Telematikinfrastruktur 2.0
Feature:
PoPP Stufe 2 - Online Check-in
| Version | 1.0.0_CC4 |
| Revision | 1712957 |
| Stand | 03.09.2026 |
| Status | zur Abstimmung freigegeben |
| Klassifizierung | öffentlich_Entwurf |
| Referenzierung | gemF_PoPP_Online_Check-in |
Änderungen zur Vorversion
Anpassungen des vorliegenden Dokumentes im Vergleich zur Vorversion können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen.
Dokumentenhistorie
| Version
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Stand
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Kap./ Seite
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Grund der Änderung, besondere Hinweise
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Bearbeitung
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|---|---|---|---|---|
| 1.0.0 | 26.01.2026 | initiale Einarbeitung | gematik | |
| 1.0.0 CC2 | 11.05.2026 | gematik | ||
| 1.0.0 CC3 | 05.08.2026 | zur Abstimmung | gematik | |
| 1.0.0 CC4 | 03.09.2026 | zur Abstimmung freigegeben | gematik |
Dieses Feature-Dokument beschreibt das Konzept und die Anforderungen von PoPP Service Stufe 2: Online Check-in. Neben diesem Feature-Dokument ist auch die Spezifikation [gemSpec_PoPP_Modul] relevant.
Die grundlegenden fachlichen Konzepte zu PoPP wurden in [gemKPT_PoPP] beschrieben. Das Dokument enthält bereits ein Konzept für den mobilen Check-in mit GesundheitsID (Kapitel 4.3 „PoPP mit GesundheitsID“) und bildet den fachlichen Stand von 2024 ab. Es wird nicht weiter fortgeschrieben.
Kapitel 2 dieses Dokuments [gemF_PoPP_Online_Check-in] führt das bisherige Konzept fort und beschreibt das aktuelle Fachkonzept für den Online Check-in (PoPP Stufe 2). Es berücksichtigt insbesondere das PoPP-Modul, die Verwendung von ZETA (für die Versicherten-Authentisierung), das Zusammenspiel von Anbieter-Apps und Kassen-Apps sowie die Authentifizierung mittels GesundheitsID und Verifikation einer eGK-in-Fernversorgung.
Für die fachliche Beschreibung des Online Check-ins in PoPP Stufe 2 ist daher Kapitel 2 dieses Dokuments maßgeblich. Die Inhalte aus [gemKPT_PoPP] dienen ergänzend der fachlichen Einordnung und Herleitung.
Dieses Feature-Dokument dient Herstellern, Anbietern und Herstellern des PoPP-Services als Orientierung und bietet eine konsolidierte Übersicht über neue Anforderungen für den Online Check-in beim PoPP-Service. Dies betrifft alle Szenarien, in denen ein Versicherter sein Smartphone für einen Online Check-in verwendet.
Hierzu zählen alle Versorgungsszenarien, bei denen die Versicherten ihre GesundheitsID nutzen; und zwar sowohl in Versorgungseinrichtungen (Vor-Ort-Besuch), in der mobilen Versorgung (bspw. Hausbesuch) oder in der Fernversorgung (bspw. Videosprechstunde).
Dieses Dokument richtet sich an:
Dieses Feature-Dokument enthält Konzepte und Anforderungen, die für den PoPP-Service Stufe 2 relevant sind. Für Stufe 1 des PoPP-Services gilt die Spezifikation [gemSpec_PoPP_Service].
Nach erfolgter Freigabe dieses Features (sowie [gemSpec_PoPP_Modul]) werden die entsprechende Anteile aus dem Kapitel 4 "Spezifikation" nach [gemSpec_PoPP_Service], bzw. die anderen betroffenen Dokumente überführt. Die überarbeitete Version von [gemSpec_PoPP_Service] wird dann für Stufe 1 und Stufe 2 gelten.
Die konzeptionellen Anteile dieses Feature-Dokuments (2 Konzept ) verbleiben in [gemF_PoPP_Online_Check-in]. Dieses wird nach Freigabe ebenfalls veröffentlicht.
Im Kapitel 2 Konzept werden zur Veranschaulichung Click-Dummies referenziert. Die darin dargestellten Umsetzungen, Abläufe und Benutzeroberflächen dienen ausschließlich der Illustration des beschriebenen Konzepts. Aus den Click-Dummies lassen sich keine normativen oder verbindlichen Anforderungen ableiten. Maßgeblich und verbindlich sind ausschließlich die Festlegungen in den Spezifikationen.
Epics und zugeordnete User Stories werden durch eine eindeutige ID gekennzeichnet.
Epic und UserStory werden im Dokument wie folgt dargestellt:
<Jira-ID> - <Zusammenfassung des Jira-Issue>
Text / Beschreibung
[<=]
Dabei umfasst die Anforderung sämtliche zwischen Jira-ID und Textmarke [<=] angeführten Inhalte.
Anforderungen als Ausdruck normativer Festlegungen werden durch eine eindeutige ID sowie die dem RFC 2119 [RFC2119] entsprechenden, in Großbuchstaben geschriebenen deutschen Schlüsselworte MUSS, DARF NICHT, SOLL, SOLL NICHT, KANN gekennzeichnet.
Da in dem Beispielsatz „Eine leere Liste DARF NICHT ein Element besitzen.“ die Phrase „DARF NICHT“ semantisch irreführend wäre (wenn nicht ein, dann vielleicht zwei?), wird in diesem Dokument stattdessen „Eine leere Liste DARF KEIN Element besitzen.“ verwendet. Die Schlüsselworte werden außerdem um Pronomen in Großbuchstaben ergänzt, wenn dies den Sprachfluss verbessert oder die Semantik verdeutlicht.
Anforderungen werden im Dokument wie folgt dargestellt:
<AFO-ID> - <Titel der Afo>
Text / Beschreibung
[<=]
Dabei umfasst die Anforderung sämtliche zwischen Afo-ID und Textmarke [<=] angeführten Inhalte.
Hinweis auf offene Punkte
| Offener Punkt: Das Kapitel wird in einer späteren Version des Dokuments ergänzt. |
Die Stufe 2 des PoPP-Services erweitert die Möglichkeiten zur Herstellung eines Versorgungskontexts zwischen dem Inhaber einer Telematik-ID (Leistungserbringerinstitution, DiGA, Kostenträger) und Versicherten (VER). Neu eingeführt wird mit Stufe 2 der Online Check-in für PoPP, der direkt am Smartphone des Versicherten erfolgt. Dieser ermöglicht die Nutzung einer GesundheitsID in allen Versorgungsszenarien, also auch vor-Ort in einer Versorgungseinrichtung.
Ziel ist es, den Zugang zu Versichertendaten auch in allen Versorgungsszenarien für Inhaber einer Telematik-ID zu ermöglichen und zusätzlich den Versicherten mit der GesundheitsID eine virtuelle Alternative zum Stecken der physischen eGK in vor-Ort-Szenarien anzubieten. Das Ergebnis des Prozesses ist auch hier ein PoPP-Token, der gemäß [gemSpec_PoPP_Service] generiert wird und berechtigten Inhabern einer Telematik-ID den Zugriff auf die Versichertendaten in Fachdiensten ermöglicht.
Der Prozess für den Online Check-in wird vom Versicherten initiiert und erfordert unter anderem folgende weitere Komponenten im Vergleich zur ersten Stufe des PoPP-Service:
Der Prozess startet mit der Auswahl des Inhabers der Telematik-ID, bei der sich die VER einchecken möchte.
Der Online Check-in vermittelt der verwendeten App keinen Zugriff auf Versichertendaten. Der Zugriff auf die Versichertendaten bleibt, wie bereits in Stufe 1, ausschließlich dem berechtigten Inhaber der vom Versicherten ausgewählten Telematik-ID vorbehalten. PoPP-Token gelangen zu keinem Zeitpunkt in den Verfügungsbereich der Versicherten (inklusive App), sondern werden vom PoPP-Service ausschließlich direkt an den im Primärsystem des Inhabers der ausgewählten Telematik-ID integrierten PoPP-Client übermittelt.
Die Anwendungsfälle der Stufe 1, bei denen VER ihre eGK in Versorgungseinrichtungen vor Ort oder in mobilen Versorgungsszenarien, wie Heim- oder Hausbesuchen, nutzen, bleiben unverändert und sind in [gemSpec_PoPP_Service] dokumentiert.
Das folgende Kapitel enthält die fachliche Beschreibung des Online Check-ins mit GesundheitsID in verschiedenen Versorgungsszenarien sowie die Aufgaben, bzw. Rollen der unterschiedlichen Apps. Zudem werden Möglichkeiten aufgezeigt, den Online Check-in in (größeren) Einrichtungen einzelnen Arbeitsplätzen zuzuordnen und neben dem Scannen eines QR-Codes auch alternative Verfahren zur Auswahl des Inhabers einer Telematik-ID bzw. zur Erfassung der Telematik-ID zu nutzen.
Die Abläufe werden lediglich skizziert und sind teilweise verkürzt oder vereinfacht dargestellt. Die vollständigen Abläufe sowie die detaillierten Anforderungen werden in [gemSpec_PoPP_Service] und [gemSpec_PoPP_Modul] beschrieben.
Zunächst werden die Komponenten und Rollen für den Online Check‑in beschrieben, bevor im Anschluss zugehörige Workflows dargestellt werden.
Der Online Check-in wird stets durch ein PoPP-Modul durchgeführt. Das PoPP-Modul muss bei Verwendung der GesudheitsID in einer Kassen-App auf dem Smartphone des Versicherten integriert sein und wird durch die gematik zugelassen.
Das PoPP-Modul ist Bestandteil der Anwendung, die das Authenticator-Modul des sektoralen Identity Providers (IDP) der Krankenversicherung des Versicherten implementiert. Das PoPP-Modul und das Authenticator-Modul werden daher immer gemeinsam innerhalb derselben Anwendung bereitgestellt.
Die Umsetzung erfolgt in unterschiedlichen Ausprägungen:
Im Folgenden bezeichnet der Begriff Kassen-App stets die Anwendung, welche sowohl das Authenticator-Modul als auch das PoPP-Modul implementiert.
Der Online Check-in lässt sich aus unterschiedlichen Anwendungen heraus initiieren. Solche Anwendungen werden in dieser Spezifikation als Anbieter-Apps bezeichnet.
Anbieter-Apps führen den Online Check-in bei Verwendung der GesudheitsID nicht selbst durch. Stattdessen übergeben sie die notwendigen Informationen an eine Kassen-App und nutzen das dort implementierte PoPP-Modul. Anbieter-Apps werden nicht durch die gematik zugelassen. Beispiele für Anbieter-Apps:
Anbieter-Apps können auf mobilen Endgeräten, Desktop-Systemen oder als Webanwendungen betrieben werden.
Es werden folgende Nutzungsszenarien der verschiedenen App-Typen unterstützt:
Online Check-in in einer Kassen-App
Die VER startet den Online Check-in unmittelbar in der Kassen-App. Es ist kein Wechsel in eine andere Anwendung erforderlich. Die Auswahl des Inhabers einer Telematik-ID erfolgt durch die VER beispielsweise mittels:
Online Check-in aus einer Anbieter-App (App2App)
Die VER startet den Online Check-in in einer Anbieter-App. Die Anbieter-App übergibt die notwendigen Informationen an eine Kassen-App. Die Durchführung des Online Check-ins erfolgt anschließend im PoPP-Modul der Kassen-App. Hierfür ist ein Wechsel von der Anbieter-App in die Kassen-App erforderlich. Die Auswahl des Inhabers einer Telematik-ID in der Krankenkassen-App kann entfallen, sofern die hierfür notwendigen Informationen (z. B. die Telematik-ID) bereits durch die Anbieter-App bereitgestellt wurden.
Online Check-in aus einer Webanwendung
Die VER startet den Online Check-in in einer Webanwendung, beispielsweise einem Patientenportal oder einer Videosprechstunden-App. Die Webanwendung übergibt die notwendigen Informationen an die Kassen-App. Der eigentliche Online Check-in wird anschließend durch das PoPP-Modul der Kassen-App durchgeführt. Sofern die Telematik-ID bereits durch die Webanwendung festgelegt wurde, kann eine erneute Auswahl des Inhabers einer Telematik-ID entfallen.
Die Authentifizierung für den Online Check-in erfolgt mit der GesundheitsID auf dem Smartphone.
VER wählen den Inhaber einer Telematik-ID aus, bei der sie online einchecken wollen. Die Telematik-ID lässt sich auf verschiedene Weise durch einen Versicherten erfassen:
Das PoPP-Modul ist eine Softwarekomponente zur Durchführung des Online Check-ins auf Seiten der Versicherten. Es führt die Kommunikation zwischen dem Smartphone der Versicherten und dem PoPP-Service durch.
PoPP-Module werden von der gematik zugelassen.
Das PoPP-Modul ist in einer Kassen-App integriert, welche zusätzlich das Authenticator-Modul des sektoralen Identity Providers (IDP) der jeweiligen Krankenversicherung implementiert. Ein Versicherter kann bei Verwendung der GesundheitsID das PoPP-Modul entweder direkt über eine Kassen-App nutzen oder indirekt aus einer Anbieter-App heraus aufrufen.
Anbieter-Apps, wie beispielsweise Apps von Leistungserbringern, Apotheken oder Videosprechstunden-Anbietern, implementieren für die Verwendung der GesundheitsID kein eigenes PoPP-Modul. Stattdessen können sie über geeignete Betriebssystemmechanismen das PoPP-Modul einer Kassen-App aufrufen und für den Online Check-in nachnutzen (App2App-Kommunikation).
Das PoPP-Modul ist von dem PoPP-Client abzugrenzen. Der PoPP-Client wird vom Personal des Telematik-ID-Inhabers im Primärsystem genutzt. Das PoPP-Modul wird von Versicherten auf ihren Smartphones genutzt.
Die technische Absicherung der Kommunikation erfolgt gemäß der Zero-Trust-Architektur der TI. Hierzu nutzt die Kassen-App mit integriertem PoPP-Modul einen ZETA Client, der die gesicherte Kommunikation mit dem ZETA Guard des PoPP-Service ermöglicht. Sämtliche Kommunikation zwischen PoPP-Modul und PoPP-Service Resource Server erfolgt über diese Sicherheitsarchitektur.
Der QR-Code erleichtert insbesondere vor Ort in Versorgungseinrichtungen oder in mobilen Versorgungsszenarien (zum Beispiel Heim- oder Hausbesuch) die Erfassung der Telematik-ID. Dies erfolgt, indem ein QR-Code aus der App, in der der Online Check-in integriert ist, von den Versicherten abgescannt wird.
Zusätzlich kann der QR-Code weitere Informationen enthalten, etwa eine optionale WorkplaceID, die verschiedene Aufgaben übernehmen kann.
Der Inhaber der Telematik-ID muss dazu einmalig einen QR-Code im Primärsystem (PS) generieren. Optional kann für jeden Arbeitsplatz ein separater QR-Code mit einer spezifischen WorkplaceID erstellt werden. QR-Codes können beispielsweise am Empfang als Zettel oder auf einem Bildschirm platziert oder bei mobilen Versorgungsszenarien mitgebracht werden.
Erfolgt die Auswahl des Inhabers einer Telematik-ID in der Kassen-App aus dem Verzeichnisdienst (VZD), den Favoriten oder der Historie ohne eine dort hinterlegte WorkplaceID, so wird auch keine WorkplaceID übermittelt und entsprechend nicht verarbeitet.
Die grundlegende Aufgabe des PoPP-Clients bleibt im Vergleich zur Stufe 1 unverändert, nämlich die Verarbeitung und Verwaltung von PoPP-Token zum Zugriff des Inhaber der Telematik-ID auf Versichertendaten.
In Stufe 2 erweitert sich die Funktionalität des PS. Es muss zusätzlich einen QR-Code für den Online Check-in erstellen und in der Lage sein, arbeitsplatzbezogene Check-ins zu verarbeiten. Darüber hinaus wird es erforderlich, PoPP-Token beispielsweise nach einer Offline-Phase abrufen zu können.
Die sichere Kommunikation beim Online Check-in erfolgt technisch stets über die Komponenten der Zero-Trust-Architektur. Das bedeutet, ein Primärsystem mit PoPP-Client benötigt einen ZETA Client, der mit ZETA Guard innerhalb des PoPP-Services kommuniziert.
Die grundlegende Aufgabe des PoPP-Services bleibt im Vergleich zur Stufe 1 unverändert. Im PoPP-Service werden PoPP-Token erzeugt und nach erfolgreicher Authentifizierung des Inhabers der Telematik-ID sowie nach dem Ausweisen des Versicherten an das Primärsystem des Inhabers der Telematik-ID übermittelt.
Neu ist, dass der PoPP-Service auch mit dem PoPP-Modul kommuniziert. Dadurch kann sich ein Versicherter direkt über ihr Smartphone für den Online Check-in ausweisen, eine Telematik-ID auswählen und an den PoPP-Service übermitteln. Zusätzlich wird die Verarbeitung von VZD-Anfragen integriert.
Zunächst wird der Online Check-in mit Kassen-App, PoPP-Modul und GesundheitsID in einer Versorgungseinrichtung tabellarisch dargestellt. Ergänzend werden exemplarisch einzelne Alternativen mit aufgeführt. Anschließend folgt die Beschreibung der einzelnen Workflows in folgenden Versorgungsszenarien:
Bereits in Stufe 1 umgesetzte Versorgungsszenarien, eGK in vor-Ort-Versorgungseinrichtungen und in der mobilen Versorgung (beispielsweise Haus- und Heimbesuch) werden nicht noch einmal aufgeführt.
Die Reihenfolge der Schritte bleibt beim Online Check-in dabei stets gleich, unabhängig vom Versorgungsszenario, wobei einzelne Schritte je nach Anwendungsfall entfallen oder im Inhalt möglicherweise variieren.
Der Ablauf des Referenzpfad ist visuell als Click-Dummy aufrufbar: Link
Tabelle 1: Ablauf Online Check-in
| ID
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Beschreibung
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| Einstieg
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VER öffnet Kassen-App auf einem Smartphone beim Betreten der Versorgungseinrichtung.
Alternativ VER checkt über eine Anbieter-App ein, zum Beispiel zuhause mit einer Videosprechstunden-App. |
| Check-in
|
VER wählt die Funktion “Online Check-in” in der Kassen-App aus.
|
| Auswahl des Inhabers der Telematik-ID
|
Der Inhaber der Telematik-ID stellt einen statischen QR-Code (etwa Zettel, Bildschirm) am Empfang sichtbar bereit. Der QR-Code enthält die Telematik-ID.
VER scannt den QR-Code. Alternativ, wenn beispielsweise in der Fernversorgung kein QR-Code gescannt werden kann: VER wählt manuell den Inhaber der Telematik-ID über die App aus über eine Historie-/Favoritenfunktion oder durch eine Suche im Verzeichnisdienst (VZD). Die Auswahl kann auch entfallen, wenn die Telematik-ID bereits in der Anbieter-App hinterlegt ist, beispielsweise bei einer Apotheken-App. |
| Einwilligungen
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VER wird in der App der Name des Inhabers der Telematik-ID inklusive Adresse angezeigt, welche zur ausgewählten Telematik-ID gehört; via VZD-Abruf
VER bestätigt nach der Kontrolle den Online Check-in. |
| Authentifizierung
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Falls noch keine Authentifizierung erfolgt ist, weist sich VER am Smartphone über die GesundheitsID in der Kassen-App (Authenticator Modul) aus.
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| Anfrage an PoPP-Service
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Nach erfolgreicher Authentifizierung übermittelt das PoPP-Modul die relevanten Daten, insbesondere die Telematik-ID, und sofern vorhanden die WorkplaceID sowie Informationen zur Art der durchgeführtenAuthentifizierung, an den PoPP-Service.
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| PoPP-Token-Erstellung und Abholung
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PoPP-Service prüft die Daten und speichert diese in einem temporären Datensatz. Das Primärsystem des Inhabers der Telematik-ID fragt bei PoPP-Service an, anschließend generiert dieser ein PoPP-Token und das Primärsystem des Telematik-ID Inhabers holt den PoPP-Token ab.
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| Statusinformation
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VER wird nach erfolgreicher Authentifizierung in der App eine Statusmeldung vom PoPP-Service angezeigt, die den erfolgreichen Online Check-in beim ausgewählten Inhaber der Telematik-ID bestätigt.
Versicherten kann auch angezeigt werden, dass der Online Check-in noch ausstehend ist, beispielsweise wenn der Inhaber der Telematik-ID bei einer Fernversorgung noch nicht online ist. In diesem Fall kann eine Statusänderung auch nachträglich übermittelt und dem Versicherten angezeigt werden. |
| Abschluss
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Der Inhaber der Telematik-ID erhält das PoPP-Token, um auf Versichertendaten in den Fachdiensten zuzugreifen.
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Inhaber der Telematik-ID nutzt eGK (UC_PoPP_1a)
Bereits mit Stufe 1 umgesetzt, diesbezüglich keine Änderung. Beschreibung siehe [gemSpec_PoPP_Service].
VER nutzt GesundheitsID (UC_PoPP_1b)
Für den Online Check-in vor Ort in einer Versorgungseinrichtung wird die GesundheitsID verwendet.
Der bevorzugte Weg in diesem Versorgungsszenario ist das Einchecken über eine Kassen-App und das Scannen eines QR-Codes durch die Versicherten, es lassen sich auch Anbieter-Apps verwenden. Die Nutzung der GesundheitsID erfordert bei Verwendung von Anbieter-Apps stets einen Wechsel in die Kassen-App mit Authentifizierungsmodul.
Abschließend übermittelt der PoPP-Service den PoPP-Token in das PS des Inhabers der Telematik-ID. Sofern die optionale WorkplaceID im QR-Code enthalten ist, kann eine arbeitsplatzbezogene Zuordnung über das PS erfolgen.
Entspricht dem Ablauf des Referenzpfad. Ablauf des Referenzpfad ist visuell als Click-Dummy aufrufbar: Link
Inhaber der Telematik-ID nutzt eGK (UC_PoPP_2a)
Bereits mit Stufe 1 umgesetzt, diesbezüglich keine Änderung. Beschreibung siehe [gemSpec_PoPP_Service].
VER nutzt GesundheitsID (UC_PoPP_2b)
Der Online Check-in in der mobilen Versorgung unterscheidet sich nicht von einem Online Check-in vor Ort. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Inhaber der Telematik-ID den QR-Code mit zum Versicherten nimmt.
UC_PoPP_3b (GesundheitsID)
Diese Variante erfordert insgesamt weniger Implementierungsaufwand. Hier erfolgt nur die Auswahl des Inhaber der Telematik-ID in der App bzw. ist in der App bereits hinterlegt. Anschließend erfolgen alle weitere Schritte in der Kassen-App. Der Wechsel erfolgt automatisch inkl. Übergabe der Telematik-ID und (optional) einer WorkplaceID. Nach dem erfolgreichen Check-in kehrt der Nutzer wieder in die ursprüngliche Anbieter-App zurück. Die Anbieter-App ist dabei auf die Art der Umsetzung des Online Check-ins in der Kassen-App angewiesen.
Im Anschluss übermittelt der PoPP-Service den PoPP-Token in das PS des Inhabers der Telematik-ID und ermöglicht dem Inhaber der Telematik-ID den Zugriff auf die Versichertendaten in den Fachdiensten. Sofern die optionale WorkplaceID verwendet wurde, kann diese, als SessionID genutzt, die richtige Zuordnung zwischen Aktionen dem Versicherten in der App und dem PoPP-Token im PS des Inhabers der Telematik-ID ermöglichen (bspw. für Online-Dienste von Apotheken).
Wird keine Anbieter-App verwendet ist ein Online Check-in auch in der Fernversorgung ausschließlich über die Kassen-App mit manueller Auswahl des Inhabers einer Telematik-ID möglich.
Die VER muss entweder einen QR-Code über die Kassen-App einscannen, der vom Inhaber der Telematik-ID bereitgestellt wird (zum Beispiel über eine Website eines Online-Dienstes wie eines Patientenportals oder per Messenger/E‑Mail, etwa als Ankündigungsmail für eine Videosprechstunde) oder den Inhaber der Telematik-ID manuell in der Kassen-App auswählen.
Folgende Maßnahmen tragen dazu bei, dass genau der Inhaber der Telematik-ID den PoPP-Token erhält, welche vom Versicherten für den Zugriff auf ihre Versichertendaten in ausgewählt wurde:
Es gelten folgende Regelungen und Maßnahmen für die Verarbeitung von der Telematik-ID und WorkplaceID bei PoPP.
Die WorkplaceID ist nicht Teil des PoPP-Tokens und hat keinen Einfluss auf die Berechtigung des Inhabers der Telematik-ID auf die Versichertendaten in den Fachdiensten zuzugreifen. Folglich unterscheidet sich auch die technische Verarbeitung.
Die weitere Verwendung des PoPP-Tokens im Primärsystem ist nicht Gegenstand dieses Dokumentes. Die Regelungen zum Zugriff mittels PoPP-Token auf die Versichertendaten erfolgen durch den jeweiligen Fachdienst.
Das Feature "Online Check-in" bildet die Stufe 2 des PoPP-Services.
Im Primärsystem des Inhaber der Telematik-ID wird ein statischer QR-Code erzeugt und vom Versicherten über eine Kassen-App (PoPP-Modul) gescannt. Der QR-Code stellt hierbei u.a. Informationen bereit, um welche Telematik-ID es sich handelt, bei der sich die Versicherten einchecken möchte. Die Kommunikation der Kassen-App mit dem PoPP-Service erfolgt über gesicherte Schnittstellen.
Die Anforderungen zu Inhalt und Format sowie zum Prüfen und Verarbeiten des statischen QR-Codes richten sich an das PoPP-Modul und sind in [gemSpec_PoPP_Modul] enthalten.
Die Anforderungen an die Erzeugung des QR-Codes richten sich an die Primärsysteme und sind in [gemILF_PoPP_Client] enthalten.
In diesem Kapitel werden alle Änderungen an bestehenden Spezifikationen, die das Feature PoPP Online Check-in abbilden, beschrieben. Für jede Spezifikation ist jeweils ein Unterkapitel vorgesehen.
Es werden die Änderungen am PoPP-Service für die Stufe 2 (Online Check-in) an [gemSpec_PoPP_Service] dargestellt.
Es wird immer ein Bezug zum Zielkapitel in [gemSpec_PoPP_Service] hergestellt.
Kapitel 2.1 wird durch folgenden Text ersetzt:
Der Nachweis des Versorgungskontexts (PoPP-Token) erfordert eine Authentifizierung auf Seiten des Inhabers der Telematik-ID und des Versicherten. Der Inhaber der Telematik-ID authentifiziert sich mit seiner SM(C)-B. Ein Versicherter, bzw. dessen eGK, wird ebenfalls authentifiziert. Dieser Authentifizierungsprozess wird als Check-in bezeichnet.
Eine Möglichkeit zur Authentifizierung der Versicherten ist, dass sie ihre eGK an einem geeigneten Lesegerät dem Inhaber der Telematik-ID präsentiert oder die eGK an das Personal des Inhabers der Telematik-ID übergibt. Alles Weitere führt der PoPP-Client durch.
Für den Online Check-in am Smartphone der VER authentifiziert sich die VER mittels GesundheitsID. Beim Online Check-in kommt auf dem Smartphone der Versicherten das PoPP-Modul zum Einsatz. Der Online Check-in ist für alle Versorgungskontexte verfügbar. Beispielsweise für Videosprechstunden-Anwendungen ist der Online Check-in die einzige Möglichkeit, die Versicherten für einen Check-in zur Verfügung steht.
Kapitel 2.2 wird durch folgenden Text ersetzt:
Die in diesem Kapitel aufgeführten Anwendungsfälle schildern die Absichten des Nutzers in Verbindung mit dem Primärsystem und dienen als Lesehilfe. Die Anwendungsfälle erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Bei der Beschreibung der Anwendungsfälle wird zwischen der Nutzung der eGK und der GesundheitsID durch den Versicherten unterschieden. Auf Seiten der Inhaber der Telematik-ID wird zudem unterschieden, ob der Versorgungskontext während der physischen Anwesenheit von Versicherten entsteht (vor Ort in einer Versorgungseinrichtung oder bei mobiler Versorgung wie Praxisbesuchen oder Haus-/Heimbesuchen) oder ob der Inhaber der Telematik-ID virtuell anwesend ist (bei Fernversorgung wie Videosprechstunden).
Tabelle 2: PoPP-Use Cases (Business Sicht)
| ID | Anwendungsfälle |
|---|---|
| UC_PoPP_1a | Vor-Ort in Versorgungseinrichtung mit eGK: bspw. Praxisbesuch
Ein Versicherter möchte eine Versorgung eines Telematik-ID-Inhabers in dessen Räumlichkeiten in Anspruch nehmen. Der Inhaber der Telematik-ID benötigt für den Zugriff auf die Daten des physisch anwesenden Versicherten einen Nachweis des Versorgungskontexts. Dazu wird die eGK des Versicherten an einem geeigneten Lesegerät des Telematik-ID-Inhabers präsentiert. Nachdem die VER den Check-in-Prozess durchgeführt hat, ist dieser abgeschlossen und das PS des Telematik-ID-Inhabers erhält den notwendigen Nachweis des Versorgungskontexts. |
| UC_PoPP_1b | Vor-Ort in Versorgungseinrichtung mit GesundheitsID: bspw. Praxisbesuch
Ein Versicherter möchte eine Versorgung eines Telematik-ID-Inhabers in dessen Räumlichkeiten in Anspruch nehmen. Der Inhaber der Telematik-ID benötigt für den Zugriff auf die Daten des physisch anwesenden Versicherten einen Nachweis des Versorgungskontexts. Dazu startet die VER den Online Check-in-Prozess in einer Kassen-App mit integriertem PoPP-Modul, scannt den vom Telematik-ID-Inhaber für den Check-in bereitgestellten QR-Code, bestätigt die Nutzung der Daten durch den Inhaber der Telematik-ID und authentifiziert sich anschließend mittels GesundheitsID. Nachdem die VER den Online Check-in-Prozess durchgeführt hat, ist dieser abgeschlossen und das PS des Telematik-ID-Inhabers erhält den notwendigen Nachweis des Versorgungskontexts. |
| UC_PoPP_2a | In mobiler Versorgung mit eGK: bspw. Haus-/Heimbesuch
Ein Versicherter möchte eine Versorgung außerhalb der Räumlichkeiten eines Telematik-ID-Inhabers in Anspruch nehmen. Dazu kommt das Personal des Telematik-ID-Inhabers zum Versicherten. Der Inhaber der Telematik-ID benötigt für den Zugriff auf die Daten des physisch anwesenden Versicherten einen Nachweis des Versorgungskontexts. Dazu wird die eGK des Versicherten an einem geeigneten mobilen Lesegerät des Telematik-ID-Inhabers präsentiert. Nachdem das Personal des des Telematik-ID-Inhabers die eGK eingelesen hat, ist der Check-in-Vorgang abgeschlossen und das PS des Telematik-ID-Inhabers erhält den notwendigen Nachweis des Versorgungskontexts. |
| UC_PoPP_2b | In mobiler Versorgung mit GesundheitsID: bspw. Haus-/Heimbesuch
Ein Versicherter möchte eine Versorgung außerhalb der Räumlichkeiten eines Telematik-ID-Inhabers in Anspruch nehmen. Dazu kommt das Personal des eines Telematik-ID-Inhabers zum Versicherten. Der Inhaber der Telematik-ID benötigt für den Zugriff auf die Daten des physisch anwesenden Versicherten einen Nachweis des Versorgungskontexts. Dazu startet die VER den Online Check-in-Prozess in einer Kassen-App mit integriertem PoPP-Modul, scannt den vom Telematik-ID-Inhaber für den Check-in bereitgestellten QR-Code, bestätigt die Nutzung der Daten durch den Inhaber der Telematik-ID und authentifiziert sich anschließend mittels GesundheitsID. Nachdem die VER den Online Check-in-Prozess durchgeführt hat, ist dieser abgeschlossen und das PS des Telematik-ID-Inhabers erhält den notwendigen Nachweis des Versorgungskontexts. |
| UC_PoPP_3a | In Fernversorgung mit GesundheitsID: bspw. Videosprechstunde
Online Check-in über Kassen-App mit PoPP-Modul Ein Versicherter möchte virtuell eine Versorgung durch den Inhaber einer Telematik-ID in Anspruch nehmen. Der Inhaber der Telematik-ID benötigt für den Zugriff auf die Daten des Versicherten den Nachweis des Versorgungskontexts. Dazu startet die VER zuvor den Online Check-in-Vorgang in der Kassen-App mit integriertem PoPP-Modul, bestätigt die Nutzung der Daten durch den Inhaber der Telematik-ID und authentifiziert sich anschließend mittels GesundheitsID. Nachdem die VER den Online Check-in-Prozess durchgeführt hat, ist dieser abgeschlossen und das PS des Telematik-ID-Inhabers erhält den notwendigen Nachweis des Versorgungskontexts. |
| UC_PoPP_3b | In Fernversorgung mit GesundheitsID: bspw. Videosprechstunde
Online Check-in über Anbieter-App, die das PoPP-Modul einer Krankenverischerungs-App nachnutzt (App2App) Ein Versicherter möchte virtuell eine Versorgung durch den Inhaber einer Telematik-ID in Anspruch nehmen. Der Inhaber der Telematik-ID benötigt für den Zugriff auf die Daten des Versicherten den Nachweis des Versorgungskontexts. Dazu startet die VER zuvor den Online Check-in Prozess in einer Anbieter-App ohne integriertes PoPP-Modul. Anschließend öffnet sich die Kasen-App mit PoPP-Modul, die VER bestätigt die Nutzung der Daten durch den Inhaber der Telematik-ID und authentifiziert sich mittels GesundheitsID. Nachdem die VER den Online Check-in Prozess durchgeführt hat, ist dieser abgeschlossen und das PS des Telematik-ID-Inhabers erhält den notwendigen Nachweis des Versorgungskontexts. |
Hinweis: Das vom PoPP-Service erstellte PoPP-Token enthält die Information, mit welcher Methode (siehe proofMethod im Kapitel "PoPP-Token-Erstellung") der Versorgungskontext nachgewiesen wurde. Somit ist es den PoPP-Token nutzenden Anwendungen und Diensten möglich, in ihrem Anwendungs- oder Dienstkontext Autorisierungsentscheidungen auch aufgrund der Prüfmethode zu treffen.
In Kapitel 2.3.1 Herstellung und Betrieb wird die Abbildung 2 "Rollen und Akteure bei Herstellung und Betrieb des PoPP-Service" um die Akteure Hersteller PoPP-Modul und Hersteller App erweitert:
neu
Abbildung 1: Rollen und Akteure bei Herstellung und Betrieb des PoPP-Service
Es werden in der Folge zwei Unterkapitel für Hersteller PoPP-Modul und Hersteller App ergänzt
Das PoPP-Modul ist eine Frontend-Komponente, über die VER mit dem PoPP-Service interagieren und das für den Online Check-in verwendet wird. Das PoPP-Modul ist bei Verwendung der GesundheitsID als Modul in einer Kassen-App integriert. Das PoPP-Modul erfüllt die Anforderungen in [gemSpec_PoPP_Modul].
Der Hersteller PoPP-Modul erwirkt eine Produktzulassung für sein PoPP-Modul.
Hersteller von Kassen-Apps integrieren das PoPP-Modul in die Anwendung, welche auch das Authenticator-Modul des sektoralen IDP bereitstellt. Sie entwickeln Funktionalität für die Unterstützung des Online Check-ins. Sie nutzen den PoPP-Service in der RU, um die Funktionalität zu testen. Sie registrieren jede App-Version bei der gematik, damit die gematik in der Lage ist die entsprechenden Attestierungsdaten in der ZETA Client Registrierung des ZETA Guard zu hinterlegen.
Das alte Kapitel 3 inklusive der Unterkapitel wird durch Folgendes ersetzt (enthält Stufe 1 und Stufe 2):
In diesem Kapitel findet sich die logische Zerlegung des Produkttyps PoPP-Service anhand eines Komponentendiagramms, die Beschreibung des Systemkontexts mit allen bereitstellenden Außenschnittstellen des PoPP-Service sowie die Auflistung und kurze Beschreibung der Nachbarsysteme.
Das Produkt PoPP-Service besteht aus mehreren Komponenten. Die Komponenten für die Erstellung des PoPP-Token sind im Produkttyp PoPP-Service zusammengefasst. Die Kommunikation zwischen dem Primärsystem des Inhabers einer Telematik-ID und dem PoPP-Service Resource Server wird durch einen ZETA Guard abgesichert. Die Kommunikation für den Online Check-in zwischen einem Versicherten und dem PoPP-Service Resource Server erfolgt über ein PoPP-Modul und ZETA Client welche bei Verwendung der GesundheitsID in einer Kassen-App auf dem Smartphone des Versicherten integriert sind.
Der Produkttyp PoPP-Service besteht aus mehreren Komponenten, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen.
Für die Bearbeitung von Requests, bei denen die elektronische Gesundheitskarte (eGK) verwendet wird, sind dies die Komponenten "eGK-Kommunikation" und "eGK-Hash-Datenbank".
Für die Bearbeitung von Online Check-In Requests, in denen VER die GesundheitsID nutzen, wird die Komponente "Online Check-in - gID" genutzt.
Zum Produkttyp gehören auch die Komponenten für die abschließende Token-Erstellung und der sichere Schlüsselspeicher. Zudem bietet der PoPP-Service eine VZD-Suche mit einer Telematik-ID zur Ermittlung von Daten zum Inhaber einer Telematik-ID an. Ferner gehören betriebliche Komponenten für die Erfassung und Aufbereitung von Monitoring-Daten für die gematik-Betriebsdatenerfassung (BDE) und ein Security Monitoring dazu.
Abbildung 2: Produkttypzerlegung PoPP-Service
Der PoPP-Service stellt folgende Außenschnittstellen bereit:
Der PoPP-Service benutzt die folgenden Schnittstellen:
Für den PoPP-Service-Anbieter wird eine interne Schnittstelle angeboten:
Ein Systemkontext beschreibt die Umgebung, in der ein System operiert, und die Interaktionen zwischen dem System und externen Entitäten.
Abbildung 3: Systemkontext PoPP-Service
Die obige Abbildung zeigt die vom PoPP-Service-Anbieter verantworteten Komponenten und Interaktionen. Die zu ZETA gehörenden Komponenten sind in orange dargestellt, die Komponenten, welche die PoPP-Businesslogik implementieren, sind in grün dargestellt. Dargestellt sind zusätzlich heute bereits vorhandene und genutzte Komponenten und Dienste, die für die Nutzerauthentisierung (bspw. IDP) oder für die Betriebsüberwachung der gematik in Anwendungsfällen der TI 2.0 weitergenutzt werden (grau).
Das PS mit den integrierten Modulen PoPP-Client und ZETA Client triggert über verschiedene Aufrufwege die PoPP-Token-Erstellung, nachdem bspw. der Inhaber einer Telematik-ID einen Check-in-Vorgang für einen Patienten initiiert hat. Die PoPP-Client-Funktionalität verantwortet die fachlichen Abläufe zur PoPP-Token-Verwendung.
Die ZETA Client-Funktionalität verantwortet die für Zero Trust relevante Kommunikation mit dem PoPP-Service Resource Server. Dabei greift sie auf eine SM(C)-B zu und benutzt diese zur Authentifizierung für die Registrierung und Anmeldung im Policy Decision Point (PDP) des ZETA Guard. Dabei wird ein PoPP-Client Access-Token erzeugt, das für die weiteren Business-Logik Aufrufe (PoPP-Client-Funktionalität) verwendet wird. Diese erfolgen dann über den Policy Enforcement Point (PEP) des ZETA Guard.
Tabelle 3: Kurzbeschreibung der Komponenten in der PoPP-Lösung
| Komponente | Kurzbeschreibung | Anforderungen |
|---|---|---|
| PoPP-Service | umfasst folgende Komponenten der PoPP-Lösung:
|
|
| ZETA Guard | schützt die Kommunikation zwischen dem PoPP-Service Resource Server und den PoPP-Clients im Primärsystem des Inhabers der Telematik-ID sowie die Kommunikation zwischen PoPP-Modul und PoPP-Service Resource Server.
Die Authentifizierung des Inhabers der Telematik-ID erfolgt mittels SM(C)-B. Für die Kommunikation des PoPP-Modul mit dem PoPP-Service Resource Server stellt ZETA Guard ein Client Access Token auf Basis der Geräte- und App-Attestation aus der ZETA Client Registrierung aus. Für Nachrichten des PoPP-Service Resource Server an die PoPP-Module über Push-Notifications stellt ZETA Guard einen Notification Service zur Vefügung. |
[gemSpec_ZETA]
|
| PoPP-Service Resource Server | enthält die eigentliche Businesslogik des PoPP-Service für das Ausstellen von PoPP-Token an das Primärsystem eines Telematik-ID-Inhabers. | |
| eGK-Kommunikation | enthält die Funktionalitäten für die Token-Erstellung falls VER ihre eGK zur Authentisierung nutzen. | |
| eGK-Hash-Datenbank | enthält die Datenbank und die steuernde Funktionalität für den Abgleich von anonymisierten eGK-Metadaten | |
| Online Check-in gID
|
enthält die steuernde Funktionalität, wenn ein Versicherter einen Online Check-in durchführt. | |
| Token-Erstellung | enthält die Funktionalität zum Erstellen des PoPP-Token; hier werden die Daten des Telematik-ID Inhabers und dem Versicherten im PoPP-Token zusammengefügt. | |
| Schlüsselspeicher | enthält die Funktionalität zur sicheren Ablage der verwendeten Schlüssel und zur Speicherung von Daten. | |
| VZD-Abruf | enthält die Funktion zum Aufruf der FHIR-VZD-Schnittstelle zur Ermittlung von Informationen zum Inhaber einer Telematik-ID. Das Suchergebnis wird vom PoPP-Service dem PoPP-Modul zugestellt. | |
| Monitoring | sammelt Funktionalitäten für das Eigenmonitoring der verwendeten Systeme zur Überwachung und Analyse des Betriebszustands. | [gemSpec_Perf] |
| Security Monitoring | enthält Funktionen für das Sicherheits- und Event-Monitoring im PoPP-Service. | [gemSpec_Perf] |
| Primärsystem (PS) | Bestehende Primärsysteme werden für PoPP erweitert. | |
| ZETA Client | ist der direkte Kommunikationspartner der ZETA Guard Komponente des PoPP-Service. | [gemSpec_ZETA] |
| PoPP-Client | ist der direkte Kommunikationspartner des PoPP-Service im PS des Inhabers einer Telematik-ID. | [gemILF_PoPP_Client] |
| App | App ist eine Kassen-App oder Anbieter-App (Smartphone-App, Desktop-Anwendung, Browser-Anwendung), die von einem Versicherten mit GesundheitsID online genutzt wird. | |
| ZETA Client | ist der direkte Kommunikationspartner der ZETA Guard Komponente des PoPP-Service. | |
| PoPP-Modul | übernimmt beim Online Check-in die Kommunikation (über die ZETA-Komponenten) mit dem PoPP-Service Resource Server. | [gemSpec_PoPP_Modul] |
In der Abbildung "Systemkontext PoPP-Service" im Kapitel "Systemkontext" sind die Nachbarsysteme des PoPP-Service dargestellt:
Die für PoPP erforderlichen OCSP-Responder (SM(C)-B, eGK, Komp, Internet-CA) sind jeweils kritisch für die erfolgreiche Prüfung von Zertifikaten. Sie müssen für die Token-Erstellung verfügbar sein.
In der Abbildung "Systemkontext PoPP-Service" sind folgende nutzende Systeme nicht dargestellt:
Außerdem sind die App-Backend-Systeme nicht abgebildet.
In Kapitel 4 wird der Einleitungstext aktualisiert: Neuer Text:
In diesem Kapitel werden die Anwendungsfälle beschrieben, die von der Proof of Patient Presence (PoPP)-Lösung abgedeckt werden. Die Anwendungsfälle zum Online Check-in mit GesundheitsID resultieren, wie der Anwendungsfall eines Check-in mit eGK vor-ort in den Räumlichkeite des Telematik-ID-Inhabers, in der Ausstellung eines PoPP-Token für die den Inhaber einer Telematik-ID.
Neben der Erstellung eines PoPP-Token wird auch die Registrierung des Primärsystems und Anmeldung des Inhabers der Telematik-ID betrachtet. Ausgangspunkt sind die PoPP-Use-Cases aus Tabelle "PoPP-Use Cases (Business Sicht)".
Darüber hinaus wird ein Use Case zur Befüllung der eGK-Hash-Datenbank durch Lieferanten definiert.
Der Inhalt von Kapitel 4.1 wird aktualisiert: Neuer Text:
Die Anwendungsfälle für die Ausstellung eines PoPP-Token lassen sich in drei Gruppen einteilen, die sich teils überlappen.
Abbildung 4: Anwendungsfälle zur Attestierung des Versorgungskontexts
Zur Umsetzung der in der Tabelle "PoPP-Use Cases (Business Sicht)" dargestellten Use Cases ist der Ablauf folgender Anwendungsfall-Ketten erforderlich:
Tabelle 4: Zuordnung der Anwendungsfälle zu den Use Cases
| Anwendungs-fall | Kurzbeschreibung | technische Anwendungsfälle |
|---|---|---|
| UC_PoPP_1a | PoPP-Token bei physischer Anwesenheit beim Inhaber der Telematik-ID / vor Ort-eGK |
|
| UC_PoPP_1b | PoPP-Token bei physischer Anwesenheit beim Inhaber der Telematik-ID / vor Ort - GesundheitsID |
|
| UC_PoPP_2a | PoPP-Token bei physischer Anwesenheit außerhalb der Umgebung des Inhabers der Telematik-ID / Hausbesuch - eGK | Identisch zu UC_PoPP_1a
|
| UC_PoPP_2b | PoPP-Token bei physischer Anwesenheit außerhalb der Umgebung des Inhabers der Telematik-ID / Hausbesuch - GesundheitsID | Identisch zu UC_PoPP_1b |
| UC_PoPP_3a | PoPP-Token ohne physische Anwesenheit beim Inhaber der Telematik-ID / GesundheitsID - Check-in mit Anbieter-App oder Browser-Anwendung | Identisch zu UC_PoPP_1b |
| UC_PoPP_3b | PoPP-Token ohne physische Anwesenheit beim Inhaber der Telematik-ID / GesundheitsID - Check-in mit Kassen-App | Identisch zu UC_PoPP_1b
|
Die benannten Anwendungsfälle werden in den nachfolgenden Kapiteln beschrieben. Anwendungsfälle werden wie Anforderungen behandelt, das heißt, die beschriebenen Sequenzen und Abläufe sind normativ.
VER haben die Möglichkeit, sich unabhängig vom Ort für eine Leistungserbringung anzumelden (Online Check-in). Der Online Check-in erfolgt dabei unter Verwendung einer Anwendung, die ein PoPP-Modul und ein ZETA Client integriert (siehe [gemSpec_PoPP_Modul]). Als Ergebnis einer Anfrage des PoPP-Moduls über den ZETA Client an den ZETA Guard des PoPP-Service wird die Ausstellung eines PoPP-Token für einen Inhaber einer Telematik-ID im PoPP-Service Resource Server initiiert.
Starten VER den Check-in-Prozess über das in eine Kassen-App integrierte PoPP-Modul, so ist eine Authentisierung mit GesundheitsID möglich.
Über das in eine Kassen-App integrierte PoPP-Modul ist eine Auswahl des Inhabers einer Telematik-ID für den Online Check-in möglich. Die Auswahl des Inhabers einer Telematik-ID kann über das Auswerten eines präsentierten statischen QR-Codes, oder über alternative Wege erfolgen. Über den PoPP-Service erfolgt ein VZD-Abruf, um die Gültigkeit einer Telematik-ID zu prüfen und Information zum Inhabers einer Telematik-ID an das PoPP-Modul zu ermitteln.
Nach erfolgreicher Authentisierung der Versicherten mit GesundheitsID wird vom PoPP-Service Resource Server ein Datensatz zur Erstellung eines PoPP-Token erzeugt. Ist das Primärsystem des betroffene Inhabers der Telematik-ID online (d.h. sie ist zu dem Zeitpunkt authentifiziert), so wird das PoPP-Token erstellt und dem Primärsystem zugestellt. Ist das Primärsystem des Inhabers der Telematik-ID nicht online, so wird das PoPP-Token erstellt und zugestellt, sobald dieses online ist und PoPP-Token abfragt. Spätestens nach einem festgelegten Zeitraum (72h) wird der aus dem Online Check-in erstellte Datensatz vom PoPP-Service Resource Server gelöscht.
Das PoPP-Modul kann den Status der PoPP-Token-Zustellung am PoPP-Service abfragen und im PoPP-Modul auf dem Smartphone des Versicherten darstellen. Sollte der Check-in nicht erfolgreich sein, wird die VER auch darüber informiert.
Abbildung 5: Use-Case-Übersicht Online Check-in aus einer App mit integriertem PoPP-Modul
Tabelle 5: Kurzbeschreibung technische Use Cases Online Check-in aus einer App mit integriertem PoPP-Modul
| Anwendungsfall Online Check-in App mit PoPP-Modul | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Die VER startet mit der Kassen-App über einen Eintrag in der GUI den "Online Check-in" Prozess | |
| Inhaber der Telematik-ID ermitteln und Zustimmung zur Datenverarbeitung | Der Online Check-in startet mit der Auswahl des Inhabers der Telematik-ID. Die Auswahl des Inhabers der Telematik-ID kann z.B. erfolgen durch:
|
| Information zum Inhaber der Telematik-ID ermitteln | Die Prüfung einer Telematik-ID und die Ermittlung der Informationen zum Inhaber der Telematik-ID (Name, Adresse, ..) wird durch den PoPP-Service Resource Server über eine Abfrage am VZD durchgeführt. |
| Check-in beim Inhaber der Telematik-ID durchführen | Der Online Check-in umfasst
|
| Authentifizierung | Die Authentifizierung mit GesundheitsID wird durch den GesundheitsID-Flow über die sektoralen IDPs abgebildet. |
In den folgenden Abschnitten werden die Anwendungsfälle und detaillierten Abläufe beschrieben.
Die Abläufe zur Auswahl der Telematik-ID, einer Suche im FIHR-VZD, der Aufbereitung der Informationen zum Inhaber der Telematik-ID und die Erteilung der Einwilligung zur Datennutzung der Versicherten sind im Diagramm "Laufzeitsicht - Ermittlung Telematik-ID, VZD-Datenabruf mit Telematik-ID und Einwilligung in die Datenweitergabe" im Anhang von [gemSpec_PoPP_Modul] dargestellt.
Die Anmeldung am FHIR-VZD und die Suche erfolgt dann gemäß [gemSpec_VZD_FHIR] (AF_10403, Abbildung "Sequence diagram - Fachdienst Authentisierung und Suche").
Aus diesen Abläufen ergeben sich für den PoPP-Service folgende Anforderungen.
A_28664 - PoPP-Service - Registrierung am FHIR-VZD
Der PoPP-Service MUSS sich als Client beim FHIR-VZD registrieren um Client-Credentials vom FHIR-VZD zu erhalten. Der PoPP-Service ist anschließend in der Lage unter Angabe der Client-Credentials Zugangstoken für den Zugang zum FHIR-VZD abrufen.
[<=]
A_28665 - PoPP-Service - Aktualisierung des FHIR-VZD Zugang
Der PoPP-Service DARF Zugangstoken für den Zugang zum FHIR-VZD NICHT verwenden, wenn diese älter als 24 Stunden sind. [<=]
A_28659 - PoPP-Service - Entgegennahme des HTTP-Request zur Ermittlung von Informationen zum Inhaber der Telematik-ID
Der PoPP-Service MUSS eine Schnittstelle gemäß [I_PoPP_Service_mobile_CheckIn.yaml] zur Ermittlung von Informationen zum Inhaber einer Telematik-ID implementieren. Der PoPP-Service MUSS den an der Schnittstelle übergebenen FHIR-VZD Search Request am FHIR-VZD ausführen und das Ergebnis als Antwort auf den Schnittstellenaufruf zurückzugeben. [<=]
A_30076 - Vorhalten VZD-Daten im PoPP-Service
Der PoPP-Service KANN auf den VZD-Abruf nach A_28659* verzichten, wenn die VZD-Daten im PoPP-Service bereits vorliegen (z.B. als VZD-Cache) und nicht älter als 24h sind.
Hinweis: Wird ein Caching von VZD-Daten umgesetzt gilt auch diesbezüglich A_26603*. [<=]
Dieses Kapitel beschreibt den Online Check-in mit GesundheitsID innerhalb oder außerhalb der Umgebung eines Telematik-ID-Inhabers bzw. innerhalb oder außerhalb der Räumlichkeiten eines Telematik-ID-Inhabers (bspw. für eine Videosprechstunde).
Wurde die Telematik-ID ermittelt, bei welcher VER einen Online Check-in durchführen möchte und nachdem VER der Datennutzung durch den Inhaber der Telematik-ID zustimmte, authentifiziert sich VER mit ihrer GesundheitsID, um sich bei einem Inhaber der Telematik-ID anzumelden (innerhalb oder außerhalb (bspw. für eine Videosprechstunde).
Als Ergebnis einer erfolgreichen Authentifizierung wird im PoPP-Service Resource Server ein Datensatz zur Ausstellung eines PoPP-Token und ein Nachrichtendatensatz zum Status der PoPP-Token Erstellung angelegt. Das PoPP-Token selbst wird erstellt, wenn der Inhaber der Telematik-ID sich beim PoPP-Service authentifiziert hat und das PoPP-Token abruft. Der Status zur PoPP-Token-Erstellung wird dem Versicherten präsentiert.
Der Ablauf zum Online Check-in mit GesundheitsID ist im Anhang "Detailierter Ablauf der PoPP-Token Generierung durch Authentifizierung Versicherter über ihre GesundheitsID " von [gemSpec_PoPP_Modul] dargestellt.
AF_10386-01 - Online Check-in mit GesundheitsID
| Attribute | Bemerkung |
|---|---|
| Beschreibung | Zunächst wird die Telematik-ID ermittelt, bei welcher der Online Check-in geplant ist. Dann stimmt VER der Datennutzung durch den Inhaber der Telematik-ID zu. Anschließend bietet das PoPP-Modul VER diverse Möglichkeiten zur Authentisierung an. Im hier betrachteten Fall wählt VER "GesundheitsID" aus. Dabei wird VER durch den sektoralen IDP seiner Krankenversicherung authentifiziert. Der VER stehen dafür unterschiedliche Authentisierungsmittel zur Verfügung [gemSpec_IDP_Sek].
Nach erfolgreicher Authentifizierung durch den sektoralen IDP stellt dieser ein ID-Token aus, welches unter anderem die KVNR der authentifizierten VER und die IK-Nummer der Krankenkasse enthält. Außerdem liefert das ID-Token Informationen über die Vertrauenswürdigkeit der Authentifizierung (Vertrauensniveau) und über das eingesetzte Authentisierungsmittel. Der ZETA Guard Authorization-Server des PoPP-Service erstellt daraufhin ein Access-Token für das PoPP-Modul und speichert folgende Informationen zur späteren Verwendung:
Der PoPP-Service Resource Server erstellt in diesem Aufruf einen Nachrichten-Datensatz mit
|
| Vorbedingungen |
|
| Ablauf |
|
| Nachbedingung
|
|
| Akzeptanzkriterien |
Initial ist der Status immer "pending".
|
| Fehlerfälle
|
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ML-184424 - AF_10386 - Bereitsstellung einer Schnittsstelle für die Erzeugung eines PoPP-Token nach Authentifizierung mit GesundheitsID
Der PoPP-Service implementiert eine Schnittstelle gemäß [I_PoPP_Service_mobile_CheckIn.yaml] für die Entgegennahme eines HTTP-Requests zur Erzeugung eines PoPP-Token, nachdem VER über seine GesundheitsID authentifiziert wurde.
[<=]
ML-198839 - AF_10386 - Prüfung auf bereits bestehenden PoPP-Datensatz
Der PoPP-Service hat geprüft, ob zur KVNR und Telematik-ID im eingegangen Request bereits ein PoPP-Datensatz existiert und im dazu gehörenden Nachrichten-Datensatz den Status auf "pending" gesetzt ist. Ist das der Fall, hat der PoPP-Service auf den eingegangenen Request gemäß [I_PoPP_Service_mobile_CheckIn.yaml] eine Response an den ZETA Guard HTTP-Proxy zurück gesendet und damit den Ablauf beendet. Dabei MUSS der Status in der die Statusnachricht den Wert "pending" enthalten.
[<=]
ML-184338 - AF_10386 - Erstellung und Speicherung PoPP-Datensatz GesundheitsID
Der PoPP-Service hat einen PoPP-Datensatz angelegt bestehend aus
| Datensatz Element | Kurzbeschreibung | Wert / Format |
|---|---|---|
patientId |
KVNR des Versicherten, ermittelt aus dem HTTP-Header des HTTP-Request | string
Wertebereich: '^[A-Z]{1}[0-9]{9}$' |
insurerId |
IK-Nummer der Krankenversicherung, ermittelt aus dem HTTP-Header des HTTP-Request | string
Wertebereich: '^[0-9]{9}$' |
actorId |
Telematik-ID, ermittelt aus dem Query-Parameter aus dem HTTP-Request | Gültige Telematik-ID |
| workplaceId | WorkplaceID, ermittelt aus dem Query-Parameter aus dem HTTP-Request | string
Wertebereich: ^[^\/:*?"<>|]{1,64}$ |
| proofMethod | Fester Wert "healthid" repräsentiert die Authentifizierung des Versicherten mit GesundheitsID |
string
zulässiger Werte: " healthid" |
| timestamp | Zeitstempel, Zeitpunkt Anlage des Datensatzes | number,
Alle time Werte in Sekunden seit 1970, [RFC7519#section-2] |
| messageId | Identifier des Nachrichten-Datensatzes zur PoPP-Token-Generierung | UUID |
ML-184339 - AF_10386 - Erstellung und Speicherung eines Nachrichten-Datensatz
Der PoPP-Service hat einen Nachrichten-Datensatz angelegt, bestehend aus
| Datensatz Element | Kurzbeschreibung | Wert / Format |
|---|---|---|
| id | Eindeutiger Identifier der Nachricht für die Zuordnung zu einem PoPP-Datensatz | UUID |
| status | Repräsentiert den Status der PoPP-Token-Erstellung
|
string
Wertebereich: ["success", "pending", "canceled"] |
| client_id | ZETA-Identifier des anfragenden Clients, wie er im HTTP Header vom ZETA Guard PEP http Proxy mitgegeben wird. | ZETA-spezifisch |
ML-185491 - AF_10386 - Response an ZETA Guard HTTP-Proxy zum eingegangenen Request
Der PoPP-Service hat auf den eingegangenen Request gemäß [I_PoPP_Service_mobile_CheckIn.yaml] eine Response an den ZETA Guard HTTP-Proxy zurück gesendet.
Dabei MUSS die Response im Responsebody die Statusnachricht zur PoPP-Token-Erzeugung enthalten:
Hinweis: Nach der initialen Erstellung des Nachrichten-Datensatzes ist der Status immer "pending".
A_30107 - PoPP-Service - Unveränderte Datenübernahme und sichere Speicherung (GesundheitsID)
Der PoPP-Service MUSS
| Offener Punkt: OP-PoPP-1 (zusätzliche Push-Notification für PS)
Für PoPP Stufe 2 ist noch nicht festgelegt, ob und wie Primärsysteme über neu bereitgestellte PoPP-Token aktiv informiert werden oder diese ausschließlich durch regelmäßige Abrufe ermitteln. Die hierfür notwendigen Festlegungen befinden sich derzeit in Abstimmung. Vorgehen zur Auflösung: Klärung innerhalb der gematik gemeinsam mit den verantwortlichen ZETA-Teams parallel zur Kommentierung. Das Ergebnis wird über einen Eigenkommentar der gematik veröffentlicht und in die Spezifikationen eingearbeitet. |
Der Anwendungsfall beschreibt den Ablauf und die Aktivitäten des PoPP-Service bei Erstellen eines PoPP-Token für einen Online Check-in.
Abbildung 6 : Ablauf Abholen der PoPP-Token bei Online Check-in (auf die beteiligten ZETA-Komponenten wurde in der Abbildung verzichtet)
Das Abholen der PoPP-Token bei Online Check-in wird durch das Primärsystem gestartet. Dieses sendet einen Request gemäß [I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation.yaml] an den PoPP-Service. Der PoPP-Service ermittelt die Daten der zu erstellenden PoPP-Token. Der PoPP-Service generiert die PoPP-Token und sendet sie an das Pimärsystem zurück.
Der PoPP-Service setzt im Nachrichten-Datensatz den Status auf "success" setzen und löscht den PoPP-Datensatz.
Der folgende Anwendungsfall beschreibt den Ablauf und die einzuhaltenden Akzeptanzkriteriern.
AF_10390-01 - PoPP-Token Erstellung bei Online Check-in
| Attribute | Bemerkung |
|---|---|
| Beschreibung | Nach einem durch den Versicherten initiierten Online Check-in ist ein Datensatz für die Erstellung eines PoPP-Token und ein Nachrichten-Datensatz mit dem Status zur PoPP-Token-Generierung angelegt.
Erst wenn sich der Inhaber der Telematik-ID gegenüber dem ZETA-Guard (mit SM(C)-B) authentifiziert hat, wird aus diesem Datensatz ein PoPP-Token erzeugt (AF_10425*). Der PoPP-Service Resource Server übermittelt PoPP-Token an den PoPP-Client. Der PoPP-Service Resource Server übermittelt den Status der PoPP-Token-Generierung an das PoPP-Modul. |
| Vorbedingung |
|
| Ablauf
|
Information an den Inhaber der Telematik-ID
Das Abholen der PoPP-Token durch Primärsysteme ist unabhängig davon, ob der PoPP-Service Resource Server ein Primärsystem darüber informiert hat, dass PoPP-Token zur Generierung vorliegen. Abholen des PoPP-Token durch Primärsystem:
|
| Nachbedingung |
|
| Akzeptanzkriterien |
|
ML-184426 - AF_10390 - PoPP-Token erstellt und übermittelt oder Abbruch des Check-in
Der PoPP-Service hat gemäß [I_PoPP_Token_Generation.yaml] PoPP-Token erstellt. Die PoPP-Token wurde dem Primärsystem zugestellt. Wurde innerhalb von 72h nach Erstellung eines PoPP-Datensatz kein PoPP-Token dem Primärsystem zugestellt, hat der PoPP-Service den Check-in Prozess abgebrochen.
[<=]
ML-184425 - AF_10390 - Aktualisierung der Nachrichten-Datensätzen zu gesendeten PoPP-Token
Der PoPP-Service hat status = success für die Nachrichten-Datensätze gesetzt, für die ein PoPP-Token an ein Primärsystem übertragen wurde.
ML-184427 - AF_10390 - Löschung zugestellter oder abgelaufener Nachrichten
Der PoPP-Service hat alle Nachrichten-Datensätze gelöscht, die
A_30040 - PoPP-Service - Bereitstellung der Schnittstelle zum Abruf der PoPP-Token zu Online Check-ins
Der PoPP-Service MUSS die Schnittstelle I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation [I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation.yaml] für den Abruf der PoPP-Token zu Online Check-ins bereitstellen. [<=]
A_30106 - PoPP-Service - Abgleich der Telelmatik-ID PoPP-Datensatz und Nutzer-Anfrage
Der PoPP-Service MUSS durchsetzen, dass ausschließlich solche PoPP-Token für das Primärsystem eines Telematik-ID Inhabers erzeugt und an diesen ausgeliefert werden, die für genau die Telematik-ID bestimmt sind, die bei der Nutzer-Authentifizierung im Rahmen der Anfrage aus dem Primärsystem durch ZETA Guard anhand der SM-B des Nutzers verifiziert wurde. Ein Inhaber einer Telematik-ID bekommt also genau nur PoPP-Token, die für genau diese Telematik-ID vorgesehen sind. [<=]
A_30105 - PoPP-Service - Löschen von Datensätzen nach deren Ablaufzeit
Der PoPP-Service MUSS PoPP-Datensätze löschen, wenn diese älter als 72 h sind und Nachrichtendatensätze löschen, wenn diese älter als 5 Tage sind. [<=]
| Offener Punkt: OP-PoPP-8 (Berücksichtigung der WebSocket-Schnittstelle in AF_10390)
Mit Einführung der Schnittstelle [I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation_async.yaml] steht neben REST auch eine WebSocket-basierte Zustellung von PoPP-Token zur Verfügung. Der Anwendungsfall AF_10390 beschreibt bislang den REST-basierten Abruf. Zu prüfen ist, ob AF_10390 um die WebSocket-Nutzung erweitert werden kann oder ein eigener Anwendungsfall erforderlich ist. Dabei sind insbesondere die Token-Zustellung über bestehende Verbindungen, die Zuordnung von Telematik-ID und WorkplaceID sowie das Zusammenspiel von REST und WebSocket zu betrachten. Vorgehen: Erstellung eines neuen Anwendungsfalls oder Erweiterung von AF-10390 parallel zur Kommentierung. Das Ergebnis wird über einen Eigenkommentar der gematik veröffentlicht und in die Spezifikationen eingearbeitet. |
Der Anwendungsfall beschreibt den Ablauf, wenn ein PoPP-Modul nach dem Prozess des Online Check-in den Status zur PoPP-Token-Erstellung beim PoPP-Service abfragen möchte. Dieser Anwendungsfall wird durchlaufen, wenn im Prozess des Online Check-in zwar der PoPP-Datensatz angelegt werden konnte, der PoPP-Token jedoch noch nicht erstellt und an den Inhaber der Telematik-ID ausgeliefert wurde ("LEI offline").
AF_10425 - Status der PoPP-Token-Erstellung nach Online Check-in ermitteln
| Attribute | Bemerkung |
|---|---|
| Beschreibung | Im Prozess des Online Check-in wurde zwar der PoPP-Datensatz mit allen für die Erstellung des PoPP-Token relevanten Informationen erstellt, das PoPP-Token selbst konnte jedoch noch nicht ausgestellt werden. Dies ist der Fall, wenn der Inhaber der Telematik-ID, für die das PoPP-Token erstellt werden soll, zum Zeitpunkt des Online Check-in nicht am ZETA Guard authentifiziert ist (z.B. weil das Primärsystem des Inhabers der Telematik-ID nicht online ist).
In diesem Fall erhält das PoPP-Modul als Ergebnis des Online Check-in eine Statusnachricht mit dem Status "pending". Wird zu einem späteren Zeitpunkt der Inhaber der Telematik-ID authentifiziert und ruft das zugehörige PoPP-Token am PoPP-Service Resource Server ab, so wird beim Abruf des PoPP-Token der Status der Nachricht im PoPP-Serivce auf "success" gesetzt. Solange der Inhaber der Telematik-ID nicht authentifiziert ist, bleibt der Status "pending". Wurde auch nach 72h das PoPP-Token nicht generiert, so wird der PoPP-Datensatz gelöscht und der Status der Nachricht auf "canceled" geändert. Das PoPP-Modul kann nach dem Online Check-in beim PoPP-Service Resource Server den aktuellen Status der PoPP-Token-Generierung anfragen und VER informieren, ob sein Online Check-in beim Inhaber der Telematik-ID erfolgreich war oder abgebrochen wurde. |
| Vorbedingung |
|
| Ablauf
|
|
| Nachbedingung |
|
| Akzeptanzkriterien |
ML-185508 - AF_10425 - Bereitsstellung einer Schnittsstelle zur Abfrage des aktuellen Status der PoPP-Token-Erstellung nach einem Online Check-in
Der PoPP-Service Resource Server hat geantwortet mit einem
Der PoPP-Service Resource Server hat den eingegangenen Request mit der Statusnachricht zur PoPP-Token-Erstellung beantwortet
|
ML-185508 - AF_10425 - Bereitsstellung einer Schnittsstelle zur Abfrage des aktuellen Status der PoPP-Token-Erstellung nach einem Online Check-in
Der PoPP-Service implementiert eine Schnittstelle gemäß [I_PoPP_Service_mobile_CheckIn.yaml] für die Entgegennahme eines HTTP-Requests zur Abfrage des aktuellen Status der PoPP-Token-Erstellung nach einem Online Check-in. [<=]
ML-185507 - AF_10425 - Response an ZETA Guard HTTP-Proxy zum eingegangenen Request
Der PoPP-Service hat auf den eingegangenen Request gemäß [I_PoPP_Service_mobile_CheckIn.yaml] eine Response an den ZETA Guard HTTP-Proxy zurück gesendet. Dabei MUSS die Response im Responsebody die Statusnachricht zur PoPP-Token-Erzeugung enthalten:
A_30100 - PoPP-Service - Abgleich client_id bei Statusabfrage
Der PoPP-Service MUSS durchsetzen, dass bei Status-Abfragen die ZETA Guard PEP http-Proxy client_id abgeglichen wird und der Status nur zurückgegeben wird, wenn die für den Nachrichten-Datensatz Identifier passende client_id angefragt hat (client_id der aktuellen Status-Abfrage = im passenden Nachrichten-Datensatz gespeicherte client_id). In den anderen Fällen (client_id nicht identisch) MUSS mit dem Fehler, dass der Identifier für diesen Client unbekannt ist, geantwortet werden. [<=]
Neu:
A_30118 - PoPP-Service - Berücksichtigung OWASP-Top-10-Risiken
Der Anbieter des PoPP-Service Provider MUSS Maßnahmen zum Schutz vor den zum Zulassungszeitpunkt aktuellen OWASP-Top-10-Risiken umsetzen und dokumentieren, wie es vorgesehen ist, ebenfalls auf die nach dem Zulassungszeitpunkt aktuellen OWASP-Top-10-Risiken zu reagieren.
Hinweis: Die Nichtanwendbarkeit eines OWASP-Top-10-Risikos ist zu begründen. Für Informationen zum Umgang mit den OWASP-Top-10-Risiken wird auf den aktuellen [OWASP-Top-10-Risiken] und die darin enthaltenen Vorgehensweisen für z. B. Entwickler und Tester verwiesen. [<=]
A_30143 - PoPP-Service - Rate-Limit Online Check-in pro Versichertem
Der PoPP-Service MUSS druchsetzen, dass pro Versichertem nicht mehr als 100 laufende Check-in-Vorgänge bestehen - also Vorgänge im Status "pending". [<=]
Folgender Text wird dem Kapitel 5.4 am Ende zugefügt:
Für die Umsetzung des Online Check-in für VER kommen weitere Komponenten der Zero-Trust-Architektur (ZETA) zum Einsatz.
ZETA Client
Beim Online Check-in ist der ZETA Client die Zero Trust-Komponente für ein Versicherten-Smartphone, das zusammen mit dem PoPP-Modul in einer App integriert sein muss. Der ZETA Client überträgt bei der Initialisierung der Anwendung die Geräte- und App-Informationen an das ZETA Guard backend.
Im laufenden Prozess kapselt den ZETA Client die gesamte Kommunikation zwischen der Anwendung auf dem Smartphone des Versicherten und den Komponenten im Backend, u.a. auch zwischen PoPP-Modul und PoPP-Service Resource Server.
Der ZETA Client steuert die Client-Authentisierung am ZETA Guard Authorization-Server und unterstützt die Nutzerauthentifizierung mit GesundheitID und eGK-in-Fernversorgung.
ZETA Guard Authorization-Server
Bevor eine Anwendung über ein registrierten ZETA Client auf einen Fachdienst zugreifen kann, führt ZETA Guard Authorization-Server die Client-Authentifizierung durch und stellt dem ZETA Client der Anwendung bei erfolgreicher Authentifizierung ein Access-Token aus.
Wird von der Anwendung darüber hinaus die Authentifizierung des Nutzers über die GesundheitsID angefragt, so stößt der ZETA Guard Authorization-Server den Authentifizierungsprozess beim jeweiligen Sektoren IDP an. Der ZETA Guard Authorization-Server nimmt bei erfolgreicher Authentifizierung das ID-Token entgegen und verarbeitet dessen Inhalt.
ZETA Guard HTTP-Proxy
Fachliche Requests aus den Anwendungen werden vom ZETA Client der Anwendung an den ZETA Guard HTTP-Proxy geschickt. Nach Prüfung des Clients gegen die ZETA Guard Client- Registry und ggf. Durchführung von Prüfregeln durch die ZETA Guard Policy-Engine reichert der ZETA Guard HTTP-Proxy den Request mit Header-Informationen an und sendet den Request dann an den eigentlichen Empfänger. Das Ergebnis des Requests wird dem ZETA Client der aufrufenden Anwendung zugestellt.
Die detaillierten Abläufe für Online Check-in sind in [gemSpec_PoPP_Modul] Kapitel "Anhang B - Ablaufbeschreibungen" dargestellt.
ZETA Notification Service
Nach [gemSpec_ZETA] ist der ZETA Notification Service die zentrale Fassade vor den Push Gateways und übernimmt innerhalb der Telematikinfrastruktur die Aufgabe, Benachrichtigungen eines Fachdienstes (Resource Server) an die zugehörigen Endgeräte der Versicherten zuzustellen. Er baut auf dem Push-Notification-Konzept der gematik [gemF_PushNotification].
Fachlich ordnet sich der Notification Service als Bindeglied zwischen dem Fachdienst und der plattformspezifischen Push-Infrastruktur der Betriebssystemhersteller (Apple APNs, Google FCM) ein. Er entkoppelt den Fachdienst von den Details der Push-Zustellung, verwaltet die Push-Konfigurationen und Pusher der Clients und stellt sicher, dass Nachrichteninhalte und
Nutzeridentifikatoren geschützt verarbeitet werden.
Der Dienst wird in zwei Betriebsvarianten betrieben: mit VAU, bei der Notification Service und Resource Server gemeinsam in einer Vertrauenswürdigen Ausführungsumgebung laufen und HSM-Anbindung sowie At-rest-Verschlüsselung und Pseudonymisierung aktiv sind, sowie ohne VAU, bei der diese HSM-gestützten Schutzmaßnahmen entfallen. Die Verschlüsselung der Nachrichten ist ein pro ZETA-Guard-Instanz zentral konfigurierbares Feature; ist es nicht aktiv, werden Nachrichten unverschlüsselt weitergegeben.
A_30099 - PoPP-Service - Konfiguration des PEP HTTP Proxy
Der PEP HTTP Proxy des PoPP-Service MUSS so konfiguriert sein, dass gemäß A_26590* die Request-Weiterleitung an den PoPP-Service mit den Client-Daten angereichert wird. [<=]
Der PoPP-Service kann über das PoPP-Modul VER über Ereignisse zu einem Online Check-in durch den Versand von Push-Notifications informieren. Für den Versand der Push-Notifikation muss der PoPP-Service Resource Server lediglich die relevanten Schnittstellen am ZETA Notification Service aufrufen.
todo: Zuweisung A_29969 nach Freigabe gemSpec_ZETA (Verwendung der OpenAPI Schnittstelle)
A_30067 - PoPP-Service - Push-Notification an PoPP-Modul nach Statuswechsel
Der PoPP-Service MUSS jeden Statuswechsel per Push-Notification an das PoPP-Modul gemäß [OpenApi Spezifikation der Schnittstelle zwischen ZETA Guard Notification Service und Resource Server] übermitteln. Die zu sendende Payload ist dabei nach dieser Regel zu setzen.
Text in Kapitel 5.6 wird aktualisiert:
Der PoPP-Service stellt Kommunikationspartnern notwendige Informationen bereit, indem er ein Entity Statement gemäß [OpenID Federation 1.1] unter <Identifier-URL>/.well-known/openid-federation verfügbar macht.
Das Entity Statement beauskunftet allgemeine Informationen wie:
und Metadaten Informationen zur Konfiguration als:
Die Metadaten enthalten u. a. die Endpunkte, unter denen der PoPP-Service Authorization Server erreichbar ist und Informationen zu Signatur- und Verschlüsselungsschlüssel. Die Tabelle "Entity Statement des PoPP-Service" im Anhang stellt das Entity Statement des PoPP-Service Authorization Server exemplarisch dar.
Anforderungen in Kapitel 5.6 werden hinzugefügt
A_28848 - Validierung der Vertrauenskette eines TI-Föderation-Teilnehmers
Teilnehmer der TI-Föderation, welche mit anderen Teilnehmern der TI-Föderation kommunizieren wollen, MÜSSEN das Entity Statement des anderen TI-Föderation-Teilnehmers abrufen und gemäß der Regeln [OpenID Federation 1.1] ("Entity Statement Validation") validieren, sowie die Vertrauenskette gemäß [OpenID Federation 1.1] ("Resolving the Trust Chain and Metadata") prüfen. Der Abruf des Entity Statement sollte alle 12h und MUSS innerhalb von 24h erfolgen.
[<=]
A_28857 - Maximale Gültigkeitsdauer und regelmäßige Erneuerung des Entity Statement eines TI-Föderation-Teilnehmers
Teilnehmer der TI-Föderation MÜSSEN ihr Entity Statement bei Änderungen oder vor dem zeitlichen Ablaufen neu ausstellen. Die maximale Gültigkeitsdauer - gegeben durch die Differenz der Attributwerte exp-iat - darf 24 Stunden nicht überschreiten. [<=]
A_28879 - Registrierung von Teilnehmern in der TI-Föderation durch organisatorischen Prozess
Ein Teilnehmer der TI-Föderation MUSS seinen öffentlichen Schlüssel für die Signatur des selbst-signierten Entity Statement (federation entity signing key) über einen organisatorischen Prozess bei der Superior Entity (Federation Master oder Intermediate) bekannt machen, bei welcher der Teilnehmer als Subordinate Entity registriert werden soll. Nach erfolgreicher Registrierung wird dem Teilnehmer der öffentliche Schlüssel übermittelt, mit dem das Entity Statement des Federation Master signiert ist (federation entity signing key). Der Teilnehmer MUSS diesen Schlüssel speichern und zur Validierung einer Vertrauenskette gemäß A_28848* verwenden. [<=]
A_28911 - Entity Statement eines TI-Fachdienstes als Proteced Resource
TI-Fachdienste, die sich als Proteced Resource in der TI-Föderation registrieren, MÜSSEN ein selbst-signiertes Entity Statement gemäß [OpenID Federation 1.1] ("Entity Statement") bereitstellen und im Internet verfügbar machen. Das Entity Statement MUSS mindestens die in der folgenden Tabelle aufgeführten Metadaten enthalten:
Tabelle 6: Header des Entity Statement des TI-Fachdienstes als Proteced Resource
| Name | Werte / Wertebereich |
|---|---|
| alg | string,
zulässiger Wert "ES256" |
| kid | string,
UUID7-Format [RFC9562#name-uuid-version-7] |
| typ | string,
zulässiger Wert "entity-statement+jwt" |
Tabelle 7 : Allgemeine Attribute im well-known-Dokument des TI-Fachdienstes als Proteced Resource
| Name | Werte / Wertebereich |
|---|---|
| iss | string,
URL nach [RFC1738] |
| sub | string,
URL nach [RFC1738] |
| iat | number,
Alle time-Werte in Sekunden seit 1970, [RFC7519#section-2] |
| exp | number,
Alle time-Werte in Sekunden seit 1970, [RFC7519#section-2] |
| jwks | Set von JWK [RFC7517]
zulässige Werte sind, gemäß [OpenID Federation "Claims that MUST or MAY Appear in both Entity Configurations and Subordinate Statements"] - jwks, nur die öffentlichen Schlüssel zu Schlüsseln, mit denen das Entity Statement signiert ist (federation entity signing key) |
| authority_hints | [string]
zulässige Werte gemäß [OpenID Federation "Claims that MUST or MAY Appear in Entity Configurations but Not in Subordinate Statements"] - authority_hints |
| metadata | JSON Object,
erforderlicher Wert: "oauth_resource" |
Tabelle 8 : Attribute des Metadatenblocks oauth_resource im well-known-Dokument des TI-Fachdienstes als Proteced Resource
| Name | Werte |
|---|---|
| resource | string,
URL nach [RFC1738] zulässiger Wert: identisch mit dem Wert des Claims iss |
| signed_jwks_uri (*) | string,
URL nach [RFC1738] |
| organization_name | string (gemäß [OpenID-Federation "Informational Metadata Extensions" ] - organization_name)
Wertebereich: ^[à-üÀ-Üß\w\ \-\.\+\*\/]{1,128}$ |
| keywords | [string] (gemäß [OpenID-Federation "Informational Metadata Extensions" ] - keywords)
erforderliche Werte: "product_type_version:<VERSION>" "product_type:<von der gematik zugelassener Produkttyp>" |
| contacts | [string] (gemäß [OpenID-Federation "Informational Metadata Extensions" ] - contacts)
erforderlicher Wert in Liste: "<E-Mail-Adresse für Supportanfragen>" |
[<=]
Erster informativer Satz wird wie folgt geändert:
Die technische Spezifikation der Schnittstellen I_PoPP_Token_Generation zum Abruf von PoPP-Token durch Clientsysteme veröffentlicht die gematik auf GitHub im OpenAPI-Format.
Die Anforderung A_26361 wird geändert und nach vorn direkt hinter den ersten informativen Teil gestellt:
alt:
A_26361 - PoPP-Service - Zero Trust Schutz des PoPP-Interfaces
Der PoPP-Service MUSS sicherstellen, dass der Zugang zu den Schnittstellen I_PoPP_Token_Generation zum Abruf von PoPP-Token mittels des ZETA Guard [gemSpec_ZETA] vor unberechtigten Zugriffen geschützt ist. [<=]
neu:
A_26361-01 - PoPP-Service - Zero Trust Schutz des PoPP-Interfaces
Der PoPP-Service MUSS sicherstellen, dass der Zugang zu allen Schnittstellen zum Abruf von PoPP-Token mittels des ZETA Guard [gemSpec_ZETA] vor unberechtigten Zugriffen geschützt ist. [<=]
( I_PoPP_Token_Generation entfernt)
Es wird nach A_26361-01 folgende Zwischenüberschrift neu eingefügt:
Nach dieser neuen Überschrift wird ergänzt:
Bei der Schnittstelle I_PoPP_Token_Generation dient die WebSocket-Verbindung dem Austausch von APDU-Kommandos und APDU-Antworten zwischen PoPP-Service und eGK. Die Verbindung besteht ausschließlich für die Dauer eines einzelnen Check-in-Vorgangs und wird nach erfolgreicher Ausstellung oder Ablehnung eines PoPP-Token beendet.
Es folgen die unveränderten Anforderungen A_26345 und A_26362
Danach wird das folgende Kapitel am Ende ergänzt.
Für den Abruf von PoPP-Token, die im Zusammenhang mit einem Online Check-in erstellt wurden, stellt der PoPP-Service zwei alternative Schnittstellen bereit.
Die Schnittstelle [I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation.yaml] ermöglicht den Abruf von PoPP-Token über ein REST-Verfahren durch den PoPP-Client eines Primärsystems. Als Ergebnis werden die zum Abruf berechtigten PoPP-Token einschließlich der zugehörigen Metadaten, beispielsweise WorkplaceID oder weiteren Zuordnungsinformationen, zurückgegeben.
Ergänzend stellt der PoPP-Service die Schnittstelle [I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation_async.yaml] bereit. Diese WebSocket-Verbindung bleibt während der Sitzung aktiv und wird aus Sicherheitsgründen nach spätestens 60 Minuten automatisch beendet. Über diese Verbindung kann der PoPP-Service PoPP-Token unmittelbar an ein verbundenes Primärsystem übermitteln, sobald für die zugehörige Telematik-ID ein PoPP-Token zur Zustellung bereitsteht.
Beide Schnittstellen dienen demselben fachlichen Zweck und unterstützen die Zustellung von PoPP-Token nach einem Online-Check-in. Die Wahl der verwendeten Schnittstelle liegt beim Hersteller des Primärsystems.
A_30145 - PoPP-Service – StatusCodes
Der PoPP-Service MUSS sicherstellen, dass Antworten der REST-Schnittstelle die in der Schnittstellenbeschreibung [I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation.yaml] definierten HTTP-Status-Codes verwenden. [<=]
A_30170 - PoPP-Service - Status Code im WebSocket-Interface - 2
Der PoPP-Service MUSS sicherstellen, dass in der Beantwortung eingehender Request an den Schnittstellen I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation_async zum Abruf von PoPP-Token ausschließlich die http-Status Code gemäß der Spezifikation auf [I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation_async.yaml] verwendet werden. [<=]
A_30146 - PoPP-Service – Zuordnung von Telematik-IDs zu WebSocket-Verbindungen
Der PoPP-Service MUSS für jede über die Schnittstelle [I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation_async.yaml] aufgebaute WebSocket-Verbindung die zugehörige Telematik-ID verwalten.
Falls für eine WebSocket-Verbindung zusätzlich eine WorkplaceID übermittelt wird, MUSS der PoPP-Service die Zuordnung zwischen Telematik-ID, WorkplaceID und aktiver WebSocket-Verbindung verwalten
Der PoPP-Service MUSS die Zuordnung zwischen Telematik-ID, optionaler WorkplaceID und aktiver WebSocket-Verbindung während der gesamten Lebensdauer der Verbindung vorhalten.
[<=]
A_30147 - PoPP-Service – Auslieferung von PoPP-Token über bestehende WebSocket-Verbindungen
Wenn für die Telematik-ID eines Empfängers mindestens eine aktive WebSocket-Verbindung vorliegt, MUSS der PoPP-Service PoPP-Token, die für diese Telematik-ID erzeugt wurden, über diese Verbindung zustellen.
Die Zustellung MUSS alle zum PoPP-Token gehörenden Zusatzinformationen, wie WorkplaceID umfassen. [<=]
A_30148 - PoPP-Service – Entfernen ungültiger WebSocket-Verbindungen
Der PoPP-Service MUSS die Zuordnung zwischen Telematik-ID und WebSocket-Verbindung entfernen, wenn die zugehörige WebSocket-Verbindung beendet wurde oder nicht mehr erreichbar ist.
[<=]
A_30149 - PoPP-Service – Beenden von WebSocket-Verbindungen beim Wechsel von Verarbeitungskontexten
Der PoPP-Service MUSS beim Beenden eines Verarbeitungskontextes alle diesem Verarbeitungskontext zugeordneten WebSocket-Verbindungen ordnungsgemäß schließen.
[<=]
Dieses Kapitel ist nicht normativ für den Hersteller und Anbieter PoPP-Service. Es dient zur Information und Orientierung über die gesamte Lösung. Folgende Themen werden in [gemILF_PoPP_Client] ergänzt:
Im [gemILF_PoPP_Client] auf gitHub werden die Use-Cases für den Online Check-in erweitert. Zusätzlich zu den Anforderungen, die in Form von Festlegungen definiert sind, werden detaillierte Erläuterungen und Hinweise zur technischen und organisatorischen Umsetzung ergänzt. Diese Inhalte werden außerhalb dieser Feature-Spezifikation erstellt und unterliegen nicht dem Freigabeprozess für gematik-Dokumente.
Für den Überblick zu den statischen QR-Codes siehe auch [gemF_PoPP_Online-Check-in] Kapitel 2.1.5. "Informationen zum Inhaber der Telematik-ID: QR-Code und WorkplaceID" sowie [gemSpec_PoPP_Modul] Kapitel 5.3.1 "QR-Code"
Der statische QR-Code dient im Online Check-in als einfacher und medienbruchfreier Einstiegspunkt zur Auswahl des Inhabers der Telematik-ID. Er ermöglicht Versicherten die eindeutige Identifikation der Einrichtung oder Organisation, bei der ein Versorgungskontext nachgewiesen werden soll, ohne dass die Telematik-ID manuell erfasst werden muss. Der QR-Code kann in Versorgungseinrichtungen vor Ort, bei mobilen Versorgungsszenarien sowie in der Fernversorgung eingesetzt werden.
Der QR-Code wird durch das Primärsystem des Inhabers der Telematik-ID erzeugt. Zwingender Bestandteil ist die Telematik-ID. Optional kann zusätzlich eine WorkplaceID enthalten sein. Diese dient ausschließlich organisatorischen Zwecken innerhalb des Primärsystems, beispielsweise zur Zuordnung eines erfolgreichen Online Check-ins zu einem bestimmten Arbeitsplatz oder zu einer laufenden Sitzung. Die WorkplaceID begründet keine zusätzlichen Berechtigungen und wird nicht Bestandteil des PoPP-Tokens.
Die eigentliche Berechtigungsentscheidung wird nicht durch den QR-Code, sondern durch die Versicherten getroffen. Vor der Erteilung ihrer Einwilligung werden den Versicherten die zur Telematik-ID gehörenden Informationen aus dem Verzeichnisdienst angezeigt. Dadurch können sie überprüfen, ob der Online Check-in tatsächlich für die gewünschte Einrichtung oder Organisation durchgeführt wird. Der QR-Code dient somit ausschließlich als technischer Transportmechanismus für die Identifikation des vorgesehenen Empfängers eines späteren PoPP-Tokens.
Aus Sicherheitsgründen enthält der QR-Code keine URLs oder sonstige Informationen, die zu automatischen Weiterleitungen führen könnten. Die Durchführung des Online Check-ins erfolgt ausschließlich über die hierfür vorgesehenen Kassen-Apps mit integriertem PoPP-Modul. Primärsystem-Hersteller sollten den QR-Code zusammen mit den wesentlichen Klartextinformationen, insbesondere dem Namen der Einrichtung, der Telematik-ID und gegebenenfalls der WorkplaceID, darstellen. Dadurch wird die Erkennung von Manipulationen erleichtert.
Die Verwendung statischer QR-Codes ist bewusst einfach gehalten. Primärsysteme können denselben QR-Code über längere Zeiträume verwenden. Ein regelmäßiger Austausch oder eine kryptographische Signatur des QR-Codes sind nicht vorgesehen. Die Sicherheit des Verfahrens beruht stattdessen auf der nachgelagerten Prüfung der Telematik-ID über den Verzeichnisdienst, der ausdrücklichen Zustimmung der Versicherten sowie den Authentisierungs- und Autorisierungsmechanismen der PoPP- und ZETA-Komponenten.
A_28532 - PS - PoPP - Inhalt QR-Code
Das PS MUSS einen QR-Code für den Inhaber der Telematik-ID erzeugen, in dem die Telematik-ID enthalten ist. Der QR-Code enthält optional die WorkplaceID des Arbeitsplatzes, für den der QR-Code verwendet wird. [<=]
A_28533 - PS - PoPP - Format QR-Code
Das PS MUSS diesen QR-Code gemäß ISO/IEC 18004:2024 kodieren. [<=]
A_28534 - PS - PoPP - QR-Code Inhalt Payload
Das PS MUSS den Payload des QR-Codes als JSON Struktur gemäß [RFC8259] im UTF-8 Format nach [RFC3629] ausstellen. Der Inhalt des Payload MUSS gemäß Tabelle [Tab_PoPP_Modul_Payload_stat_QRCode] in [gemSpec_PoPP_Modul] erzeugt werden. [<=]
A_28535 - PS - PoPP - QR-Code Scan-Hinweis
Wird einer VER ein QR-Code für den Online Check-in präsentiert, dann MÜSSEN für die VER zusätzlich im Klartext Hinweise hinzugefügt werden. Die Hinweise MÜSSEN mindestens die folgenden Informationen vermitteln:
Um eine sichere Verwendung der QR-Codes im Versorgungsalltag zu gewährleisten, gelten die folgenden Empfehlungen der gematik für die Gestaltung der präsentierten QR-Codes:
A_28732 - PS - PoPP - Hinweis zu QR-Codes an Nutzer
Das PS MUSS dem Nutzer beim Erzeugen eines QR-Codes bevor dieser gedruckt wird den Hinweis anzeigen, dass
Hinweis:
Zur Prüfung der Korrektheit des QR-Codes kann das Personal des Inhaber der Telematik-ID den QR-Code mit der eigenen Kassen-App scannen und die darin enthaltene Telematik-ID anhand der angezeigten VZD-Daten verifizieren. Ein tatsächlicher Check-in ist hierfür nicht erforderlich und kann abgebrochen werden.
Hinweis:
Die Darstellung des QR-Codes auf einem Display des Telematik-ID Inhabers ist möglich.
Für den Überblick zur Verwendung der WorkplaceID siehe auch [gemF_PoPP_Online-Check-in] Kapitel 2.1.5. "Informationen zum Inhaber der Telematik-ID: QR-Code und WorkplaceID".
Neben großen Versorgungseinrichtungen wie MVZ mit vielen Check-in Arbeitsplätzen können auch Online-Dienste wie bspw. Videosprechstunden Anbieter die WorkplaceID verwenden. Ebenso ist die Verwendung als "SessionID" möglich, um auch in Anbieter-Apps den Check-in einem VER Smartphone zuordnen zu können.
Falls der PoPP-Service zusätzlich zum PoPP-Token auch eine WorkplaceID übermittelt, dann dient dies beispielsweise der Zuordnung des PoPP-Token zu einem Arbeitsplatz im Primärsystem des Telematik-ID Inhabers, an dem ein Online Check-in von einem Versicherten durchgeführt wurde.
Die WorkplaceID kann durch den Inhaber der Telematik-ID auch wie eine SessionID verwendet werden, um das letztendlich erzeugte PoPP-Token dann dem richtigen Versicherten zuordnen zu können. Dies kann bspw. im Online-Apotheken-Anwendungsfall notwendig werden. Der Inhaber der Telematik-ID muss dabei beachten, dass die in A_28629* beschriebenen Einschränkungen für die WorkplaceID entsprechend genauso gelten.
A_28537 - PS - PoPP - WorkplaceID entnehmen
Das PS MUSS die optionale WorkplaceID aus der HTTP-Nachricht, mit der der PoPP-Token vom PoPP-Service zum PoPP-Client übertragen wird, entnehmen, wenn sie vom PoPP-Service gesetzt wurde und in der HTTP-Nachricht enthalten ist. [<=]
Im Zuge des Online Check-in eines Versicherten wird ein PoPP-Datensatz im PoPP-Service angelegt und für maximal 72h vorgehalten. Fragt das Primärsystem des Inhabers einer Telematik-ID während dieser Zeit über die Schnittstelle [I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation.yaml] oder [I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation_async.yaml] PoPP-Token an, erstellt der PoPP-Service auf Basis des hinterlegten PoPP-Datensatz ein PoPP-Token und liefert dieses an das Primärsystem zurück.
Neben der REST-Schnittstelle I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation stellt der PoPP-Service für den Abruf von PoPP-Token zusätzlich die WebSocket-Schnittstelle I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation_async bereit. Beide Schnittstellen dienen demselben fachlichen Zweck, nämlich dem Abruf von PoPP-Token durch den im Primärsystem integrierten PoPP-Client. Die über die WebSocket-Schnittstelle ausgetauschten Nachrichten entsprechen fachlich den Informationen der bestehenden REST-Schnittstelle.
Die WebSocket-Schnittstelle ermöglicht es dem PoPP-Service, PoPP-Token unmittelbar über bereits bestehende Verbindungen an Primärsysteme zu übertragen. Dadurch muss ein Primärsystem nicht ausschließlich periodisch neue Abrufe initiieren, sondern kann eingehende PoPP-Token über eine bestehende Verbindung unmittelbar empfangen.
Da der PoPP-Service innerhalb einer Vertrauenswürdigen Ausführungsumgebung (VAU) betrieben wird und die Verarbeitungskontexte regelmäßig erneuert werden, besitzen WebSocket-Verbindungen nur eine begrenzte Lebensdauer. Primärsysteme müssen daher davon ausgehen, dass bestehende Verbindungen spätestens nach dem Ablauf eines Verarbeitungskontextes beendet werden können. Die maximale Lebensdauer eines Verarbeitungskontextes beträgt eine Stunde. Nach einem Verbindungsabbruch ist eine neue WebSocket-Verbindung aufzubauen. Grundlage hierfür ist die VAU-Anforderung, Verarbeitungskontexte regelmäßig neu zu starten.
Für eine zuverlässige Zustellung von PoPP-Token empfiehlt es sich daher, dass Primärsysteme die bestehende WebSocket-Verbindung zyklisch überwachen und bei Bedarf automatisch erneut aufbauen. Die WebSocket-Verbindung sollte als persistente Kommunikationsverbindung zwischen Primärsystem und PoPP-Service betrachtet werden, deren Wiederaufbau Bestandteil des regulären Betriebs ist.
Auf Seiten des PoPP-Service ist eine Zuordnung zwischen der über die WebSocket-Verbindung angemeldeten Telematik-ID und der jeweils offenen Verbindung erforderlich. Dadurch kann der PoPP-Service ein im Zuge eines Online Check-in erzeugtes PoPP-Token einer bereits bestehenden Verbindung zuordnen und dies ohne zusätzliche Anmeldung oder erneute Verbindungsherstellung unmittelbar an das zugehörige Primärsystem ausliefern.
A_30039 - PS - Abruf von PoPP-Token nach Online Check-in
Der PoPP-Client MUSS zum Abruf von PoPP-Token zu Online Check-ins mindestens eine der folgenden Schnittstellen unterstützen:
A_30144 - PoPP-Client – Überwachung und Wiederaufbau einer WebSocket-Verbindung
Wenn der PoPP-Client die WebSocket-Schnittstelle [I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation_async.yaml] verwendet, MUSS der PoPP-Client den Zustand der Verbindung zum PoPP-Service überwachen und bei einem Verbindungsabbruch selbstständig eine neue WebSocket-Verbindung aufbauen.
Der PoPP-Client DARF NICHT davon ausgehen, dass eine bestehende WebSocket-Verbindung dauerhaft verfügbar bleibt.
Der PoPP-Client MUSS insbesondere davon ausgehen, dass eine bestehende WebSocket-Verbindung spätestens nach einer Stunde seitens PoPP-Service beendet wird.
Im Falle des Verbindungsabbaus MUSS der PoPP-Client den Abruf von PoPP-Token durch den erneuten Aufbau einer WebSocket-Verbindung fortsetzen.
Hinweis: Die maximale Lebensdauer einer WebSocket-Verbindung ergibt sich aus der maximalen Lebensdauer der Verarbeitungskontexte innerhalb der VAU des PoPP-Service, da die Verbindung direkt im Verarbeitungskontext terminiert.
[<=]
Die Änderungen für die Stufe 2 von PoPP wirken sich auch auf die externen Schnittstellen des PoPP Service [api-popp] aus. Dort werden Änderungen vorgenommen:
Tabelle 9: Übersicht über die OpenAPI-Definitionen
| Schnittstelle | Status | Änderungsbeschreibung |
|---|---|---|
| [I_PoPP_Token_Generation.yaml] | unverändert | ohne Änderung
|
| [I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation.yaml] | neu | Neues REST Interface zur Übertragung von PoPP-Token an den PoPP-Client, wenn die Übertragung durch den PoPP-Service nach einem Online Check-in initiiert wird. (SessionID, WorkplaceID, ...) |
| [I_PoPP_Service_mobile_CheckIn.yaml] | neu | Schnittstellen für die Kommuniktion mit dem PoPP-Modul. Die OpenAPI-Definition umfasst:
|
| [I_PoPP_Modul_mobile_CheckIn.yaml] | neu | Schnittstelle am PoPP-Modul für den Aufruf aus anderen Apps. |
| I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation_async.yaml] | neu | Neues WebSocket Interface zur Übertragung von PoPP-Token an den PoPP-Client, wenn die Übertragung durch den PoPP-Service nach einem Online Check-in initiiert wird. (SessionID, WorkplaceID, ...) |
Bei der Authentifizierung von Versicherten mit GesundheitsID werden in PoPP Stufe 2 u,a, ZETA-Komponenten (ZETA-Client / ZETA Guard) verwendet. Die Festlegungen dazu stehen in [gemSpec_ZETA] Stufe 2.
Die Tabelle Tab_Test_033 Mindestumfang der Interoperabilitätsprüfung wird durch die Folgende ersetzt:
Bedingt durch die Rahmenbedingung für Apps der Krankenversicherungen, dass PoPP-Modul, ZETA Client und Authenticator-Modul der sektoralen IDPs in einer APP integriert sein müssen, ergeben sich Anforderungen an den sektoralen IDP und an die App mit integriertem Authenticator-Modul.
Zum einen werden für die technische Abbildung eines PoPP-Modul Aufrufs aus einer Anbieter-App die Plattformmechanismen von Android und iOS (deeplink / universal link) verwendet. Hier kann allerdings bereits nachgenutzt werden, dass für eine Authentifizierung des Versicherten mit GesundheitsID die entsprechende Konfiguration schon eingerichtet ist. Allerdings ist es notwendig, die Mechanismen der eigentlichen Authentifizierung vom Mechanismus des Aufrufs des PoPP-Moduls zu trennen. Zu diesem Zweck ist ein eigener Endpunkt in A_29041* [gemSpec_PoPP-Modul] defniert. Der Endpunkt besteht aus der Client-ID des sektoralen IDP in der TI-Föderation (iss) und eine PoPP spezifischen Pfaderweiterung.
Zum anderen muss auch berücksichtigt werden, dass die App mit dem Authenticator-Modul auch ohne vollständige Einrichtung der GesundheitsID (d.h. ohne Durchlauf des Identifikationsprozesses) auf dem Smartphone des Versicherten installierbar ist, da das Ausstellen eines PoPP-Token für einige Anwendungsfälle ausschließlich auf das Auslesen der Zertifikate der eGK erfolgen kann. Eine GesundheitsID ist hier nicht erforderlich und ggf. für den Versicherten auch nicht eingerichtet.
Änderungen in Kapitel "4.1 Allgemeine Anforderungen an Teilnehmer der TI-Föderation"
A_30017 - Information des Nutzers bei fehlender Installation der App mit integriertem Authenticator-Modul und PoPP-Modul
Der Hersteller eines sektoralen IDP MUSS ein technisches Verfahren für den Fall etablieren, dass ein Nutzer die App mit integriertem Authenticator-Modul und PoPP-Modul nicht installiert hat. In diesem Fall MUSS der sektorale IDP für den PoPP-Endpunkt (A_29041*) ein WebFrontend anbieten und dort darstellen, aus welcher Quelle die App mit integriertem Authenticator-Modul und PoPP-Modul zu beziehen ist, auf welchen Geräten/Plattformen es installiert werden kann und welche Voraussetzungen für die Verwendung der App zu erfüllen sind. [<=]
Änderungen am PoPP Service spezifischen Kapitel 3.X.
Die folgenden neuen Anwendungsfälle werden ebenfalls in gemSpec_Perf hinzugefügt:
Tabelle: 10 Tab_gemSpec_Perf_PoPP_Service: Performancerelevante UseCases
| UseCase | Fachdienstoperation | Beschreibung |
|---|---|---|
| PoPP.ZT1 | GET /.well-known | ZETA: Abruf gültiger Autorisierungsserver |
| PoPP.ZT2 | GET /nonce | ZETA: Nonce abrufen |
| PoPP.ZT3 | POST /token <JWT Client Assert> | ZETA: Autorisierung ohne Refresh Token |
| PoPP.ZT4 | POST /token <Refresh Token> | ZETA: Autorisierung mit Refresh Token |
| PoPP.1 | GET /popp/practitioner/api/v1/token-generation-ehc | Anweisung zur Erstellung eines PoPP-Token nach Authentifizierung des Versicherten in der Umgebung des Telematik-ID-Inhabers |
| PoPP.2 | POST /httpLoadPractitionerInformationRequest | Anweisung zur Suche der Daten zum Inhaber einer Telematik-ID |
| PoPP.3 | POST /httpCheckInGIDRequest | Anweisung zur Erstellung eines PoPP-Token nach Authentifizierung des Versicherten über seine GesundheitsID
In diesem Aufruf erstellt und speichert der PoPP-Service einen PoPP-Datensatz und einen Nachrichten-Datensatz. Der Nachrichten-Datensatz wird vom PoPP-Service in der Response an das PoPP-Modul gesendet. Der UC Beginnt mit dem Aufruf CheckInGIDRequest im PoPP RessourceServer und endet mit dem Absenden der Response StatusPoppTokenGeneration. |
| PoPP.4 | (reserviert) | |
| PoPP.5 | POST /httpReadStatusPoPPRequest | Anweisung für den Abruf des aktuellen Status zur PoPP-Token-Erstellung
In diesem Aufruf liest der PoPP-Service den aktuellen Nachrichten-Datensatz. Der aktuelle Nachrichten-Datensatz wird vom PoPP-Service in der Response an das PoPP-Modul gesendet. |
| PoPP.6 | POST /popp/practitioner/api/v1/token-deliveries | Anweisung zur Erstellung eines PoPP-Token nach Authentifizierung des Versicherten mit Mobilgerät (Smartphone) (REST) |
| POPP.7 | POST (/popp/practitioner/api/v1/token-deliveries)
(Hinweis: Link wird noch geändert) |
Anweisung zur Erstellung eines PoPP-Token nach Authentifizierung des Versicherten mit Mobilgerät (Smartphone) (WebSocket) |
Aktualisierung der Anforderung zu den Performance-Kenngrößen:
A_27030-04 - Performance - PoPP-Service - Bearbeitungszeit unter Last
Der PoPP-Service MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last aus Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_PoPP_Service: Last- und Bearbeitungszeitvorgaben" erfüllen.
Tabelle 11: Tab_gemSpec_Perf_PoPP_Service: Last- und Bearbeitungszeitvorgaben
| Operation | Spitzenlast
[1/sec] |
Mittlere Bearbeitungszeit
[msec] |
Maximale Bearbeitungszeit
[msec] |
Erfüllungsquote
[%] |
|---|---|---|---|---|
| PoPP.1 | 1400 | 600 | 1500 | 99,99 |
| PoPP.2 | 1400 | 600 | 1500 | 99,99 |
| PoPP.3 | 1400 | 1400 | 1800 | 99,99 |
| PoPP.4 | 1400 | 800 | 1200 | 99,99 |
| PoPP.5 | 2000 | 200 | 350 | 99,99 |
| PoPP.6 | 1400 | 600 | 1500 | 99,99 |
| PoPP.7 | 1400 | 600 | 1500 | 99,99 |
Anpassung Tabelle:
Tabelle 12: Tab_gemKPT_Betr_Produkttypen
| ID
|
Produkttyp / Anwendungstyp
|
Produkttyp-Name / Anwendungsname |
|---|---|---|
| PDT69
|
gemProdT_NCPeH_FD
|
National Contact Point for eHealth Fachdienst |
| PDT70 | gemProdT_IDP_FedMaster | Federation Master |
| PDT71 | gemProdT_PoPP_Service_PTV | Proof of Patient Presence-Service |
| ... |
Tabelle der PerfomanceKenngrößen ist nicht mehr im Betriebskonzept enthalten. Daher keine Anpassung dort.
Im Rahmen dieser Feature-Spezifikation werden die folgenden Dokumente angepasst:
| Dokument | Normativ für | Anpassungen |
|---|---|---|
| [gemSpec_Popp_Service] | Hersteller
Anbieter |
|
| [gemILF_PoPP_Client] | Hersteller (PS) | |
| [gemSpec_PoPP_Modul] | Hersteller
|
|
| [api.popp] | Hersteller | |
| [gemSpec_ZETA] | Hersteller
Anbieter |
|
| [gemSpec_IDP_Sek] | ||
| [gemKPT_Test] | Hersteller | |
| [gemSpec_Perf] | Hersteller
Anbieter |
|
| [gemKPT_Btr] | Hersteller
Anbieter |
|
| [gemSpec_VZD_FHIR] | Hersteller |
Es wird ein Dokument neu erstellt: [gemSpec_PoPP_Modul]
| Kürzel | Erläuterung |
|---|---|
| BDE | Betriebsdatenerfassung |
| GUI | Graphical User Interface (graphische Bedienoberfläche) |
| IDP | Identity Provider |
| LE | Leistungserbringer |
| LEI | Leistungserbringerinstitution |
| PS | Primärsystem |
| SM(C)-B | Secure Module (Card) - Typ B |
| VER | versicherte Person oder dessen Vertreter |
| VZD | Verzeichnisdienst |
| eGK | elektronische Gesundheitskarte |
| eH-KT | eHealth-Kartenterminal |
| gID | GesundheitsID |
Tabelle 13: Glossar der explizit im Dokument verwendeten Begriffe
| Begriff | Erläuterung |
|---|---|
| Authenticator-Modul | Die Komponente, durch die der Nutzer die Authentifizierung gegenüber dem Identity Provider (IDP) durchführt, ist ein wesentlicher Bestandteil des Sicherheitssystems. |
| Authenticator-App | Authenticator-App der Krankenkassen oder Krankenversicherungen, über die die Authentifizierung des Versicherten mit der GesundheitsID erfolgt. Diese Apps enthalten immer das von der gematik spezifiziertes Authenticator-Modul.
Einige Kassen integrieren das Authenticator-Modul direkt in ihre Kassen-Apps (1-App-Strategie), andere halten Kassen-App und Authenticator-App getrennt (2-App-Strategie). |
| Card Access Number (CAN) | Wird verwendet um eine vertrauenswürdige, kontaktlose Kommunikation zu einer Smartcard aufzubauen |
| CVC-Root | Die CVC-Root ist die zentrale Root-CA der PKI für CV-Zertifikate in der TI.
Die CVC-Root ist ein Produkttyp. |
| Distinguished Encoding Rules (DER) | Eine Variante zur Codierung von ASN.1 Objekten als Bytestring. |
| Anbieter-App | Der Begriff Anbieter-App verallgemeinert Apps, die kein PoPP-Modul implementieren. Das können andere Apps der Krankenkassen oder Drittanbieter-Anwendungen für VER sein.
|
| Drittanbieter-Anwendung | Eine Drittanbieter-Anwendung ist eine Anwendung im Kontext des Gesundheitswesens, die Personen digitale Gesundheitsdienste bereitstellt und nicht von einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung angeboten wird.
Drittanbieter-Anwendung können insbesondere von Leistungserbringern, deren Verbänden oder sonstigen Anbietern für Leistungen im Gesundheitswesen bereitgestellt werden. Beispiele sind Apotheken-Apps, Videosprechstunden-Apps oder DiGA-Apps. Kassen-Apps sind keine Anbieter-Apps im Sinne dieser Spezifikation. Drittanbieter-Anwendungen können als native mobile Anwendungen oder browserbasierte Webanwendungen umgesetzt sein. |
| GesundheitsID | Die GesundheitsID ist die digitale Identität im Gesundheitswesen für VER, welche durch die eigene Krankenversicherung bereitgestellt wird. Sie dient zur Anmeldung an TI-Anwendungen und weiteren versorgungsrelevanten Fachanwendungen und kann perspektivisch auch als Versicherungsnachweis - analog zur elektronischen Gesundheitskarte - verwendet werden. |
| Telematik-ID | Die Telematik-ID ist die eindeutige elektronische Identität von Leistungserbringern und medizinischen Institutionen in der TI. Sie wird von den Sektoren des Gesundheitswesens zugewiesen und verwaltet.
Inhaber oder Inhaberinnen einer Telematik-ID werden in diesem Dokument "Inhaber einer Telematik-ID" oder "Telematik-ID Inhaber" genannt. |
| Kassen-App | Eine Kassen-App ist eine App, die von einer Krankenversicherung oder einem Dienstleister einer Krankenversicherung für VER bereitgestellt wird.
Dazu zählen Apps wie das ePA-FdV, die Authenticator-App für die GesundheitsID sowie weitere Apps für digitale Serviceleistungen von Krankenversicherungen. |
| Leistungserbringer (LE) | Ein Leistungserbringer gehört zu einem zugriffsberechtigten Personenkreis nach § 352 SGB V und erbringt Leistungen des Gesundheitswesens für VER.
Nach § 339 SGB V darf er auf Versichertendaten in Anwendungen der TI zugreifen. |
| Leistungserbringerinstitution (LEI) | Die in organisatorischen Einheiten oder juristischen Personen zusammengefassten Leistungserbringer (bspw. Arztpraxen, Krankenhäuser). |
| Mobiles PS | Mobiles Endgerät, auf dem ein PS-Client des Inhabers einer Telematik-ID installiert ist. Ein LE nutzt den mobilen PS-Client bei Anwendungsfällen außerhalb der LEI. |
| PoPP-Client | Eine Komponente im Primärsystem, die für die sichere Kommunikation zum PoPP-Service verantwortlich ist. |
| PoPP-Modul | Eine Komponente von Kassen-App, welche für Online-Anwendungsfälle die Kommunikation mit dem PoPP-Service Resource Server übernimmt. Das PoPP-Modul initiiert die Authentifizierung einer VER mit GesundheitsID. |
| PoPP-Service | Zentraler Dienst in der Telematikinfrastruktur 2.0 (TI 2.0), der PoPP-Token generiert und an LEIs ausliefert.. |
| PoPP-Token | Der PoPP-Token dient als Nachweis für einen Versorgungskontext im Gesundheitswesen. Er ist ein kryptografisch gesicherter Beleg, der die Verbindung zwischen zwei Identitäten im Gesundheitswesen darstellt: dem Versicherten, bzw. dessen eGK, und dem Inhaber einer Telematik-ID. |
| Proof of Patient Presence (PoPP) | PoPP ist ein Nachweis, der belegt, dass ein Versicherter sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem Versorgungskontext mit dem Inhaber einer bestimmten Telematik-ID befindet.
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| Versorgungskontext (VK) | Der Versorgungskontext beschreibt die sichere und kryptografisch belegte Verbindung zwischen einem berechtigten Versicherten und einem authentifizierten Inhaber einer Telematik-ID. Diese Verbindung autorisiert den Zugriff auf anwendungsbezogene Versicherungsdaten über die Telematikinfrastruktur (TI) Anwendungen.
Ein Versorgungskontext besteht, wenn ein Leistungserbringer und ein Versicherter zum Zweck einer Versorgung zusammenkommen. Dabei kann die Versorgung eine medizinische Behandlung, eine pflegerische Leistung oder eine andere Versorgungsleistung sein, beispielsweise in einer Apotheke. Das Zusammentreffen kann lokal in einer Leistungserbringerumgebung, mobil, beispielsweise bei einem Hausbesuch oder virtuell, beispielsweise bei einer Telefon- oder Videosprechstunde sein. Ein Versorgungskontext entsteht durch die erfolgreiche Authentifizierung des Versicherten mittels digitaler Identität oder durch die erfolgreiche Authentifizierung seiner eGK, und ist auch bei telemedizinischen Anwendungen relevant. |
| VZD | FHIR VZD (siehe Glossar der gematik) |
| ZETA Client | Zero Trust Client Komponente im Primärsystem; Client Komponente gegenüber der Zero Trust Server Komponente ZETA Guard. |
| ZETA Guard | Der beim Fachdienst einzubindende Zero Trust Cluster. |
Das Glossar wird als eigenständiges Dokument (vgl. [gemGlossar]) zur Verfügung gestellt.
Die nachfolgende Tabelle enthält die Bezeichnung der in dem vorliegenden Dokument referenzierten Dokumente der gematik zur Telematikinfrastruktur.
| [Quelle]
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Herausgeber: Titel
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| [gemGlossar]
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gematik: Glossar der Telematikinfrastruktur |
| [gemKPT_PoPP] | Technisches Konzept Proof of Patient Presence (PoPP)
https://gemspec.gematik.de/docs/gemKPT/gemKPT_PoPP (Version 1.0.0 vom 20.08.2024) |
| [gemSpec_Popp_Service] | gematik Spezifikation "Proof of Patient Presence (PoPP)-Service"
https://gemspec.gematik.de/docs/gemSpec/gemSpec_PoPP_Service/gemSpec_PoPP_Service_V1.1.0/ (Version 1.1.0 vom 22.04.2026) |
| [gemILF_PoPP_Client]
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Implementierungsleitfaden Primärsystemfunktionalität PoPP-Client
https://github.com/gematik/spec-ilf-popp-client/tree/main (Version 1.0.0 vom 04.07.2025 ) |
| [gemSpec_PoPP_Modul] | Spezifikation PoPP (Proof of Patient Presence)-Modul
... (Version: Vorab-Veröffentlichung im gleichen Dok-Paket) |
| [gemSpec_ZETA] | gematik Spezifikation Zero Trust Access (ZETA)
https://gemspec.gematik.de/docs/gemSpec/gemSpec_ZETA/ bzw. https://gemspec.gematik.de/prereleases/Draft_ZETA_26_2/gemSpec_ZETA_V2.0.0_CC/ (Vorab-Veröffentlichung vom 09.07.2026 - ZETA Stufe 2) |
| [api-popp] | OpenAPI Schnittstellenspezifikation des PoPP-Service für Clients
https://github.com/gematik/api-popp insbesondere: https://github.com/gematik/api-popp/tree/US-2_CC2 (vom 22.01.2026 ) |
| [_PoPP_Service_mobile_CheckIn.yaml]
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OpenAPI Schnittstellenspezifikation für
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| [I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation.yaml] | OpenAPI Schnittstellenspezifikation zur Übertragung von PoPP-Token an den PoPP-Client, wenn die Übertragung durch den PoPP-Service nach einem Online Check-in initiiert wird
I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation.yaml |
| [I_PoPP_Token_Generation.yaml] | OpenAPI Schnittstellenspezifikation des PoPP-Service für PoPP-Clients:
I_PoPP_Token_Generation.yaml |
| [Quelle]
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Herausgeber (Erscheinungsdatum): Titel
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| [ISO/IEC 18004:2024] | ISO/IEC 18004:2024] "Information technology – Automatic Identification and Data Capture Techniques – QR Code 2005 Bar Code Specification," ISO/IEC 18004:2024, International Organization for Standardization, 2024.
https://www.iso.org/standard/83389.html |
| [RFC3629]
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D. B. Cohen, "UTF-8, a transformation format of ISO 10646," RFC 3629, Nov. 2003.
https://datatracker.ietf.org/doc/html/rfc3629 |
| [RFC1738] | Uniform Resource Locators (URL)
https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc1738.html |
| [RFC7517] | https://datatracker.ietf.org/doc/html/rfc7517
JSON Web Key (JWK) |
| [RFC7519} | JSON Web Token (JWT)
https://datatracker.ietf.org/doc/html/rfc7519 |
| [RFC8259] | D. B. Crockford, "The JavaScript Object Notation (JSON)," RFC 8259, Dez. 2017.
https://datatracker.ietf.org/doc/html/rfc8259 |
| [OpenID Federation 1.0] | OpenID Federation Standard
https://openid.net/specs/openid-federation-1_0.html |
Die folgenden High-Level Anforderungen gründen sich aus dem Feature Online Check-in:
A_28149 - PS - QR-Code erzeugen für PoPP
Das Primärsystem MUSS für jeden Arbeitsplatz einen statischen QR-Code erzeugen, der Telematik-ID und optional eine WorkplaceID enthält. [<=]
A_28150 - PoPP-Modul - QR-Code und Versicherten Authentisierung
Das PoPP-Modul MUSS den QR-Code scannen und die Authentifizierung der VER durchführen. [<=]
A_28151 - PoPP-Modul - Datenübergabe an PoPP-Service
Nach erfolgreicher Authentifizierung MUSS das PoPP-Modul die relevanten Daten an den PoPP-Service übermitteln. [<=]
A_28152 - PoPP-Service - PoPP-Token erzeugen und liefern
Der PoPP-Service MUSS ein PoPP-Token erzeugen und an das Primärsystem des Inhabers der Telematik-ID zurückgeben. [<=]
A_28153 - PoPP-Lösung - unterstützte Szenarien
Das Verfahren MUSS für Vor-Ort-, mobile und Fernversorgung nutzbar sein. [<=]
A_28154 - PoPP-Lösung - Missbrauchsschutz QR-Code
Der QR-Code MUSS die Einschränkung von Missbrauchsszenarien unterstützen (z. B. darf der QR-Code keine url enthalten). [<=]
Die konkreten Anforderungen und Festlegungen zu den Änderungen sind im Kapitel 4 Spezifikation von diesem Dokument enthalten.
| OP-PoPP-1 | 4.1.13 [gemSpec_PoPP-Service#4.5.3]: PoPP-Token bei Online Check-in
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OP-PoPP-1 (zusätzliche Push-Notification für PS)
Für PoPP Stufe 2 ist noch nicht festgelegt, ob und wie Primärsysteme über neu bereitgestellte PoPP-Token aktiv informiert werden oder diese ausschließlich durch regelmäßige Abrufe ermitteln. Die hierfür notwendigen Festlegungen befinden sich derzeit in Abstimmung. Vorgehen zur Auflösung: Klärung innerhalb der gematik gemeinsam mit den verantwortlichen ZETA-Teams parallel zur Kommentierung. Das Ergebnis wird über einen Eigenkommentar der gematik veröffentlicht und in die Spezifikationen eingearbeitet. |
| OP-PoPP-2 | [gemSpec_Popp_Modul#3.2.1.3] | Offener Punkt: OP-PoPP-2
Für die Authentisierung eines Versicherten mit GesundheitsID müssen Informationen zum verwendeten sektoralen Identity Provider der Krankenversicherung an die ZETA-Komponenten übergeben werden. Die Ausgestaltung dieser Übergabe und die hierfür verwendeten Schnittstellenparameter sind derzeit noch nicht abschließend festgelegt. (Stichwort: idp_iss via authorization_details,) Vorgehen: Klärung innerhalb der gematik gemeinsam mit den verantwortlichen ZETA-Teams parallel zur Kommentierung. Das Ergebnis wird über einen Eigenkommentar der gematik veröffentlicht und in die Spezifikationen eingearbeitet. |
| OP-PoPP-3 | [gemSpec_Popp_Modul#3.2.2.2] | Offener Punkt: OP-PoPP-3 (DeepLink)
Die derzeit spezifizierte Übergabe von Informationen zwischen Anbieter-App und Kassen-App mittels HTTP-POST über Deep Links ist hinsichtlich ihrer technischen Umsetzbarkeit noch nicht abschließend geklärt. Insbesondere ist offen, ob die vorgesehene Übergabeform durch die relevanten mobilen Betriebssysteme und die hierfür vorgesehenen Mechanismen zuverlässig unterstützt wird. Für die Umsetzung des Online Check-in wird gegebenenfalls eine alternative Lösung auf Basis von App-Links und einer parameterbasierten Übergabe innerhalb der Ziel-URL erforderlich. Vorgehen: Prüfung und Abstimmung innerhalb der gematik parallel zur Kommentierung. Die betroffenen Spezifikationsstellen werden identifiziert und konsistent angepasst. Das Ergebnis wird über einen Eigenkommentar der gematik veröffentlicht und in die betroffenen Spezifikationen eingearbeitet. |
| OP-PoPP-4 | [gemSpec_Popp_Modul#5.6.3] | Offener Punkt: OP-PoPP-4 (2-Geräte-Flow)
Wie der 2-Geräte-Flow abzubilden ist, ist derzeit noch offen. Vorgehen: Prüfung und Abstimmung innerhalb der gematik parallel zur Kommentierung. Das Ergebnis wird über einen Eigenkommentar der gematik veröffentlicht und in die betroffenen Spezifikationen eingearbeitet. |
| OP-PoPP-5 | [gemSpec_Popp_Modul#5.6.4] | Offener Punkt: OP-PoPP-5 - (Anforderungen an Anbieter-App)
Im Zusammenspiel mit dem PoPP-Token-Abruf ergeben sich Anforderungen an die Anbieter-Apps - das sind zum Beispiel Videosprechstunden-Apps, die PoPP nutzen und selbst kein PoPP-Modul integrieren. Es ist noch offen, ob es hierfür einen eigenen Steckbrief gibt, bzw. an wen und wie dieses Anforderungen im Anforderungsmanagement geführt werden. Vorgehen: Prüfung und Abstimmung innerhalb der gematik parallel zur Kommentierung. Das Ergebnis wird über einen Eigenkommentar der gematik veröffentlicht und in die betroffenen Spezifikationen eingearbeitet. |
| OP-PoPP-6 | [gemSpec_Popp_Modul#8.2] | Offener Punkt: OP-PoPP-6 (Bezeichnung von Kassen-Systemen als Primärsysteme)
Die Erläuterung zum Eintrag Primärsystem bezeichnet auch die Systeme der Kassen, die einen PoPP-Client zum PoPP-Token-Abruf implementiert haben, als Primärsysteme. Konkret: "Primärsystem - Primärsystem im Kontext der Spezifikation umfasst alle Systeme, die ein PoPP-Token vom PoPP-Service erhalten. Unter Primärsystem fallen demnach PVS, AVS und KIS sowie Systeme von Kostenträgern." Vorgehen: Wenn es im Rahmen der Kommentierung keinen Widerspruch -von Kostenträgern- dazu gibt, würde der offene Punkt geschlossen werden und die aktuell gewählte Formulierung verwendet. |
| OP-PoPP-7 | [gemSpec_Popp_Modul#9.5.3] | Offener Punkt: OP-PoPP-7 ( PoPP-Token Abruf -Step 16: Push Notification)
Die aktuelle ZETA-Spezifikation (in Kommentierung) legt fest, dass der ZETA Client bzw. das ZETA SDK die Push-Nachricht verarbeitet und den Klartext-Payload an die aufrufende App übergibt. Dazu gibt es auf Detailebene noch offene Punkte, bspw. kann das PoPP-Modul den Inhalt der Nachricht modifizieren? Z.B. kommt die MessageID und der Status zu einem Online Check-in, angezeigt soll aber ein Text, z.B. "Der Check-in bei <LEI> war erfolgreich", wenn status = success zurück kommt. Vorgehen: Prüfung und Abstimmung innerhalb der gematik parallel zur Kommentierung. Das Ergebnis wird über einen Eigenkommentar der gematik veröffentlicht und in die betroffenen Spezifikationen eingearbeitet |
| OP-PoPP-8 | 4.1.13 [gemSpec_PoPP-Service#4.5.3]: PoPP-Token bei Online Check-in | Offener Punkt: OP-PoPP-8 (Berücksichtigung der WebSocket-Schnittstelle in AF_10390)
Mit Einführung der Schnittstelle [I_PoPP_Service_mobile_Token_Generation_async.yaml] steht neben REST auch eine WebSocket-basierte Zustellung von PoPP-Token zur Verfügung. Der Anwendungsfall AF_10390 beschreibt bislang den REST-basierten Abruf. Zu prüfen ist, ob AF_10390 um die WebSocket-Nutzung erweitert werden kann oder ein eigener Anwendungsfall erforderlich ist. Dabei sind insbesondere die Token-Zustellung über bestehende Verbindungen, die Zuordnung von Telematik-ID und WorkplaceID sowie das Zusammenspiel von REST und WebSocket zu betrachten. Vorgehen: Erstellung eines neuen Anwendungsfalls oder Erweiterung von AF-10390 parallel zur Kommentierung. Das Ergebnis wird über einen Eigenkommentar der gematik veröffentlicht und in die Spezifikationen eingearbeitet. |