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Um ein E-Rezept beliefern zu können, muss die Apotheke das Wissen um die Referenz des steuernden Tasks und den AccessCode zum Nachweis der Berechtigung erlangen. Diese beiden Datenfelder, URL des Tasks und AccessCode, werden vom Versicherten zur Verfügung gestellt. Die Bereitstellung kann als E-Rezept-Nachricht über den TI-Flow-Fachdienst oder als 2D-Code erfolgen. Die Bereitstellung als 2D-Code erfolgt entweder über das Abscannen des Codes von einem Patientenausdruck oder vom Display des E-Rezept-FdV, welches den Code auf dem Display des Geräts des Versicherten anzeigt.
Beispiel für E-Rezept-Einlöseinformationen (z.B. für Nutzung als Referenz in Communication-Ressource):
“Task/160.000.000.000.123.76/$accept?ac=777bea0e13cc9c42ceec14aec3ddee2263325dc2c6c699db115f58fe423607ea”
Beispiel für genau ein E-Rezept-Token (für die Codierung als 2D-Code):
{ “urls”: [ “Task/160.000.000.000.123.76/$accept?ac=777bea0e13cc9c42ceec14aec3ddee2263325dc2c6c699db115f58fe423607ea” ]}
Beispiel für eine Sammlung von drei E-Rezept-Token (für die Codierung als 2D-Code):
{
“urls”: [“Task/160.000.000.000.123.76/$accept?ac=777bea0e13cc9c42ceec14aec3ddee2263325dc2c6c699db115f58fe423607ea”,
“Task/160.123.456.789.123.58/$accept?ac=0936cfa582b447144b71ac89eb7bb83a77c67c99d4054f91ee3703acf5d6a629”,
“Task/160.000.346.211.638.15/$accept?ac=d3e6092ae3af14b5225e2ddbe5a4f59b3939a907d6fdd5ce6a760ca71f45d8e5”
]
}
Der Datentyp der Task.id erlaubt bis zu 64 Zeichen zur Angabe einer ID des Tasks. Mit der zulässigen Maximallänge ergibt sich folgendes Beispiel, aus dem die maximale Datengröße für einen 2D-Datamatrix-Code ergibt (Umbrücke und Leerzeichen werden im Sinne der Datenkomprimierung entfernt).
{“urls”:[“Task/1234567891011121314151617181920212223242526272829303132333435361/$accept?ac=777bea0e13cc9c42ceec14aec3ddee2263325dc2c6c699db115f58fe423607ea”,”Task/1234567891011121314151617181920212223242526272829303132333435362/$accept?ac=0936cfa582b447144b71ac89eb7bb83a77c67c99d4054f91ee3703acf5d6a629”,”Task/1234567891011121314151617181920212223242526272829303132333435363/$accept?ac=d3e6092ae3af14b5225e2ddbe5a4f59b3939a907d6fdd5ce6a760ca71f45d8e5”]}
Der Nutzer eines E-Rezept-FdV kann die Zugriffs Rezeptinformationen als 2D-Code auf dem Bildschirm seines E-Rezept-FdVs anzeigen lassen, um das/die E-Rezept/E-Rezepte direkt in der Apotheke einlösen zu können.
Ein 2D-Code kann bis zu 3 E-Rezept-Token beinhalten. Sollen mehr E-Rezept-Token übermittelt werden, können bspw. mehrere 2D-Codes erzeugt und angezeigt werden.
Eine Alternative zur Übermittlung eines E-Rezept-Token oder eines Abrechnungsinformation-Token vom Versicherten mittels E-Rezept-Nachricht ist die persönliche Übergabe in der Apotheke vor Ort. Hierzu übergibt der Kunde (Versicherter oder Vertreter) dem Mitarbeiter der abgebenden LEI einen Patientenausdruck mit 2D-Code oder präsentiert einen 2D-Code auf dem Display seines mobilen Gerätes. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass ein Versicherter den Patientenausdruck eines E-Rezept-Tokens an eine Versandapotheke sendet. Der 2D-Code wird eingescannt.
Das PS der abgebenden LEI muss es dem Nutzer ermöglichen, einen 2D-Code für das Zuweisen von E-Rezepten oder zum Ändern einer Abrechnungsinformation einzuscannen.
Der 2D-Code für E-Rezept-Token enthält mindestens einen Token für ein E-Rezept und kann zu 3 Token zusammenfassen. Dies dient einer besseren Usability.
Der 2D-Code für Abrechnungsinformation-Token enthält genau einen Token.
Für den Aufbau des 2D-Codes und Struktur des E-Rezept-Token bzw. Abrechnungsinformation-Token siehe [gemSpec_DM_eRp].Mit den Informationen aus einem E-Rezept-Token kann das E-Rezept vom TI-Flow-Fachdienst heruntergeladen werden.Mit der Information aus dem Abrechnungsinformation-Token kann die Abrechnungsinformation vom TI-Flow-Fachdienst heruntergeladen und der PKV-Abgabedatensatz einmalig auf dem TI-Flow-Fachdienst aktualisiert werden.
Hinweis zu Mehrfachverordnung: Wenn Datamatrix-Codes einer Mehrfachverordnung von einem Ausdruck eingescannt werden, dann dürfen die E-Rezept-Token der Teilverordnungen, welche noch nicht ihren Gültigkeitszeitraum erreicht haben, nicht automatisch im AVS gespeichert werden, da der Versicherte das Recht hat, für diese ggf. eine andere Apotheke für das Einlösen auszuwählen.
Die Apotheke stimmt mit dem Patienten ab, wie mit der Teilverordnung verfahren wird, bspw. telefonische Rücksprache mit dem Patienten, ob das Rezept beliefert werden soll oder automatische Belieferung bei Erreichen der Einlösefrist.
Um auf Wunsch des Versicherten den PKV-Abgabedatensatz ändern zu können, muss die Apotheke das Wissen um die Referenz des ChargeItem und den AccessCode zum Nachweis der Berechtigung erlangen. Diese Informationen werden vom Versicherten zur Verfügung gestellt. Die Bereitstellung kann als Nachricht über den TI-Flow-Fachdienst oder durch Abscannen als 2D-Code vom Display der E-Rezept-FdV erfolgen.
Beispiel für Abrechnungsinformation-Token:
“ChargeItem/200.100.000.000.004.30?ac=0037c20b8e893b690f07d784fcfcf38c748454c08253a8b2c0499347576ca612”
Beispiel für die Codierung als 2D-Code: { “urls”: [ “ChargeItem/200.100.000.000.004.30?ac=0037c20b8e893b690f07d784fcfcf38c748454c08253a8b2c0499347576ca612” ] }