Tabelle: Fachlicher Anwendungsfall UC 3.15 - Einwilligung durch Versicherten widerrufen
Sequenzdiagramm:
Abbildung: UC 3.15 - Einwilligung durch Versicherten widerrufen
Use Cases zur Verwaltung der Zugriffsberechtigung durch den Versicherten
UC 3.16 - Zugriffsberechtigung durch Versicherten erstellen
Beschreibung
Der Versicherte erstellt einen Zugriffscode am TI-Flow-Fachdienst, um die Abfrage von E-Rezepten im Ausland zu ermöglichen.
Vorbedingungen
Der Versicherte hat seine “Einwilligung zum Einlösen im EU-Ausland” erteilt.
Im E-Rezept-FdV liegt die Information vor, welche europäischen Länder das Einlösen von in Deutschland verordneten E-Rezepten unterstützen.
Durchzuführende Aktionen
Der Nutzer wählt im E-Rezept-FdV das Land aus, in dem er seine E-Rezepte einlesen möchte und fordert einen Zugriffscode an.
Das E-Rezept-FdV erstellt einen zufälligen Zugriffscode.
Das E-Rezept-FdV übermittelt den Zugriffscode und die Länderinformation an den TI-Flow-Fachdienst.
Der TI-Flow-Fachdienst prüft die Einwilligung, löscht einen ggf. bestehenden Zugriffscode, hinterlegt den übermittelten Zugriffscode und liefert die Gültigkeitsdauer des Zugriffscodes an das E-Rezept-FdV.
Das E-Rezept-FdV zeigt den Zugriffscode und die Gültigkeitsdauer an.
Nachbedingungen
Der Zugriffscode ist im TI-Flow-Fachdienst hinterlegt und kann zur Autorisierung des Zugriffs eines LE-EU genutzt werden.
Tabelle: Fachlicher Anwendungsfall UC 3.17 - Zugriffsberechtigung durch Versicherten löschen
Sequenzdiagramm:
Abbildung: UC 3.17 - Zugriffsberechtigung durch Versicherten löschen
UC 3.18 - Zugriffsberechtigung durch Versicherten einsehen
Beschreibung
Mit diesem Anwendungsfall kann der Versicherte sich eine Zugriffsberechtigung im E-Rezept-FdV anzeigen lassen, wenn die Informationen zur Zugriffsberechtigung nicht lokal im E-Rezept-FdV gespeichert sind.
Vorbedingungen
keine
Durchzuführende Aktionen
Das E-Rezept-FdV führt die Operation zur Abfrage der Zugriffsberechtigung aus.
Der TI-Flow-Fachdienst gibt die Information an das E-Rezept-FdV.
Das E-Rezept-FdV zeigt den Zugriffscode und die Gültigkeitsdauer an.
Tabelle: Fachlicher Anwendungsfall UC 3.18 - Zugriffsberechtigung durch Versicherten einsehen
Sequenzdiagramm:
Abbildung: UC 3.18 - Zugriffsberechtigung durch Versicherten einsehen
Zugriffsberechtigung anzeigen
Das E-Rezept-FdV MUSS im Anwendungsfall "Zugriffsberechtigung anzeigen" folgende Informationen auf dem Display anzeigen:
Name des Landes,
Gültigkeitsende,
Zugriffscode,
KVNR des Versicherten.
Für die Anzeige der Gültigkeitsdauer ist die Zeitzone zu beachten, in der der Nutzer sich befindet.
Das E-Rezept-FdV MUSS bei der Anzeige des Zugriffscodes die Lesbarkeit der Zeichen des Zugriffscodes sicherstellen.
Hinweis: Mit Lesbarkeit ist das Erkennen und Unterscheiden einzelner Buchstaben und Ziffern gemeint, d.h. die Unterscheidbarkeit von beispielsweise von 0 (Null) und O (Großbuchstabe O), sowie I (Großbuchstabe i) und l (Kleinbuchstabe L) und 1 (Ziffer Eins).
Das E-Rezept-FdV MUSS die Gültigkeitsdauer der Zugriffsberechtigung auf dem Display hervorheben, wenn die Gültigkeitsdauer 10 Minuten unterschreitet.
Das E-Rezept-FdV MUSS, wenn die Gültigkeit der Zugriffsberechtigung zeitlich abgelaufen ist, den Versicherten informieren.
Hinweis: Es reicht aus, dass die Information über den Ablauf der Zugriffsberechtigung nur angezeigt wird, während der Nutzer auf dem Gerät aktiv ist.
Der zeitliche Ablauf der Zugriffsberechtigung wird nicht durch den TI-Flow-Fachdienst signalisiert.
Use Cases zur Verwaltung der E-Rezepte durch den Versicherten
UC 3.19 - E-Rezept durch den Versicherten markieren
Beschreibung
Mit diesem Anwendungsfall kann der Versicherte ein E-Rezept für das Einlösen im EU-Ausland markieren. Bei der Abfrage eines LE-EU werden ausschließlich im EU-Ausland einlösbare E-Rezepte ausgeliefert, welche zuvor durch den Versicherten markiert wurden.
Der Anwendungsfall wird ebenfalls dafür genutzt, eine Markierung zu löschen.
Vorbedingungen
keine
Durchzuführende Aktionen
Der Nutzer wählt im E-Rezept-FdV das zu markierende E-Rezept sowie die Option für die Markierung aus.
Das E-Rezept-FdV übermittelt die Information an den TI-Flow-Fachdienst.
Der TI-Flow-Fachdienst speichert die Information.
Nachbedingungen
Die Information zur Markierung ist im TI-Flow-Fachdienst gespeichert.
Der Datenzugriff ist im TI-Flow-Fachdienst protokolliert.
Abbildung: UC 4.19 - Demographische Daten eines Versicherten abrufen
UC 4.20 - Liste der einlösbaren E-Rezepte eines Versicherten abrufen
Beschreibung
Mit diesem Anwendungsfall werden die im europäischen Ausland einlösbaren E-Rezepte zu einem Versicherten vom TI-Flow-Fachdienst abgerufen.
Vorbedingungen
Der Versicherte hat eine Zugriffsberechtigung für Land B erteilt.
Der Versicherte hat die Informationen zur Zugriffsberechtigung an den LE-EU übermittelt. (Anwendungsfall “Demographische Daten eines Versicherten abrufen”)
Der Versicherte hat mindestens ein E-Rezept zum Einlösen im EU-Ausland markiert.
Durchzuführende Aktionen
Der LE-EU sendet einen Request über den eHDSI an das Land A (Deutschland).
Der NCPeH-FD prüft das Vorliegen einer Behandlungsbeziehung zwischen LE-EU und Versicherten.
Der NCPeH-FD prüft die Permission aus der Anfrage und falls nicht vorhanden die Rolle des anfragenden LE-EU.
Der NCPeH-FD sendet einen Request für die Liste einlösbarer E-Rezepte des Versicherten an den TI-Flow-Fachdienst.
Der TI-Flow-Fachdienst übermittelt die Liste der einlösbaren E-Rezepte an den NCPeH-FD.
Der NCPeH-FD extrahiert die notwendigen Informationen, transkodiert die Informationen und erstellt den Response für den LE-EU.
Nachbedingungen
Der Status der einlösbaren E-Rezepte des Versicherten ist unverändert.
Die Abfrage ist im TI-Flow-Fachdienst protokolliert.
Der LE-EU stehen die Liste der einlösbaren E-Rezepte des Versicherten zur Verfügung.
Tabelle: Fachlicher Anwendungsfall UC 4.20 - Liste der einlösbaren E-Rezepte eines Versicherten abrufen
Sequenzdiagramm:
Abbildung: UC 4.20 - Liste der einlösbaren E-Rezepte eines Versicherten abrufen
UC 4.21 - Liste ausgewählter E-Rezepte eines Versicherten abrufen
Beschreibung
Mit diesem Anwendungsfall werden die zum Einlösen vorgesehenen E-Rezepte zu einem Versicherten vom TI-Flow-Fachdienst abgerufen.
Vorbedingungen
Der Versicherte hat eine Zugriffsberechtigung für Land B erteilt.
Der Versicherte hat die Informationen zur Zugriffsberechtigung an den LE-EU übermittelt. (Anwendungsfall “Demographische Daten eines Versicherten abrufen”)
Der LE-EU hat die Liste der einlösbaren E-Rezepte für den Versicherten abgerufen.
Durchzuführende Aktionen
Der LE-EU sendet einen Request mit einer Liste von Rezept-ID, über den eHDSI an das Land A (Deutschland).
Der NCPeH-FD prüft das Vorliegen einer Behandlungsbeziehung zwischen LE-EU und Versicherten.
Der NCPeH-FD prüft die Permission aus der Anfrage und falls nicht vorhanden die Rolle des anfragenden LE-EU.
Der NCPeH-FD sendet einen Request mit der Liste von Rezept-IDs des Versicherten an den TI-Flow-Fachdienst.
Der TI-Flow-Fachdienst ändert den Status der abgefragten E-Rezepte, falls der Status “ready” ist, in “in-progress”.
Der TI-Flow-Fachdienst übermittelt die Liste der E-Rezepte an den NCPeH-FD.
Der NCPeH-FD transformiert und transkodiert die E-Rezepte in das entsprechende eHDSI-Dokumentenformat und erstellt den Response für den LE-EU.
Nachbedingungen
Der Status der einlösbaren E-Rezepte des Versicherten ist “in-progress”.
Die Abfrage ist im TI-Flow-Fachdienst protokolliert.
Der LE-EU stehen die Liste der E-Rezepte des Versicherten zur Verfügung.
Tabelle: Fachlicher Anwendungsfall UC 4.21 - Liste ausgewählter E-Rezepte eines Versicherten abrufen
Sequenzdiagramm:
Abbildung: UC 4.21 - Liste ausgewählter E-Rezepte eines Versicherten abrufen
UC 4.22 - Abgabe eines E-Rezeptes im europäischen Ausland
Beschreibung
Mit diesem Anwendungsfall werden die Dispensierinformationen zu einem eingelösten E-Rezept an den TI-Flow-Fachdienst übermittelt.
Vorbedingungen
Der Versicherte hat eine Zugriffsberechtigung für Land B erteilt.
Der Versicherte hat die Informationen zur Zugriffsberechtigung an den LE-EU übermittelt. (Anwendungsfall “Demographische Daten eines Versicherten abrufen”)
Der LE-EU hat ausgewählte E-Rezepte des Versicherten abgerufen.
Durchzuführende Aktionen
Der Versicherte übermittelt, falls der zuvor übermittelte Zugriffscode zeitlich nicht mehr gültig ist, einen neuen Zugriffscode an den LE-EU.
Der LE-EU sendet einen eDispensation Request für ein E-Rezept über den eHDSI an Land A (Deutschland).
Der NCPeH-FD prüft das Vorliegen einer Behandlungsbeziehung zwischen LE-EU und Versicherten.
Der NCPeH-FD prüft die Permission und falls nicht vorhanden die Rolle des anfragenden LE-EU.
Der NCPeH-FD transformiert und transkodiert die Information zu jedem eDispensation Document in einen Dispensierinformationsdatensatz für das E-Rezept.
Der NCPeH-FD sendet für jedes übermittelte eDispensation Document (CDA) einen Request mit den Dispensierinformationsdatensatz für das E-Rezept an den TI-Flow-Fachdienst.
Der TI-Flow-Fachdienst speichert die Dispensierinformationen und ändert den Status des Task zu “completed”.
Der TI-Flow-Fachdienst übermittelt den Status der Operation an den NCPeH-FD. Der NCPeH-FD übermittelt den Status an den LE-EU.
Nachbedingungen
Der Status der eingelösten E-Rezepte ist “completed”.
Der Datenzugriff ist im TI-Flow-Fachdienst für jedes E-Rezept protokolliert.
Tabelle: Fachlicher Anwendungsfall UC 4.22 - Abgabe eines E-Rezeptes im europäischen Ausland
Sequenzdiagramm:
Abbildung: UC 4.22 - Abgabe eines E-Rezeptes im europäischen Ausland
Hinweis: Für den Anwendungsfall “Abgabe von E-Rezepten im europäischen Ausland” wird angenommen, dass die vollständigen Dispensierinformationen zu einer ePrescription (E-Rezept) in genau einem eDispensation Dokument (CDA) vom LE-EU übermittelt werden.
Nach der Bereitstellung der Dispensierinformationen im TI-Flow-Fachdienst kann der Versicherte diese mit seinem E-Rezept-FdV herunterladen und anzeigen lassen.
Eine Übermittlung der Dispensierinformationen an den ePA Medication Service ist perspektivisch vorgesehen. Die Funktionalität wird ergänzt, sobald die Voraussetzungen in den verwendeten Datenmodellen geschaffen wurden.