Official URL: https://gematik.de/fhir/epa/ImplementationGuide/de.gematik.epa | Version: 1.1.5 | |||
Draft as of 2025-03-31 | Computable Name: EPA_Basic |
Seiteninhalt:
Die ePA für alle realisiert technisch einen souveränen, sicheren und möglichst benutzerfreundlichen Zugang zu den Gesundheitsdaten eines Versicherten. Fachlich ermöglicht die ePA eine Vereinfachung der Anamnese, die Auswertung von longitudinalen Daten und einen verbesserten Übergang in einer sektorenübergreifenden Versorgung.
Dieser Implementation Guide beschreibt die Basisdienste des ePA-Aktensystems, welche als FHIR Data Services realisiert sind. Darüber hinaus definiert er Anforderungen an nutzende ePA-Client-Systeme sowie Basisfunktionalitäten, die sowohl für Basisdienste als auch für Medical Services wie den Medication Service gelten.
Das ePA-Aktensystem protokolliert alle relevanten Ereignisse zur Datenschutzkontrolle des Versicherten, darunter Zugriffe auf dessen Daten, Änderungen an Befugnissen und Einwilligungen sowie den Anbieterwechsel. Die Protokolleinträge werden verschlüsselt gespeichert, für drei Jahre aufbewahrt und danach automatisch gelöscht. Versicherte, Vertreter und die Ombudsstelle können die Protokolle abrufen, wobei das Aktensystem sicherstellt, dass nur autorisierte Personen darauf zugreifen können.
Sämtliche FHIR-Instanzen in einem versichertenindividuellen Health Record Context sind direkt oder indirekt mit einer FHIR R4 Patient-Ressource über einen KVNR-basierten Identifier verknüpft. Die Basisfunktionalität namens Patient Service gewährleistet, dass der Kostenträger Basisdaten des Versicherten (d.h. ausschließlich Name, Vorname(n), Geburtsdatum sowie Anrede) in die ePA für alle einstellen und aktualisieren kann. Somit stehen diese Daten den FHIR Data Services bei der Herausgabe von servicespezifischen Daten zur Verfügung. Als Beispiel kann hier die Medikationsliste herangezogen werden. Über das ePA-Frontend des Versicherten kann ferner die Historie der Patient-Ressource eingesehen werden.
Die ePA für alle unterstützt den digital gestützten Medikationsprozess (dgMP) durch die servicebasierte Datenverarbeitung über den Medication Service der ePA. Dieser erlaubt die Erfassung und Aktualisierung von Medikationen direkt in der ePA. Weitere Informationen sind über den Implementation Guide [IG_Medication] einsehbar.
Die ePA für alle unterstützt die Suche auf Dokumenten im XDS Document Service über eine [IHE ITI MHD] kompatible Schnittstelle des MHD Service. Dieser Dienst erweitert die vorhandene IHE XDS-Suchfunktionalität um eine Volltextsuche, die mit einer metadatenbasierten Suche kombinierbar ist. Weitere Informationen sind über den Implementation Guide [IG_MHD] einsehbar.
Allgemeine Fragen und Kommentare zum Leitfaden können Sie über das [Anfragenportal] der gematik einreichen. Falls kein Zugang besteht, senden Sie bitte eine E-Mail an “patientteam [ at ] gematik [ dot ] de” mit dem Betreff “Anfragenportal Zugang”.