Das Informationsmodell adressiert das am MIO-Konzept interessierte medizinische Fachpublikum. Dies betrifft unter anderem Labormediziner:innen, die den Laborbefund erstellen, als auch medizinisches Personal, welches den Laborbefund entgegen nimmt und im Primärsystem verarbeitet sehen möchte.
Das Informationsmodell Laborbefund ist in mehrere Abschnitte gegliedert und verschachtelt strukturiert. Dieses Vorgehen dient der besseren Übersicht.
Die unter "Referenzierte Profile" dargestellten Strukturen sind angelehnt an die technische FHIR-Struktur. Der Aufbau des Laborgesamtbefundes erschließt sich über die inkludierten Referenzierungen. Beispielsweise
Die im dgLP Laborbefund definierten Kardinalitäten und Konformitäten sind in dieser Abbildung vereinfacht wie folgt dargestellt:
Die genaue Zuweisung von Kardinalitäten und Konformitäten zu einzelnen Elementen sind im Informationsmodell jeweils unter Details zum einzelnen Element dargestellt.
Details
Hinweis: Nicht jedes Element enthält alle hier aufgeführten Informationen.
| Detailelement | Erläuterung |
|---|---|
| Name | Benennt das Element (deutsches Konzept) |
| Beschreibung | Beschreibt und erläutert die Verwendung des Elementes im Anwenderkontext aus fachlicher Perspektive. Diese "Beschreibung" wird in FHIR-Artefakten dieses Implementation Guide als Definition erst mit Klick auf die Detailed Description zugänglich. |
| Rationale | Enthält eine Begründung, warum das Element in der vorliegenden Form in das Informationsmodell aufgenommen wurde, z.B. durch Referenzen auf externe Spezifikationen. |
| Datentyp | Gibt den Datentyp an, mit dem das Element befüllt wird, siehe auch: [FHIR-DataTypes]. |
| Kardinalität | Gibt an, wie häufig in einem bestimmten Anwendungsszenario ein Wert für das Element übermittelt werden darf - ausgedrückt mittels eines* minimalen und eines* maximalen Wertes, siehe auch [FHIR-Cardinality]. Dazu Benennung eine* der folgenden Konformitäten:
* Hinweis: Es können in seltenen Fällen auch mehrere Kardinalitäten/Konformitäten in Abhängigkeit von definierten Bedingungen an einem Element angegeben sein. |
| Terminologie Assoziationen / Wertelisten | Enthält einzelne oder mehrere Codes, mit denen dieses Element gefüllt werden kann bzw. muss. |
| FHIR Mappings: | Gibt an, an welcher Stelle in der technischen FHIR-Spezifikation das Element umgesetzt ist. |
| MUSS- / SOLL- / KANN-Angaben | Enthält Anforderungen, die gemäß ihrer Verbindlichkeit mit MUSS, SOLL oder KANN betitelt sind und unter den Verarbeitunsregeln noch einmal zusammen gelistet werden. Adressiert werden hier mit der Umsetzung befasste Administrator:innen oder Systemhersteller.innen. |
| LDT2, LDT3, Muster 10 … | Unverbindliche Vorschläge zum Mapping von (Alt-)Daten auf dieses dgLP-Element |
| Short | Kurzbeschreibung für das Element. Erscheint in FHIR-Artefakten dieses Implementation Guide ("Formale Ansichten des Profilinhalts") direkt sichtbar unter "Description & Constraints", wogegen die "Beschreibung" als FHIR-Definition erst unter die Detailed Description zugänglich wird. Die Kurzbeschreibung dient der besseren Verständigung über den Zweck des Elementes. Das erscheint nicht grundsätzlich für jedes FHIR-Element notwendig, sodass es nicht zu jedem FHIR-Element ein in deutscher Sprache formuliertes "Short" gibt. |
Tabelle: Erläuterungen zum Informationsmodell dgLP Laborbefund