Version
• Benachrichtigungskanal für Geräteverwaltung (E-Mail)
Berechtigungen
• Name
• LEI oder Vertreter
• Telematik-ID oder Versicherten-ID
• Berechtigung ausgestellt am (nur LEI)
• Berechtigung gültig bis (nur LEI)
• Berechtigungsregeln (nur LEI)
• Berechtigung für den Zugriff auf von Versicherten eingestellten Dokumenten (nur LEI)
• Berechtigungstyp (nur Vertreter)
Datenfeld |
Herkunft |
Beschreibung |
Akten-ID (RecordIdentifier) |
Konfiguration |
beinhaltet Versicherten-ID und Anbieter-ID (homeCommunityId) |
Name des Aktenkontoinhabers |
Konfiguration |
|
FQDN des ePA-Aktensystem |
Konfiguration |
|
Geräte-Daten:
Datenfeld |
Herkunft |
Beschreibung |
Gerätekennung (DeviceID) |
Konfiguration |
beinhaltet Gerätenamen und Geräteidentität |
Geräteidentität |
Konfiguration |
wird von der Autorisierung beim erstmaligen Aufruf zusammen mit dem DEVICE_UNKNOWN Fehler übermittelt |
Gerätenamen |
Konfiguration |
durch Nutzer festgelegt |
Session-Daten:
Datenfeld |
Herkunft |
Beschreibung |
Akten-ID (RecordIdentifier) |
Konfiguration |
Kennung des Aktenkontos, auf das in der Aktensession zugegriffen wird, im Format von RecordIdentifier gemäß [gemSpec_DM_ePA#2.2] |
Status Nutzer |
|
Vergleich Versicherten-ID aus Akten-ID mit Versicherten-ID aus Authentisierungszertifikat des Nutzers |
Authentisierungstoken (AuthenticationAssertion) |
Komponente Authentisierung |
|
Autorisierungstoken (AuthorizationAssertion) |
Komponente Autorisierung |
|
Aktenschlüssel (RecordKey) |
AuthorizationKey |
entschlüsselter Aktenschlüssel |
Kontextschlüssel (ContextKey) |
AuthorizationKey |
entschlüsselter Kontextschlüssel |
Zustand des Aktenkontos (RecordState) |
Autorisierungstoken |
|
Zeitpunkt der letzten Authentifizierung durch den Nutzer |
Konfiguration |
|
Liste der vergebenen Berechtigungen |
Aktivität "Vergebene Berechtigungen bestimmen" |
Liste der für alle Berechtigungen ausgelesenen AuthorizationKeys und Policy Documents |
Nutzer:
Datenfeld |
Herkunft |
Beschreibung |
Authentisierungszertifikat des Nutzers |
eGK |
falls eGK: C.CH.AUT |
Name des Nutzers |
Authentisierungszertifikat des Nutzers |
|
Versicherten-ID des Nutzers |
Authentisierungszertifikat des Nutzers |
|
Benachrichtigungskanal für Geräteverwaltung (E-Mail) |
|
durch den Nutzer während des Eröffnens des Aktenkontos angegeben. |
Berechtigungen:
Datenfeld |
Herkunft |
Beschreibung |
Name des Berechtigten |
|
|
Kategorie |
|
LEI , KTR oder Vertreter |
ID |
|
für LEI oder KTR: TelematikID |
Berechtigung ausgestellt am |
Policy Document |
nur LEI |
Berechtigung gültig bis |
Policy Document |
nur LEI |
Berechtigung für den Zugriff auf von LEI eingestellten Dokumenten |
PolicyDocument mit "urn:gematik:policy-set-id:permissions-access-group-hcp" |
nur LEI |
Berechtigung für den Zugriff auf von Versicherten eingestellten Dokumenten |
Policy Document mit "urn:gematik:policy-set-id:permissions-access-group-hcp-insurant-documents" |
nur LEI |
Berechtigung für den Zugriff auf von KTR eingestellten Dokumenten |
Policy Document mit "urn:gematik:policy-set-id:permissions-access-group-hcp-insurance-documents" |
nur LEI |
8 Verteilungssicht
Eine Darstellung der hardwareseitigen Verteilung des Produkttyps bzw. seiner Teilsysteme und der Einbettung in die physikalische Umgebung wird nicht benötigt.
9 Anhang A – Verzeichnisse
9.1 Abkürzungen
Kürzel |
Erläuterung |
DSMLv2 |
Directory Services Markup Language v2.0 |
eGK |
Elektronische Gesundheitskarte |
ePA |
Elektronische Patientenakte |
FdV |
ePA-Frontend des Versicherten |
FQDN |
Fully-Qualified Domain Name |
GdV |
Gerät des Versicherten |
IHE |
Integrating the Healthcare Enterprise |
KTR |
Kostenträger, d.h. die gesetzlichen Krankenkassen |
KVNR |
Krankenversichertennummer |
LE |
Leistungserbringer |
LEI |
Leistungserbringerinstitution |
MTOM |
Message Transmission Optimization Mechanism |
NFC |
Near Field Communication |
OWASP |
Open Web Application Security Project |
Portable Document Format |
|
PIN |
Personal Identification Number |
PUK |
Personal Unblocking Key |
SGD |
Schlüsselgenerierungsdienst |
SOAP |
Simple Object Access Protocol |
TI |
Telematikinfrastruktur |
TLS |
Transport Layer Security |
TSL |
Trust-service Status List |
VZD |
Verzeichnisdienst der TI |
9.2 Glossar
Begriff |
Erläuterung |
Funktionsmerkmal |
Der Begriff beschreibt eine Funktion oder auch einzelne, eine logische Einheit bildende Teilfunktionen der TI im Rahmen der funktionalen Zerlegung des Systems. |
leistungserbringeräquivalentes Dokument |
Ist ein durch den Versicherten oder einen Kostenträger im Aktenkonto bereitgestelltes Dokument, welches von einem Leistungserbringer anderen Leistungserbringern, welche keinen Zugriff auf Dokumente mit erhöhter Vertraulichkeit haben, zugänglich gemacht wurde. |
Patienteninformation |
Ist ein durch eine Leistungserbringerinstitution im Aktenkonto bereitgestelltes Dokument, welches vorrangig der Information von Versicherten dient. Das Dokument wird durch den Leistungserbringer als Versicherteninformation gekennzeichnet. |
Policy Document |
Das Policy Document ist ein technisches Dokument. Es enthält die Zugriffsregeln eines Berechtigten im Aktenkonto des Versicherten in der Komponente "Dokumentenverwaltung". Berechtige der Aktenkontoinhaber, Vertreter oder LEIs. |
Versicherten-ID |
Die Versicherten-ID ist der 10-stellige unveränderliche Teil der 30-stelligen Krankenversichertennummer (KVNR). |
Versichertendokument |
Ist ein durch einen Versicherten (Aktenkontoinhaber oder Vertreter) im Aktenkonto bereitgestelltes Dokument |
Versicherteninformation |
siehe Patienteninformation |
Das Glossar wird als eigenständiges Dokument, vgl. [gemGlossar] zur Verfügung gestellt.
9.3 Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Komponenten des FdVAbbildung 1: Komponenten des FdV
Abbildung 2: Aktivitätsdiagramm "Login"Abbildung 2: Aktivitätsdiagramm "Login Aktensession"
Abbildung 3: Aktivitätsdiagramm "Log-out"Abbildung 3: Aktivitätsdiagramm "Logout Aktensession"
Abbildung 4: Aktivitätsdiagramm "Aktenkonto aktivieren"Abbildung 4: Aktivitätsdiagramm "Aktenkonto aktivieren"
Abbildung 5: Aktivitätsdiagramm "Anbieter wechseln"Abbildung 5: Aktivitätsdiagramm "Anbieter wechseln"
Abbildung 6: Aktivitätsdiagramm "Berechtigung an LEI für Aktenkonto vergeben"Abbildung 6: Aktivitätsdiagramm "Berechtigung an LEI für Aktenkonto vergeben"
Abbildung 7: Aktivitätsdiagramm "Vertretung einrichten"Abbildung 7: Aktivitätsdiagramm "Vertretung einrichten"
Abbildung 8: Aktivitätsdiagramm "Vergebene Berechtigungen anzeigen"Abbildung 8 Berechtigung an Kostenträger für Aktenkonto vergeben
Abbildung 9: Aktivitätsdiagramm "Berechtigung für LEI ändern"Abbildung 9: Aktivitätsdiagramm "Vergebene Berechtigungen anzeigen"
Abbildung 10: Aktivitätsdiagramm "Berechtigung für LEI löschen"Abbildung 10: Aktivitätsdiagramm "Berechtigung für LEI ändern"
Abbildung 11: "Aktivitätsdiagramm "Neue eGK mittels alter eGK registrieren"Abbildung 11: Aktivitätsdiagramm "Berechtigung für LEI löschen"
Abbildung 12: Aktivitätsdiagramm "Neue eGK für Vertretenen registrieren"Abbildung 12 Berechtigung für Kostenträger löschen
Abbildung 13: Aktivitätsdiagramm "Neue eGK mittels Backup registrieren"Abbildung 13: Aktivitätsdiagramm "Dokumente einstellen"
Abbildung 14: Aktivitätsdiagramm "Dokumente einstellen"Abbildung 14: Aktivitätsdiagramm "Dokumente suchen"
Abbildung 15: Aktivitätsdiagramm "Dokumente suchen"Abbildung 15: Aktivitätsdiagramm "Dokumente herunterladen"
Abbildung 16: Aktivitätsdiagramm "Dokumente herunterladen"Abbildung 16: Aktivitätsdiagramm "Dokumente löschen"
Abbildung 17: Aktivitätsdiagramm "Dokumente löschen"Abbildung 17: Aktivitätsdiagramm "Protokolldaten einsehen"
Abbildung 18: Aktivitätsdiagramm "Protokolldaten einsehen"Abbildung 18: Aktivitätsdiagramm "PIN der eGK ändern"
Abbildung 19: Aktivitätsdiagramm "PIN der eGK ändern"Abbildung 19: Aktivitätsdiagramm "PIN der eGK entsperren"
Abbildung 20: Aktivitätsdiagramm "PIN der eGK entsperren"
9.4 Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: TAB_FdV_101 – Akteure und RollenTabelle 1: TAB_FdV_101 – Akteure und Rollen
Tabelle 2 : TAB_FdV_102 – Schnittstellen des ePA-AktensystemsTabelle 2: TAB_FdV_102 – Schnittstellen des ePA-Aktensystems
Tabelle 3 :TAB_FdV_167 – Komponenten ePA-AktensystemTabelle 3: TAB_FdV_167 – Komponenten des FdV
Tabelle 4: TAB_FdV_103 – IHE Akteure und TransaktionenTabelle 4: TAB_FdV_103 – IHE Akteure und Transaktionen
Tabelle 5 : TAB_FdV_125 – MetadatenattributeTabelle 5: TAB_FdV_125 – Metadatenattribute
Tabelle 6: TAB_FdV_104 – KonfigurationsparameterParameter FdV
Tabelle 7: TAB_FdV_105 – Session-DatenTabelle 7: TAB_FdV_105 – Session-Daten
Tabelle 8: TAB_FdV_106 – DNS RR ePA-Aktensystem KomponentenTabelle 8: TAB_FdV_106 – DNS RR ePA-Aktensystem Komponenten
Tabelle 9 : TAB_FdV_110 – ZertifikatsnutzungTabelle 9: TAB_FdV_110 – Zertifikatsnutzung
Tabelle 10: TAB_FdV_161 – Zulässigkeit von Anwendungsfällen
Tabelle 11: TAB_FdV_107 – Behandlung von Fehlercodes von Plattformbausteinen
Tabelle 12: TAB_FdV_108 – Behandlung von Fehlern des ePA-Aktensystems
Tabelle 13: TAB_FdV_109 – Authentisieren des Nutzers
Tabelle 15: TAB_FdV_112111 – Dokumentenset ausin Dokumentenverwaltung herunterladenhochladen
Tabelle 16: TAB_FdV_113112 – Dokumentenset inaus Dokumentenverwaltung löschenherunterladen
Tabelle 17: TAB_FdV_114 – Suche nach Dokumenten113 – Dokumentenset in Dokumentenverwaltung löschen
Tabelle 22: TAB_FdV_119116 – Schlüsselmaterial imaus ePA-Aktensystem löschenladen
Tabelle 27: TAB_FdV_124 – Login - Einlesen der Karte120 – Suchkriterien LDAP Search
Tabelle 29: TAB_FdV_127122 – Log-outPIN-Eingabe durch Nutzer
Tabelle 30: TAB_FdV_128123 – Log-out - Aktenkontext schliessenLogin Aktensession
Tabelle 31: TAB_FdV_130124 – Aktenkonto aktivierenLogin - Einlesen der Karte
Tabelle 32: TAB_FdV_131126 – Anbieter wechselnLogin - Aktenkontext öffnen - Operation OpenContext
Tabelle 36: TAB_FdV_135 – Vertretung einrichten130 – Aktenkonto aktivieren
Tabelle 37: TAB_FdV_136 – Vertretung einrichten - Karte einlesen131 – Anbieter wechseln
Tabelle 39: TAB_FdV_138 – Berechtigung für LEI ändern133 – Anbieter wechseln - Aktenkonto fortführen
Tabelle 40: TAB_FdV_139134 – Berechtigung löschenan LEI für Aktenkonto vergeben
Tabelle 41: TAB_FdV_168 – Berechtigung Vertreter löschen135 – Vertretung einrichten
Tabelle 45: TAB_FdV_143139 – Neue eGK für Vertretenden bekannt machenBerechtigung löschen
Tabelle 48: TAB_FdV_146 – Dokumente einstellen
Tabelle 49: TAB_FdV_147 – Dokumente einstellen - Dokument verschlüsseln
Tabelle 50: TAB_FdV_148 – Dokumente suchen
Tabelle 51: TAB_FdV_149 – Dokumente aus Aktenkonto herunterladen
Tabelle 52: TAB_FdV_150 – Dokumente löschen
Tabelle 53: TAB_FdV_151 – Protokolldaten einsehen
Tabelle 54: TAB_FdV_152 – Protokolldaten einsehen - Dokumentenverwaltung abfragen
Tabelle 55: TAB_FdV_153 – Protokolldaten einsehen - Autorisierung abfragen
Tabelle 56: TAB_FdV_154 – Protokolldaten einsehen - Zugangsgateway des Versicherten abfragen
Tabelle 57: TAB_FdV_155 – Felder im ProtokolleintragTabelle 57: TAB_FdV_155 – Felder im Protokolleintrag
Tabelle 58: TAB_FdV_156 – PIN der eGK ändern
Tabelle 59: TAB_FdV_157 – Ablaufaktivitäten – PIN der eGK ändern
Tabelle 60: TAB_FdV_158 – PIN der eGK entsperren
Tabelle 61: TAB_FdV_159 – Ablaufaktivitäten – PIN der eGK entsperren
Tabelle 62: TAB_FdV_160 – Benachrichtigungsadresse aktualisieren
Tabelle 63: TAB_FdV_177 – Verwendete Plattformleistungen
9.5 Referenzierte Dokumente
9.5.1 Dokumente der gematik
Die nachfolgende Tabelle enthält die Bezeichnung der in dem vorliegenden Dokument referenzierten Dokumente der gematik zur Telematikinfrastruktur. Der mit der vorliegenden Version korrelierende Entwicklungsstand dieser Konzepte und Spezifikationen wird pro Release in einer Dokumentenlandkarte definiert, Version und Stand der referenzierten Dokumente sind daher in der nachfolgenden Tabelle nicht aufgeführt. Deren zu diesem Dokument passende jeweils gültige Versionsnummer sind in der aktuellsten, von der gematik veröffentlichten Dokumentenlandkarte enthalten, in der die vorliegende Version aufgeführt wird.
[Quelle] |
Herausgeber: Titel |
[gemGlossar] |
gematik: Einführung der Gesundheitskarte - |
[gemSpec_Aktensystem] |
gematik: Spezifikation ePA-Aktensystem |
[gemSpec_Authentisierung_Vers] |
gematik: Spezifikation Authentisierung des Versicherten ePA |
[gemSpec_Autorisierung] |
gematik: Spezifikation Autorisierung ePA |
[gemSpec_DM_ePA] |
gematik: Datenmodell ePA |
[gemSpec_Dokumentenverwaltung] |
gematik: Spezifikation Dokumentenverwaltung ePA |
[gemSpec_Krypt] |
gematik: Übergreifende Spezifikation |
[gemSpec_OM] |
gematik: Übergreifende Spezifikation Operations und Maintenance |
[gemSpec_PKI] |
gematik: Übergreifende Spezifikation Spezifikation PKI |
[gemSpec_SGD_ePA] |
gematik: Spezifikation Schlüsselgenerierungsdienst ePA |
[gemSpec_Signaturdienst] |
gematik: Spezifikation Signaturdienst |
[gemSpec_Systemprozesse_dezTI] |
gematik: Spezifikation Systemprozesse der dezentralen TI |
[gemSpec_TSL] |
gematik: Spezifikation TSL-Dienst |
[gemSpec_X_509_TSP] |
gematik: Spezifikation Trust Service Provider X.509 |
[gemSpec_Zugangsgateway_Vers] |
gematik: Spezifikation Zugangsgateway des Versicherten ePA |
[gemSysL |
gematik: Systemspezifisches Konzept ePA |
9.5.2 Weitere Dokumente
[Quelle] |
Herausgeber (Erscheinungsdatum): Titel |
[DSML2.0] |
OASIS: Directory Services Markup Language v2.0 |
[ETSI_TS_102_231_V3.1.2] |
ETSI TS 102 231 V3.1.2 (2009-12) |
[IHE-ITI-APPC] |
IHE International (2018): IHE IT Infrastructure (ITI) Technical Framework Supplement, Advanced Patient Privacy Consents (APPC), Revision 1.2 – Trial Implementation, |
[IHE-ITI-TF] |
IHE International (2018): IHE IT Infrastructure (ITI) Technical Framework, Revision 15.0 |
[IHE-ITI-TF2a] |
IHE International (2018): IHE IT Infrastructure (ITI) Technical Framework, Volume 2a (ITI TF-2a) – Transactions Part A, Revision 15.0, |
[IHE-ITI-TF2b] |
IHE International (2018): IHE IT Infrastructure (ITI) Technical Framework, Volume 2b (ITI TF-2b) – Transactions Part B, Revision 15.0, |
[IHE-ITI-TF2x] |
IHE International (2018): IHE IT Infrastructure (ITI) Technical Framework, Volume 2x (ITI TF-2x) – Volume 2 Appendices, Revision 15.1, http://www.ihe.net/uploadedFiles/Documents/ITI/IHE_ITI_TF_Vol2x.pdf |
[MTOM] |
W3C (2005): SOAP Message Transmission Optimization Mechanism, https://www.w3.org/TR/soap12-mtom/ |
[OWASP |
OWASP |
[OWASP |
|
|
|
[RFC6960] |
RFC 6960 (Juni 2013): X.509 Internet Public Key Infrastructure |
[vesta] |
Zentrales Interoperabilitätsverzeichnis des deutschen Gesundheitswesens |
[WSIBP] |
Web-Services Interoperability Consortium (2010): WS-I Basic Profile V2.0 (final material), |
[XMLEnc-1.1] |
XML Encryption Syntax and Processing, W3C Recommendation |