ePA Laboratory Report Implementation Guide
Version 1.0.0-ballot.1 - ballot

Informationsmodell

Das Informationsmodell adressiert das am MIO-Konzept interessierte medizinische Fachpublikum. Dies betrifft unter anderem Labormediziner:innen, die den Laborbefund erstellen, als auch medizinisches Personal, welches den Laborbefund entgegen nimmt und im Primärsystem verarbeitet sehen möchte.

Grundstruktur

Das Informationsmodell Laborbefund ist in mehrere Abschnitte gegliedert und verschachtelt strukturiert. Dieses Vorgehen dient der besseren Übersicht.

Die unter "Referenzierte Profile" dargestellten Strukturen sind angelehnt an die technische FHIR-Struktur. Der Aufbau des Laborgesamtbefundes erschließt sich über die inkludierten Referenzierungen. Beispielsweise

  • findet man unter "Ergebnisse" die "Untersuchungsgruppe" (Fachliche Gruppierung), welche die gesamte Struktur "Laboruntersuchung" enthält. Und innerhalb einer "Laboruntersuchung" ist die zugehörige "Probe" referenziert;
  • sind unter "Referenzierte administrative Profile" die "Behandelnde Person", "Einrichtung", die Kombination "Behandelnde Person/Einrichtung", "Patient:in" und "Kontaktperson" im Detail definiert. An verschiedenen Stellen des Laborbefundes (z.B. "Auftragnehmendes Labor" oder "Laborauftrag-Einsendung von") wird darauf referenziert, ohne diese Strukturen redundant detailliert darzustellen.
Vereinfachte Darstellung der Grundstruktur des Informationsmodells
Abbildung: Vereinfachte Darstellung der Grundstruktur des Informationsmodells


Die im dgLP Laborbefund definierten Kardinalitäten und Konformitäten sind in dieser Abbildung vereinfacht wie folgt dargestellt:

  • Profile, die in jedem dgLP Laborbefund verpflichtend übermittelt werden müssen, sind mit einem Ausrufezeichen-Icon versehen.
  • Profile, die in einem dgLP Laborbefund mehrfach vorkommen (können), sind in Form eines Stapels dargestellt.

Die genaue Zuweisung von Kardinalitäten und Konformitäten zu einzelnen Elementen sind im Informationsmodell jeweils unter Details zum einzelnen Element dargestellt.

Details

Tabelle: Informationsmodell dgLP Laborbefund

Detailinformationen zu Elementen des Informationsmodells

Hinweis: Nicht jedes Element enthält alle hier aufgeführten Informationen.

Detailelement Erläuterung
Name Benennt das Element (deutsches Konzept)
Beschreibung Beschreibt und erläutert die Verwendung des Elementes im Anwenderkontext aus fachlicher Perspektive. Diese "Beschreibung" wird in FHIR-Artefakten dieses Implementation Guide als Definition erst mit Klick auf die Detailed Description zugänglich.
Rationale Enthält eine Begründung, warum das Element in der vorliegenden Form in das Informationsmodell aufgenommen wurde, z.B. durch Referenzen auf externe Spezifikationen.
Datentyp Gibt den Datentyp an, mit dem das Element befüllt wird, siehe auch: [FHIR-DataTypes].
Kardinalität Gibt an, wie häufig in einem bestimmten Anwendungsszenario ein Wert für das Element übermittelt werden darf - ausgedrückt mittels eines* minimalen und eines* maximalen Wertes, siehe auch [FHIR-Cardinality].

Dazu Benennung eine* der folgenden Konformitäten:

  • Mandatory (M) = es muss (mindestens) ein gültiger Wert im Element vorliegen
  • Optional (O) = es kann (mindestens) ein gültiger Wert vorliegen
  • Not present (NP) = es darf kein Wert vorliegen


* Hinweis: Es können in seltenen Fällen auch mehrere Kardinalitäten/Konformitäten in Abhängigkeit von definierten Bedingungen an einem Element angegeben sein.
Terminologie Assoziationen / Wertelisten Enthält einzelne oder mehrere Codes, mit denen dieses Element gefüllt werden kann bzw. muss.
FHIR Mappings: Gibt an, an welcher Stelle in der technischen FHIR-Spezifikation das Element umgesetzt ist.
MUSS- / SOLL- / KANN-Angaben Enthält Anforderungen, die gemäß ihrer Verbindlichkeit mit MUSS, SOLL oder KANN betitelt sind und unter den Verarbeitunsregeln noch einmal zusammen gelistet werden. Adressiert werden hier mit der Umsetzung befasste Administrator:innen oder Systemhersteller.innen.
LDT2, LDT3, Muster 10 … Unverbindliche Vorschläge zum Mapping von (Alt-)Daten auf dieses dgLP-Element
Short Kurzbeschreibung für das Element. Erscheint in FHIR-Artefakten dieses Implementation Guide ("Formale Ansichten des Profilinhalts") direkt sichtbar unter "Description & Constraints", wogegen die "Beschreibung" als FHIR-Definition erst unter die Detailed Description zugänglich wird. Die Kurzbeschreibung dient der besseren Verständigung über den Zweck des Elementes. Das erscheint nicht grundsätzlich für jedes FHIR-Element notwendig, sodass es nicht zu jedem FHIR-Element ein in deutscher Sprache formuliertes "Short" gibt.

Tabelle: Erläuterungen zum Informationsmodell dgLP Laborbefund