Elektronische Gesundheitskarte und Telematikinfrastruktur
Übergreifende Spezifikation
Performance und Mengengerüst TI-Plattform
Version | 2.27.0 |
Revision | 1162593 |
Stand | 27.03.2023 |
Status | freigegeben |
Klassifizierung | öffentlich |
Referenzierung | gemSpec_Perf |
Änderungen zur Vorversion
Anpassungen des vorliegenden Dokumentes im Vergleich zur Vorversion können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen.
Dokumentenhistorie
Version | Stand | Kap./ Seite | Grund der Änderung, besondere Hinweise | Bearbeitung |
---|---|---|---|---|
2.2.0 | 02.08.17 | Überarbeitung zum Online-Rollout (Stufe 2.1) | gematik | |
Errata 1.6.4-1, 1.6.4-2 und P15.1 | ||||
2.3.0 | 18.12.17 | Einarbeitung der Änderungen zu OPB1 Release 1.6.4-0, der Errata 1.6.4-1 und 1.6.4-2 und Änderungen zur Version 2.2.0 | gematik | |
2.4.0 | 14.05.18 | Einarbeitung Änderungslisten P15.2 und P15.4 | gematik | |
2.5.0 | 26.10.18 | Einarbeitung Änderungslisten P15.8 und P15.9 | gematik | |
2.6.0 | 18.12.18 | ePA-Inhalte | gematik | |
2.7.0 | 15.05.19 | Einarbeitung P18.1 | gematik | |
2.8.0 | 28.06.19 | Einarbeitung von P19.1 | gematik | |
2.9.0 | 2.10.19 | Einarbeitung von P20.1/2, 16.1/2 | gematik | |
2.9.1 | 15.11.19 | 4.5 | Afo A_15208 wieder ergänzt | gematik |
2.10.0 | 02.03.20 | Einarbeitung von P21.1 | gematik | |
2.11.0 | 30.06.20 | Anpassungen gemäß Änderungsliste P22.1 und Scope-Themen aus Systemdesign R4.0.0 | gematik | |
2.12.0 | 12.11.20 | Anpassungen gemäß Änderungsliste P22.2 und Scope-Themen aus Systemdesign R4.0.1 | gematik | |
2.12.1 | 19.02.21 | 4.5 | red. Anpassung zur R4.0.2 | gematik |
2.12.2 | 06.04.21 | Einarbeitung KIM_Maintenance_21.1 | gematik | |
2.13.0 | 14.06.21 | Einarbeitung E-Rezept_Maintenance_21.1 und _21.2 sowie Einarbeitung IdP_Maintenance_21.1 |
gematik | |
2.13.1 | 02.09.21 | ab Release "Konnektor PTV 5.0.2: Maintenance 21.5" (Sept. 2021) führt die gematik eine stufenweise Umbenennung folgender Begriffe durch: aus "aAdG-NetG" wird "WANDA Basic", aus "aAdG" und "aAdG-NetG-TI" wird "WANDA Smart" |
gematik | |
2.14.0 | 07.10.21 | Einarbeitung gemF_APOVZD | gematik | |
2.15.0 | 17.12.21 | Einarbeitung IDP 2.3.0 (inkl. entsprechender Anteile aus gemF_sektorale_IDP); Start der strukturellen Anpassungen der produkttypspezifischen Vorgaben (betrifft Kapitel 3, 4 und 5) | gematik | |
2.16.0 | 31.01.22 | Einarbeitung Konn_Maintenance_21.6 | gematik | |
2.17.0 | 14.02.22 | Einarbeitung Konn_Maintenance_21.6 | gematik | |
2.18.0 | 31.03.22 | Einarbeitung E-Rezept_Maintenance_21.3 (C_10752) und _21.4 | gematik | |
2.19.0 | 03.05.22 | Anteile aus gemF_eRp_WF_LE übernommen | gematik | |
2.20.0 | 06.05.22 | 2.5.1 3.1.2.2 |
Einarbeitung Änderungsliste Rohdaten_Performance_22.1 redaktionelle Änderung in der Bezeichnung des Operationsnamen in Tabelle 6: ALT: "external authentication" NEU: "third-party-based" |
gematik |
2.21.0 | 18.05.22 | 2.5.1, 3.2 |
Einarbeitung Änderungsliste IDP_Maintenance_22.1; redaktionelle Änderung: Anpassung der Verweise auf Anforderung A_19733-xx unter Verwendung einer Wildcard: -* |
gematik |
2.22.0 | 29.07.22 | 3.3, Anhang C | TI-Messenger 1.1.0: Festlegungen zu Performance und Reporting | gematik |
2.23.0 | 09.08.22 | 4.2.5, 5.6, Anhang C | Einarbeitung Änderungsliste E-Rezept_Maintenance_22.2 und E-Rezept_Maintenance_22.3 und gemF_eRp_PKV | gematik |
2.24.0 | 26.08.22 | Einarbeitung CI_Maintenance_22.4: Verpflichtung der TSP X.509 auf die Rohdatenlieferung v.02 und damit verbunden die Herauslösung aus der Rohdatenlieferung v.01, erstellen eines TSP X-509-spezifischen Unterkapitels (Kapitel 3.4) | gematik | |
2.25.0 | 16.12.22 | Einarbeitung CI_Maintenance_22.6: Verpflichtung der VPN-Zugangsdienste auf die Rohdatenlieferung nach Version 0.2 für die Betriebsdatenerfassung | gematik | |
2.26.0 | 06.02.23 | Einarbeitung gemäß Änderungslisten E-Rezept_Maintenance_ 22.5, Betr_Maintenance_22.3 und IDP_Maintenance_22.2 | gematik | |
2.26.1 | 07.02.23 | Afo A_22357-03 wird ergänzt und Afo A_18018 angepasst | gematik | |
2.26.2 | 10.02.23 | A_22012-02, A_22825, A_22826, A_22944 hinzugefügt, A_22012-01 und A_22230 abgelöst | gematik | |
2.27.0 | 27.03.23 | Einarbeitung NCPeH_Maintenance_22.2 | gematik |
Die Performance-Spezifikation hat zum Ziel, die Performance-Kenngrößen für alle Produkttypen der TI zu definieren und die Anforderungen an die Performance der Produkttypen zu stellen. Ausgangspunkt für die Berücksichtigung des Bedarfs sind die Leistungsanforderungen für die Fachanwendungen, das sichere Übermittlungsverfahren KOM-LE, die Basisdienste QES, die tokenbasierten Authentisierung sowie für den Zugang zu Fremdnetzen (Internet, Bestandsnetz).
Die Performance-Kenngrößen decken drei Dimensionen ab:
Die Ableitung der Produktanforderungen erfolgt über ein Performance-Modell, das hier soweit skizziert wird, wie für die Nachvollziehbarkeit erforderlich.
Die Anforderungen an die Produkttypen sind so formuliert, dass sie dem Stand der Technik entsprechende Optimierungen implizit voraussetzen, aber nicht zwingendermaßen Vorgaben für konkrete Optimierungen machen. So wird das gewünschte Leistungsniveau erreicht, ohne dabei den Lösungsraum für die Anbieter unnötig einzuschränken. Spezifische Anforderungen zur Optimierung können allerdings in den produkttypspezifischen Spezifikationen gestellt werden.
Das Dokument richtet sich an Hersteller und Anbieter von Produkten der TI.
Dieses Dokument enthält normative Festlegungen zur Telematikinfrastruktur des deutschen Gesundheitswesens.
Der Gültigkeitszeitraum der vorliegenden Version und deren Anwendung in Zulassungsverfahren wird durch die gematik GmbH in gesonderten Dokumenten (z. B. Dokumentenlandkarte, Produkttypsteckbrief, Leistungsbeschreibung) festgelegt und bekannt gegeben.
Schutzrechts-/Patentrechtshinweis
Die nachfolgende Spezifikation ist von der gematik allein unter technischen Gesichtspunkten erstellt worden. Im Einzelfall kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Implementierung der Spezifikation in technische Schutzrechte Dritter eingreift. Es ist allein Sache des Anbieters oder Herstellers, durch geeignete Maßnahmen dafür Sorge zu tragen, dass von ihm aufgrund der Spezifikation angebotene Produkte und/oder Leistungen nicht gegen Schutzrechte Dritter verstoßen und sich ggf. die erforderlichen Erlaubnisse/Lizenzen von den betroffenen Schutzrechtsinhabern einzuholen. Die gematik GmbH übernimmt insofern keinerlei Gewährleistungen.
Das vorliegende Dokument stellt Performance-Anforderungen an die technischen, aber nicht an organisatorische Schnittstellen der TI-Plattform.
Anforderungen als Ausdruck normativer Festlegungen werden durch eine eindeutige ID sowie die dem RFC 2119 [RFC2119] entsprechenden, in Großbuchstaben geschriebenen deutschen Schlüsselworte MUSS, DARF NICHT, SOLL, SOLL NICHT, KANN gekennzeichnet.
Sie werden im Dokument wie folgt dargestellt:
<AFO-ID> - <Titel der Afo>
Text / Beschreibung
[<=]
Dabei umfasst die Anforderung sämtliche innerhalb der Afo-ID und der Textmarke angeführten Inhalte.
Das vorliegende Kapitel definiert die Performance-Kenngrößen für die drei Performance-Dimensionen Bearbeitungszeit, Last und Verfügbarkeit. Außerdem legt es fest, welche Kenngrößen 'reported' werden.
Bearbeitungszeit bezeichnet die Zeit, welche für die Ausführung einer Funktion, sei es auf Anwendungsfallebene oder auf Ebene einer Operation an den technischen Schnittstellen eines Produkttypen anfällt.
Die auf Ebene der Anwendungsfälle gemessene Bearbeitungszeit, wird der funktionalen Zerlegung und Systemzerlegung des Gesamtsystems folgend, in Bearbeitungszeiten gemessen an den Außenschnittstellen der Produkttypen zerlegt. Dabei kommt es auf eine möglichst exakte und lückenlose Definition der einzelnen Zeitbeiträge an:
Die Abarbeitung eines Funktionsaufrufs kann durch die Parallelisierung von Teilschritten beschleunigt werden. Die Verarbeitungszeit entlang des Pfades durch die Teilschritte mit der längsten Bearbeitungszeit (kritischer Pfad) bestimmt die Gesamtbearbeitungszeit.
Die Performance-Dimension Bearbeitungszeit wird idealisiert durch folgende Größen für jeden einzelnen Anwendungsfallaufruf ermittelt:
Die Bearbeitungszeiten für einen Anwendungsfall sind nicht für jeden Aufruf gleich. Zum einen können die ausführenden Produkte von Fall zu Fall unterschiedlich sein (z. B. verschiedene Karten), zum anderen wird die Antwortzeit jedes einzelnen Produkts variieren, oft abhängig von zufälligen Situationsparametern.
So kommt es zu einer Verteilung von Bearbeitungszeiten. Im Modell der Bearbeitungszeiten wird diese Verteilung auf zwei statistische Größen reduziert:
Beide Größen addieren sich für unabhängige Teilschritte unabhängig von der Verteilungsfunktion der Antwortzeiten pro Teilschritt (siehe [UnabhZufall]). Unter der Näherung einer Gaußverteilung der Antwortzeiten lässt sich die Varianz in ein p-Quantil übersetzt, dass sich selbst nicht für einzelne Teilschritte addiert.
Die Zerlegung einer Funktion in Teilfunktionen und die Nutzung der Modellgrößen und
illustriert Abbildung 1.
Abbildung 1: Beispiel für Zerlegung einer Funktion und die Modell-Bearbeitungszeitgrößen
Bei Messungen korrespondiert der Erwartungswert des Modells mit dem arithmetischen Mittelwert der Bearbeitungszeiten1 über eine Gesamtheit von N Einzelmessungen. Er berechnet sich als Summe der Bearbeitungszeiten geteilt durch die Anzahl N der Einzelmessungen.
1) Mittelwert steht hier ausschließlich für den arithmetischen Mittelwert.
Als Performancevorgaben hinsichtlich Bearbeitungszeit werden für eine definierte Umgebung zwei Schranken vorgegeben:
2) Vereinfachend in der Bezeichnung werden Erwartungswert des Modells und arithmetischer Mittelwert der Messungen gleichermaßen mit bezeichnet.
Für eine Gesamtheit von 100 Einzelmessungen darf der Mittelwert der Bearbeitungszeiten nicht größer als die zugehörige Schranke sein und die 99 niedrigsten Bearbeitungszeiten dürfen nicht größer als die Quantilschranke sein.
Für die Produkttypen der zentralen Zone der TI-Plattform müssen Bearbeitungszeitvorgaben unter Last erfüllt werden. Da dabei nicht immer ein Stichprobenumfang von genau 100 Einzelmessungen pro Operation realisiert werden kann, ist es notwendig das gemessene 99%-Quantil für einen allgemeinen Stichprobenumfang der Anzahl n zu definieren.
Quantil-Definition
= Bearbeitungszeit der m-ten Bearbeitungszeit, wobei diese nach aufsteigendem Wert geordnet sind. Dabei ist m[n] = (n – n mod 100) * 0,99 + n mod 100.
Beispiele: m[100] = (100 – 0) * 0,99 + 0 = 99 und m[17] = (17 – 17) * 0,99 + 17 = 17
Inhaltliche Begründung: Ein Ausreißer wird immer nur für volle 100 Aufrufe zugelassen.
Jede Funktion wird von ihren Nutzern im Betrieb mit einer gewissen Häufigkeit aufgerufen. Die dem Aufruf folgende Verarbeitung innerhalb einer Produktinstanz erzeugt für diese eine Arbeitslast.
Es stellt sich die Frage, wie viele Anfragen parallel von einer Produktinstanz bearbeitet werden müssen. Um dies zu klären, wird zunächst gezeigt, welche Bedeutung der Mittelungszeitraum hat. Auf dieser Grundlage wird dann die Modellierung der Aufrufrate skizziert.
Die Performance-Dimension Last wird idealisiert durch eine Liste der einzelnen Aufrufzeitpunkte repräsentiert .
Abbildung 2 skizziert die Aufrufzeitpunkte für eine Funktion beispielhaft.
Abbildung 2: Beispiel für gemessene Aufrufe, die zu Aufrufzeitpunkten erfolgen
Eine solche exakte Verteilungsfunktion der Aufrufe kann gemittelt werden, indem man zu jedem Zeitpunkt über einen gewissen Zeitraum in der Vergangenheit die Aufrufe zählt und die Anzahl durch den Mittelungszeitraum T teilt. Man erhält so eine Aufrufrate , die auch vom Zeitintervall T abhängt.
Die Abbildung 3 skizziert die Aufrufrate zu der Situation aus Abbildung 2 und identifiziert die höchste Aufrufrate – die „Spitze“ – im Mittelungszeitraum.
Abbildung 3: Beispiel einer über den Zeitraum T gemittelten Aufrufrate
Entspricht der Mittelungszeitraum T der mittleren Antwortzeit, dann gibt eine Spitze die parallel zu bearbeitenden Aufrufe an.
Ein kleinerer Mittelungszeitraum erhöht die Spitzenraten [1/sec] beliebig. Ein größerer Mittelungszeitraum nivelliert die für die Bearbeitung praktisch relevanten, tatsächlich parallel zu verarbeitenden Aufrufzahlen.
Auf Grund dieser Überlegungen wird im Folgenden der Zeitraum T immer gleich der Schranke für den Bearbeitungszeitmittelwert gesetzt. Die Einheit der Aufrufrate kann davon unabhängig für beliebige Zeiteinheiten als [1/Zeiteinheit] angegeben werden, etwa mit [1/sec], [1/h] oder [1/
].
Modellierung der Aufrufrate
Ziel einer modellhaften Betrachtung der Aufrufrate ist eine möglichst gute Schätzung für die Spitzen in der Aufrufrate . Ausgangspunkt ist die Anzahl der auf einen großen Zeitraum entfallenden Aufrufe, etwa pro T = 1 Jahr = 1y. Anzahl geteilt durch Zeitraum T ergibt die Aufrufrate
. Diese Aufrufrate wird bis zu einer Spitzenlast (oder mehreren fallabhängigen Spitzenlasten)
entwickelt (Abbildung 4).
Abbildung 4: Entwicklung der Spitzenlast (oder mehreren fallabhängigen Spitzenlasten) aus einer Durchschnittslast pro Jahr.
Die so bestimmte modellierte Spitzenrate hat folgende Bedeutung:
Die Aufrufrate wird ausgehend von einem auf ein Jahr bezogenen Mengengerüst, unter Berücksichtigung aller verfügbaren Informationen über das Benutzerverhalten, auf eine (oder mehrere fallbezogene) Spitzenlasten entwickelt. Diese Spitzenlast beschreibt für den jeweiligen Spitzenlastzeitraum zufällig verteilte Anfragen. Der zeitliche Abstand der Anfragen ist exponentialverteilt und ihre Häufigkeit für ein Zeitintervall poisson-verteilt. Wird als Zeitintervall die erwartete Bearbeitungszeit gewählt, ist durch diese Poisson-Verteilung die Anzahl der parallel zu bearbeitenden Anfragen beschrieben.
Lastbegriff
Durch zwei Anforderungen wird gewährleistet, dass Aufrufe auch erwartungsgemäß bearbeitet werden:
Für jeden Produkttyp der TI-Plattform wird gefordert, dass die an seinen Außenschnittstellen angebotenen Operationen, bei der maximal erwarteten Aufrufrate für diese Schnittstelle funktional korrekt bearbeitet werden. Beispiel für eine solche reine Durchsatzanforderung ist die Anforderung an die Störungsampel.
Sollte es vorkommen, dass die gemäß Spitzenlast maximal erwartete Aufrufrate überschritten wird, muss sich die TI-Plattform stabil verhalten, was durch die Anforderung [GS-A_4145] für Produkttypen der zentralen Zone der TI-Plattform sichergestellt wird.
Im Folgenden verwendete Lastbegriffe:
Folgende Begriffe werden definiert:
Abweichend gilt für die Fachdienste VSDM (UFS, VSDD, CMS), dass ein Ausfall vorliegt, wenn der Fachdienst nicht zur Verfügung steht. Der Ausfall der definierten funktionalen Eigenschaften der Fachdienste VSDM wird durch das Service Monitoring ermittelt.
Die Performance-Dimension Verfügbarkeit wird über die Gesamtzeit und die Dauer der konkreten Ausfälle berechnet. Dabei ist ein konkretes Zeitintervall durch einen konkreten Startzeitpunkt und einen konkreten Endzeitpunkt beschrieben (z. B.: 17.08.2015 16:35:00 bis 17.08.2015 16:40:00). Wenn nicht ein gesamter Dienst ausgefallen ist, muss zusätzlich noch erfasst werden, auf welche Schnittstellenoperationen oder Verbindungen im Falle des zentralen Netzes sich der Ausfall bezieht. Da Ausfälle grundsätzlich selten erfolgen dürfen, besteht kein Bedarf diese Messdaten für ein etwaiges Reporting vor der Lieferung zu aggregieren.
Aggregierte Sicht auf Verfügbarkeiten
Um die Verfügbarkeit der TI für einen Anwendungsfall zu bestimmen, muss die Verfügbarkeit aller für die Bearbeitung einer Anfrage notwendigen Produkttypen berücksichtigt werden. Genauer müssen die konkreten Zeitintervalle aller Ausfälle berücksichtigt werden.
Zwei Extremfälle können auftreten:
Der erste Fall wird im Folgenden vereinfachend für die Modellierung der Verfügbarkeit angenommen. Der zweite Fall muss vom Betrieb berücksichtigt werden, weil hier durch Koordination von Ausfallzeitintervallen bei fixer Verfügbarkeit von Einzelkomponenten die Ende-zu-Ende-Verfügbarkeit für Anwendungsfälle gesteigert werden kann.
Caching
Der positive Effekt des Cachings auf die Verfügbarkeit von Anwendungsfällen ist tageszeitabhängig. Beim Stellen von Verfügbarkeitsanforderungen an die Produkttypen wird der Caching-Effekt daher nicht berücksichtigt.
Toleranzschranken für längste Ausfalldauer und Verfügbarkeit
Toleranzschranken für die Verfügbarkeit in Prozent und die längste Ausfalldauer bilden die zu definierenden Verfügbarkeitsanforderungen. Mit der Angabe eines Bezugszeitraumes (Monat oder Jahr) kann die Vorgabe einer Toleranzschranke für die längste Ausfalldauer entfallen, wenn die tolerierte Gesamtausfallzeit im Bezugszeitraum unterhalb der Toleranzschranke für die längste Ausfalldauer liegt.
Die Performance-Betrachtung dient dem Ziel, die benötigte und erwartete Leistung in Bezug auf die Performance-Dimensionen „Bearbeitungszeit, Last und Verfügbarkeit “ für die Anwendungsfälle dauerhaft im Betrieb zur Verfügung zu stellen.
Um dies zu erreichen, werden zum einen Blattanforderungen für das Bearbeitungszeitverhalten von Operationen an den Außenschnittstellen der Produkttypen gestellt. Dabei wird auch festgelegt unter welcher Last diese Vorgaben zu erfüllen sind. Diese sind zulassungsrelevant. Zum anderen werden Performance-Daten im Betrieb erfasst, die eine Rückkopplung auf verschiedenen Ebenen erlauben:
GS-A_4146-01 - Performance – Performance-Daten erfassen
Die Produkttypen der zentralen Zone der TI-Plattform und die Komponente AdV-Server der KTR-AdV MÜSSEN in einem konfigurierbaren Zeitintervall Performance-Daten erfassen. Voreingestellt für das Zeitintervall sind 5 Minuten.
Die aufzunehmenden Performance-Kenngrößen definiert Tabelle "Tab_gemKPT_Betr_Performance-Kenngroessen" in [gemKPT_Betr].
[<=]
GS-A_4147-02 - Performance – Störungsampel – Performance-Daten
Die Produkttypen der zentralen Zone der TI-Plattform MÜSSEN die Performance-Reporting-Daten jeweils im Zeitintervall der Erfassung von Performance-Reporting-Daten an die Störungsampel senden.
Die aufzunehmenden Performance-Kenngrößen definiert Tabelle "Tab_gemKPT_Betr_Performance-Kenngroessen" in [gemKPT_Betr]. [<=]
GS-A_4148-01 - Performance – Störungsampel – Ereignisnachricht bei Ausfall
Die Produkttypen der zentralen Zone der TI-Plattform MÜSSEN den Start- und den Endzeitpunkt jedes Ausfalls als Ereignisnachricht an die Störungsampel senden. Die Dauer zwischen „Startzeitpunkt eines Ausfalls“ und „Versendezeitpunkt“ sowie die Dauer zwischen „Endzeitpunkt eines Ausfalls“ und „Versendezeitpunkt“ MUSS der Produkttyp unter 1 min halten, wobei die folgenden Definitionen gelten:
Hinweise:
A_14936 - Performance - Störungsampel - Ereignisnachricht bei Ausfall zentrale Dienste
Die Produkttypen OCSP-Proxy, TSP-X.509 Komp., TSL-Dienst, Namensdienst, Störungsampel, KSR, SG-Bestandsnetze, Zeitdienst, zentrales Netz und Verzeichnisdienst MÜSSEN den Start- und den Endzeitpunkt jedes Ausfalls als Ereignisnachricht an die Störungsampel senden. Die Dauer zwischen „Startzeitpunkt eines Ausfalls“ und „Versendezeitpunkt“ sowie die Dauer zwischen „Endzeitpunkt eines Ausfalls“ und „Versendezeitpunkt“ MUSS der Produkttyp unter 1 min halten, wobei die folgenden Definitionen gelten:
GS-A_4149-01 - Performance – Reporting-Daten in Performance-Report
Die Produkttypen der zentralen Zone der TI-Plattform und die Komponenten AdV-Server der KTR-AdV MÜSSEN die Performance-Reporting-Daten ohne weitere Aggregation in den Performance-Report übernehmen.
Die aufzunehmenden Performance-Kenngrößen definiert Tabelle "Tab_gemKPT_Betr_Performance-Kenngroessen" in [gemKPT_Betr].
[<=]
Performance-Reporting-Daten
Die Performance-Reporting-Daten werden von den Anbietern an die gematik übermittelt, um eine Aussage über den aktuellen Zustand der TI zu ermöglichen. Es wird produkttypübergreifend festgelegt, welche Performance-Reporting-Daten in jedem Erfassungsintervall erfasst werden müssen.
Last:
Bearbeitungszeit (jeweils pro Schnittstellenoperation)
Verfügbarkeit (jeweils pro Schnittstellenoperation)
Produkttypspezifisch sind die Operationen und gegebenenfalls weitere Parameter nach denen ein Aufriss der Bearbeitungszeiten erfolgt. Ein etwaiger weiterer Aufriss (etwa nach Verbindungen von Produkttyp zu Produkttyp beim zentralen Netz) erfolgt ebenfalls produkttypspezifisch.
Relevanz für Service Level Agreements
Service Level Agreements (SLA) bzgl. Performance-Vorgaben werden für alle Produkttypen der zentralen Zone der TI-Plattform vereinbart.
Die Prozesse zum Service Level Management legen die Richtlinien zum Betrieb [gemRL_Betr_TI] fest. Sie beinhalten Anforderungen zum Service Level Reporting.
Welche Performance-Kenngrößen in den Service Level Reports aufgenommen werden, legt die Spalte „Service Level Report“ in Tabelle "Tab_gemKPT_Betr_Performance-Kenngroessen" in [gemKPT_Betr] fest.
Die konkreten Leistungsanforderungen pro Produkttyp stellt Kapitel 4 dar.
Für die Auswertung der Bearbeitungszeiten wird geprüft, ob die Mittelwertschranke bezogen auf den Monatszeitraum eingehalten wird. Zur Überprüfung der 99%-Quantilvorgaben wird geprüft, ob die Anzahl der Antwortzeiten größer der vorgegebenen 99%-Quantilschranke kleiner gleich 1 % der Gesamtanfragen ist.
Wenn nicht explizit angegeben, ist die maximale Ausfalldauer für SLAs als
(1 – Verfügbarkeit) * 1 Monat anzusetzen.
Sind die Verfügbarkeitsanforderungen pro Produkttyp definiert, so müssen sie durch jede von ihm angebotene Schnittstellenoperation für sich erfüllt werden. Die hierfür maßgeblichen Schnittstellenoperationen gibt Tabelle "Tab_gemKPT_Betr_Performance-Kenngroessen" in [gemKPT_Betr] vor. Ein Produkttyp erfüllt die Verfügbarkeitsanforderungen, wenn alle von ihm angebotenen Schnittstellenoperationen die Verfügbarkeitsanforderungen erfüllen.
Die Lastangaben gelten, soweit nicht explizit abweichend angegeben, jeweils für alle Instanzen eines Produkttypen in Summe.
Die Rohdaten eines Produkttyps erfassen das Performanceverhalten von Diensten der TI. Diese Rohdaten beinhalten folgende Informationen:
Aus den Rohdaten lassen sich die Performance-Kenngrößen (z.B. die Abbruchquote als Anteil der nicht erfolgreich verarbeiteten Aufrufe gemessen an der Anzahl der Aufrufe) für den Produkttyp ermitteln und auf deren Basis die Einhaltung der Service Level bestimmen.
Dazu erfassen Produkttypen die Rohdaten und stellen sie der Betriebsdatenerfassung in dem hier festgelegten Performance-Berichtsformat zur Verfügung.
Anmerkung: Das Kapitel beschreibt die Rohdatenerfassung in der Version 1.0 und befindet sich aktuell in der strukturellen Überarbeitung. Inhaltliche Änderung werden sich lediglich in jener Form ergeben, dass die Produkte nach und nach zur Rohdatenerfassung in der Version 2.0 verpflichtet werden. Aktuell bestehende Zulassungen sind davon nicht betroffen. Das Update wird in Kürze eingearbeitet. |
Im Folgenden ist das Berichtsformat in der Version v.01 beschrieben. Produkttypen, welche auf diese Version verpflichtet sind, werden im Laufe der Zeit auf die aktuellste Version angehoben. Neuzulassungen sind auf die Version v.01 nicht mehr möglich.
A_17757-01 - Performance - Rohdaten-Performance-Lieferung - zu liefernde Dateien
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Berichten übermitteln, MÜSSEN jeweils zu jedem separat konfigurierbaren Berichtsintervall zwei Dateien senden:
- einen "Rohdaten-Performance-Bericht" mit den zu liefernden Rohdaten [gemSpec_Perf#A_17755, A_17671, A_17668, A_19733-*]
und
- eine Datei zur "Selbstauskunft" gemäß [gemSpec_OM#GS-A_4543] im XML-Format [ProductInformation.xsd].
Beide Dateien MÜSSEN separat an die Betriebsdatenerfassung gemäß gemSpec_SST_LD_BD an die Schnittstelle I_OpsData_Update gesandt werden. [<=]
A_17755 - Performance - Rohdaten-Performance-Berichte - Name der Berichte
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN beim Dateinamen der Berichte folgende Namenskonvention umsetzen:
<CI-ID>_<Start>_<Ende>_<Version der Datei>_<Dateityp>.<Endung>
A_17671 - Performance - Rohdaten-Performance-Berichte - Format des Performance-Berichts
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN den Bericht aufbereitet als UTF-8-kodierte Textdatei ohne ByteOrderMark übermitteln. Jede der in diesem Kapitel in den jeweiligen Tabellen definierten Operationsaufrufe MUSS in einem Eintrag erfasst werden. Die Einträge MÜSSEN durch Zeilenumbruch (LF = 0x0A) getrennt werden.
[<=]
A_17668-07 - Performance - Rohdaten-Performance-Berichte - Format der Einträge des Rohdaten-Performance-Berichts
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN sämtliche Zeilen (Einträge) der Berichte in der folgenden Weise formatieren:
INFO: start[$timestamp] time[$duration_in_ms] tag[$operation] size[$size_in_kb] message[$message],
mit
Ein Beispiel für zwei Einträge, der erste zu einem fehlerfreien Aufruf, der zweite zu einem Aufruf, der nicht fehlerfrei durchlaufen wurde:
INFO: start[1000212390109] time[447] tag[UFS.GetUpdateFlags]
INFO: start[1000212470109] time[2] tag[UFS.GetUpdateFlags.failed]
Hinweis:
Unter einer fehlerhaften Operation wird verstanden, wenn die Operation z.B. selbst fehlerhaft abgebrochen wurde bzw. nicht oder zu spät beantwortet wurde. Eine Antwort auf ein nicht vorhandenes Datum (ICCSN, Seriennummer etc.) ist eine fehlerfreie Operation und nicht mit ".failed" zu kennzeichnen.
A_17678 - Performance - Rohdaten-Performance-Berichte - Übermittlung
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN zur Übertragung der Reports die Schnittstelle I_OpsData_Update::fileUpload gemäß [gemSpec_SST_LD_BD#A_17733] verwenden.
Die Übermittlung des Rohdaten-Performance-Berichts MUSS pro CI (Configuration Item) erfolgen.
[<=]
Hinweis: Ein CI (Configuration Item) kann auch ein Knoten oder ein Standort sein.
A_17679 - Performance - Rohdaten-Performance-Berichte - Berichtsintervall
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN das Berichtsintervall konfigurierbar gestalten.
[<=]
A_17756 - Performance - Rohdaten-Performance-Berichte - Korrektheit
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN die Berichte vollständig, zeitlich lückenlos (auch über Ausfälle hinweg) beginnend um 00:00:00 Uhr, überlappungsfrei, intervalltreu, syntaktisch und semantisch korrekt senden. "Intervalltreu" meint: Jeder Eintrag muss in dem Rohdaten-Performance-Bericht gesendet werden, in dessen Berichtsintervall sein Endezeitpunkt $timestamp + $duration_in_ms liegt.
[<=]
A_17758 - Performance - Rohdaten-Performance-Berichte - Frist für Nachlieferung
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, SOLLEN, falls im Ausnahmefall eine Lieferung nicht wie gefordert erfolgt, die Datei in der geforderten Qualität bis zum Ende des folgenden Werktages nachliefern.
[<=]
Anmerkung: Das Kapitel beschreibt die Rohdatenerfassung in der Version 2.0 und befindet sich aktuell in der strukturellen Überarbeitung. Die hier bereits aufgeführten Anforderungen werden dabei nicht verändert, sondern lediglich um Erläuterungen ergänzt. Das Update wird in Kürze eingearbeitet. |
Die Version v.02 der Rohdatenerfassung ersetzt die bisher zulassungsfähige Version v.01 und ist im Folgenden näher definiert. Neuzulassungen oder Änderungszulassungen sind nur auf Basis der Rohdatenerfassung v.02 möglich.
Tab_gemSpec_Perf_Produkte_Rohdatenerfassung_Version_v02 gibt einen Überblick über die Produkttypen, welche bereits Rohdaten-Performance-Berichte in der Version v.02 übermitteln, bzw. sich aktuell in der Umstellung befinden.
Tabelle 1 : Tab_gemSpec_Perf_Produkte_Rohdatenerfassung_Version_v02
PDT | Produkttyp |
---|---|
PDT02 | Trust Service Provider X.509 QES |
PDT03 | Trust Service Provider X.509 nonQES - eGK |
PDT09 | VPN-Zugangsdienst |
PDT36 | Trust Service Provider X.509 nonQES - HBA |
PDT38 | Trust Service Provider X.509 nonQES – SMC-B |
PDT50 | E-Rezept-Fachdienst |
PDT52 | Identity Provider Dienst |
PDT64 | TI-Messenger Fachdienst |
PDT68 | Sektoraler Identity Provider (V1.0) |
PDT69 | National Contact Point for eHealth Fachdienst |
A_22057 - Performance - Rohdaten - Verpflichtung des Anbieters (Rohdatenerfassung v.02)
Der Anbieter von Produkten, deren zugeordnete Produkttypen ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MUSS die Erfassung, Aufbereitung und Übermittlung der Rohdaten bezüglich Umfang, Lieferintervalle und Format gemäß der allgemeinen und spezifischen Anforderungen (Rohdatenerfassung v.02) gewährleisten. [<=]
A_22482 - Performance - Rohdaten - Erfassung von Rohdaten (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp MUSS Performance-Rohdaten gemäß der Vorgaben zum Rohdaten-Performance-Reporting v.02 erfassen. [<=]
A_22002 - Performance - Rohdaten - Übermittlung (Rohdatenerfassung v.02)
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN zur Übertragung der Berichte die Schnittstelle I_OpsData_Update::fileUpload gemäß [gemSpec_SST_LD_BD#A_17733] verwenden.
Die Übermittlung des Rohdaten-Performance-Berichts MUSS pro Produktinstanz (CI ID - Configuration Item ID) nach Vorgabe der gematik erfolgen. [<=]
(Hinweis: Für weitere Informationen zum CI, siehe [gemRL_Betr_TI] Kapitel "Configuration Management".)
A_22000 - Performance - Rohdaten - zu liefernde Dateien (Rohdatenerfassung v.02)
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN folgende zwei Dateien in den jeweils individuell konfigurierbaren Berichtsintervallen senden:
- einen "Rohdaten-Performance-Bericht" mit den zu liefernden Rohdaten
und
- eine Datei zur "Selbstauskunft" gemäß [gemSpec_OM#GS-A_4543] im XML-Format [ProductInformation.xsd].
Dabei MÜSSEN beide Dateien separat an die Betriebsdatenerfassung gesendet werden. [<=]
A_22429 - Performance - Rohdaten - Inhalt der Selbstauskunft (Rohdatenerfassung v.02)
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, müssen bei der Erstellung der Selbstauskunft folgende inhaltliche Vorgaben berücksichtigen:
A_22004 - Performance - Rohdaten - Korrektheit (Rohdatenerfassung v.02)
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN die Berichte vollständig, zeitlich lückenlos (auch über Ausfälle hinweg), überlappungsfrei, intervalltreu, syntaktisch und semantisch korrekt senden. [<=]
"Intervalltreu" bedeutet hierbei: Jeder Eintrag muss in dem Rohdaten-Performance-Bericht gesendet werden, in dessen Berichtsintervall sein Endezeitpunkt $timestamp + $duration_in_ms liegt.
A_22005 - Performance - Rohdaten - Frist für Nachlieferung (Rohdatenerfassung v.02)
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN, falls im Ausnahmefall eine Lieferung nicht wie gefordert erfolgt, die Datei(en) in der geforderten Qualität bis zum Ende des folgenden Werktages (Mo-Fr ausgenommen bundeseinheitliche Feiertage) nachliefern. [<=]
Die Nachlieferung hat dabei in der gleichen Art wie die Originallieferung zu erfolgen (keine Zusammenfassung mehrerer Rohdaten-Nachlieferungen). Bei mehreren Nachlieferungen sind die Einzellieferungen separat und zeitlich gestaffelt zwischen den Standardlieferungen zu tätigen (z.B. bei einem 5-Minuten-Intervall nach 2,5 Minuten EINE Nachlieferung und nach 5 Minuten dann die Standardlieferung).
A_22003-01 - Performance - Rohdaten - Nachlieferung auf Anforderung (Rohdatenerfassung v.02)
Anbieter, deren Produkttypen ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN auf Anforderung des Gesamtverantwortlichen TI eine erneute Lieferung/Nachlieferung der Rohdaten-Berichte bis zum 5. Werktag (Mo-Fr, ausgenommen bundeseinheitliche Feiertage) des auf dem Berichtszeitraum folgenden Monats ermöglichen. [<=]
Die vorgeschriebenen Aufbewahrungspflichten bleiben hiervon unberührt. Umfang und Details zur Nachlieferung bzgl. Nachlieferungszeitpunkt und Zusammenfassung sind mit dem Gesamtverantwortlichen TI abzustimmen.
A_22996 - Performance - Rohdaten - Zeitpunkte der Übermittlungen (Rohdatenerfassung v.02)
Der Anbieter, der zur Rohdatenlieferung verpflichtet ist, MUSS jede Lieferung der Rohdaten unverzüglich - spätestens innerhalb der 10 auf das Berichtsintervall folgenden Minuten - beginnen.
[<=]
A_21976 - Performance - Rohdaten - Konfigurierbarkeit der Lieferintervalle (Rohdatenerfassung v.02)
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN die Lieferintervalle der Berichtsdateien flexibel zwischen 1 Minute und 24 Stunden (1440 Minuten) mit einer Taktung von 1 Minute konfigurieren können, ohne ein Produktupdate durchführen zu müssen. [<=]
A_22047 - Performance - Rohdaten - Änderung der Konfiguration der Lieferintervalle (Rohdatenerfassung v.02)
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN eine Anpassung der Lieferintervalle der Berichtsdateien auf Aufforderung des Gesamtverantwortlichen TI ermöglichen. [<=]
Die Anpassung der Lieferintervalle ist im Rahmen des TI-ITSM durch das Changemanagement zu prozessieren.
A_22620 - Rohdaten - Umsetzungszeit für Änderung der Lieferintervalle
Der Anbieter, dessen Produkt zur Umsetzung der Rohdatenerfassung v.02 verpflichtet ist, MUSS die Änderung der Konfiguration der Lieferintervalle (gemäß A_22047) innerhalb von 5 Werktagen (Mo - Fr, ausgenommen bundeseinheitliche Feiertage) vornehmen. [<=]
A_21978 - Performance - Rohdaten - Trennung der Lieferintervalle (Rohdatenerfassung v.02)
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN eine voneinander getrennte Anpassung der Lieferintervalle für die Lieferungen von Rohdaten-Performance-Berichten, Selbstauskünften und ggf. weiteren Lieferungen (z.B. Bestandsdatenlieferung) ermöglichen. [<=]
A_21975 - Performance - Rohdaten - Default-Werte für Lieferintervalle (Rohdatenerfassung v.02)
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN - sofern nicht explizit spezifiziert - folgende Lieferintervalle als Standardeinstellung voreinstellen:
A_21979 - Performance - Rohdaten - Bezug der Lieferverpflichtung (Rohdatenerfassung v.02)
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN sich bei der Lieferung der Berichtsdateien ausschließlich am Lieferintervall orientieren (NICHT z.B. an der Datenmenge). [<=]
A_21980 - Performance - Rohdaten - Leerlieferung (Rohdatenerfassung v.02)
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN die Lieferung der Berichtsdateien gemäß des konfigurierten Lieferintervalls leisten, auch wenn im dazugehörigen Berichtsintervall keine Operationsausführung stattgefunden hat. In diesem Fall ist der Rohdaten-Performance-Bericht mit dem Inhalt 'leer' (4 Zeichen) zu übertragen. Für die Selbstauskunft ergibt sich daraus keine Besonderheit, sodass diese wie definiert zu übertragen ist. [<=]
A_22001-01 - Performance - Rohdaten - Name der Berichte (Rohdatenerfassung v.02)
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN beim Dateinamen der Berichte folgende Namenskonvention umsetzen:
<CI-ID>_<Start>_<Ende>_<Dateityp>.<Endung>
A_21981-02 - Performance - Rohdaten - Format des Rohdaten-Performance-Berichtes (Rohdatenerfassung v.02)
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN bei der Erstellung folgende Konventionen erfüllen:
Diese Produkttypen:
A_22500-01 - Performance - Rohdaten - Status-Block (Rohdatenerfassung v.02)
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN im Status-Block entweder einen HTTP-Statuscode gemäß Tab_gemSpec_Perf_Standard-Statuscodes oder gemäß produkttypspezifischer Definition übermitteln.
Tabelle 2: Tab_gemSpec_Perf_Standard-Statuscodes
HTTP-Statuscodes |
Name der Statuscodegruppe | Beschreibung |
---|---|---|
1xx | INFORMATIONAL | Der Server hat die Anfrage erhalten und befindet sich in der Bearbeitung. |
2xx |
SUCCESSFUL |
Die Operation wurde erfolgreich durchgeführt. |
3xx | REDIRECTION | Der Client muss zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um die Anfrage abzuschließen. |
4xx |
CLIENT_ERROR |
Ein Client-seitiger Fehler verhindert die erfolgreiche Durchführung der Operation. |
5xx |
SERVER_ERROR |
Ein Server-seitiger Fehler verhindert die erfolgreiche Durchführung der Operation. |
Hinweis: Es sind die konkreten HTTP-Statuscodes zu verwenden und die "xx" entsprechend zu ersetzen.
A_21982-01 - Performance - Rohdaten - Message-Block (Rohdatenerfassung v.02)
Produkttypen, die ihre Performance-Messwerte in Rohdaten-Performance-Berichten übermitteln, MÜSSEN bei der Erstellung des Message-Blocks (message-Feld im CSV-formatierten Rohdaten-Performance-Bericht) das JSON-Format (gemäß [RFC 8259] oder [ECMA-404]) für den gesamten Message-Block verwenden. [<=]
A_22513-01 - Performance - Rohdaten - Message-Block im Fehlerfall (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp MUSS das betroffene Key-Value-Paar mit <<"key":null>> übermitteln, wenn - im Fehlerfall oder aus einem anderen Grund - die für die Erstellung des Message-Blocks (message-Feld im CSV-formatierten Rohdaten-Performance-Bericht) notwendigen Informationen nicht vorliegen.
(anstelle von key ist der entsprechende Key-Wert des Key-Value-Paares einzutragen; << und >> dienen nur der Abgrenzung)
[<=]
Zwei beispielhafte Einträge eines Beispielproduktes und einer dazugehörigen Beispieloperation:
I: 1000212390109;447;Beispielprodukt.Beispieloperation;200;{"ID":12}
II: 1000212470109;12;Beispielprodukt.Beispieloperation;40001;{"ID":12,"Antwort":"gesperrt"}
Die produkttypspezifischen Vorgaben dieses Kapitels ergänzen die allgemeinen Anforderungen der Rohdatenerfassung für jeden Produkttypen zusammengefasst und übersichtlich.
Anmerkung: Das Kapitel befindet sich derzeit im Aufbau und wird im Laufe der Zeit die Festlegungen der Folgekapitel 4 und 5 zusammenfassen. Dies geschieht stets produkttypbezogen, sodass es in der Übergangszeit Produkttypen geben kann, welche bereits in die neue produkttyporientierte Dokumentenstruktur überführt wurden, während sich andere noch in der thematisch-fokussierten Dokumentenstruktur wiederfinden. |
Die Tokenbasierte Authentisierung umfasst folgende performance-relevanten Operationen:
[Weiteres im Folgekapitel "Performancevorgaben IDP-Dienste" enthalten]
Für die Tokenbasierte Authentisierung müssen unter den oben genannten Rahmenbedingungen die Mittelwerte der Bearbeitungszeiten pro Anwendungsfall kleiner oder gleich den in Tabelle "Tab_Bearbeitungszeitvorgaben Tokenbasierte Authentisierung je Anwendungsfall" angegebenen Mittelwertschranken sein.
Tabelle 3: Tab_Bearbeitungszeitvorgaben Tokenbasierte Authentisierung je Anwendungsfall
Anwendungsfall |
Datenmenge [KB] |
Mittelwert [sec] |
---|---|---|
I_IDP_Auth_Active_Client:: issue_Identity_Assertion |
5
|
2,5
|
I_IDP_Auth_Active_Client:: renew_Identity_Assertion |
20
|
2,5
|
I_IDP_Auth_Active_Client:: cancel_Identity_Assertion |
20
|
0,5
|
I_IDP_Auth_Passive _Client:: signin |
2
|
3,5
|
I_IDP_Auth_Passive_Client:: signout |
<1
|
0,5
|
I_Local_IDP_Service:: sign_Token |
5
|
2,5
|
A_22532 - Überlastabwehr des Produktes
Der Produkttyp KANN bei einer erhöhten Anfragelast von mehr als 20 Authorization-Requests innerhalb von 5 Minuten pro "client_id" und anfragender IP-Adresse weitere Anfragen dieser Quelle mit dem HTTP-Statuscode "429 - Too Many Requests" ablehnen. [<=]
A_22227-01 - Performance – IDP-Dienst – Bearbeitungszeit unter Last
Der Produkttyp IDP-Dienst MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last aus Tab_gemSpec_Perf_IDP-Dienst erfüllen.
Es wird davon ausgegangen, dass der IDP-Dienst eingeschwungen ist und z.B. Lokalisierungsanfragen lokal zwischengespeichert sind sowie Verbindungen nicht neu ausgehandelt werden.
Im Fall der Authorization Requests zählt die Zeit von Anfrage des Authenticator (Challenge) bis zum Eintreffen der Antwort (Response) nicht zur Bearbeitungszeit. Die Dauer für die OCSP-Anfrage ist jedoch berücksichtigt.
Für die Zulassung ist je Anwendungsfall der Nachweis bei einer Last von 100 Anfragen pro Sekunde zu erbringen.
Tabelle 4: Tab_gemSpec_Perf_IDP-Dienst: Bearbeitungszeitvorgaben
ID
|
Anwendungsfälle
|
Lastvorgaben
|
Bearbeitungszeitvorgaben
|
|
Spitzenlast [1/sec] |
Mittelwert [msec] |
99%-Quantil [msec] |
||
IDP.UC_1 IDP.UC_3 IDP.UC_11 |
Authorization Requests |
450
|
500
|
664
|
IDP.UC_5 IDP.UC_6 IDP.UC_7 IDP.UC_8 IDP.UC_9 IDP.UC_10 IDP.UC_12 |
Processing of Client-Response |
450 |
1750 |
2250 |
IDP.UC_2 IDP.UC_4 |
Token Requests | 450 | 500 | 664 |
A_22226 - Performance – Sektoraler Identity Provider – Bearbeitungszeit unter Last
Der Anbieter eines sektoralen Identity Provider MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last aus Tab_gemSpec_Perf_Sek_IDP erfüllen.
Es wird davon ausgegangen, dass der sektorale Identity Provider eingeschwungen ist und z.B. Lokalisierungsanfragen lokal zwischengespeichert sind, sowie Verbindungen nicht neu ausgehandelt werden.
MA ist der Marktanteil des Anbieters gemäß [A_22225].
Im Fall der Authorization Requests zählt die Zeit von Anfrage des Authenticator-Moduls bis zum Eintreffen der Antwort nicht zur Bearbeitungszeit.
Tabelle 5: Tab_gemSpec_Perf_sek_IDP: Bearbeitungszeitvorgaben
ID
|
Anwendungsfälle
|
Lastvorgaben
|
Bearbeitungszeitvorgaben
|
|
Spitzenlast [1/sec] |
Mittelwert [msec] |
99%-Quantil [msec] |
||
IDP.UC_20 |
Processing of Authorization Request (third-party-based authentication) | 10 + (450 x MA) |
1500 |
1964 |
IDP.UC_21 |
Token Request (third-party-based authentication) | 10 + (450 x MA) |
500 |
664 |
Hinweis:
Die Duration für IDP.UC_20 beginnt mit der Annahme des Authorization Request am Authorization-Endpunkt und endet mit der Herausgabe des Authorization_Code.
Die Duration für IDP.UC_21 beginnt mit der Annahme des Token Request am Token-Endpunkt und endet mit der Herausgabe des Token.
A_22833 - Performance – Sektoraler Identity Provider in der Föderation – Bearbeitungszeiten unter Last
Der Anbieter des sektoralen Identity Provider MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last aus Tab_gemSpec_Perf_sektoraler_IDP erfüllen.
Es wird davon ausgegangen, dass der sektorale Identity Provider eingeschwungen ist und z. B. Lokalisierungsanfragen lokal zwischengespeichert sind, sowie Verbindungen nicht neu ausgehandelt werden.
MA ist der Marktanteil des Anbieters gemäß [A_22225].
Im Fall der Authorization Requests zählt die Zeit von Anfrage des Authenticator-Moduls bis zum Eintreffen der Antwort nicht zur Bearbeitungszeit.
Tabelle 6: Tab_gemSpec_Perf_sektoraler_IDP: Bearbeitungszeitvorgaben
ID |
Anwendungsfälle | Lastvorgaben |
Bearbeitungszeitvorgaben |
Spitzenlast [1/sec] |
Maximalwert [msec] |
||
IDP.UC_30 | Processing of Pushed Authorization Requests | 10 + (450 x MA) | 800 |
IDP.UC_31 |
Processing of Authorization Requests (alle Authentisierungsverfahren) |
10 + (450 x MA) | 2000 |
IDP.UC_32, IDP.UC_33 IDP.UC_34 |
Response of Authorization Requests (mit online Ausweisfunktion) Response of Authorization Requests (mit eGK und PIN) Response of Authorization Requests (alternatives Authentisierungsverfahren) |
10 + (450 x MA) | 100 |
IDP.UC_39 | Token Requests | 10 + (450 x MA) | 800 |
A_20243 - Performance - IdP-Dienst - Robustheit gegenüber Lastspitzen
Der IdP-Dienst MUSS bei Lastspitzen oberhalb der definierten Spitzenlasten aus Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_IdP-Dienst: Bearbeitungszeitvorgaben" verfügbar bleiben. [<=]
Hinweis: Alle Anfragen, die bei einer Lastspitze über die gemäß der definierten Spitzenlasten zu verarbeitenden Anzahl von Anfragen hinausgehen, kann der Dienst vorübergehend abweisen. Dabei müssen die definierten Spitzenlasten weiterhin innerhalb der Performancevorgaben verarbeitet werden. Vom System angenommene Anfragen müssen weiterhin innerhalb der Performancevorgaben verarbeitet werden. Der Betreiber des Fachdienstes hat seinen Produktbetrieb auf die neuen, höheren Lastspitzen zu skalieren.
A_20153 - Performance - IdP-Dienst - Anzahl paralleler Sessions - TI
Der Produkttyp IdP-Dienst MUSS mindestens 95.000 gleichzeitige Sessions für Leistungserbringer unterstützen.
[<=]
A_20154 - Performance - IdP-Dienst - Anzahl paralleler Sessions - Internet
Der Produkttyp IdP-Dienst MUSS mindestens 2.400.000 gleichzeitige Sessions für Versicherte unterstützen.
[<=]
A_22225 - Definition Marktanteil (MA) des Anbieters einer Anwendung oder eines Dienstes
Der Anbieter MUSS entsprechend seines Marktanteils (MA) Performancevorgaben und Service Level erfüllen. Der Marktanteil ist der numerische Wert zwischen 1,00 und 0,01 [ohne Einheit, zwei Nachkommastellen, aufgerundet], der den Anteil der eigenen Kunden des Anbieters im Verhältnis zur Gesamtnutzerzahl repräsentiert. Die Gesamtnutzerzahl ist die Zahl aller Versicherten (privat + gesetzlich) oder die Anzahl aller Leistungserbringer und Leistungserbringerinstitutionen, die diese Anwendung nutzen. [<=]
Hinweis: Die potentiellen Gesamtnutzerzahlen je Sektor können bei den Standesorganisationen oder der gematik erfragt werden.
A_22228 - Performance - Sektoraler Identity Provider - Anzahl paralleler Sessions - Internet
Der Anbieter eines sektoralen Identity Provider MUSS mindestens 25.000 x MA gleichzeitige Sessions für Versicherte unterstützen. MA ist der Marktanteil des Anbieters gemäß [A_22225].
[<=]
A_20244 - Performance - IdP-Dienst - Skalierung
Der Betreiber des IdP-Dienst MUSS nachvollziehbar darstellen, wie die Skalierung im Produktivbetrieb erreicht wird.
[<=]
Im Zuge des Zulassungsverfahrens hat der Betreiber des IdP-Dienst der gematik gegenüber nachvollziehbar darzustellen, welche technischen Skalierungsmaßnahmen anhand welcher messbarer Parameter er für den Produktivbetrieb plant durchzuführen. Die Skalierungsmaßnahmen können dabei unterschiedliche Ausprägungen und Dimensionen umfassen. Beispielsweise eine automatisierte Ressourcenzuteilung oder eine Anpassung oder Änderung unterschiedlicher technischer Komponenten, die zu einer Produktänderung im Sinne der [gemSpec_OM] führt. Die Darstellung muss Verifikationsbeschreibungen enthalten, mit denen der Erfolg der Maßnahmen ermittelt werden kann.
A_19730-01 - Georedundanz des IdP-Dienstes
Der Anbieter des IdP-Dienstes MUSS diesen Dienst an mindestens zwei Standorten, die mindestens 50km jeweils voneinander entfernt sind, betreiben. Jeder Standort MUSS dabei die Performancevorgaben allein erfüllen.
[<=]
A_19718-01 - Performance – IdP-Dienst – Verfügbarkeit
Der Produkttyp IdP-Dienst MUSS zur Hauptzeit eine Verfügbarkeit von 99,99 % und zur Nebenzeit eine Verfügbarkeit von 99,97 % haben.
Wartungsfenster dürfen nur in der Nebenzeit liegen. Genehmigte Wartungsfenster werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Hauptzeit ist Montag bis Sonntag von 6 bis 22 Uhr, ausgenommen bundeseinheitliche Feiertage. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit.
[<=]
A_22357-03 - Verfügbarkeit sektoraler IDP
Der Anbieter des sektoralen IDP MUSS sein Produkttyp so betreiben, dass es zur Hauptzeit mindestens eine Verfügbarkeit von 99,90 % und zur Nebenzeit eine Verfügbarkeit von 99,00 % hat.
Genehmigte Wartungsfenster dürfen nur in der Nebenzeit liegen und werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Hauptzeit ist Montag bis Sonntag von 6 bis 22 Uhr, ausgenommen bundeseinheitliche Feiertage. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit. [<=]
In Ergänzung an die allgemeinen Anforderungen an das Performance-Rohdaten-Reporting befinden sich nachfolgend die produkttypspezifischen Anforderungen.
A_22048-01 - Performance - Rohdaten - Übermittlung bei dislozierten CIs (Rohdatenerfassung v.02)
Der Anbieter KANN die Übermittlung der Rohdaten-Performance-Berichte in Absprache mit dem Gesamtverantwortlichen TI je Standort vollziehen, wobei diese Standorte dann eindeutig identifizierbar sein müssen, sofern das Configuration Item (CI) über mehrere Standorte verteilt ist. [<=]
A_22012-02 - Performance - Rohdaten - Spezifika IDP - Duration (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. der "duration_in_ms"-Felder die konkretisierenden Hinweise unter der Tabelle Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_IDP bzw. Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_sektoraler_IDP berücksichtigen. Die Messung zur Ermittlung der Dauer beginnt mit der Annahme der Aufrufnachricht an der annehmenden Schnittstelle des Produkttyps und endet mit dem vollständigen Versenden der Antwortnachricht an die annehmende Schnittstelle des Empfängers. Registriert wird dabei der Zeitpunkt aus dem Header. [<=]
A_22013-03 - Performance - Rohdaten - Spezifika IDP - Operation (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. der "operation"-Felder die Angabe aus der Tabelle Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_IDP in der Spalte "$IDP-Operation" berücksichtigen.
Tabelle 7: Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_IDP
$IDP-Operation |
Produkttyp | Operation | Schnittstelle zu | Endpunkt | Anwendungsfälle |
---|---|---|---|---|---|
IDP.UC_1 |
IDP-Dienst | Processing of Authorization Requests |
TI | GET/auth | Authorization Requests (TI) |
IDP.UC_2 | IDP-Dienst | Token Requests | TI | POST/Token | Token Request (TI) |
IDP.UC_3 | IDP-Dienst | Processing of Authorization Requests (smartcard based) | Internet | GET/auth | Authorization Requests (Internet) |
IDP.UC_4 | IDP-Dienst | Token Request | Internet | POST/Token | Token Request (Internet) |
IDP.UC_5 |
IDP-Dienst |
Processing of Client-Response (pairing-based authentication) |
TI |
POST/auth | Processing of Client-Response (TI) |
IDP.UC_6 * |
IDP-Dienst |
Processing of Client-Response (SSO_TOKEN) |
TI |
POST/auth/ sso_response |
Processing of Client-Response (TI) |
IDP.UC_7 * |
IDP-Dienst |
Processing of Client-Response (Card-based authentication) |
TI |
POST/alternative | Processing of Client-Response (TI) |
IDP.UC_8 |
IDP-Dienst |
Processing of Client-Response (pairing-based authentication) |
Internet |
POST/auth | Processing of Client-Response (Internet) |
IDP.UC_9 |
IDP-Dienst |
Processing of Client-Response (SSO_TOKEN) |
Internet |
POST/auth/sso_response | Processing of Client-Response (Internet) |
IDP.UC_10 |
IDP-Dienst |
Processing of Client-Response (Card-based authentication) |
Internet |
POST/alternative | Processing of Client-Response (Internet) |
IDP.UC_11 ** | IDP-Dienst | Processing of Authorization Requests (third-party-based) | Internet | GET/extauth | Authorization Requests (Internet) |
IDP.UC_12 | IDP-Dienst | Processing of Client-Response (third-party-based) | Internet | POST/extauth | Processing of Client-Response (Internet) |
A_22944 - Performance - Rohdaten - Spezifika föderierter IDP - Message (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp MUSS - bei Rohdaten-Performance-Berichten folgende Parameter im JSON-Format übermitteln:
{"cv": "$client_version"}
Für "$client_version" ist die Produktversion zum korrespondierenden Authenticator-Modul zu verwenden.
A_22015-01 - Performance - Rohdaten - Spezifika IDP - Status (Rohdatenerfassung v.02)
Wenn bei der Durchführung der Operation/des Usecase ein Fehler aufgetreten ist, MUSS der Produkttyp IDP-Dienst - bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. des "status"-Feldes - den Statuscode gem. Tab_gemSpec_Perf_Fehlercodes_IdP-Dienst festlegen, sofern ein spezifischer Fehlercode bestimmt werden kann. Ist dies nicht möglich, MUSS der definierte Standardcode für interne bzw. externe Fehler verwendet werden.
Tabelle 8: Tab_gemSpec_Perf_Fehlercodes_IdP-Dienst
Statuscode |
Definition |
Beschreibung |
---|---|---|
79001 |
OCSP_ERROR_NO_RESPONSE |
Keine Antwort des OCSP oder Timeout |
79879 |
OCSP_ERROR_WRONG_SIGNATURE |
Falsche oder fehlende Signatur in der OCSP-Antwort |
79875 |
OCSP_ERROR_WRONG_DATA |
Format der OCSP-Anfrage fehlerhaft |
79881 |
OCSP_ERROR_INVALID_RESPONSE |
Antwort des OCSP fehlerhaft |
79873 |
OCSP_CERT_MISSING |
OCSP-Zertifikat nicht in TSL enthalten |
79101 | SEK_IDP_ERROR_NO_RESPONSE | Keine Antwort des sektoralen IDP oder Timeout |
79102 | SEK_IDP_ERROR_INVALID_RESPONSE | Antwort des sektoralen IDP fehlerhaft |
79105 | SEK_IDP_ERROR_NOT_ALLOWED_USER | Useragent/Version/ClientID nicht erlaubt |
79000 |
IDP_ERROR |
alle internen Fehler des IDP |
A_22826 - Performance - Rohdaten - Spezifika sektoraler IDP - Status (Rohdatenerfassung v.02)
Wenn bei der Durchführung der Operation/des Use Case ein Fehler aufgetreten ist, MUSS der Produkttyp sektoraler IDP bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. des "status"-Feldes - den Statuscode gem. Tab_gemSpec_Perf_Fehlercodes_sektoraler_IdP festlegen, sofern ein spezifischer Fehlercode bestimmt werden kann. Ist dies nicht möglich, MUSS der definierte Standardcode für interne bzw. externe Fehler verwendet werden.
Tabelle 9: Tab_gemSpec_Perf_Fehlercodes_sektoraler_IDP
Statuscode |
Definition |
Beschreibung |
---|---|---|
79000 |
IDP_ERROR |
alle internen Fehler des sektoralen IDP |
79105 | SEK_IDP_ERROR_NOT_ALLOWED_USER | Useragent/Version/ClientID-Kombination nicht erlaubt |
79106 | SEK_IDP_AS_nPA_TIME_OUT | Abbruch der Anfrage nach time-out (online Ausweisfunktion) |
79107 | SEK_IDP_AS_nPA_USER_FAILURE | Alle Fehler der third party online Ausweisfunktion |
79108 | SEK_IDP_AS_eGK_TIME_OUT | Abbruch der Anfrage nach time-out (eGK) |
79109 | SEK_IDP_AS_eGK_USER_FAILURE | Alle Fehler der third party eGK |
79110 | SEK_IDP_AS_native_TIME_OUT | Abbruch der Anfrage nach time-out |
79111 | SEK_IDP_AS_native_USER_FAILURE | Alle Fehler der third party |
A_22825 - Performance - Rohdaten - Spezifika - Operation (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. der "operation"-Felder die Angabe aus der Tabelle Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_sektoraler_IDP in der Spalte "$IDP-Operation" berücksichtigen.
Tabelle 10: Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_sektoraler_IDP
$IDP-Operation |
Produkttyp | Operation | Schnittstelle zu |
---|---|---|---|
IDP.UC_30 |
sektoraler Identity Provider | Processing of Pushed Authorization Requests |
Internet |
IDP.UC_31 | sektoraler Identity Provider | Processing of Authorization Requests (alle Authentisierungsverfahren) | Internet |
IDP.UC_32 | sektoraler Identity Provider | Response of Authorization Requests (mit online Ausweisfunktion) | Internet |
IDP.UC_33 | sektoraler Identity Provider | Response of Authorization Requests (mit eGK und PIN) | Internet |
IDP.UC_34 | sektoraler Identity Provider | Response of Authorization Requests (alternatives Authentisierungsverfahren) | Internet |
IDP.UC_35 | sektoraler Identity Provider | Fehlermeldung mit Fehlercode siehe A_22826 | Internet |
IDP.UC_39 | sektoraler Identity Provider | Token Requests | Internet |
A_22016-01 - Performance - Rohdaten - Spezifika IDP - Message (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp MUSS - bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. der "message"-Felder - den Useragent im JSON-Format übermitteln:
{"UA":"$useragent"}
Für $useragent ist der entsprechende Wert einzutragen, welcher vom Client übermittelt wird. [<=]
A_22504 - Performance - Rohdaten - Spezifika IDP - Feldtrennzeichen im Useragent (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp MUSS, sofern vom Client irrtümlicherweise im Useragent-Wert das verbotene Feldtrennzeichen ";" übertragen wurde, dieses ";" gegen das Zeichen "┼" austauschen und in der Rohdatenlieferung senden.
(siehe: A_21981: Feldtrennzeichen ";"
Das Zeichen ┼ ist definiert gem. Unicode U+253C (9532) - BOX DRAWINGS LIGHT VERTICAL AND HORIZONTAL - ALT-Code 197)
[<=]
A_21340-01 - IDP- Abbruch bei OCSP-Timeout
Der Produkttyp IdP-Dienst MUSS nach einer konfigurierbaren Wartezeit von 1100 msec auf die Antwort des OCSP den Vorgang abbrechen und diesen Abbruch gemäß [gemSpec_Perf#A_22015] und [Tab_gemSpec_Perf_Fehlercodes#"OCSP_ERROR_NO_RESPONSE"] in den Rohdaten protokollieren.
[<=]
Abbrüche des Anwendungsfalls können so differenziert erfasst werden. In den Fällen, bei denen die OCSP-Anfrage des zuständigen TSP zu spät beantwortet wird, erfolgt eine gesonderte Markierung in den Rohdaten. Dies ist notwendig zur Errechnung der Performancevorgaben des IDP. Hierbei werden diese Abbrüche nicht dem IDP angelastet.
A_23213 - Registrierungsbestandsdaten - sektoraler IDP
Der sektorale IDP MUSS die Registrierungsinformationen jeweils täglich zur betriebsarmen Abendzeit vor 24:00 Uhr im JSON Format [gemäß A_23236] als HTTP Body an die Betriebsdatenerfassung (BDE) gemäß gemSpec_SST_LD_BD liefern.
Hinweis:
"Da bei dieser Lieferung keine Datei übermittelt wird, sondern der Text direkt im Body, ist für diese Lieferung die Angabe des filenames im HTTP Header gemäß [A_17733-01] (Tabelle: Tab_I_OpsData_Update_002 Operation I_OpsData_Update::fileUpload) in der gemSpec_SST_LD_BD NICHT notwendig." [<=]
A_23236-03 - Format der Registrierungsinformationen des IDP
Der sektorale IDP MUSS bei der Lieferung der Registrierungsinformationen folgendes Format verwenden:
{
"abfragezeitpunkt": "<Zeitstempel der Abfrage als String im ISO 8601 Format>",
"ci": "<CI ID des abgefragten IDP gemäß TI-ITSM; als String>",
"dailyUser":<Anzahl der Nutzer aller Mandanten, die den IDP einmal pro Tag nutzen; als Integer>,
"powerUser":<Anzahl der Nutzer aller Mandanten, die den IDP mehr als einmal pro Tag nutzen; als Integer>,
"bestand":
[
{"regUser":
[
{"ident":"eGK", "anzahl":<Anzahl der zum Abfragezeitpunkt registrierten Nutzer des Mandanten als Integer mit Identifizierungsmittel eGK; als Integer>},
{"ident":"nPA", "anzahl":<Anzahl der zum Abfragezeitpunkt registrierten Nutzer des Mandanten als Integer mit Identifizierungsmittel nPA; als Integer>},
{"ident":"kid", "anzahl":<Anzahl der zum Abfragezeitpunkt registrierten Nutzer des Mandanten als Integer mit dem Identifizierungsverfahren: Kassenident; als Integer>},
{"ident":"aid", "anzahl":<Anzahl der zum Abfragezeitpunkt registrierten Nutzer des Mandanten als Integer mit dem Identifizierungsverfahren: Apothekenident; als Integer>},
{"ident":"pid", "anzahl":<Anzahl der zum Abfragezeitpunkt registrierten Nutzer des Mandanten als Integer mit dem Identifizierungsverfahren: Postident; als Integer>},
{"ident":"nid", "anzahl":<Anzahl der zum Abfragezeitpunkt registrierten Nutzer des Mandanten als Integer mit dem Identifizierungsverfahren: Notarident; als Integer>},
{"ident":"bid", "anzahl":<Anzahl der zum Abfragezeitpunkt registrierten Nutzer des Mandanten als Integer mit dem Identifizierungsverfahren: Behördenident; als Integer>}
]
Die Anwendungsfälle zum E-Rezept setzen den Workflow der Verordnung von apothekenpflichtigen Arzneimitteln um. Dabei werden die folgenden performance-relevanten Anwendungsfälle gemäß [gemSpec_FD_eRp] betrachtet:
Bei jedem der genannten UseCases wird von einer existierenden, authentifizierten Nutzer-Session ausgegangen. Die jeweils übertragene Datenmenge hängt von der Anzahl der transportierten E-Rezepte ab. Je Anwendungsfall wird von einer Datenmenge von 10 kByte ausgegangen.
Die Tabelle "Tab_Lastmodell E-Rezept aus der LE-U für Praxen, Apotheken und Versicherte" stellt eine Übersicht über die zu erwartenden Nutzungsraten für das E-Rezept dar. In der Lastbetrachtung wird von 4,8 Mio. ausgestellten und 3,7 Mio eingelöste Verordnungszeilen pro Tag ausgegangen. Das entspricht dem höchsten Aufkommen von Rezepten an einem Tag im Jahre 2018. Ebenfalls wird je Patient mit 1,4 Verordnungen (gerundet auf 2) kalkuliert.
Tabelle 11: Tab_Lastmodell E-Rezept aus der LE-U für Praxen, Apotheken und Versicherte
Anwendungsfall
|
Datenmenge pro Anwendungs-fall in KByte |
Mengen-größe x
|
Spitzenlasten pro Tag
|
Spitzenlast- erhöhungs-faktor
|
E-Rezept durch Verordnenden erzeugen |
10
|
x: (M2+M3)
|
25 * x
|
2
|
E-Rezept durch Verordnenden einstellen |
10
|
25 * x
|
2
|
|
E-Rezept durch Abgebenden abrufen |
10
|
x: M27
|
65 * x
|
2
|
Nachricht durch Abgebenden übermitteln/empfangen |
10
|
20 * x
|
2
|
|
Abgabe durch Abgebenden vollziehen |
10
|
x: M25
|
182 * x
|
1
|
E-Rezept durch Versicherten abrufen |
10
|
x: 2,4 Mio Versicherte |
2 * x
|
2 |
Nachricht durch Versicherten übermitteln/empfangen |
10
|
0,6 x
|
-
|
Zur Ermittlung der Last in der (Zahn-)Arztpraxis/Krankenhaus wird die Anzahl der verordnenden Leistungserbringer zugrunde gelegt, da für die Verordnung zwingend ein Heilberufsausweis für die QES benötigt wird und ebenso nur Ärzte/Zahnärzte zur Verordnung von Medikamenten berechtigt sind.
Der Vollzug der Abgabe durch den Abgebenden erfordert eine weitere Signatur durch einen Heilberufler bzw. in besonderen Fällen eine QES durch den Apotheker, weshalb hier M25 anstelle von M27 betrachtet wird.
In der Kommunikation zwischen Apotheken und Versicherten zur Abfrage der Verfügbarkeit von Medikamenten wird von einer Nutzungsrate von 30% ausgegangen.
Für das E-Rezept müssen unter den oben genannten Rahmenbedingungen die Mittelwerte der Bearbeitungszeiten pro Anwendungsfall kleiner oder gleich den in Tabelle "Tab_eRp Bearbeitungszeitvorgaben je Anwendungsfall" angegebenen Mittelwerten sein.
Tabelle 12: Tab_eRp Bearbeitungszeitvorgaben je Anwendungsfall
ID |
Anwendungsfall
|
Datenmenge [KB] |
Mittelwert [sec] |
---|---|---|---|
ERP.UC_2_1 |
E-Rezept durch Verordnenden erzeugen |
10 |
2,3 |
ERP.UC_2_3 |
E-Rezept durch Verordnenden einstellen mit Flowtype 160 |
10 |
1,3 |
ERP.UC_2_3_169 | E-Rezept durch Verordnenden einstellen mit Flowtype 169 | 10 | 1,3 |
ERP.UC_2_3_200 | E-Rezept PKV einstellen | 10 | 1,3 |
ERP.UC_2_3_209 | E-Rezept PKV (Direktzuweisung) einstellen | 10 | 1,3 |
ERP.UC_3_1 | Nachrichten durch Abgebenden übermitteln/empfangen | 10 | 1,3 |
ERP.UC_3_3 | Nachrichten durch Versicherten übermitteln/empfangen | 10 | 1,3 |
ERP.UC_3_7 | Abrechnungsinformationen durch den Versicherten abrufen | 20 | 1,4 |
ERP.UC_4_1 |
E-Rezept durch Abgebenden abrufen |
10 |
3,1 |
ERP.UC_4_4 | E-Rezept durch Versicherten abrufen | 10 | 0,7 |
ERP.UC_4_7 |
Abgabe durch Abgebenden vollziehen |
10 |
1,3 |
ERP.UC_4_10 | Abrechnungsinformationen durch Abgebenden abrufen | 10 | 3,1 |
ERP.UC_4_11 | Abrechnungsinformationen durch Abgebenden bereitstellen | 10 | 1,3 |
Die ID aus der Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_eRP-Fachdienst: Last- und Bearbeitungszeitvorgaben" referenziert auf den entsprechenden Anwendungsfall gemäß [gemSysL_eRp].
Die erhöhte Bearbeitungszeit bei den Anwendungsfällen zur Erstellung eines E-Rezepts beim Verordnenden und dem Abruf eines Rezeptes beim Abgebenden sind daraus zu begründen, dass hier die Konnektor-Operationen für das QES-Signieren und QES-Verifizieren von 10 KB-Dokumenten enthalten sind.
Ebenfalls ist die erhöhte Bearbeitungszeit daraus zu begründen, dass ist in der Modellbetrachtung von einer Transportanbindung von 1024 kbit/sec in Download-Richtung und 128 kbit/sec in Upload-Richtung für die Leistungserbringer-Umgebung sowie für die des Versicherten ausgegangen wird.
(*) In der Bearbeitungszeit wird mit dem aktuellen Referenzwert für die QES-Erstellung gerechnet, da noch keine Aussage zur Bearbeitungsdauer der QES-Erstellung mittels Komfortsignatur getroffen werden kann.
Hinweis: In den Bearbeitungszeitvorgaben der jeweiligen Anwendungsfällen ist die Ausstellung der ID-Tokens des Identity Providers nicht berücksichtigt.
A_20165-05 - Performance – E-Rezept-Fachdienst - Bearbeitungszeit unter Last
Der Produkttyp E-Rezept-Fachdienst MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last aus Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_eRP-Fachdienst: Last- und Bearbeitungszeitvorgaben" unter der für alle Funktionen parallel anliegenden Spitzenlast erfüllen.
Tabelle 13 Tab_gemSpec_Perf_eRP-Fachdienst: Last- und Bearbeitungszeitvorgaben
UseCase-Bezug
|
Fachdienstoperation
|
Spitzenlast [1/sec] |
Mittelwert [msec] |
99%-Quantil [msec] |
---|---|---|---|---|
ERP.UC_2_1 |
POST /Task/$create |
390 |
460 |
620 |
ERP.UC_2_3 |
POST /Task/<id>/$activate mit Flowtype 160 |
335 |
400 |
550 |
ERP.UC_2_3_169 | POST /Task/<id>/$activate mit Flowtype 169 | 5 | 400 | 550 |
ERP.UC_2_3_200 | POST /Task/<id>/$activate mit Flowtype 200 | 50 | 400 | 550 |
ERP.UC_2_3_209 | POST /Task/<id>/$activate mit Flowtype 209 | 5 | 400 | 550 |
ERP.UC_3_1 |
GET /Task |
310 |
410 |
665 |
ERP.UC_3_3 |
POST /Communication |
50 |
380 |
525 |
ERP.UC_3_7 | GET /ChargeItem/<id> mit Rolle oid_versicherter | 40 | 420 | 575 |
ERP.UC_4_1 |
POST /Task/<id>/$accept |
240 |
455 |
615 |
ERP.UC_4_4 |
POST /Task/<id>/$close |
120 |
375 |
520 |
ERP.UC_4_7 |
POST /Communication |
75 |
380 |
525 |
ERP.UC_4_10 | GET /ChargeItem/<id> mit Rolle oid_oeffentliche_apotheke oder oid_krankenhausapotheke | 30 | 420 | 575 |
ERP.UC_4_11 | POST /ChargeItem | 30 | 375 | 520 |
Die ID aus der Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_eRP-Fachdienst: Last- und Bearbeitungszeitvorgaben" referenziert auf den entsprechenden Anwendungsfall gemäß [gemSysL_eRp]. Die in der Tabelle definierten Bearbeitungszeiten beziehen sich auf die vom Fachdienst umzusetzenden Operationen in den referenzierten Anwendungsfällen.
A_20166 - Performance - E-Rezept-Fachdienst - Robustheit gegenüber Lastspitzen
Der E-Rezept Fachdienst MUSS bei Lastspitzen oberhalb der definierten Spitzenlasten aus Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_eRP-Fachdienst: Last- und Bearbeitungszeitvorgaben" verfügbar bleiben.
[<=]
Hinweis: Alle Anfragen, die bei einer Lastspitze über die gemäß der definierten Spitzenlasten zu verarbeitenden Anzahl von Anfragen hinausgehen, kann der E-Rezept-Fachdienst vorübergehend abweisen. Dabei müssen die definierten Spitzenlasten weiterhin innerhalb der Performancevorgaben verarbeitet werden. Vom System angenommene Anfragen müssen weiterhin innerhalb der Performancevorgaben verarbeitet werden. Der Anbieter des Fachdienstes hat seinen Produktbetrieb auf die neuen, höheren Lastspitzen zu skalieren.
A_19737 - Performance E-Rezept-Fachdienst - Skalierung
Der Anbieter des E-Rezept Fachdienstes MUSS nachvollziehbar darstellen, wie die Skalierung im Produktivbetrieb erreicht wird.
[<=]
Im Zuge des Zulassungsverfahrens hat der Anbieter des E-Rezept-Fachdienstes der gematik gegenüber nachvollziehbar darzustellen, welche technischen Skalierungsmaßnahmen anhand welcher messbarer Parameter er für den Produktivbetrieb plant durchzuführen. Die Skalierungsmaßnahmen können dabei unterschiedliche Ausprägungen und Dimensionen umfassen. Beispielsweise eine automatisierte Ressourcenzuteilung oder eine Anpassung oder Änderung unterschiedlicher technischer Komponenten, die zu einer Produktänderung im Sinne der [gemSpec_OM] führt. Die Darstellung muss Verifikationsbeschreibungen enthalten, mit denen der Erfolg der Maßnahmen ermittelt werden kann.
A_19736-01 - Performance - E-Rezept-Fachdienst - Verfügbarkeit
Der Anbieter des E-Rezept-Fachdienstes MUSS zur Hauptzeit eine Verfügbarkeit von 99,99% und zur Nebenzeit von 99,97% für alle Operationen der technischen Schnittstellen aufweisen.
Wartungsfenster MÜSSEN vollständig in der Nebenzeit liegen. Genehmigte Wartungsfenster werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 6 bis 20 Uhr. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit. Bundeseinheitliche Feiertage werden wie Sonntage behandelt, alle übrigen Feiertage wie Werktage.
Die Anschlüsse aller Standorte an das zentrale Netz MÜSSEN über die Anschlussoption "Hohe Verfügbarkeit" erfolgen.
[<=]
Die Verfügbarkeit der funktionalen Eigenschaften des E-Rezept-Fachdienstes wird mittels der Probes des Service Monitorings und die nicht funktionalen Eigenschaften durch Auswertung der Rohdaten ermittelt.
A_19735-02 - Performance - Erfassung von Rohdaten - E-Rezept-Fachdienst
Der Produkttyp E-Rezept-Fachdienst MUSS Performance-Rohdaten gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_E-Rezept-Fachdienst" erfassen und die Rohdaten-Performance-Berichte in einem definierten, konfigurierbaren Zeitintervall automatisiert an die Betriebsdatenerfassung gemäß [A_17678] liefern. [<=]
A_19734 - Performance - Lieferung von Rohdaten - E-Rezept-Fachdienst
Der Anbieter E-Rezept-Fachdienst MUSS das Produkt E-Rezept-Fachdienst so konfigurieren, dass dieses in einem definierten, konfigurierbaren Zeitintervall Rohdaten-Performance-Berichte und die Datei zur Selbstauskunft automatisiert an die Betriebsdatenerfassung gemäß [A_17678] liefert. Voreingestellt für das Zeitintervall ist 60 Minuten. [<=]
In Ergänzung an die allgemeinen Anforderungen an das Performance-Rohdaten-Reporting befinden sich nachfolgend die produktspezifischen Anforderungen.
A_22975 - Performance - Rohdaten-Performance-Bericht - Konfiguration pseudonymisierte Werte der Telematik-ID
Der Produkttyp E-Rezept-Fachdienst MUSS eine Konfiguration unterstützen, welche die Funktionalität zur Erfassung und Übermittlung der pseudonymisierten Werte der Telematik-ID der Leistungserbringerinstitutionen ein- bzw. abschaltet.
[<=]
A_22976 - Performance - Rohdaten-Performance-Bericht - Steuerung Konfiguration pseudonymisierte Werte der Telematik-ID
Der Anbieter des E-Rezept-Fachdienstes MUSS die Konfiguration für die Funktionalität zur Erfassung und Übermittlung der pseudonymisierten Werte der Telematik-ID der Leistungserbringerinstitutionen entsprechend den Vorgaben der gematik vornehmen. [<=]
A_23088 - Performance - Rohdaten - Spezifika E-Rezept - Operation (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp E-Rezept-Fachdienst MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. des Feldes "operation" die Angabe der Spalte "$FD-operation" aus Tabelle [gemSpec_Perf#Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_E-Rezept-Fachdienst] berücksichtigen.
Sollte die Operation des inneren Requests nicht ermittelt werden können, so ist stattdessen für das Feld "operation" der Wert "ERP.VAU" zu verwenden. [<=]
A_23089 - Performance - Rohdaten - Spezifika E-Rezept - Status (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp E-Rezept-Fachdienst MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. des Feldes "status" die Angabe der Spalte "HTTP-Status-Code" gemäß A_19514-* aus [gemSpec_FD_eRp] berücksichtigen. [<=]
A_23090 - Performance - Rohdaten - Spezifika E-Rezept - Message (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp E-Rezept-Fachdienst MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. des Feldes "message" folgende spezifischen Festlegungen hinsichtlich des Formates und der Inhalte berücksichtigen.
{ "cid": "$clientid", "ua": "$useragent", "leip": "$leipseudonym" }
A_23091 - Performance - Rohdaten - Spezifika E-Rezept - Duration (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp E-Rezept-Fachdienst MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. des Feldes "duration_in_ms" die folgende Festlegung bei der Angabe von Bearbeitungszeiten berücksichtigen:
Die Messung beginnt mit der vollständigen Annahme der Aufrufnachricht an der annehmenden Schnittstelle des Produkttyps und endet mit dem ersten Bit der Antwortnachricht an den Empfänger. [<=]
Tabelle 14 Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_E-Rezept-Fachdienst
$FD-operation |
Operation |
Schnittstelle zu |
---|---|---|
ERP.UC_1_1 | GET /Device | alle |
ERP.UC_1_2 | GET /metadata | alle |
ERP.UC_2_1 |
POST /Task/$create |
verordnende LEI |
ERP.UC_2_3 |
POST /Task/<id>/$activate mit Flowtype 160 |
verordnende LEI |
ERP.UC_2_3_169 | POST /Task/<id>/$activate mit Flowtype 169 | verordnende LEI |
ERP.UC_2_3_200 | POST /Task/<id>/$activate mit Flowtype 200 | verordnende LEI |
ERP.UC_2_3_209 | POST /Task/<id>/$activate mit Flowtype 209 | verordnende LEI |
ERP.UC_2_5 | POST /Task/<id>/$abort | verordnende LEI |
ERP.UC_3_1 | GET /Task | Versicherte |
ERP.UC_3_2 | POST /Task/<id>/$abort | Versicherte |
ERP.UC_3_3 | POST /Communication | Versicherte |
ERP.UC_3_5 | GET /AuditEvent | Versicherte |
ERP.UC_3_6 | GET /Task/<id> | Versicherte |
ERP.UC_3_7 | GET /ChargeItem/<id> | Versicherte |
ERP.UC_3_8 | DELETE /Communication/<id> | Versicherte |
ERP.UC_3_9 | GET /MedicationDispense?<parameter>= | Versicherte |
ERP.UC_3_10 | GET /ChargeItem | Versicherte |
ERP.UC_3_11 | DELETE /ChargeItem/<id> | Versicherte |
ERP.UC_3_12 | PATCH /ChargeItem | Versicherte |
ERP.UC_3_13 | GET /Consent | Versicherte |
ERP.UC_3_14 | POST /Consent | Versicherte |
ERP.UC_3_15 | DELETE /Consent | Versicherte |
ERP.UC_4_1 | POST /Task/<id>/$accept | abgebende LEI |
ERP.UC_4_2 | POST /Task/<id>/$reject | abgebende LEI |
ERP.UC_4_3 | POST /Task/<id>/$abort | abgebende LEI |
ERP.UC_4_4 | POST /Task/<id>/$close | abgebende LEI |
ERP.UC_4_7 | POST /Communication |
abgebende LEI |
ERP.UC_4_8 | GET /Task/<id> | abgebende LEI |
ERP.UC_4_9 | DELETE /Communication/<id> | abgebende LEI |
ERP.UC_4_10 | GET /ChargeItem/<id> | abgebende LEI |
ERP.UC_4_11 | POST /ChargeItem | abgebende LEI |
ERP.UC_4_12 | GET /Task | abgebende LEI |
ERP.UC_4_13 | PUT /ChargeItem | abgebende LEI |
ERP.UC_4_14 | POST /Subscription | abgebende LEI |
ERP.nonVAU_1 | GET /VAUCertificate | alle |
ERP.nonVAU_2 | GET /VAUCertificateOCSPResponse | alle |
ERP.nonVAU_3 | GET /CertList | alle |
ERP.nonVAU_4 | GET /OCSPList | alle |
ERP.nonVAU_5 | POST /ocspf | alle |
A_22520 - Performance – E-Rezept-Fachdienst - Bestandsdaten
Der Anbieter E-Rezept-Fachdienst MUSS in einem definierten, konfigurierbaren Zeitintervall folgende Performance-Kenngrößen über den E-Rezept-Fachdienst berichten:
A_22521 - Performance - E-Rezept-Fachdienst - Lieferweg und Format für Bestandsdaten
Der Anbieter E-Rezept-Fachdienst MUSS die Informationen aus A_22520 jeweils zum Wechsel in den nächsten Berichtsintervall in folgendem JSON Format als HTTP Body an die Betriebsdatenerfassung (BDE) gemäß gemSpec_SST_LD_BD liefern:
{
„Abfragezeitpunkt“: <Zeitstempel der Abfrage als String im ISO 8601 Format>,
„CI_ID“: <CI ID des abgefragten Fachdienstes gemäß TI-ITSM als String>,
„eRP_Anzahl_Rezepte“: <Anzahl der zum Abfragezeitpunkt vorhandenen E-Rezepte als Integer>,
„eRP_Anzahl_Status_Draft“: <Anzahl der zum Abfragezeitpunkt vorhandenen E-Rezepte im Status Draft als Integer>,
„eRP_Anzahl_Status_Ready“: <Anzahl der zum Abfragezeitpunkt vorhandenen E-Rezepte im Status Ready als Integer>,
„eRP_Anzahl_Status_Inprogress“: <Anzahl der zum Abfragezeitpunkt vorhandenen E-Rezepte im Status Inprogress als Integer>,
„eRP_Anzahl_Status_Completed“: <Anzahl der zum Abfragezeitpunkt vorhandenen E-Rezepte im Status Completed als Integer>,
„eRP_Anzahl_Status_Cancelled“: <Anzahl der zum Abfragezeitpunkt vorhandenen E-Rezepte im Status Cancelled als Integer>,
„eRP_Menge_NichtBenutzt“: <Anzahl der im Berichtsintervall aufgrund von Löschfristen entfernten und nicht eingelösten E-Rezepte als Integer>,
„eRP_Mittelwert_Laufzeit_min“: <Mittelwert der Laufzeit der im Berichtsintervall abgeschlossenen E-Rezepte in Minuten als Integer>,
„eRP_max_Anzahl_Subscriptions“: <Maximale Anzahl gleichzeitiger Sessions an der Subscription Schnittstelle im Berichtsintervall als Integer>,
„eRP_Menge_Operationen“: <Anzahl der im Berichtsintervall aufgerufenen Operationen am Fachdienst als Integer>,
„eRP_max_Spitzenlast_Hz“: <Maximaler Wert der Spitzenlast (1/s) im Berichtsintervall als Integer>,
„eRP_Menge_UC46“: <Anzahl der im Berichtsintervall aufgerufenen UC 4.6 Operationen am Fachdienst als Integer>
Da bei dieser Lieferung keine Datei übermittelt wird, sondern der Text direkt im Body, ist für diese Lieferung die Angabe des filenames im HTTP-Header gemäß [A_17733-01] (Tabelle: Tab_I_OpsData_Update_002 Operation I_OpsData_Update::fileUpload) in der gemSpec_SST_LD_BD NICHT notwendig.
Dieses Kapitel dient der Ergänzung der TI-Messenger (TI-M) Spezifikationen [gemSpec_TI-Messenger-Dienst], [gemSpec_TI-Messenger-FD] und [gemSpec_TI-Messenger-Client]. Der gesamte Anforderungshaushalt inkl. Referenzen auf weitere normative Dokumente an die jeweiligen TI-M Produkte und Anbieter findet sich in diesen Dokumenten als auch in den entsprechenden Produkt- bzw. Anbietertypsteckbriefen.
A_23116 - TI-M Fachdienst Verfügbarkeit (Produkt)
Der TI-Messenger-Fachdienst MUSS mit einer vollumfänglich-funktionalen Verfügbarkeit von mindestens 99,8 % betreibbar sein. [<=]
A_23117 - TI-M Fachdienst Verfügbarkeit (Anbieter)
Der Anbieter TI-Messenger MUSS sein Produkt TI-Messenger-Fachdienst mit einer vollumfänglich-funktionalen Verfügbarkeit von 99,8% in der Hauptzeit und 99,0 % in der Nebenzeit betreiben.
Die Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr, ausgenommen bundeseinheitliche Feiertage. Alle übrigen Zeiten gelten als Nebenzeit.
Wenn der Betrieb von Homeservern on-premise bei den Nutzern realisiert wird, KANN der Anbieter TI-Messenger für diese Produktinstanzen von den Performancevorgaben in Abstimmung mit seinen Kunden abweichen. Die Abweichungen und die betroffenen Instanzen MÜSSEN dem GTI im Rahmen der betrieblichen Prozesse bekannt gemacht werden.
[<=]
A_22946 - Rohdatenerfassung und -lieferung
Der TI-Messenger-Fachdienst MUSS die Rohdatenerfassung und -lieferung entsprechend der Vorgaben aus [gemSpec_Perf#Rohdaten-Performance-Reporting (Rohdatenerfassung v.02)] umsetzen.
Die Rohdatenerfassung am TI-Messenger-Fachdienst SOLL anhand entsprechend [Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_TI-Messenger-Fachdienst <3] erfolgen.
[<=]
*1) Hinweis: Die Beschreibung entspricht dem Ende eines erfolgreichen Anwendungsfalls. Wenn der Anwendungsfall abbricht und/oder eine Fehlermeldung erzeugt, so MUSS im JSON-message-Block für das Feld httpStatus der negative http-Statuscode entsprechend der Beschreibung im Anwendungsfall eingetragen werden. Für jede Anwendungsfall-Instanz MUSS eine eindeutige ID vergeben werden. Die ID KANN mit einem Abstand von 6 Monaten neu vergeben werden um die Operationen innerhalb eines Anwendungsfalls konsolidieren zu können und gleichzeitig von anderen Anwendungsfall-Instanzen abzugrenzen.
A_22940 - Performance - Rohdaten - Spezifika TI-M Message (Rohdatenerfassung v.02)
Das Produkt SOLL - bei Rohdaten-Performance-Berichten im "message"-Feld – folgende Informationen im JSON-Format übermitteln:
{
"Instanz-ID":$Instanz-ID,
"Useragent":
{
"Produkttypversion": $Produkttypversion,
"Produktversion": $Produktversion,
"Auspraegung": $Auspraegung,
"Plattform": $Plattform,
"OS": $OS,
"OS-Version": $OS-Version,
"client_id": $client_id,
"Matrix-Domain: $Matrix-Domain
},
"Matrix-Domain":$Matrix-Domain,
"sizeIn":$sizeIn,
"sizeOut":$sizeOut,
"telematikID":$telematikID,
"professionOID":$professionOID,
"Response":$response
}
Für $Instanz-ID ist eine für jede Instanz eines Anwendungsfalls gleichbleibende ID einzutragen.
Die Instanz-ID SOLL somit für die jeweiligen Operationen bzw. Teilschritte innerhalb einer Instanz eines Anwendungsfalls gleich vergeben werden.
Für $useragent sind die entsprechenden Werte einzutragen, welche vom Client übermittelt werden. Falls die Anfrage von einem Matrix-Server kommt, ist hier ausschließlich die Matrix-Domain des Senders einzutragen.
Für $Auspraegung sind ausschließlich die Werte "Org-Admin-Client" und "Messenger-Client" entsprechend der TI-M Client Spezifikation erlaubt.
Für $Plattform sind ausschließlich die Werte "mobil", "stationaer", "web" entsprechend der TI-M Client Spezifikation erlaubt.
Für $OS ist das entsprechende Betriebssystem einzutragen, z.B. Windows, iOS, MacOS, Android, GNU/Linux.
Für $OS-Version ist die Version des Betriebssystems einzutragen.
Für $client_id ist die client_id einzutragen wie sie auch dem IdP übermittelt wird.
Für $Matrix-Domain ist die eigene Matrix-Domain des Messenger-Services einzutragen.
Für $sizeIn ist das eingehende übertragene Datenvolumen in Byte als Integer anzugeben. Der Messpunkt beim TI-Messenger-Fachdienst ist dabei der Messenger-Proxy und beim FHIR-Directory der FHIR-Proxy.
Für $sizeOut ist das ausgehende übertragene Datenvolumen in Byte als Integer anzugeben. Der Messpunkt beim TI-Messenger-Fachdienst ist dabei der Messenger-Proxy und beim FHIR-Directory der FHIR-Proxy.
Für die $telematikID ist die telematikID aus dem entsprechenden Token einzutragen.
Für die $professinoOID ist die professionOID aus dem entsprechenden Token einzutragen.
Für die $response ist der Statuscode als Rückmeldung der entsprechenden Anwendungsfälle einzutragen. [<=]
Bestandsdaten
A_23119 - TI-Messenger Fachdienst Bestandsdaten
Der TI-Messenger-Fachdienst MUSS die nachfolgenden Informationen jeweils monatlich zum 01. des Monats in folgendem JSON Format als HTTP Body an die Betriebsdatenerfassung (BDE) gemäß [gemSpec_SST_LD_BD] liefern:
{
„Abfragezeitpunkt“: <Zeitstempel der Abfrage als String im ISO 8601 Format>,
„CI_ID“: <CI ID des abgefragten Fachdienstes gemäß TI-ITSM als String>,
„TIM-FD_Anzahl_Messenger-Service“: <Anzahl der zum Abfragezeitpunkt instanziierten Messenger-Service>,
„TIM-FD_Anzahl_Nutzer“: <Anzahl der zum Abfragezeitpunkt registrierten Nutzer>,
„TIM-FD_Anzahl_aktNutzer“: <Anzahl der zum Abfragezeitpunkt innerhalb des letzten Monats aktiven Nutzer>
} [<=]
Im folgenden werden die spezifischen Leistungsanforderungen und Anforderungen an das Rohdaten-Performance-Berichtsformat der TSP X.509 aufgeführt.
[Das Verschieben der Vorgaben im Rahmen der Umstrukturierung des Dokumentes erfolgt im Nachgang]
[Die Vorgaben befinden sich aktuell im Kapitel 4.1.4 Lastmodell auf Ebene der Anwendungsfälle]
[Das Verschieben der Vorgaben im Rahmen der Umstrukturierung des Dokumentes erfolgt im Nachgang]
[Das Verschieben der Vorgaben im Rahmen der Umstrukturierung des Dokumentes erfolgt im Nachgang]
[Die Vorgaben befinden sich aktuell in den Kapiteln 5.2 Produkttypen der zentralen Zone der TI-Plattform und ]
In Ergänzung an die allgemeinen Anforderungen an das Performance-Rohdaten-Reporting befinden sich nachfolgend die produktspezifischen Anforderungen.
keine Spezifischen Anforderungen zum Umfang
A_22489 - Performance - Rohdaten - Spezifika TSP X.509 - Duration (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. der "duration_in_ms"-Felder die Hinweise der Spalte "Duration" aus Tabelle Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_TSP-X.509 berücksichtigen. [<=]
A_22490 - Performance - Rohdaten - Spezifika TSP X.509 - Operation (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. der "operation"-Felder die Angabe der Spalte "Operation/Usecase" aus Tabelle Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_TSP-X.509 berücksichtigen. [<=]
Tabelle 15: Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_TSP-X.509
Operation/Usecase | Produkttyp |
Duration |
---|---|---|
TSP.UC_1_Q | TSP-X.509QES |
Bei Aufruf der Operation check_Revocation_Status beginnt die Messung mit der Annahme der Nachricht an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem vollständigen Versenden der Antwortnachricht. |
TSP.UC_2_nQ | TSP-X.509nonQES |
Bei Aufruf der Operation check_Revocation_Status beginnt die Messung mit der Annahme der Nachricht an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem vollständigen Versenden der Antwortnachricht. |
A_22491 - Performance - Rohdaten - Spezifika TSP X.509 - Status (Rohdatenerfassung v.02)
Wenn bei der Durchführung der Operation / des Usecase ein Fehler aufgetreten ist, MUSS der Produkttyp - bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. des "status"-Feldes - den Statuscode gem. Tab_gemSpec_Perf_Fehlercodes_TSP-X.509 festlegen, sofern ein spezifischer Fehlercode bestimmt werden kann. Ist dies nicht möglich MUSS der definierte Standardcode für interne bzw. externe Fehler verwendet werden.
Tabelle 16: Tab_gemSpec_Perf_Fehlercodes_TSP-X.509
Statuscode |
Definition |
Beschreibung |
---|---|---|
79875 |
OCSP_ERROR_WRONG_DATA |
Format der OCSP-Anfrage fehlerhaft |
A_22492 - Performance - Rohdaten - Spezifika TSP X.509 - Message (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten in den "message"-Feldern die Rückgabewerte der Abfrage des Sperrstatus der jeweiligen X.509 Zertifikate im JSON-Format übermitteln:
{"Sperrstatus":"$status"}
Für $status ist der entsprechende Sperrstatus-Wert gemäß Tab_gemSpec_Perf_Sperrstatus_Werte_TSP-X.509 einzutragen, welcher für das jeweilige Zertifikat ermittelt wurde.
Tab_gemSpec_Perf_Sperrstatus_Werte_TSP-X.509
Sperrstatus |
---|
GOOD |
REVOKED |
UNKNOWN |
A_22957 - Performance – FedMaster – Verfügbarkeit
Der Anbieter des Federation Master MUSS sein Produkt so betreiben, dass es zur Hauptzeit und zur Nebenzeit mindestens eine Verfügbarkeit von 98,40 % hat.
Genehmigte Wartungsfenster dürfen nur in der Nebenzeit liegen und werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Hauptzeit des Produkttyps ist Montag bis Sonntag von 6 bis 22 Uhr, ausgenommen bundeseinheitliche Feiertage. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit.
[<=]
A_22950 - Performance – FedMaster – Bearbeitungszeit unter Last
Der Produkttyp Federation Master MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last aus Tab_gemSpec_Perf_FedMaster erfüllen.
Es wird davon ausgegangen, dass der Federation Master eingeschwungen ist und z.B. Verbindungen nicht neu ausgehandelt werden.
Für die Zulassung ist je Anwendungsfall der Nachweis bei einer Last von 10 Anfragen pro Sekunde zu erbringen.
Tabelle 17: Tab_gemSpec_Perf_FedMaster: Bearbeitungszeitvorgaben
ID
|
Anwendungsfälle
|
Lastvorgaben
|
Bearbeitungszeitvorgaben
|
Spitzenlast [1/sec] |
Maximalwert [msec] |
||
FEDM.UC_1 |
get_IDP_list (Internet) |
10
|
20000
|
FEDM.UC_2 |
fetchEntityStatement (Internet) |
10
|
20000
|
In Ergänzung an die allgemeinen Anforderungen an das Performance-Rohdaten-Reporting befinden sich nachfolgend die produkttypspezifischen Anforderungen.
A_23386 - Performance - Rohdaten - Spezifika FedM - Operation (Rohdatenerfassung v.02)
Der Anbieter des Federation Master MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. der "operation"-Felder die Angabe aus der Tabelle 'Tab_gemSpec_Perf_FedMaster' in der Spalte "ID" verwenden.
A_23489 - Performance - Rohdaten - Spezifika FedM - Duration (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. der "duration_in_ms"-Felder die konkretisierenden Hinweise unter der
Tabelle Tab_gemSpec_Perf_FedMaster: Bearbeitungszeitvorgaben berücksichtigen. [<=]
A_23387 - Performance - Rohdaten - Spezifika FedM - Message (Rohdatenerfassung v.02)
Der Anbieter des Federation Masters MUSS - bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. der "message"-Felder - den Useragent im JSON-Format übermitteln:
{"UA":"$requesting_party"}
Für $requesting_party ist MemberID des entsprechend registrierten IDP oder Fachdienst einzutragen.
Hinweis:
Die MemberID wird durch die gematik vergeben.
[<=]
Der Produkttyp VPN-Zugangsdienst verbindet Transportnetz und Zentrales Netz der TI. Für OCSP-Request sorgt er dabei für ein http-Forwarding.
Zusätzlich zu dieser über die Schnittstelle I_Secure_Channel_Tunnel angebotenen Leistung, bietet der VPN-Zugangsdienst Leistungen über die Schnittstellen I_DNS_Name_Resolution und I_NTP_Time_Information an.
keine Spezifischen Anforderungen zum Lastmodell
Für die Schnittstelle I_DNS_Name_Resolution gelten die Anforderungen wie für den Namensdienst:
[GS-A_4162 - Performance – Namensdienst – Bearbeitungszeit unter Last]
Für die Schnittstelle I_Secure_Channel_Tunnel gelten die folgenden Anforderungen:
GS-A_4168 - Performance – VPN-Zugangsdienst – Bearbeitungszeit
Der VPN-Zugangsdienst MUSS eine Laufzeit der IP-Pakete zwischen der Schnittstelle zum Transportnetz Internet und der Schnittstelle zum Zentralen Netz der TI von unter 20 ms aufweisen.
Der VPN-Zugangsdienst MUSS eine Laufzeit der IP-Pakete zwischen der Schnittstelle zum Transportnetz Internet und der Schnittstelle zum Internet über den SIS von unter 20 ms aufweisen.
[<=]Für die Schnittstelle I_DNS_Name_Resolution gelten die Anforderungen wie für den Namensdienst:
[GS-A_3055 - Performance – zentrale Dienste – Skalierbarkeit (Anbieter)]
[GS-A_3058 - Performance – zentrale Dienste – lineare Skalierbarkeit]
[GS-A_4145 - Performance – zentrale Dienste – Robustheit gegenüber Lastspitzen]
[GS-A_4155 - Performance – zentrale Dienste – Verfügbarkeit]
Für die Schnittstelle I_NTP_Time_Information gelten die Anforderungen wie für den Zeitdienst:
[GS-A_3055 - Performance – zentrale Dienste – Skalierbarkeit (Anbieter)]
[GS-A_3058 - Performance – zentrale Dienste – lineare Skalierbarkeit]
[GS-A_4145 - Performance – zentrale Dienste – Robustheit gegenüber Lastspitzen]
[GS-A_4163 - Performance – Zeitdienst – Durchsatz]
[GS-A_4165 - Performance – Zeitdienst – Verfügbarkeit]
Für die Schnittstelle I_Secure_Channel_Tunnel gelten die folgenden Anforderungen:
GS-A_4170 - Performance – VPN-Zugangsdienst – Durchsatz
Der VPN-Zugangsdienst MUSS eine Anbindungsbandbreite an das zentrale Netz mit folgenden Eigenschaften bereitstellen:
GS-A_5510 - Performance – VPN-Zugangsdienst – IPSec-Tunnel TI und SIS
Der Produkttyp VPN-Zugangsdienst MUSS eine Anbindung zum Transportnetz von mindestens 1 Gbit/sec pro 10000 Konnektoren besitzen.
Die VPN-Konzentratoren für SIS und TI MÜSSEN einen IPSec-Durchsatz unterstützten, der sich aus der Transportnetzanbindung ergibt.
[<=]
GS-A_5545 - Performance – VPN-Zugangsdienst – IPSec-Tunnel TI und SIS Konfigurationseinstellungen
Der Produkttyp VPN-Zugangsdienst DARF den IPSec-Durchsatz der VPN-Konzentratoren pro Konnektor NICHT durch Konfigurationseinstellungen reduzieren.
[<=]Die Anforderung [GS-A_4155 - Performance – zentrale Dienste – Verfügbarkeit] verlangt eine Verfügbarkeit, die sowohl die primäre Leistung der Verbindung von Transportnetz und Zentralem Netz der TI mit Terminierung des VPN-Kanals beinhaltet, also auch DNS-Anfragen und http-Forwarding. Nicht inkludiert in der Verfügbarkeit ist wegen ihres asynchronen Beitrags zu Anwendungsfällen die NTP-Schnittstelle.
Wie die Volumenmessungen zu erfolgen hat, regelt die nachfolgende Anforderung, siehe hierzu [gemKPT_Arch_TIP], Abbildung „Netzwerktopologie der TI“:
GS-A_5015 - Performance – VPN-Zugangsdienst – Volumenmessung im SIS
Der SIS des VPN-Zugangsdienstes der TI-Plattform MUSS das Volumen der übertragenen Daten getrennt nach Richtung zum Internet und vom Internet erfassen.
[<=]Weitere Anforderungen:
[GS-A_3055 - Performance – zentrale Dienste – Skalierbarkeit (Anbieter)]
[GS-A_3058 - Performance – zentrale Dienste – lineare Skalierbarkeit]
[GS-A_4145 - Performance – zentrale Dienste – Robustheit gegenüber Lastspitzen]
[GS-A_4155 - Performance – zentrale Dienste – Verfügbarkeit]
[GS-A_5028 - Performance – zentrale Dienste – Verfügbarkeit Produktivbetrieb]
In Ergänzung an die allgemeinen Anforderungen an das Performance-Rohdaten-Reporting befinden sich nachfolgend die produktspezifischen Anforderungen.
keine Spezifischen Anforderungen zum Umfang
A_23221 - Performance - Rohdaten - Spezifika VPN-Zugangsdienst - Duration (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp VPN-Zugangsdienst MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. der "duration_in_ms"-Felder die Hinweise der Spalte "Duration" aus Tabelle Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_VPN-ZugD berücksichtigen. [<=]
A_23222 - Performance - Rohdaten - Spezifika VPN-Zugangsdienst - Operation (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp VPN-Zugangsdienst MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. der "operation"-Felder die Angabe der Spalte "Operation/Usecase" aus Tabelle Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_VPN-ZugD berücksichtigen. [<=]
Tabelle 18: Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_VPN-ZugD
Operation / Usecase | Duration |
---|---|
I_Secure_Channel_Tunnel::connect | Bei Aufruf der Operation beginnt die Messung mit Annahme der Aufrufnachricht an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem vollständigen Versenden der Antwortnachricht. |
I_Secure_Channel_Tunnel::disconnect | -""- |
I_Registration_Service::registerKonnektor | -""- |
I_Registration_Service::deregisterKonnektor | -""- |
I_DNS_Name_Resolution::get_IP_Address | -""- |
I_NTP_Time_Information::receive | -""- |
A_23220 - Performance - Rohdaten - Spezifika VPN-Zugangsdienst - Message (Rohdatenerfassung v.02)
Der Produkttyp VPN-Zugangsdienst MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten in den "message"-Feldern aus der ID.VPNK.VPN die Elemente
des Subject gemäß gemSpec_PKI#Tab_PKI_245 im JSON-Format übermitteln:
{„CN“: $commonName, „SN“: $serialNumber, „ON“: $organizationName, „CN“: $countryName} [<=]
Im folgenden werden die spezifischen Leistungsanforderungen und Anforderungen an das Rohdaten-Performance-Berichtsformat des NCPeH-Fachdienstes (National Contact Point for eHealth) aufgeführt.
Es werden keine Vorgaben zum Lastmodell des NCPeH-Fachdienstes getroffen.
A_23067 - Performance - NCPeH-Fachdienst - Messung von Bearbeitungszeiten
Der NCPeH-Fachdienst MUSS die folgenden Bedingungen einhalten:
Vorbedingungen für die Messungen
Es wird davon ausgegangen, dass nach einem Login-Prozess alle Verbindungsaufbauten erfolgten und zugehörige OCSP-Statusauskünfte im OCSP-Cache vorliegen.
Rahmenbedingungen für die Messung
Die dem NCPeH-Fachdienst zugerechneten Bearbeitungszeiten für die entsprechende Schnittstelle ist die Zeitspanne vom vollständigen Empfang eines Requests bis zum vollständigen Ausgang der zugehörigen Response.
Die dem NCPeH-Fachdienst zugerechneten Bearbeitungszeiten für die Schnittstelle FindIdentityByTrait sind die Antwortzeiten für einen Request-Response Zyklus. Hierbei muss das Warten auf die erfolgreiche Nutzerinteraktion (ad-hoc Berechtigung) rausgerechnet werden.
[<=]
A_23016 - Performance - NCPeH-Fachdienst - Last- und Bearbeitungszeiten
Der NCPeH-Fachdienst SOLL die Bearbeitungszeitrichtwerte unter Last aus Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_NCPeH: Last- und Bearbeitungszeitvorgaben" unter der für alle Funktionen parallel anliegenden Spitzenlast erfüllen.
Tabelle 19 Tab_gemSpec_Perf_NCPeH: Last- und Bearbeitungszeitvorgaben
UseCase-Bezug |
Fachdienstoperation |
Spitzenlast [1/sec] |
Mittelwert [msec] |
99%-Quantil [msec] |
---|---|---|---|---|
NCPeH.UC_1 |
FindIdentityByTrait |
5 |
300 |
500 |
NCPeH.UC_2 |
FindDocuments |
5 |
300 |
500 |
NCPeH.UC_3 | RetrieveDocument | 5 | 350 | 550 |
NCPeH.UC_4 | RetrieveDocumentPDF | 5 | 350 | 550 |
NCPeH.UC_8 | InitializeEpaSession | 5 | 7.700 | 10.000 |
Die Zeitmessung beginnt mit dem letzten Bit eines eingehenden Schnittstellenaufrufes und endet mit dem ersten Bit der versendeten Antwort an den Absender.
A_22979 - Performance - NCPeH-Fachdienst - Verfügbarkeit
Der Betreiber des NCPeH-Fachdienstes MUSS zur Hauptzeit eine Verfügbarkeit von 99,9% und zur Nebenzeit von 99% für alle Operationen der technischen Schnittstellen aufweisen.
Wartungsfenster MÜSSEN vollständig in der Nebenzeit liegen. Genehmigte Wartungsfenster werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 6 bis 20 Uhr. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit. Bundeseinheitliche Feiertage werden wie Sonntage behandelt, alle übrigen Feiertage wie Werktage.
Die Anschlüsse aller Standorte an das zentrale Netz MÜSSEN über die Anschlussoption "Hohe Verfügbarkeit" erfolgen. [<=]
A_23017 - Performance - NCPeH-Fachdienst - Skalierung
Der Betreiber des NCPeH-Fachdienstes MUSS nachvollziehbar darstellen, wie die Skalierung im Produktivbetrieb erreicht wird. [<=]
Im Zuge des Testaktivitäten hat der Betreiber des NCPeH-Fachdienstes der gematik gegenüber nachvollziehbar darzustellen, welche technischen Skalierungsmaßnahmen anhand welcher messbarer Parameter er für den Produktivbetrieb plant durchzuführen. Die Skalierungsmaßnahmen können dabei unterschiedliche Ausprägungen und Dimensionen umfassen. Beispielsweise eine automatisierte Ressourcenzuteilung oder eine Anpassung oder Änderung unterschiedlicher technischer Komponenten, die zu einer Produktänderung im Sinne der [gemSpec_OM] führt. Die Darstellung muss Verifikationsbeschreibungen enthalten, mit denen der Erfolg der Maßnahmen ermittelt werden kann.
In Ergänzung an die allgemeinen Anforderungen an das Performance-Rohdaten-Reporting befinden sich nachfolgend die produktspezifischen Anforderungen.
Es werden keine speziellen Anforderungen zum Umfang der Rohdatenlieferung getroffen.
A_23011 - Performance - Rohdaten - Spezifika NCPeH-Fachdienst - Operation (Rohdatenerfassung v.02)
Der NCPeH-Fachdienst MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. der "operation"-Felder die Angabe der Spalte "Usecase" aus Tabelle Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_NCPeH berücksichtigen. [<=]
Tabelle 20 Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_NCPeH
UseCase | Operation |
Beschreibung |
---|---|---|
NCPeH.UC_1 | Cross_Gateway_Patient_Discovery::findIdentityByTraits | Abfrage aus dem EU-Ausland zur Authentifizierung eines Versicherten |
NCPeH.UC_2 | Cross_Gateway_Query::FindDocuments | Abfrage aus dem EU-Ausland zur Auflistung der verfügbaren Dokumente eines Versicherten |
NCPeH.UC_3 | Cross_Gateway_Retrieve::RetrieveDocument | Abfrage aus dem EU-Ausland zum Download des ausgewählten Dokuments eines Versicherten |
NCPeH.UC_4 | Cross_Gateway_Retrieve::RetrieveDocumentPDF | Abfrage aus dem EU-Ausland zum Download des ausgewählten Dokuments eines Versicherten im Format PDF |
A_23012 - Performance - Rohdaten - Spezifika NCPeH-Fachdienst - Duration (Rohdatenerfassung v.02)
Der NCPeH-Fachdienst MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. des Feldes "duration_in_ms" die folgende Festlegung bei der Angabe von Bearbeitungszeiten berücksichtigen:
Die Messung beginnt mit der vollständigen Annahme der Aufrufnachricht an der annehmenden Schnittstelle des Produkttyps und endet mit dem ersten Bit der Antwortnachricht an den Empfänger. [<=]
A_23013 - Performance - Rohdaten - Spezifika NCPeH-Fachdienst - Status (Rohdatenerfassung v.02)
Wenn bei der Durchführung des Usecase ein Fehler aufgetreten ist, MUSS der NCPeH-Fachdienst - bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. des "status"-Feldes - den Statuscode gemäß Kapitel 6.4 "eHealth DSI Error Codes" [NCPeH Components Specifications], Table 2-4 festlegen, sofern ein spezifischer Fehlercode bestimmt werden kann. Ist dies nicht möglich MUSS der definierte Standardcode für interne bzw. externe Fehler verwendet werden und das Feld "eCode" im message-Block mit der Fehleridentifikation befüllt werden. [<=]
A_23118 - Performance - Rohdaten - Spezifika NCPeH-Fachdienst - Message (Rohdatenerfassung v.02)
Der NCPeH-Fachdienst MUSS bei Rohdaten-Performance-Berichten bzgl. des Feldes "message" folgende spezifischen Festlegungen hinsichtlich des Formates und der Inhalte berücksichtigen.
{ "reqc": "$ReqC", "eCode": "$errorCode" }
Das vorliegende Kapitel erfasst die Leistungsanforderungen aus den Anwendungen der TI im Wirkbetrieb:
Die Leistungsanforderungen werden hier der Reihe nach für die drei Performance-Dimensionen Last, Bearbeitungszeit und Verfügbarkeit aufgeführt.
Ausgangspunkt für die Modellierung von Spitzenlasten auf Ebene der Anwendungsfälle ist ein Mengengerüst der Leistungserbringer in Praxen und Krankenhäuser sowie den gesetzlich Krankenversicherten und ihren Behandlungsfällen. Spitzenlasten für die Anwendungsfallnutzung berechnet das Lastmodell als Produkt aus Mengengröße und einem Proportionalitätsfaktor, welcher das bekannte und erwartete Benutzerverhalten widerspiegelt.
Der Ansatz über die Proportionalitätsfaktoren erlaubt es, die Spitzenlasten an den jeweiligen Kontext anzupassen: für eine Praxis, für ein Krankenhaus einer bestimmten Größe oder für die TI insgesamt im Produktivbetrieb.
Im Folgenden wird das Mengengerüst für den Produktivbetrieb aufgestellt, welches alle gesetzlich Krankenversicherte bedient.
Da letztlich die Leistungen des Gesundheitswesens für die Krankenversicherten erbracht werden, ist die Zahl des Versicherten die zentrale Mengengröße, mit der alle Mengenangaben skalieren. D. h. alle Lastangaben die sich im Folgenden auf alle 70 Mio. Versicherten beziehen, können auf kleinere Mengen heruntergerechnet werden – etwa pro 1 Mio. Versicherten, indem Lastangaben durch 70 geteilt werden.
Die Tabelle "Tab_Mengengerüst: Versicherte und Leistungserbringer" gibt die Zahl der Versicherten, der niedergelassenen Leistungserbringer und der Krankenhäuser an. Es folgt eine Größenklassifizierung der Praxen in Tabelle "Tab_Mengengerüst: Lokationen" sowie der Krankenhäuser in Tabelle "Tab_Mengengerüst: Krankenhäuser". Die Tabelle "Tab_Mengengerüst: Annahmen für Modellierung" trifft Annahmen zur Modellierung.
Da die Lastbetrachtung große Unwägbarkeiten bzgl. des Benutzerverhaltens enthält, ist eine Signifikanz von 1-2 Stellen in den Zahlen des Mengengerüsts ausreichend. Die Zahlen sind daher entsprechend gerundet und beim Bezugszeitpunkt der Größen wird eine entsprechende Ungenauigkeit zugelassen.
Tabelle 21: Tab_Mengengerüst: Versicherte und Leistungserbringer
ID
|
Größe
|
Anzahl
|
Quelle
|
---|---|---|---|
M1
|
Gesetzlich Krankenversicherte der Bundesrepublik Deutschland 2008 |
70.000.000
|
[GBE_Bund]
|
M2
|
Ärzte |
138.500
|
[KBV2010]
|
M3
|
Zahnärzte, die an der vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmen |
54.200
|
[KZBV2010]
|
M4
|
Psychotherapeuten |
17.300
|
[KBV2010]
|
M27
|
Apotheker, Apothekerassistenten und Pharmazieingenieure |
56.600
|
[ABDA2018]
|
M5
|
Leistungserbringer (LE) |
266.600
|
M2 + M3 + M4 + M27
|
Tabelle 22: Tab_Mengengerüst: Lokationen
ID |
Größe |
Anzahl |
Quelle |
---|---|---|---|
M6
|
Einzelpraxen Ärzte |
67.000
|
[KBVPraxen2010]
|
M7
|
Gemeinschaftspraxen Ärzte |
20.000
|
[KBVPraxen2010]
|
M8
|
Medizinische Versorgungszentren (MVZ) |
1.700
|
[KBVPraxen2010]
|
M9
|
Einzelpraxen Zahnärzte |
36.500
|
[KZBV2010]
|
M10
|
Mehrfachpraxen Zahnärzte |
8.400
|
[KZBV2010]
|
M11
|
Praxen Psychotherapeuten |
17.300
|
Annahme: M4
|
M12
|
Krankenhäuser |
2.000
|
[DKG2010]
|
M13
|
Lokationen (Praxen und KH) |
152.900
|
M6 + M7 + M8 + M9 + M10 + M11 + M12
|
M25
|
Apotheken (inkl Filialapotheken) |
20.249
|
[ABDA2016]
|
M26
|
Lokationen (Praxen, KH, Apotheken) |
173.149
|
M13 + M25
|
M28
|
Gesetzliche Krankenkassen |
109
|
[GKVKassen2019]
|
Tabelle 23: Tab_Mengengerüst: Krankenhäuser (Quelle: [DKG2010])
Krankenhäuser nach Größenklassen
|
||||||
---|---|---|---|---|---|---|
ID
|
Größenklasse
|
KH
|
Ärzte
pro KH |
ltd. Ärzte
+ Oberärzte pro KH |
Fälle pro
Tag u. KH ambulant |
Fälle pro
Tag u. KH stationär |
M14
|
unter 100 Betten |
646
|
8
|
3
|
5
|
5
|
M15
|
100 bis 199 Betten |
468
|
30
|
11
|
19
|
19
|
M16
|
200 bis 299 Betten |
302
|
57
|
19
|
65
|
32
|
M17
|
300 bis 399 Betten |
204
|
85
|
29
|
95
|
47
|
M18
|
400 bis 599 Betten |
224
|
135
|
45
|
137
|
69
|
M19
|
600 bis 799 Betten |
69
|
211
|
65
|
288
|
96
|
M20
|
800 und mehr Betten |
90
|
559
|
149
|
537
|
179
|
Tabelle 24: Tab_Mengengerüst: Klassen der Leistungserbringer(LE)-Umgebungen
Klasse der Leistungserbringer- umgebung (LE-Ux) |
Großer Repräsentant in der Klasse der LE-Umgebung |
|||||
---|---|---|---|---|---|---|
Beschreibung
|
Ärzte
|
ltd. Ärzte
+ Oberärzte |
Fälle pro Tag
|
|||
ambulant
|
stationär
|
|||||
1
|
Praxis, Gemeinschaftspraxen, MVZ, KH "bis 199 Betten" |
Ø KH (144 Betten) "100 bis 199 Betten" |
30
|
11
|
19
|
19
|
2
|
KH "200 bis 599" Betten |
Ø KH (482 Betten) "400 bis 599 Betten" |
135
|
45
|
137
|
69
|
3
|
großes KH KH "600 bis 1599 Betten" |
Ø KH (1219 Betten) "800 Betten und mehr" |
559
|
149
|
537
|
179
|
4
|
sehr großes KH KH "1600 Betten und mehr" |
3000 Betten |
1.398
|
373
|
1.343
|
448
|
Tabelle "Tab_Mengengerüst: Klassen der Leistungserbringer(LE)-Umgebungen" nimmt eine grobe Klassifizierung sämtlicher Leistungserbringerumgebungen in vier Größenklassen vor. Klasse LE-U1 beinhaltet Praxen, Gemeinschaftspraxen, medizinische Versorgungszentren und Krankenhäuser bis 199 Betten3. Klasse LE-U2 umfasst Krankenhäuser bis 599 Betten. Klasse LE-U3 umfasst große Krankenhäuser. Klasse LE-U4 umfasst sehr große Krankenhäuser. Im Hinblick auf Lastanforderungen ist für jede Klasse ein besonders großer Repräsentant ausgewählt. Der Repräsentant der Klasse 4 wurde so groß gewählt, dass er mit Sicherheit größer als die größten existierenden Krankenhäuser ist.
3) Perspektivisch kann es in späteren Ausrollstufen entsprechend des Lastaufkommens für weitere Anwendungsfälle notwendig werden, die Klasse weiter zu unterteilen. Neben dem Klassenrepräsentanten eines "100 bis 199 Betten"-Krankenhaus wird zusätzlich als Praxisrepräsentant eine Praxis für 1000 Versicherte berücksichtigt. Die jeweils pro Anwendungsfall höheren Spitzenlasten dieser beiden Repräsentanten sind für die Anforderungen maßgeblich.
Tabelle 25: Tab_Mengengerüst: Annahmen für Modellierung
ID |
Größe
|
Wert |
Quelle |
---|---|---|---|
M21
|
Anzahl Konnektoren |
173.149
|
Annahme: M26
|
M22
|
Dauer Modellarbeitstag Praxis |
8 h
|
Festlegung
|
M23
|
Dauer Modellarbeitstag Krankenhaus |
16 h
|
Festlegung
|
M29 |
Dauer Modellarbeitstag Apotheke | 10 h |
Festlegung |
M24
|
KOM-LE-Teilnehmer |
210.109
|
Annahme: M2 + M3 + M4
+ M28
|
Das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) umfasst fünf performance-relevante Anwendungsfälle (siehe [gemKPT_Perf_VSDM]), die eine Kombination der folgenden drei Aktivitäten gemäß Tabelle "Tab_VSDM Anwendungsfälle" sind:
Tabelle 26: Tab_VSDM Anwendungsfälle
VSDM Anwendungsfälle |
Prüfung Aktualität |
Aktualisierung |
Lesen VSD
|
---|---|---|---|
Lesen VSD mit Online-Prüfung mit Aktualisierung der VSD |
x
|
x
|
x
|
Lesen VSD mit Online-Prüfung ohne Aktualisierung der VSD |
x
|
|
x
|
Lesen VSD ohne Online-Prüfung |
|
|
x
|
Automatische Online-Prüfung mit Aktualisierung der VSD |
x
|
x
|
|
Automatische Online-Prüfung ohne Aktualisierung der VSD |
x
|
|
|
In der folgenden Lastbetrachtung wird vereinfachend davon ausgegangen, dass nur das Online-Szenario genutzt wird, das die Anwendungsfälle 1 und 2 umfasst. Zusätzlich wird angenommen, dass bei jedem „Lesen VSD“ auch eine Prüfung auf Aktualität erfolgt. Diese Vereinfachung in der Betrachtung ist zulässig, weil dadurch die Last allenfalls geringfügig überschätzt wird. Die daraus resultierenden Vorgaben für die Produkttypen sind dann hinreichend, um die die tatsächliche Last abzudecken. Im Lastmodell werden daher nur die ersten beiden Anwendungsfälle aus Tabelle "Tab_VSDM Anwendungsfälle" berücksichtigt.
Für KOM-LE als sicheres Übermittlungsverfahren (SÜV) werden folgende performance-relevante Anwendungsfälle (siehe [gemSysL_KOM-LE]) betrachtet:
Die Kommunikation zwischen KOM-LE-Clientmodul und KOM-LE-Fachdienst erfolgt über einen sicheren Kanal. Da ein einmal aufgebauter sicherer Kanal zum Senden und Empfangen mehrere Nachrichten verwendet werden kann, wird der Aufbau des sicheren Kanals im Folgenden als separater Anwendungsfall betrachtet.
Die eventuell notwendige Nachrichtenweiterleitung von dem KOM-LE-Fachdienst des Senders zum KOM-LE-Fachdienst des Empfängers findet asynchron sowohl zum Sende- als auch zum Abholprozess statt und wird daher separat behandelt.
Hinweis: In der Version KOM-LE 1.0 ist die Nachrichtengröße auf 25 MB begrenzt. Ab KOM-LE 1.5 ist es auch möglich E-Mail-Nachrichten mit Anhängen größer 25MB zu versenden bzw. zu empfangen. Der Mail-Body ohne Anhänge darf aber weiterhin die Größe von 25 MB nicht übersteigen und muss durch das KOM-LE-Clientmodul und den KOM-LE-Fachdienst verarbeitet werden.
Das Notfalldaten-Management (NFDM) umfasst folgende performance-relevanten Anwendungsfälle (siehe [gemSysL_NFDM]), die vom Primärsystem aufgerufen werden.
Notfalldaten (NFD) haben eine maximale Größe von 11,5 KB. Die Persönlichen Erklärungen (DPE) haben eine maximale Größe von 1,5 KB.
Das eMP/AMTS-Datenmanagement umfasst folgende performance-relevanten Anwendungsfälle (siehe [gemSysL_AMTS_A]), die vom Primärsystem aufgerufen werden.
Die auf der eGK gespeicherten eMP/AMTS-Daten haben auf der eGK eine maximale Größe von 13,56 KB. Im XML-Format haben sie eine Größe von etwa 30 KB.
Für die elektronische Patientenakte werden die sechs folgenden performance-relevanten Anwendungsfälle aus [gemSysL_ePA] betrachtet:
Es wird davon ausgegangen, dass beim Aufruf einer Fachoperation implizit der Aufbau einer Aktensession inkl. Login durch einen Leistungserbringer/Versicherten erfolgt. Ebenfalls wird angenommen, dass die Dokumentengröße zwischen 10 KB und 1 MB beträgt. Es wird erwartet, dass es sich bei den 10 KB Dokumenten um NFD/DPE- und eMP- Dokumente handelt. Arzt- und Entlassbriefe werden mit einer Dokumentengröße größer 100 KB geschätzt. Die Dokumentengröße weiterer medizinische Informationsobjekte ist nicht abschätzbar, überschreitet aber auch nicht 1 MB. Die maximale erlaubte Dokumentengröße beträgt 25 MB.
[verschoben in 3.x.1.1 Lastmodell IDP-Dienste]
Das Lastmodell verknüpft die zu erwartende Anfragerate je Anwendungsfall mit Mengengrößen aus dem Mengengerüst per Proportionalitätsfaktor und nennt die jeweils bearbeiteten Datenmengen.
Da hier Zahlen zu Annahmen über das Benutzerverhalten einfließen, die grundsätzlich nicht exakt vorhersagbar sind, wird mit Sicherheitsfaktoren gearbeitet (siehe „Spitzenlasterhöhung“ unten).
Lastmodell: Nutzung bestehender Anwendungen und Netze
Für die Nutzung bestehender Anwendungen und Netze liegt die Leistung der TI-Plattform auf Netzwerkebene. Tabelle "Tab_Lastmodell: Nutzung bestehender Anwendungen und Netze" gibt die Spitzenlast hierfür an.
Tabelle 27: Tab_Lastmodell: Nutzung bestehender Anwendungen und Netze
Spitzenlast in MBit/sec (jeweils down- und upload-Richtung) |
---|
150 |
Lastmodell: VSDM-Anwendungsfälle und die davon unabhängige Nutzung der Basisdienste
Für VSDM und die davon unabhängige Nutzung der Basisdienste QES, digitale Signatur und Verschlüsselung wird die Spitzenlast auf Ebene der Anwendungsfallaufrufe durch die folgenden vier Tabellen definiert.
Tabelle "Tab_Lastmodell VSDM-Anwendungsfälle für Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten in Praxen und MVZs" basiert auf den Zahlen der Lastmodellierung aus [gemSpec_Intermediär_VSDM]. In die angegebene Spitzenlast fließen die Zahl der Online-Prüfungen pro Quartal, die Anzahl der Versicherten und die Modellannahme einer Häufung der Online-Abfragen in der ersten Quartalswoche ein. Die angegebenen Datenmengen ergeben sich aus den pro Anwendungsfall summierten http-Nachrichtengrößen (d.h. http-body gemäß [gemSpec_Intermediär_VSDM] zuzüglich 200 Byte http-header).
Die Spalten „Spitzenlasterhöhung“ in den folgenden Tabellen geben an, um welchen Faktor die Spitzenlast pro Stunde gegenüber der Gleichverteilung der „Spitzenlast pro Tag“ über den Arbeitstag erhöht ist, wobei die Dauer des Arbeitstags ohne Beeinträchtigung der Allgemeinheit für die Modellbetrachtung in Tabelle "Tab_Mengengerüst: Annahmen für Modellierung" festgelegt wird. Für das Krankenhaus motiviert sich die Spitzenlasterhöhung beispielsweise bei den VSDM-Anwendungsfällen stationär dadurch, dass zwischen 9 und 14 Uhr etwa 70 % der Patienten aufgenommen werden. Um solche bekannten, aber auch unbekannte systematische Erhöhungen gegenüber der Gleichverteilung der „Spitzenlast pro Tag“ über den Arbeitstag abzudecken, ist je Anwendungsfall ein Faktor angegeben, der sich aus der Häufigkeit des Anwendungsfalles ergibt. Damit hat der Faktor zugleich die Qualität eines Sicherheitsfaktors.
Zur Erläuterung des Faktors „Spitzenlasterhöhung“ wird an Hand von Tabelle "Tab_Lastmodell VSDM-Anwendungsfälle für Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten in Praxen und MVZs" exemplarisch die Spitzenlast pro Tag für 1000 Versicherte für den Anwendungsfall „VSD Lesen mit Aktualisierungsprüfung ohne Update“ sowie die Spitzenlast pro Stunde berechnet, in die der „Spitzenlasterhöhungsfaktor“ einfließt:
Spitzenlast pro Tag = 0,10 * 1000 pro Tag = 100 pro Tag
Spitzenlast pro Stunde = 100 pro Tag / 8 Stunden pro Tag * 4 = 50 pro Stunde
Tabelle 28: Tab_Lastmodell VSDM-Anwendungsfälle für Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten in Praxen und MVZs
Anwendungsfall |
Datenmenge pro Nachricht in kByte |
Mengengröße x |
Spitzenlasten pro Tag |
Spitzenlast- erhöhungs- faktor |
---|---|---|---|---|
VSD Lesen mit Aktualisierungsprüfung ohne Update |
up: 0,7
down: 0,9 |
Anzahl
Versicherte |
0,10 * x
|
4
|
VSD Lesen mit Aktualisierungsprüfung mit Update |
up: 4,3
down: 21,7 |
Anzahl
Versicherte |
0,0025 * x
|
4
|
Bei der Verteilung der Spitzenlasten aus Tabelle "Tab_Lastmodell VSDM-Anwendungsfälle für Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten in Praxen und MVZs" auf die einzelnen Praxen und MVZs wird von einer Gleichverteilung der Versicherten auf alle Leistungserbringer und einer Verteilung der Leistungserbringer auf Praxen und MVZs gemäß Tabelle "Tab_Mengengerüst: Lokationen" ausgegangen.
Tabelle 29: Tab_Lastmodell der Basisdienste QES für Leistungserbringer (LE) Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten in Praxen und MVZs
Anwendungsfall |
Datenmenge pro Anwendungsfall in kByte |
Mengengröße x |
Spitzenlasten pro Tag |
Spitzenlast- erhöhungs- faktor |
|
---|---|---|---|---|---|
QES: Arztsignaturen erstellen (HBA) |
50
|
Anzahl LE
|
5 * x
|
2
|
|
100
|
25 * x
|
4
|
|||
25600
|
x
|
2
|
|||
QES: Arztsignaturen prüfen (HBA) |
50
|
5 * x
|
2
|
||
100
|
25 * x
|
4
|
|||
25600
|
x
|
2
|
|||
Digitale Signaturen erstellen (SMC-B) |
50
|
0,5 * x
|
2
|
||
100
|
11 * x
|
4
|
|||
25600
|
0,05 * x
|
2
|
|||
Digitale Signaturen prüfen (SMC-B) |
50
|
0,5 * x
|
2
|
||
100
|
11 * x
|
4
|
|||
25600
|
0,05 * x
|
2
|
|||
Daten verschlüsseln (SMC-B, HBA) |
50
|
0,5 * x
|
2
|
||
100
|
11 * x
|
4
|
|||
25600
|
0,05 * x
|
2
|
|||
Daten entschlüsseln (SMC-B, HBA) |
50
|
0,5 * x
|
2
|
||
100
|
11 * x
|
4
|
|||
25600
|
0,05 * x
|
2
|
|||
Authentisierung (SMC-B: C.HCI.AUT, HBA: C.HP.AUT) |
|
2 * x
|
4
|
Tabelle 30: Tab_Lastmodell der Basisdienste QES in Krankenhäuser mit stationären Fällen
Anwendungsfall
|
Datenmenge pro Anwendungs-fall in kByte |
Mengengröße x
|
Spitzenlasten pro Tag |
Spitzenlast- erhöhungs- faktor |
|
QES: Arztsignaturen erstellen (HBA) |
50
|
x: stationäre Fälle im KH pro Tag
|
0,5 * x
|
2
|
|
100
|
1,3 * x
|
4
|
|||
25600
|
0,06 * x
|
2
|
|||
QES: Arztsignaturen prüfen (HBA) |
50
|
0,5 * x
|
2
|
||
100
|
1,3 * x
|
4
|
|||
25600
|
0,06 * x
|
2
|
|||
Digitale Signaturen erstellen (SMC-B) |
50
|
0,04 * x
|
2
|
||
100
|
0,1 * x
|
4
|
|||
25600
|
0,005 * x
|
2
|
|||
Digitale Signaturen prüfen (SMC-B) |
50
|
0,04 * x
|
2
|
||
100
|
0,1 * x
|
4
|
|||
25600
|
0,005 * x
|
2
|
|||
Daten verschlüsseln (SMC-B, HBA) |
50
|
0,04 * x
|
2
|
||
100
|
0,1 * x
|
4
|
|||
25600
|
0,005 * x
|
2
|
|||
Daten entschlüsseln (SMC-B, HBA) |
50
|
0,04 * x
|
2
|
||
100
|
0,1 * x
|
4
|
|||
25600
|
0,005 * x
|
2
|
|||
Authentisierung (SMC-B: C.HCI.AUT, HBA: C.HP.AUT) |
|
0,1 * x
|
4
|
||
Die Mengengrößen in „Mengengröße x“ in Tabelle "Tab_Lastmodell der Basisdienste QES für Leistungserbringer (LE) Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten in Praxen und MVZs" und Tabelle "Tab_Lastmodell der Basisdienste QES in Krankenhäuser mit stationären Fällen" verknüpfen die Anfrageraten (Spitzenlasten) mit den Mengengrößen aus Tabelle "Tab_Mengengerüst: Versicherte und Leistungserbringer".
Tabelle 31: Tab_Lastmodell: Krankenhäuser (Quelle: [DKG2010])
Anwendungsfall |
Datenmenge pro Anwendungs- fall in kByte |
Mengengrößen x und y |
Spitzenlasten pro Tag |
Spitzenlast- erhöhungs- faktor |
---|---|---|---|---|
VSD Lesen mit Aktualisierungsprüfung ambulant (*) |
(*)
|
x =
stationäre Fälle pro Tag y = ambulante Fälle pro Tag |
1 * y
|
4
|
VSD Lesen mit Aktualisierungsprüfung stationär (*) |
(*)
|
1 * x
|
4
|
|
QES: Arztsignaturen erstellen (HBA) (**) |
100
|
3,25 * x + 0,25 y
|
4
|
|
QES: Arztsignaturen prüfen (HBA) |
100
|
0,5 * x + 0,25 * y
|
4
|
|
Digitale Signaturen erstellen (SMC-B) |
100
|
1,25 * x
|
4
|
|
Digitale Signaturen prüfen (SMC-B) |
100
|
1,25 * x
|
4
|
|
Daten verschlüsseln (SMC-B, HBA) |
100
|
1,25 * x
|
4
|
|
Daten entschlüsseln (SMC-B, HBA) |
100
|
1,25 * x
|
4
|
(*) Es sind zwei Situationen zu unterscheiden: In 2,5 % der Anwendungsfälle erfolgt ein Update und in 97,5 % der Anwendungsfälle erfolgt kein Update, wobei sich die prozentuale Aufteilung und die Nachrichtengrößen aus Tabelle "Tab_Lastmodell VSDM-Anwendungsfälle für Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten in Praxen und MVZs" ergeben.
(**) Bei der QES wird für die Stapelgrößen angenommen, dass 75 % der Anwendungsfälle Stapelgröße 1 und 25 % die Stapelgröße 2 haben.
Die Mengengrößen in „Mengengrößen x und y“ in Tabelle "Tab_Lastmodell: Krankenhäuser" verknüpfen die Anfrageraten (Spitzenlasten) mit den Mengengrößen aus Tabelle "Tab_Mengengerüst: Krankenhäuser" und Tabelle "Tab_Mengengerüst: Klassen der Leistungserbringer(LE)-Umgebungen".
Lastmodell: KOM-LE-Anwendungsfälle
Die erwartete Nutzungsrate der KOM-LE-Anwendungsfälle wird in Tabelle "Tab_Lastmodell KOM-LE-Anwendungsfälle für Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten in Praxen und MVZs" für Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten in Praxen und MVZs beschrieben sowie in Tabelle "Lastmodell: KOM-LE in Krankenhäusern" für die Ärzte in den Krankenhäusern. Die angegebenen Spitzenlasten skalieren jeweils mit Anzahl der KOM-LE-Teilnehmer oder der Zahl der stationären Fälle im KH pro Tag.
Zwei besondere Lastsituationen sind ergänzend zur Durchschnittsbetrachtung berücksichtigt:
Tabelle 32: Tab_Lastmodell KOM-LE-Anwendungsfälle für Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten in Praxen und MVZs
Anwendungsfall
|
Datenmenge pro Anwendungs- fall in KByte |
Mengen- größe x |
Spitzenlasten pro Tag
|
Spitzenlast- erhöhungs-faktor
|
|
Empfängerdaten ermitteln |
10
|
x: Anzahl KOM-LE Teilnehmer |
20 * x
|
2
|
|
Nachricht schützen und an KOM-LE-Fachdienst senden |
50
|
8 * x
|
2
|
||
100
|
20 * x
|
2
|
|||
25600
|
1 * x
|
1
|
|||
Nachricht vom KOM-LE Fachdienst holen und aufbereiten |
50
|
8 * x
|
2
|
||
100
|
20 * x
|
2
|
|||
25600
|
1 * x
|
1
|
|||
Aufbau sicherer Kanal vom Clientmodul zum Fachdienst |
|
68 * x
|
2
|
||
Teilnehmer pflegt seine Basisdaten |
|
0,004 * x
|
2
|
||
Nachrichtenweiterleitung zwischen KOM-LE-Fden |
50
|
8 * x
|
2
|
||
100
|
20 x *
|
2
|
|||
25600
|
2 * x
|
2
|
Tabelle 33: Tab_Lastmodell: KOM-LE in Krankenhäusern
Anwendungsfall |
Datenmenge pro Anwendungs-fall in KByte |
Mengen-größe x
|
Spitzenlasten pro Tag
|
Spitzenlast- erhöhungs-faktor
|
---|---|---|---|---|
Empfängerdaten ermitteln |
10
|
x: stationäre Fälle
im KH pro Tag |
2 * x
|
4
|
Nachricht schützen und an KOM-LE-Fachdienst senden |
50
|
0,8 * x
|
2
|
|
100
|
2 * x
|
4
|
||
25600
|
0,1 * x
|
2
|
||
Nachricht vom KOM-LE Fachdienst holen und aufbereiten |
50
|
0,8 * x
|
2
|
|
100
|
2 * x
|
4
|
||
25600
|
0,1 * x
|
2
|
||
Aufbau sicherer Kanal vom Clientmodul zum Fachdienst |
|
x: Anzahl KOM-LE-Fachdienste
* Anzahl KOM-LE-Client-Module |
2 * x
|
4
|
Nachrichtenweiterleitung zwischen KOM-LE-Fden |
50
|
x: Anzahl
KOM-LE Teilnehmer |
8 * x
|
1
|
100
|
20 * x
|
1
|
||
25600
|
1 * x
|
1
|
Annahme: KOM-LE-Teilnehmer in Krankenhausumgebung sind die in Tabelle "Tab_Mengengerüst: Krankenhäuser" und Tabelle "Tab_Mengengerüst: Klassen der Leistungserbringer(LE)-Umgebungen" aufgeführten „Ärzte“.
Die erwartete Nutzungsrate der KOM-LE-Anwendungsfälle für Nachrichten mit Anhängen größer 25 MB ist in Tabelle "Tab_Lastmodell: KOM-LE-Anwendungsfälle für große Nachrichten" dargestellt.
Tabelle 34: Tab_Lastmodell: KOM-LE-Anwendungsfälle für große Nachrichten
Anwendungsfall
|
Mengengröße x
|
Spitzenlasten pro Tag
|
Spitzenlast- erhöhungs-faktor
|
Abrechnungsdaten übermitteln |
x: Anzahl KOM-LE Teilnehmer |
1 * x
|
2
|
Abrechnungsdaten empfangen |
1 * x
|
2
|
|
Bilder oder andere Aufnahmen zur Diagnostik senden |
0,15 * x
|
2
|
|
Bilder oder andere Aufnahmen zur Diagnostik empfangen |
0,45 * x
|
2
|
|
Sonstige Große Anhänge in Mail senden |
0,25 * x
|
2
|
|
Sonstige Große Anhänge in Mail empfangen |
0,50 * x
|
2
|
|
Herausgabe von Patientendaten |
x: Anzahl d. Versicherten
|
0,12 * x
|
-
|
In der Lastbetrachtung wird davon ausgegangen, dass für den Anwendungsfall: "Bilder oder andere Aufnahmen zur Diagnostik empfangen" es je Sender 3 Empfänger gibt. Für den Anwendungsfall: "Sonstige Große Anhänge in Mail empfangen" wird angenommen, dass es je Sender 2 Empfänger gibt.
Lastmodell: NFDM-Anwendungsfälle
Die erwartete Nutzungsrate der NFDM-Anwendungsfälle wird in Tabelle "Tab_Lastmodell NFDM-Anwendungsfälle für Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten in Praxen und MVZs" für Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten in Praxen und MVZs beschrieben sowie inkludiert in Tabelle "Tab_Lastmodell: Krankenhäuser" für die Ärzte in den Krankenhäusern. Die angegebenen Spitzenlasten skalieren jeweils mit Anzahl der Ärzte oder der Zahl der ambulanten und stationären Fälle im KH pro Tag.
Dabei ergibt sich der Lastbeitrag für die Krankenhäuser zu Tabelle "Tab_Lastmodell: Krankenhäuser" wie folgt: Für das Prüfen der qualifizierten Arztsignatur wird für Prüfung der Signatur im Kontext Notfalldaten ein Faktor 0,25 (ambulant und stationär) und für Prüfung der Signatur beim Austausch von signierten Dokumenten zwischen den Krankenhäusern ein weiterer Faktor 0,25 (stationär) angesetzt.
Tabelle 35: Tab_Lastmodell NFDM-Anwendungsfälle für Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten in Praxen und MVZs
Titel |
Datenmenge pro Anwendungsfall in KByte |
Mengengrößen
|
Spitzenlast pro Tag |
Spitzenlast- erhöhungsfaktor |
---|---|---|---|---|
NFD signieren |
10,5
|
x: Anzahl LE
|
6,1 * x
|
1
|
NFD schreiben |
10,5
|
6,1 * x
|
1
|
|
NFD lesen |
10,5
|
3,3 * x
|
1
|
|
NFD löschen |
10,5
|
0,6 * x
|
1
|
|
DPE schreiben |
1,5
|
0,6 * x
|
1
|
|
DPE lesen |
1,5
|
0,4 * x
|
1
|
|
DPE löschen |
1,5
|
0,1 * x
|
1
|
Lastmodell: Für eMP/AMTS-Anwendungsfälle
Die erwartete Nutzungsrate der eMP/AMTS-Anwendungsfälle wird in Tabelle "Tab_Lastmodell eMP/AMTS-Anwendungsfälle in Praxen und Apotheken" für Praxen (Mengengröße M13) und Apotheken (Mengengröße M25) beschrieben. In einzelnen Apotheken müssen parallel an 10 Arbeitsplätzen für jeweils verschiedene eGKs die Vorgänge „eMP/AMTS-Daten von eGK lesen und dann schreiben“ ausgeführt werden können.
Tabelle 36: Tab_Lastmodell eMP/AMTS-Anwendungsfälle in Praxen und Apotheken
Titel
|
Datenmenge auf eGK [KB] |
Typ der LE-Umgebung |
durchschnittliche Aufrufanzahl pro Tag pro Lokation |
Spitzenlast-
erhöhungsfaktor |
---|---|---|---|---|
eMP/AMTS-Daten von eGK lesen |
13,6
|
Praxen
|
4
|
4
|
Apotheken
|
30
|
4
|
||
eMP/AMTS-Daten auf eGK schreiben |
13,6
|
Praxen
|
4
|
4
|
Apotheken
|
30
|
4
|
Hinweis: G(iga), M(ega), K(ilo) bezeichnet hier G=(1024)3, M=(1024)2 und K=(1024)1.
Lastmodell: Für ePA-Anwendungsfälle
Die Tabelle "Tab_Lastmodell ePA aus der LE-U für Praxen, Apotheken und Krankenhäuser" stellt eine Übersicht über die zu erwartenden Nutzungsraten für ePA dar.
Tabelle 37: Tab_Lastmodell ePA aus der LE-U für Praxen, Apotheken und Krankenhäuser
LEI
|
Mengengröße
|
Dokument- Typ |
Datenmenge [KB] |
Erwartete Anzahl an Anwendungsfälle pro Tag je LEI |
|
Praxis |
M6 + M7 + M8 + M9 + M10 + M11
|
eMP |
10
|
5
|
|
NFD/DPE |
10
|
1
|
|||
Arztbrief |
1000
|
5
|
|||
Sonstige |
1000
|
2
|
|||
Apotheke |
M25
|
eMP |
10
|
25
|
|
Krankenhaus |
M12
|
eMP |
10
|
10
|
|
NFD/DPE |
10
|
5
|
|||
Entlassbrief |
1000
|
(*)
|
|||
Sonstige |
1000
|
3
|
Die Mengengröße der ePA-Teilnehmer bezieht sich auf die Tabelle "Tab_Mengengerüst: Lokationen". Unter der erwarteten Anzahl an Anwendungsfällen pro Tag je LEI wird zum Beispiel das Einstellen eines Arztbriefes verstanden. In der Modellbetrachtung ist für die Anzahl der Anwendungsfälle pro Tag ein Sicherheitsfaktor von 2 mit eingerechnet.
In Praxen und Krankenhäusern wird erwartet, dass die verwendeten Dokumenttypen eMP, NFD/DPE, Arzt- und Entlassbriefe in ePA Anwendung finden. In den Apotheken wird davon ausgegangen, dass ausschließlich ePA-Anwendungsfälle mit dem Medikationsplan erfolgen.
Gemäß Kapitel 3.1.6 wird davon ausgegangen, dass die durchschnittliche Dokumentgröße der Dokumenttypen eMP und NFD/DPE 10 KB beträgt. Arzt- und Entlassbriefe werden mit einer durchschnittlichen Dokumentgröße von 1 MB angenommen.
(*) Die Anzahl der im Krankenhaus ausgestellten Entlassbriefe ist abhängig von der Anzahl der stationären Fälle pro Tag und somit von der Größe der Leistungserbringer-Umgebung (LE-U) gemäß Tabelle "Klassen der Leistungserbringer(LE)-Umgebungen".
Zusätzlich wird vermutet, dass jeder gesetzlich Versicherte (70 Mio.) einmal im Jahr bei seiner gesetzlichen Krankenkasse eine Versichertenauskunft (Auskünfte an Versicherte) beantragt.
In Tabelle "Tab_ePA-Anwendungsfälle je LE-U" wird die erwartete Anzahl an ePA-Anwendungsfälle pro Tag je Leistungserbringer-Umgebung dargestellt.
Tabelle 38: Tab_ePA-Anwendungsfälle je LE-U
ePA - Anwendungsfälle
|
|||||
Klasse der LE-Umgebung |
eMP-Fälle pro Tag |
NFD/DPE-Fälle pro Tag |
Arztbriefe pro Tag |
Entlass- briefe pro Tag |
Sonstige Dokumente pro Tag |
LE-U1 |
5
|
1
|
5
|
19
|
2
|
LE-U2 |
10
|
5
|
-
|
74
|
4
|
LE-U3 |
35
|
17
|
-
|
184
|
7
|
LE-U4 |
87
|
43
|
-
|
453
|
17
|
Es sind in LE-U1 fünf Arztbriefe und 19 Entlassbriefe mit eingerechnet, da LE-U1 gemäß Tabelle "Klassen der Leistungserbringer(LE)-Umgebungen" Praxen, Gemeinschaftspraxen, MVS und KH klassifiziert.
Die Anzahl der Entlassbriefe pro Tag für die LE-U2 – LE-U4 ergeben sich aus der Anzahl der stationären Fälle pro Tag addiert mit den fünf Arztbriefen aus LE-U1. Somit werden neben Entlassbriefen auch Arztbriefe in den jeweiligen LE-U mit berücksichtigt.
Die zu erwartete Nutzungsrate aus der Versicherten-Umgebung wird in Tabelle "Tab_Lastmodell ePA aus der Versicherten-Umgebung" dargestellt.
Tabelle 39: Tab_Lastmodell ePA aus der Versicherten-Umgebung
gesetzlich Versicherte |
Anzahl ePA Teilnehmer in %
|
Anzahl Versicherte
|
Anzahl Dokumente pro Jahr je Versicherter
|
70 Mio.
|
50
|
35 Mio.
|
17
|
Hierbei wird davon ausgegangen, dass im Maximalausbau etwa 35 Mio. gesetztlich Krankenversicherte die Fachanwendung ePA von der Versicherten-Umgebung nutzen werden. Es wird je Versicherter eine Anzahl von 17 Dokumenten pro Jahr erwartet.
Es wird geschätzt, dass je Akte pro Versicherter ein Speicherbedarf von a. 300 MB pro Jahr notwendig ist.
Betrieblicher Anwendungsfall: Update des Konnektors bzw. der Kartenterminals
Beim Ausrollen von Software auf Konnektor und Kartenterminals müssen durch Download vom Konfigurationsdienst Softwarepakete auf die Konnektoren verteilt werden. Tabelle "Tab_Mengenrahmen „Update Konnektor und Kartenterminals“" listet die Annahmen, die für den Mengenrahmen dieses betrieblichen Anwendungsfalls getroffen werden.
Tabelle 40: Tab_Mengenrahmen „Update Konnektor und Kartenterminals“
Größe
|
Wert |
Quelle
|
---|---|---|
Zeitraum, in dem ein Softwarepaket vom Konfigurationsdienst über den Download-Weg an sämtliche Konnektoren verteilt werden können muss. |
5 * 24 h
|
Betriebliche Anforderung |
maximale Größe eines Softwarepakets |
1500 Mbyte
|
Konnektorhersteller |
Der anwendungsfallübergreifende Bedarf für die Bearbeitungszeiten an den Außenschnittstellen der TI-Plattform wurde für den Erwartungswert pro Schnittstellenoperation abgestimmt.
Die Abstimmung erfolgte zweistufig, um Machbarkeit/Wirtschaftlichkeit und Bedarf in Einklang zu bringen. Im ersten Schritt wurden per Expertenschätzung die Leistungswerte für eine wirtschaftlich günstige Lösung bestimmt. Im zweiten Schritt wurde geprüft, ob mit diesen Leistungswerten der Bedarf der Fachanwendungen erfüllt werden kann.
Für den Produkttyp Konnektor kommen Bearbeitungszeiten durch das Fachmodul hinzu [gemSpec_FM_VSDM].
Für die Transportnetzanbindung über den Konnektor an Zentrale Dienste der TI-Plattform und Fachanwendungsspezifische Dienste setzt das Performance-Modell typische Bandbreiten an, die dann in Anforderungen zu Bearbeitungszeiten einfließen: Für Praxen einen asymmetrischen Zugang von 1024 kbit/sec in Download-Richtung und 128 kbit/sec in Upload-Richtung (mit Round-Trip-Time von 50 msec) für Krankenhäuser einen symmetrischen Zugang von 2048 kbit/sec in Upload- und Download-Richtung (mit Round-Trip-Time von 40 msec).
Für KOM-LE müssen unter den oben genannten Rahmenbedingungen die Mittelwerte der Bearbeitungszeiten pro Anwendungsfall kleiner oder gleich den in Tabelle "Tab_Bearbeitungszeitvorgaben KOM-LE je Anwendungsfall" angegebenen Mittelwerten sein.
Tabelle 41: Tab_Bearbeitungszeitvorgaben KOM-LE je Anwendungsfall
Anwendungsfall |
Datenmenge [KB] |
Mittelwert
[sec] |
---|---|---|
Empfängerdaten ermitteln |
1
|
1,2
|
Nachricht schützen und an KOM-LE-Fachdienst senden |
100
|
12,5
|
25.600
|
260
|
|
Nachricht vom KOM-LE Fachdienst holen und aufbereiten |
100
|
4,7
|
25.600
|
38,5
|
|
Aufbau sicherer Kanal vom Clientmodul zum Fachdienst |
(*)
|
3,9
|
Nachrichtenweiterleitung zwischen KOM-LE-Fachdiensten |
(*)
|
(**)
|
(*) nicht relevant für die Bearbeitungszeit
(**) Nachrichten müssen spätestens 10 Minuten nach dem erfolgreichen Versenden zum Abruf für den Empfänger bereitstehen.
Für NFDM müssen im stationären Einsatz unter den oben genannten Rahmenbedingungen die Mittelwerte der Bearbeitungszeiten pro Anwendungsfall kleiner oder gleich den in Tabelle "Tab_Bearbeitungszeitvorgaben NFDM je Anwendungsfall" angegebenen Mittelwertschranken sein.
Tabelle 42: Tab_Bearbeitungszeitvorgaben NFDM je Anwendungsfall
Anwendungsfall |
Datenmenge [KB] |
Mittelwert [sec] |
---|---|---|
NFD signieren (QES) |
10,5
|
1,8
|
NFD schreiben |
10,5
|
5,8
|
NFD lesen |
10,5
|
7,3
|
NFD löschen |
10,5
|
4,8
|
DPE schreiben |
1,5
|
4,6
|
DPE lesen |
1,5
|
4,3
|
DPE löschen |
1,5
|
4,3
|
Für die Einsätze im mobilen Bereich sollen diese Vorgaben ebenfalls erreicht werden. Priorität hat der Anwendungsfall „NFD lesen“.
Für eMP/AMTS müssen unter den oben genannten Rahmenbedingungen die Mittelwerte der Bearbeitungszeiten pro Anwendungsfall kleiner oder gleich den in Tabelle "Tab_Bearbeitungszeitvorgaben eMP/AMTS je Anwendungsfall" angegebenen Mittelwertschranken sein.
Tabelle 43: Tab_Bearbeitungszeitvorgaben eMP/AMTS je Anwendungsfall
Anwendungsfall
|
Datenmenge [KB] |
Mittelwert
[sec] |
---|---|---|
eMP/AMTS-Daten von eGK lesen |
13,56
|
5,3
|
eMP/AMTS-Daten auf eGK schreiben |
13,56
|
6,7
|
Für ePA müssen unter den oben genannten Rahmenbedingungen der Mittelwerte der Bearbeitungszeit pro Anwendungsfall kleiner oder gleich den in Tabelle "Tab_ePA Bearbeitungszeitvorgaben je Anwendungsfall" angegebenen Mittelwertschranken sein.
Es werden nur die Anwendungsfälle betrachtet, die häufig in der LE-Umgebung Anwendung finden.
Tabelle 44: Tab_ePA Bearbeitungszeitvorgaben je Anwendungsfall
Anwendungsfall
|
Datenmenge [KB] |
Mittelwert [sec] |
---|---|---|
Login des Versicherten in der LEI |
(*)
|
9,5
|
Dokument in der LEI suchen |
3
|
1,2
|
Dokument in der LEI löschen |
2
|
1,1
|
Dokument in der LEI anzeigen |
10
|
1,2
|
100
|
2,0
|
|
1000
|
10,5
|
|
25600 (**)
|
30,0
|
|
Dokument in der LEI einstellen |
10
|
1,8
|
100
|
8,3
|
|
1000
|
73,2
|
|
25600 (**)
|
240,0
|
(*) nicht relevant für die Bearbeitungszeit
(**) Für das Anzeigen und Einstellen von 25 MB-Dokumenten in der LEI-Umgebung wird von einer Transportanbindung von 16 Mbit/s in Download-Richtung und 1024 Kbit/s in Upload-Richtung ausgegangen.
Es wird bei den Anwendungsfällen "Dokument in der LEI suchen, löschen, anzeigen und einstellen" davon ausgegangen, dass ein Login bereits durchgeführt wurde. Sofern kein Login durchgeführt wurde, muss die Bearbeitungszeit für die Durchführung eines Logins mit berücksichtigt werden.
[verschoben in 3.x.1.2 Bearbeitungszeiten IDP-Dienste]
Die zu fordernde Verfügbarkeit richtet sich am Bedarf der Anwendungsfälle aus. Der höchste Bedarf entsteht in großen Krankenhäusern. Prinzipiell begrenzendes Element für die Verfügbarkeit ist das Transportnetz. Einzelne Krankenhäuser können sich für das obere Ende der am Markt erhältlichen Verfügbarkeit entscheiden, die mit 99,5 % angenommen wird. Es wird weiter angenommen, dass diese großen Krankenhäuser in der Lage sind, die Verfügbarkeit für Clientsystem und Konnektor mit Kartenterminals auf jeweils 99,9 % zu halten. Ist die Verfügbarkeit des Backend etwa genau so groß wie der für große Krankenhauseinrichtungen mögliche Beitrag von 99,3 %, dann wird ein ausgewogener Wert erreicht.
Tabelle "Tab_Erzielbare Anwendungsfallverfügbarkeit für ein Krankenhaus" zeigt die so für den Anwendungsfall „VSD Lesen mit Aktualisierungsprüfung ohne Update“ erzielbare Gesamtverfügbarkeit von 98,5 %, die einer Ausfallzeit pro Monat von kleiner 7 Stunden entspricht. Sie ist notwendig und tragbar.
Tabelle 45: Tab_Erzielbare Anwendungsfallverfügbarkeit für ein Krankenhaus
Anwendungsfall bzw. Produkttyp
|
Verfügbarkeit
|
Ausfallzeiten pro Monat in Stunden
|
|
VSD Lesen mit Aktualisierungsprüfung ohne Update |
98,5%
|
< 7
|
|
|
Clientsystem |
99,9%
|
< 0,5
|
|
Konnektor und eHealth-Kartenterminal |
99,9%
|
< 0,5
|
|
Transportnetz |
99,5%
|
< 2,5
|
|
Zentrale TI-Plattform: VPN-Zugangsdienst |
99,9%
|
< 0,5
|
|
Zentrale TI-Plattform: OCSP-Responder |
99,9%
|
< 0,5
|
|
Zentrale TI-Plattform: Zentrales Netz TI |
99,9%
|
< 0,5
|
|
Zentrale TI-Plattform: Namensdienst |
99,9%
|
< 0,5
|
|
VSDM Intermediär |
99,8%
|
< 1
|
|
Fachdienst VSDM (UFS) |
99,8%
|
< 1
|
Für die Produkttypen der dezentralen Zone wird erwartet, dass sie selten ausfallen und in diesen seltenen Fällen rasch austauschbar sind. So wird erwartet [DKG2010], dass ein Konnektor, der im Krankenhaus eingesetzt wird, innerhalb von 15 Minuten ausgetauscht werden kann.
Die Tabelle "Tab_Erzielbare Anwendungsfallverfügbarkeit für ein Krankenhaus im Kontext von E-Rezept" zeigt beispielhaft für den Anwendungsfall „E-Rezept einstellen“ eine erzielbare Gesamtverfügbarkeit von 99,90 %, die einer Ausfallzeit pro Monat von kleiner 7 Minuten entspricht.
Tabelle 46: Tab_Erzielbare Anwendungsfallverfügbarkeit für ein Krankenhaus im Kontext von E-Rezept
Anwendungsfall bzw. Produkttyp
|
Verfügbarkeit
|
Ausfallzeiten pro Monat in Minuten
|
|
E-Rezept einstellen |
99,90%
|
< 7
|
|
|
Clientsystem |
99,99%
|
< 1
|
|
Konnektor und eHealth-Kartenterminal |
99,99%
|
< 1
|
|
Transportnetz |
99,98%
|
< 1
|
|
Zentrale TI-Plattform: VPN-Zugangsdienst |
99,99%
|
< 1
|
|
Zentrale TI-Plattform: OCSP-Responder |
99,99%
|
< 1
|
|
Zentrale TI-Plattform: Zentrales Netz TI |
99,99%
|
< 1
|
|
Zentrale TI-Plattform: Namensdienst |
99,99%
|
< 1
|
|
E-Rezept-Fachdienst |
99,99%
|
< 1
|
|
IdP |
99,99%
|
< 1
|
Das vorliegende Kapitel definiert die Leistungsanforderungen bzgl. der drei Performance-Dimensionen Durchsatz, Bearbeitungszeit und Verfügbarkeit für Produkttypen der TI. Die Anforderungen ergeben sich aus den in Kapitel 3 formulierten Bedarfen.
Grundlagen für die Performance-Vorgaben sind
4) Im Rahmen der Produkttypspezifikationen werden die konzeptionellen Schnittstellen aus [gemKPT_Arch_TIP] durch technische Schnittstellen umgesetzt. Die Zuordnung der technischen auf die konzeptionellen Schnittstellen erfolgt in den Produkttypspezifikationen.
Tabelle 47: Tab_Caching-Dauer
ID |
Größe |
Dauer
|
Quelle |
---|---|---|---|
C1
|
OCSP-Caching-Dauer (non QES) |
12 h
|
Annahme
|
C2
|
OCSP-Caching-Dauer (QES) |
6 h
|
Annahme
|
C3
|
DNS-Caching-Dauer (Dienstlokalisierung und Namensauslösung) |
12 h
|
Annahme
|
Alle Spitzenlastvorgaben beziehen sich auf den Produktivbetrieb mit 70 Mio. Versicherten.
Die Spitzenlastvorgaben für einen Produkttypen beziehen sich, soweit nicht explizit anders angegeben, auf alle Produktinstanzen des Produkttypen in Summe.
Bearbeitungszeitvorgaben unter Last
Aus Bedarfssicht sollen alle Produkttypen die Vorgaben für Bearbeitungszeiten unabhängig von den Vorgaben für ihr Lastverhalten erfüllen. D.h. dass die Bearbeitungszeitvorgaben letztlich unter Volllast erfüllt werden sollen.
Um die Überprüfbarkeit der Anforderungen beherrschbar zu halten, wird dieser Zusammenhang systematisch betrachtet und unter Beachtung der Bedarfssicht vereinfacht. Abbildung 5 unterscheidet hierzu vier Typen von Anforderungen danach, wie sehr die Anforderungen bzgl. Bearbeitungszeit und Lastverhalten ineinandergreifen.
Abbildung 5: Quadranten der Kombination aus Bearbeitungszeit- und Lastanforderungen
Im einfachsten Fall (Quadrant 1) werden keine Anforderungen an Bearbeitungszeit und Lastverhalten gestellt, weil kein besonderer Überprüfungsbedarf jenseits funktionaler Tests besteht, etwa für Administrationsfunktionen, die weder mit einer nennenswerten Last ausgeführt werden noch notwendigerweise Bearbeitungszeitvorgaben einhalten müssen.
Im Quadrant 2 sind Anforderungen gruppiert, die dafür sorgen, dass die Produkttypen den benötigten Durchsatz (z. B. [GS-A_4161]) erreichen. Das betrifft ausschließlich Produkttypen der zentralen Zone der TI-Plattform.
Im Quadrant 3 sind Anforderungen gruppiert, die für jede Schnittstellen-Operation eines Produkttypen die lastfreie Einhaltung der Bearbeitungszeitvorgaben fordern (z. B. [GS-A_4346]).
Im Quadrant 4 sind schließlich Anforderungen gruppiert, welche die Einhaltung von Bearbeitungszeitvorgaben unter Last verlangen (z. B. [GS-A_4157], [GS-A_4159], [GS-A_4162] für Produkttypen der zentralen Zone der TI-Plattform).
An die Produkttypen der dezentralen Zone werden keine expliziten Verfügbarkeitsanforderungen gestellt5.
5) Ausnahme Konnektor für Krankenhäuser.
Performance-Anforderungen an die Smartcards im Gesundheitswesen werden im Rahmen der Kartenspezifikationen gestellt.
Der Produkttyp Konnektor muss alle Einsatzumgebungen von einer Arztpraxis bis zu großen Krankenhäusern abdecken. Diese unterteilt Tabelle "Tab_Mengengerüst: Klassen der Leistungserbringer(LE)-Umgebung" in vier Klassen von Leistungserbringerumgebungen (LE-U1, LE-U2, LE-U3, LE-U4). Über das Lastmodell aus Kapitel 3.1.8 erhält man je Leistungserbringerumgebung die für jede Schnittstellenoperation des Konnektors zu erwartende Spitzenlast.
Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor" listet je Schnittstellenoperation zu den Spitzenlastvorgaben die Vorgabenwerte für Bearbeitungszeiten. Die Bearbeitungszeiten beinhalten die an den Kartenterminals und Karten anfallenden Zeiten, was der Steuerungsverantwortung des Konnektors Rechnung trägt.
Die im Folgenden formulierten Anforderungen sind so angelegt, dass sie die Vorgabenwerte möglichst gut erfüllen, aber auch die Machbarkeitsgrenzen berücksichtigen, die etwa beim konkurrierenden Zugriff des Konnektors auf eine SMC-B bestehen.
Tabelle 48: Tab_gemSpec_Perf_Konnektor – Last- und Bearbeitungszeitvorgaben
Schnittstellenoperationen
|
Last |
Bearbeitungszeit |
||||
---|---|---|---|---|---|---|
L
E -U |
Spitzen-
lasten [1/h] |
Größe der Anfrage-nachricht
[kByte] |
Mittelwert
[msec] |
|||
Fachanwendung |
|
|
|
|
||
|
I_VSD_Service |
|||||
|
|
ReadVSD - mit Akt.-Prüfung, mit Update |
1
|
1
|
|
6130
|
|
|
2
|
1
|
|||
|
|
3
|
4
|
|||
|
|
4
|
11
|
|||
|
|
ReadVSD - mit Akt.-Prüfung, ohne Update |
1
|
50
|
|
3940
|
|
|
2
|
50
|
|
||
|
|
3
|
175
|
|
||
|
|
4
|
437
|
|
||
|
|
ReadVSD - ohne Akt.-Prüfung |
|
|
|
3820
|
|
|
UpdateVSD - automat. Akt.-Prüfung, mit Update |
|
|
|
5720
|
|
|
UpdateVSD - automat. Akt.-Prüfung, ohne Update |
|
|
|
3130
|
|
I_NFD_Management |
|||||
|
|
NFD von eGK lesen |
1
|
6
|
10,5
|
7260
|
|
|
2
|
28
|
|||
|
|
3
|
115
|
|||
|
|
4
|
286
|
|||
|
|
NFD auf eGK schreiben |
1
|
11
|
10,5
|
5780
|
|
|
2
|
51
|
|||
|
|
3
|
213
|
|||
|
|
4
|
533
|
|||
|
|
NFD von eGK löschen |
1
|
1
|
10,5
|
4800
|
|
|
2
|
5
|
|||
|
|
3
|
21
|
|||
|
|
4
|
53
|
|||
|
I_DPE_Management |
|||||
|
|
DPE von eGK lesen |
1
|
1
|
1,5
|
4300
|
|
|
2
|
3
|
|||
|
|
3
|
14
|
|||
|
|
4
|
36
|
|||
|
|
DPE auf eGK schreiben |
1
|
1
|
1,5
|
4590
|
|
|
2
|
5
|
|||
|
|
3
|
20
|
|||
|
|
4
|
51
|
|||
|
|
DPE von eGK löschen |
1
|
0,1
|
1,5
|
4260
|
|
|
2
|
0,5
|
|||
|
|
3
|
2
|
|||
|
|
4
|
5
|
|||
|
I_IDP_Auth_Active_Client |
|||||
|
|
issue_Identity_Assertion |
|
|
5
|
2500
|
|
|
renew_Identity_Assertion |
|
|
20
|
2500
|
|
|
cancel_Identity_Assertion |
|
|
20
|
500
|
|
I_IDP_Auth_Passive_Client |
|||||
|
|
signin |
|
|
2
|
3500
|
|
|
signout |
|
|
1
|
500
|
|
I_Local_IDP_Service |
|||||
|
|
sign_Token |
|
|
5
|
2500
|
|
I_AMTS_Service |
|||||
|
|
ReadMP |
|
|
30
|
5268
|
|
|
WriteMP (mit C2C) |
|
|
30
|
6625
|
|
|
WriteMP (ohne C2C) |
|
|
30
|
4020
|
Basisdienste |
|
|
|
|
||
|
I_Sign_Operations |
|||||
|
|
sign_Document |
|
|
10
|
1010
|
|
|
1
|
217
|
100
|
1030
|
|
|
|
2
|
258
|
|||
|
|
3
|
351
|
|||
|
|
4
|
575
|
|||
|
|
|
|
1000
|
1440
|
|
|
|
sign_Document (XAdES, XML_25MB, enveloped) |
|
13
|
25000
|
10500
|
|
|
sign_Document (CAdES, TIFF_25MB, detached) |
|
25000
|
7300
|
|
|
|
sign_Document (PAdES, PDFA_2b_25MB) |
|
25000
|
7300
|
|
|
|
verify_Document |
|
|
10
|
1570
|
|
|
1
|
217
|
100
|
1600
|
|
|
|
2
|
258
|
|||
|
|
3
|
351
|
|||
|
|
4
|
575
|
|||
|
|
|
|
1000
|
1930
|
|
|
|
verify_Document (XAdES, XML_25MB, enveloped, IncludeRevocationInfo=false) |
|
13
|
25000
|
9000
|
|
|
verify_Document (CAdES, TIFF_25MB, IncludeRevocationInfo=false) |
|
25000
|
9000
|
|
|
|
verify_Document (PAdES, PDFA_2b_25MB, IncludeRevocationInfo=false) |
|
25000
|
10600
|
|
|
|
external_Authenticate |
|
|
|
885
|
|
|
get_Certificate |
|
|
|
220
|
|
I_SAK_Operations |
|||||
|
|
sign_Document_QES (Stapelgröße 1) |
|
|
10
|
3540
|
|
|
1
|
17
|
100
|
3790
|
|
|
|
2
|
65
|
|||
|
|
3
|
177
|
|||
|
|
4
|
442
|
|||
|
|
|
|
1000
|
4070
|
|
|
|
sign_Document_QES (XAdES, XML_25MB, enveloped) |
|
|
25000
|
12810
|
|
|
sign_Document_QES (CAdES, TIFF_25MB, detached) |
|
|
25000
|
9610
|
|
|
sign_Document_QES (PAdES, PDFA_2b_25MB) |
|
|
25000
|
9610
|
|
|
sign_Document_QES (Stapelgröße 2, 2 * 100 kB Dokumente) |
1
|
3
|
200
|
8870
|
|
|
2
|
11
|
|||
|
|
3
|
30
|
|||
|
|
4
|
74
|
|||
|
|
verify_Document_QES |
|
|
10
|
2580
|
|
|
1
|
10
|
100
|
2610
|
|
|
|
2
|
39
|
|||
|
|
3
|
113
|
|||
|
|
4
|
282
|
|||
|
|
|
|
1000
|
2940
|
|
|
|
verify_Document_QES (XAdES, XML_25MB, enveloped, IncludeRevocationInfo=false) |
|
|
25000
|
10010
|
|
|
verify_Document_QES (CAdES, TIFF_25MB, detached IncludeRevocationInfo=false) |
|
|
25000
|
10010
|
|
|
verify_Document_QES (PAdES, PDFA_2b_25MB, IncludeRevocationInfo=false) |
|
|
25000
|
11610
|
|
I_KV_Card_Unlocking |
|||||
|
|
authorize_Card (no Cache) |
|
|
|
2020
|
|
|
authorize_Card (Cache) |
|
|
|
1830
|
|
I_Crypt_Operations |
|||||
|
|
encrypt_Document |
|
|
10
|
1860
|
|
|
1
|
217
|
100
|
1880
|
|
|
|
2
|
258
|
|||
|
|
3
|
351
|
|||
|
|
4
|
575
|
|||
|
|
|
|
1000
|
2200
|
|
|
|
encrypt_Document (XMLEnc, TIFF_25MB, ein Empfänger) |
|
13
|
25000
|
10600
|
|
|
encrypt_Document (CMS, TIFF_25MB, ein Empfänger) |
|
25000
|
7800
|
|
|
|
decrypt_Document |
|
|
10
|
490
|
|
|
1
|
217
|
100
|
510
|
|
|
|
2
|
258
|
|||
|
|
3
|
351
|
|||
|
|
4
|
575
|
|||
|
|
|
|
1000
|
820
|
|
|
|
decrypt_Document (XMLEnc, TIFF_25MB) |
|
13
|
25000
|
8900
|
|
|
decrypt_Document (CMS, TIFF_25MB) |
|
25000
|
8900
|
|
|
I_Cert_Verification |
|||||
|
|
verifyCertificate |
|
|
|
1150
|
|
I_Directory_Query |
|||||
|
|
search_Directory (TI-Plattform Dezentral) |
1
|
200
|
|
2220 |
|
|
2
|
300
|
|||
|
|
3
|
500
|
|||
|
|
4
|
1000
|
Die Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor" führt alle Schnittstellen des Konnektors auf, an die Performance-Anforderungen gestellt werden. Zu allen aufgeführten Schnittstellen sind Vorgaben an die Schranke für „Mittelwert“ der Bearbeitungszeit angegeben. Wenn die Bearbeitungszeit abhängig von der „Größe der Anfragenachricht“ ist, ist die zugehörige Spalte gefüllt. Lastvorgaben beschränken sich auf typische Nachrichtengrößen. Bei den Lastvorgaben wird nach den Leistungserbringerumgebungen LE-U1, LE-U2, LE-U3, LE-U4 unterschieden.
Zunächst wird die Einhaltung der Bearbeitungszeitvorgaben ohne Last gefordert (vgl. Abbildung 5: Quadrant 3):
GS-A_4346 - Performance – Konnektor in LE-U1 – Bearbeitungszeit lastfrei
Jeder Konnektor, der für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U1 vorgesehen ist, MUSS die für diese Leistungserbringerumgebung in Tab_gemSpec_Perf_Konnektor vorgegebenen Schranken für Mittelwert der Bearbeitungszeit in 100 sequentiellen Einzelmessungen pro Schnittstellenoperation einhalten.
[<=]
GS-A_5096 - Performance – Konnektor in LE-U2 – Bearbeitungszeit lastfrei
Jeder Konnektor, der für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U2 vorgesehen ist, MUSS die für diese Leistungserbringerumgebung in Tab_gemSpec_Perf_Konnektor vorgegebenen Schranken für Mittelwert der Bearbeitungszeit in 100 sequentiellen Einzelmessungen pro Schnittstellenoperation einhalten.
[<=]
GS-A_5097 - Performance – Konnektor in LE-U3 – Bearbeitungszeit lastfrei
Jeder Konnektor, der für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U3 vorgesehen ist, MUSS die für diese Leistungserbringerumgebung in Tab_gemSpec_Perf_Konnektor vorgegebenen Schranken für Mittelwert der Bearbeitungszeit in 100 sequentiellen Einzelmessungen pro Schnittstellenoperation einhalten.
[<=]
GS-A_5098 - Performance – Konnektor in LE-U4 – Bearbeitungszeit lastfrei
Jeder Konnektor, der für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U4 vorgesehen ist, MUSS die für diese Leistungserbringerumgebung in Tab_gemSpec_Perf_Konnektor vorgegebenen Schranken für Mittelwert der Bearbeitungszeit in 100 sequentiellen Einzelmessungen pro Schnittstellenoperation einhalten.
[<=]
Im nächsten Schritt werden die Lastangaben aus Tab_gemSpec_Perf_Konnektor berücksichtigt und Anforderungen zur Bearbeitungszeit unter Last gestellt (vgl. Abbildung 5: Quadrant 4).
Dabei wird berücksichtigt, dass die Spitzenlasten der VSDM-Anwendungsfälle und die zu den Anwendungsfällen Signatur/Verschlüsselung gemäß Bedarfsvorgabe nicht zur gleichen Zeit auftreten.
GS-A_4150 - Performance – Konnektor in LE-U1 – Parallele Verarbeitung VSDM
Jeder Konnektor, der für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U1 vorgesehen ist, MUSS parallel eintreffende VSDM-Anfragen an der Schnittstelle I_VSD_Service funktional korrekt bearbeiten und die Antwortzeitvorgaben für diese Leistungserbringerumgebung gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor" einhalten, soweit diese durch den Konnektor zu verantworten sind.
Das Einhalten der Vorgabe wird durch die in Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Parallele_Verarbeitung_SMC-B" definierten Tests für die Konstellationen mit einer SMC-B überprüft.
[<=]
GS-A_5099 - Performance – Konnektor in LE-U2 – Parallele Verarbeitung VSDM
Jeder Konnektor, der für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U2 vorgesehen ist, MUSS parallel eintreffende VSDM-Anfragen an der Schnittstelle I_VSD_Service funktional korrekt bearbeiten und die Antwortzeitvorgaben für diese Leistungserbringerumgebung gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor" einhalten, soweit diese durch den Konnektor zu verantworten sind.
Das Einhalten der Vorgabe wird durch den in Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Parallele_Verarbeitung_SMC-B" definierten Test für die Konstellation mit einer SMC-B überprüft.
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GS-A_5100 - Performance – Konnektor in LE-U3 – Parallele Verarbeitung VSDM
Jeder Konnektor, der für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U3 vorgesehen ist, MUSS parallel eintreffende VSDM-Anfragen an der Schnittstelle I_VSD_Service funktional korrekt bearbeiten und die Antwortzeitvorgaben für diese Leistungserbringerumgebung gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor" einhalten, soweit diese durch den Konnektor zu verantworten sind.
Das Einhalten der Vorgabe wird durch die in Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Parallele_Verarbeitung_SMC-B" definierten Tests für die Konstellationen mit einer SMC-B und zwei SMC-Bs überprüft.
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GS-A_5101 - Performance – Konnektor in LE-U4 – Parallele Verarbeitung VSDM
Jeder Konnektor, der für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U4 vorgesehen ist, MUSS parallel eintreffende VSDM-Anfragen an der Schnittstelle I_VSD_Service funktional korrekt bearbeiten und die Antwortzeitvorgaben für diese Leistungserbringerumgebung gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor" einhalten, soweit diese durch den Konnektor zu verantworten sind.
Das Einhalten der Vorgabe wird durch die in Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Parallele_Verarbeitung_SMC-B" definierten Tests für die Konstellationen mit einer SMC-B und zwei SMC-Bs überprüft.
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Tabelle 49: Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Parallele_Verarbeitung_SMC-B
Konstellation |
Test
|
---|---|
eine SMC-B |
Der Konnektor muss eine Anzahl von n = 10 verschiedenen eGKs freischalten. Hierzu werden innerhalb von 1 sec n = 10 Anfragen „ReadVSD – mit Akt.-Prüfung, ohne Update“ gestartet. Die einzuhaltenden Vorgaben für die Bearbeitungszeiten sind: die schnellste Bearbeitungszeit < µ die langsamste Bearbeitungszeit < µ + (n - 1) * w die Summe der Bearbeitungszeiten < n * (µ + (n -1)/2 * w ) w = 1 sec ist die Bearbeitungszeit für den wegen der Konstellation rein sequentiell erfolgenden Freischaltungsprozess zwischen eGKs und einer SMC-B. n ist die Zahl der parallel gestarteten Anfragen. µ ist die Schranke für den Bearbeitungszeitmittelwert gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor". |
zwei SMC-Bs |
Der Konnektor muss in einer Konstellation mit zwei SMC-Bs eine Anzahl von n = 10 verschiedenen eGKs freischalten. Hierzu werden innerhalb von 1 sec n = 10 Anfragen „ReadVSD – mit Akt.-Prüfung, ohne Update“ gestartet. Die einzuhaltenden Vorgaben für die Bearbeitungszeiten sind: die schnellste Bearbeitungszeit < µ die Summe der Bearbeitungszeiten < n * µ + (p*(p-1) + q*(q-1)) / 2 * w mit p = (n – n mod 2)/2, q = (n + n mod 2)/2 w = 1 sec ist die Bearbeitungszeit für den wegen der Konstellation rein sequentiell erfolgenden Freischaltungsprozess zwischen eGKs und einer SMC-B. n ist die Zahl der parallel gestarteten Anfragen. µ ist die Schranke für den Bearbeitungszeitmittelwert gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor". |
Hinweis: Der in den Anforderungen GS-A_4150, GS-A_5099, GS-A_5100, GS-A_5101 dargestellte Test soll den konkurrierenden Zugriff auf die SMC-B als knappe Ressource testen. Da die Situation im Fall der vielfach schnelleren HSMs nicht besteht, richtet sich die Testvorschrift an Konnektoren mit SMC-Bs und nicht an Konnektoren mit HSM-Bs.
Für die parallele Verarbeitung der Operationsaufrufe an den Basisdienstschnittstellen wird folgendes gefordert:
GS-A_4151 - Performance – Konnektor in LE-U1 – Parallele Verarbeitung
Jeder Konnektor, der für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U1 vorgesehen ist, MUSS für eine reibungsfreie parallele Verarbeitung sämtlicher Operationsaufrufe an den Schnittstellen des Anwendungskonnektors sorgen, was wie folgt getestet wird: Für die in Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor" angegebenen Operationen mit Lastangabe wird für alle Operationen gemeinsam eine Testanfragenrate erzeugt, die eine den Lastangaben für diese Leistungserbringerumgebung entsprechende Zusammenstellung von Aufrufen repräsentiert. Die Aufrufe müssen innerhalb der Antwortzeitvorgaben korrekt bearbeitet werden.
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GS-A_5102 - Performance – Konnektor in LE-U2 – Parallele Verarbeitung
Jeder Konnektor, der für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U2 vorgesehen ist, MUSS für eine reibungsfreie parallele Verarbeitung sämtlicher Operationsaufrufe an den Schnittstellen des Anwendungskonnektors sorgen, was wie folgt getestet wird: Für die in Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor" angegebenen Operationen mit Lastangabe wird für alle Operationen gemeinsam eine Testanfragenrate erzeugt, die eine den Lastangaben für diese Leistungserbringerumgebung entsprechende Zusammenstellung von Aufrufen repräsentiert. Die Aufrufe müssen innerhalb der Antwortzeitvorgaben korrekt bearbeitet werden.
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GS-A_5103 - Performance – Konnektor in LE-U3 – Parallele Verarbeitung
Jeder Konnektor, der für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U3 vorgesehen ist, MUSS für eine reibungsfreie parallele Verarbeitung sämtlicher Operationsaufrufe an den Schnittstellen des Anwendungskonnektors sorgen, was wie folgt getestet wird: Für die in Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor" angegebenen Operationen mit Lastangabe wird für alle Operationen gemeinsam eine Testanfragenrate erzeugt, die eine den Lastangaben für diese Leistungs-erbringerumgebung entsprechende Zusammenstellung von Aufrufen repräsentiert. Die Aufrufe müssen innerhalb der Antwortzeitvorgaben korrekt bearbeitet werden.
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GS-A_5104 - Performance – Konnektor in LE-U4 – Parallele Verarbeitung
Jeder Konnektor, der für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U4 vorgesehen ist, MUSS für eine reibungsfreie parallele Verarbeitung sämtlicher Operationsaufrufe an den Schnittstellen des Anwendungskonnektors sorgen, was wie folgt getestet wird: Für die in Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor" angegebenen Operationen mit Lastangabe wird für alle Operationen gemeinsam eine Testanfragenrate erzeugt, die eine den Lastangaben für diese Leistungserbringerumgebung entsprechende Zusammenstellung von Aufrufen repräsentiert. Die Aufrufe müssen innerhalb der Antwortzeitvorgaben korrekt bearbeitet werden.
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Für die parallele Verarbeitung der Operationsaufrufe zur Tokenbasierten Authentisierung wird folgendes gefordert:
GS-A_5486 - Performance – Parallele Verarbeitung zur Tokenbasierten Authentisierung
Der Konnektor MUSS für eine reibungsfreie parallele Verarbeitung der Aufrufe der Operationen an den Schnittstellen I_IDP_Auth_Active_Client, I_IDP_Auth_Passive_Client und I_Local_IDP_Service sorgen, was wie folgt getestet wird: Es werden jeweils zwei Aufrufe zu I_IDP_Auth_Active_Client:issue_Identity_Assertion, ein Aufruf zu I_Local_IDP_Service:sign_Token gestartet. Die Messung der Bearbeitungszeiten ist 100 Mal auszuführen. Es sind die Bearbeitungszeitvorgaben aus Tab_gemSpec_Perf_Konnektor einzuhalten.
[<=]GS-A_5487 - Performance – Konnektor – Parallele Verarbeitung AMTS
Der Konnektor MUSS parallel eintreffende AMTS-Anfragen funktional korrekt bearbeiten und die Antwortzeitvorgaben gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor" einhalten, soweit diese durch den Konnektor zu verantworten sind.
Das Einhalten der Vorgabe wird durch die in Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Parallele_Verarbeitung_SMC-B_AMTS" definierten Tests für die Konstellationen mit einer SMC-B überprüft.
[<=]
Tabelle 50: Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Parallele_Verarbeitung_SMC-B_AMTS
Konstellation |
Test |
---|---|
eine SMC-B |
Der Konnektor muss eine Anzahl von n = 10 verschiedenen eGKs freischalten. Hierzu werden innerhalb von 1 sec n = 10 Anfragen „ReadMP“ gestartet. Die einzuhaltenden Vorgaben für die Bearbeitungszeiten sind: die schnellste Bearbeitungszeit < µ die langsamste Bearbeitungszeit < µ + (n - 1) * w die Summe der Bearbeitungszeiten < n * (µ + (n -1)/2 * w ) w = 1 sec ist die Bearbeitungszeit für den wegen der Konstellation rein sequentiell erfolgenden Freischaltungsprozess zwischen eGKs und einer SMC-B. n ist die Zahl der parallel gestarteten Anfragen. µ ist die Schranke für den Bearbeitungszeitmittelwert gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor". |
Hinweis: Die Bearbeitungszeitvorgaben wurden unter der Annahme bestimmt, dass die Implementierung hinsichtlich Caching und Parallelisierbarkeit innerhalb eines Anwendungsfalls optimiert sind.
Stapelsignatur und gSMC-Ks
Bei der Operation sign_Document_QES in Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konn" wurde gemäß Lastmodell aus Kapitel 3.1.7 davon ausgegangen, dass 25% der Signaturen per Stapelsignatur (Annahme Lastmodell: Stapelgröße 2) erfolgen. Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Stapelsignatur – Parallelverarbeitung gemäß Lastmodell" stellt für diese Situation dar, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass n Stapelsignaturen oder mehr parallel erfolgen müssen.
Tabelle 51: Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Stapelsignatur – Parallelverarbeitung gemäß Lastmodell
Lastvorgaben |
Mittelwert Bearbeitungs-
zeit [msec] |
Sp.Last * Mittelwert Bearbeitungs- zeit [msec] |
Wahrscheinlichkeit in % für n oder mehr parallele Bearbeitungen
|
||||||
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
L
E -U |
Spitzen-
lasten [1/h] |
n=1
|
n=2
|
n=3
|
n=4
|
n=5
|
n=6
|
||
1
|
3
|
8870
|
0,01
|
1
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
2
|
11
|
0,03
|
3
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
|
3
|
30
|
0,07
|
7
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
|
4
|
74
|
0,18
|
17
|
1
|
0
|
0
|
0
|
0
|
In der Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Stapelsignatur – Parallelverarbeitung gemäß Lastmodell" sind alle Wahrscheinlichkeiten über 1% rot markiert, weil hier davon ausgegangen wird, dass die Vorgaben nur erreicht werden können, wenn eine vollständige parallele Verarbeitung der Anfragen erfolgt. Geht man davon aus, dass pro gSMC-K drei logische Kanäle für die parallele Verarbeitung von Stapelsignaturen zur Verfügung stehen, dann folgt daraus, dass für das angenommene Lastszenario der Einsatz einer gSMC-K ausreichend ist.
Der Konnektor muss jedoch auch auf ein geändertes Nutzungsverhalten vorbereitet sein, wie es durch verstärkte Nutzung oder systematische Häufung von Anfragen gegen Schichtende oder durch eine verstärkte Nutzung der Stapelsignatur hervorgerufen werden kann. Angenommen in einer Leistungserbringerumgebung wird dadurch (zusätzlich zum angenommenen Spitzenlastfaktor) die Last um den Faktor 30 erhöht, dann stellt sich die Situation aus Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Stapelsignatur – Parallelverarbeitung gemäß Lastmodell" wie folgt dar:
Tabelle 52: Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Stapelsignatur_Perspektivisch – Parallelverarbeitung perspektivisch
Last
|
Mittelwert Bearbeitungs- zeit [msec] |
Sp.Last * Mittelwert Bearbeitungs- zeit [msec] |
Wahrscheinlichkeit in% für n oder mehr parallele Bearbeitungen |
||||||||||||
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
L
E -U |
Sp.-lasten
[1/h] |
1
|
2
|
3
|
4
|
5
|
6
|
7
|
8
|
9
|
10
|
11
|
12
|
||
1
|
90
|
8870
|
0,2
|
19
|
2
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
2
|
330
|
0,8
|
55
|
19
|
5
|
1
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
|
3
|
900
|
2,2
|
89
|
64
|
37
|
18
|
7
|
2,4
|
1
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
|
4
|
2220
|
5,4
|
100
|
97
|
91
|
79
|
63
|
46
|
31
|
18
|
10
|
5
|
2
|
1
|
Um auch die perspektivischen Lastbedingungen erfüllen zu können, wird daher gefordert:
GS-A_5059 - Performance – Stapelsignatur Konnektor für LE-U1 im Auslieferungszustand
Der Konnektor MUSS im Auslieferungszustand für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U1 die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last für LE-U1 gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Stapelsignatur_Perspektivisch" erfüllen.
[<=]
GS-A_5105 - Performance – Stapelsignatur Konnektor für LE-U2 im Auslieferungszustand
Der Konnektor MUSS im Auslieferungszustand für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U2 die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last für LE-U2 gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Stapelsignatur_Perspektivisch" erfüllen.
[<=]
Für die Erfüllung dieser Lastbedingungen ist es möglicherweise erforderlich, dass der Konnektor initial mit mindestens zwei gSMC-Ks ausgestattet ist.
GS-A_5036 - Performance – Stapelsignatur Konnektor für LE-U3
Der Konnektor MUSS für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U3 die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Stapelsignatur_Perspektivisch" erfüllen. Diese Leistung MUSS er entweder bereits im Auslieferungszustand erbringen oder durch Nachrüstung im Feld mit weiteren gSMC-Ks erbringen können.
[<=]
Für die Erfüllung dieser Lastbedingungen ist es möglicherweise erforderlich, dass der Konnektor initial mit mindestens drei gSMC-Ks ausgestattet ist.
GS-A_5106 - Performance – Stapelsignatur Konnektor für LE-U4
Der Konnektor MUSS für den Einsatz in der Leistungserbringerumgebung LE-U4 die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor_Stapelsignatur_Perspektivisch" erfüllen. Diese Leistung MUSS er entweder bereits im Auslieferungszustand erbringen oder durch Nachrüstung im Feld mit weiteren gSMC-Ks erbringen können.
[<=]
Für die Erfüllung dieser Lastbedingungen ist es möglicherweise erforderlich, dass der Konnektor initial mit mindestens vier gSMC-Ks ausgestattet ist.
Damit zugelassene Konnektoren auch im Zusammenspiel mit G2-Karten unterschiedlicher CV-Roots die Anwendungsfälle aus Tab_gemSpec_Perf_Konnektor in akzeptabler Zeit durchführen, wird folgende Anforderung im Kontext einer definierten Rahmenbedingung für die Test- und Zulassungsverfahren gestellt:
GS-A_5247 - Performance – Konnektor – G2-Karten mit unterschiedlicher CV-Root
Der Konnektor MUSS sämtliche Performancevorgaben mit den Vorgabezeiten aus Tab_gemSpec_Perf_Konnektor auch für die Ausführung mit G2-Karten mit unterschiedlicher CV-Root erfüllen.
Rahmenbedingung für diese Vorgabe ist, dass in maximal einem von hundert Anwendungsfällen die CV-Root der zu authentifizierenden Karte nicht auf der authentifizierenden Karte vorhanden ist.
[<=]
Rahmenbedingungen für die Messungen:
Abbildung 6: Messpunkte zur Konnektor Performance-Messung
Die dem Konnektor zugerechneten Bearbeitungszeiten sind die Antwortzeit auf einen Schnittstellenaufruf im Clientsystem (tE – tA) abzüglich der Summe aller Antwortzeiten von FA-spezifischen Diensten (Summe ti,e – ti,a). Definition der Messzeitpunkte:
Alle übrigen Aufrufe liegen im Verantwortungsbereich des Konnektors. Tatsächlich verantworten kann er nur die Koordination der Aufrufe nicht das tatsächliche Antwortzeitverhalten, das von den koordinierten dezentralen Produkttypen (Kartenterminals und Smartcards) abhängt. Für die Antwortzeitvorgaben wurden daher dezentrale Produkttypen mit einem normierten Verhalten gewählt, das wie folgt definiert ist:
Die konkreten Dokumente zu diesen Bezeichnern legt die Dokumentenlandkarte fest.
Netzwerkebene
Der Konnektor ermöglicht neben der Anbindung fachanwendungsspezifischer Dienste, der Anbindung an Bestandsnetze auch die Nutzung eines Internetzugangs.
GS-A_4152 - Performance - Konnektor – Bandbreitenunterstützung
Der Produkttyp Konnektor MUSS die am Markt üblichen Bandbreiten für Internetzugänge unterstützen.
[<=]GS-A_5509 - Performance – Konnektor (Ausbaustufe VSDM) – IPSec-Tunnel TI und SIS
Der Produkttyp Konnektor MUSS einen IPSec-Durchsatz von mindestens
25 Mbit/s bidirektional und kontinuierlich erreichen. Der Wert gilt in Summe für IPSec-Tunnel TI und SIS.
Die Anforderung GS-A_5509 gilt ausschließlich für den Konnektor (Ausbaustufe VSDM).
GS-A_5543 - Performance – Konnektor – IPSec-Tunnel TI und SIS
Der Produkttyp Konnektor MUSS einen IPSec-Durchsatz von mindestens
30 Mbit/s bidirektional und kontinuierlich erreichen. Der Wert gilt in Summe für IPSec-Tunnel TI und SIS.
Die folgende Abbildung erläutert die Durchsatzmessung.
Abbildung 7: Messaufbau zum IPSec-Durchsatzmessung
Der geforderte IPSec-Durchsatz wird unter folgenden Bedingungen ermittelt:
Verfügbarkeit
Aus dem Bedarf, einen nicht funktionsfähigen Konnektor im Krankenhaus zeitnah gegen einen bereitstehenden Ersatzkonnektor austauschen zu können, leitet sich folgende Anforderung ab:
GS-A_4153 - Performance – Konnektor in LE-U1 – Verfügbarkeit
Der Konnektor MUSS eine technische Wiederherstellungszeit von 15 Minuten unter der Voraussetzung der Verfügbarkeit von vorliegenden gesicherten und kompatiblen Konfigurationsdaten einhalten.
Die Wiederherstellungszeit endet mit einem erfolgreich durchgeführten Boot-Up des neuen Konnektors. Es sind für LE-U1 20 Kartenterminals zu berücksichtigen.
[<=]
GS-A_5107 - Performance – Konnektor in LE-U2 – Verfügbarkeit
Der Konnektor MUSS eine technische Wiederherstellungszeit von 15 Minuten unter der Voraussetzung der Verfügbarkeit von vorliegenden gesicherten und kompatiblen Konfigurationsdaten einhalten.
Die Wiederherstellungszeit endet mit einem erfolgreich durchgeführten Boot-Up des neuen Konnektors. Es sind für LE-U2 45 Kartenterminals zu berücksichtigen.
[<=]
GS-A_5108 - Performance – Konnektor in LE-U3 – Verfügbarkeit
Der Konnektor MUSS eine technische Wiederherstellungszeit von 15 Minuten unter der Voraussetzung der Verfügbarkeit von vorliegenden gesicherten und kompatiblen Konfigurationsdaten einhalten.
Die Wiederherstellungszeit endet mit einem erfolgreich durchgeführten Boot-Up des neuen Konnektors. Es sind für LE-U3 125 Kartenterminals zu berücksichtigen.
[<=]
GS-A_5109 - Performance – Konnektor in LE-U4 – Verfügbarkeit
Der Konnektor MUSS eine technische Wiederherstellungszeit von 15 Minuten unter der Voraussetzung der Verfügbarkeit von vorliegenden gesicherten und kompatiblen Konfigurationsdaten einhalten.
Die Wiederherstellungszeit endet mit einem erfolgreich durchgeführten Boot-Up des neuen Konnektors. Es sind für LE-U4 300 Kartenterminals zu berücksichtigen.
[<=]
GS-A_5332 - Performance – Konnektor – Robustheit gegenüber Lastspitzen
Der Konnektor MUSS bei Lastspitzen oberhalb der für ihn definierten Spitzenlasten verfügbar bleiben.
[<=]Aktualisierung des Vertrauensraumes
Die Aktualisierung des Vertrauensraumes geschieht in den Konnektoren automatisch. Folgende Anforderung sorgt dafür, dass es nicht zu einer unnötig zeitlich gebündelten Aktualisierung des Vertrauensraumes aller Konnektoren kommt, was zu einer unverhältnismäßig großen Spitzenlast für den OCSP-Dienst des TSL-Signerzertifikats führen würde.
GS-A_4356 - Performance - Konnektor –Aktualisierung Vertrauensraum
Der Produkttyp Konnektor MUSS dafür sorgen, dass die von ihm über sämtliche Konnektorinstanzen in der TI im Rahmen der TSL-Aktualisierung ausgelösten Downloads der TSL und die OCSP-Responder-Aufrufe zum Prüfen des TSL-Signerzertifikats möglichst gleichmäßig über den Tag verteilt sind. Die zu erwartende Spitzenlast darf nicht größer sein als bei einer Gleichverteilung über eine Stunde.
[<=]Aktualisierung der BNetzA-VL
Wie beim Download der TSL muss beim Download der BNetzA-VL durch den Konnektor für die Vermeidung zu hoher Spitzenlasten gesorgt werden.
GS-A_5490 - Performance – Konnektor – Aktualisierung BNetzA-VL
Der Produkttyp Konnektor MUSS dafür sorgen, dass die von ihm über sämtliche Konnektorinstanzen in der TI im Rahmen der BNetzA-VL-Aktualisierung ausgelösten Downloads der BNetzA-VL möglichst gleichmäßig über den Tag verteilt sind. Pro Konnektorinstanz darf maximal ein vollständiger Download einer BNetzA-VL pro Tag erfolgen. Die zu erwartende Spitzenlast darf nicht größer sein als bei einer Gleichverteilung über vier Stunden.
[<=]
Software Download
Ebenso wie bei der automatischen Aktualisierung des Vertrauensraumes gilt es beim automatisierten Download von Softwarepaketen unnötige Lastspitzen zu vermeiden:
GS-A_5013 - Performance – Konnektor – Software Download
Der Produkttyp Konnektor MUSS dafür sorgen, dass die von ihm über sämtliche Konnektorinstanzen in der TI automatisiert ausgelösten Downloads von Softwarepaketen möglichst gleichmäßig über den Tag verteilt starten.
[<=]Performance Logging
Zur Unterstützung der Performance-Analyse wird die Erfassung der Bearbeitungszeiten pro Aufruf in einem konfigurierbaren Erfassungszeitraum ermöglicht.
GS-A_5130 - Performance – Konnektor – Performance Logging
Der Produkttyp Konnektor MUSS ein Performance Logging für alle fachlichen und administrativen Anwendungsfälle erlauben. Über die Managementschnittstelle des Konnektors muss das Performance Logging per Konfiguration ein- und ausschaltbar sein (Default-Wert: ausgeschaltet).
Logging pro Anwendungsfallausführung
Für jede Ausführung eines Anwendungsfalls (etwa durch Aufruf einer Operation an der Außenschnittstelle des Konnektors) sind folgende Werte zu erfassen:
Skalierbarkeit
Um die Skalierbarkeit des Konnektors auf weitere Anwendungen zu unterstützen, werden folgende Anforderungen gestellt:
GS-A_5325 - Performance – Konnektor – Kapazitätsplanung
Der Konnektorhersteller MUSS die internen Ressourcen des Konnektors (Prozessor, Hauptspeicher, Persistenter Speicher, etc.) so wählen, dass die Performance-Anforderungen für neue Anwendungen durch alleiniges Update der Firmware erreicht werden können.
Dabei muss der Konnektor den Ressourcenbedarf von 8 durchschnittlichen Anwendungen für die vorgesehene Leistungserbringerumgebung abdecken. Der Ressourcenbedarf einer durchschnittlichen Anwendung wird als der Gesamtressourcenbedarf der gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor"
bereitzustellenden Performanceleistung (VSDM, KOM-LE, QES) geteilt durch 3 definiert.
Den konkret ermittelten Ressourcenbedarf muss der Hersteller in einem Skalierungskonzept darstellen.
Das Skalierungskonzept muss
GS-A_5326 - Performance – Konnektor – Hauptspeicher
Der Konnektor SOLL einen Hauptspeicher von mindestens 2 GByte haben.
[<=]GS-A_5327 - Performance – Konnektor – Skalierbarkeit
Der Konnektor MUSS die von 8 durchschnittlichen Anwendungen erzeugte Last im vorgegebenen Bearbeitungszeitrahmen für die vorgesehene Leistungserbringerumgebung bedienen können. Dabei wird die erzeugte Last einer durchschnittlichen Anwendung als die durch Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor" definierte Last (VSDM, KOM-LE, QES) geteilt durch 3 definiert.
[<=]
Der Test von [GS-A_5327] erfolgt für den VSDM-Konnektor anhand eines QES-Produktmusters. Das QES-Produktmuster muss dafür funktional nur soweit implementiert sein, dass eine Überprüfung der Bearbeitung paralleler Requests unter der Ziellast möglich ist. Welche Tests durchgeführt werden und welche Eigenschaften dafür beim QES-Produktmuster erforderlich sind, beschreibt „Anhang D – Performancerelevante Produktmustereigenschaften des QES-Konnektors“.
Der Test von [GS-A_5327] erfolgt für den QES-Konnektor vom Verfahren her analog den Tests für den VSDM-Konnektor. Getestet wird an Hand eines breiteren Spektrums von Signatur- und Verschlüsselungsverfahren, beschrieben in „Anhang E – Testverfahren zur Prüfung der Skalierungsfähigkeit des QES-Konnektors“.
TLS-Verbindungsaufbau
GS-A_5328 - Performance – Konnektor – TLS-Handshake
Der Konnektor MUSS bei jedem TLS-Handshake die von ihm in Summe verursachten Zeiten im Fall beidseitiger Authentisierung unter 2 sec und im Fall einseitiger Authentisierung unter 1,5 sec halten. Die Anforderung gilt unabhängig davon, ob der Konnektor als TLS-Server oder TLS-Client agiert.
[<=]GS-A_5333 - Performance – Konnektor – TLS Session Resumption 1
Der Konnektor MUSS TLS Session Resumption mittels Session-ID gemäß RFC5246 nutzen, um für den wiederholten Aufbau von TLS-Verbindungen zu fachanwendungsspezifischen Diensten oder zentralen Diensten der TI-Plattform die bereits ausgehandelten TLS-Session wiederzuverwenden und damit den TLS-Handshake abzukürzen, sofern TLS-Session Resumption vom jeweiligen Kommunikationspartner angeboten wird.
[<=]GS-A_5334 - Performance – Konnektor – TLS Session Resumption 2
Der Konnektor MUSS TLS Session Resumption mittels Session-ID gemäß RFC5246 für TLS-gesicherte Verbindungen zum Clientsystem unterstützen, um für den wiederholten Aufbau von TLS-Verbindungen die bereits ausgehandelten TLS-Session wiederzuverwenden und damit den TLS-Handshake abzukürzen.
[<=]Die Tabelle "Tab_Fachmodul_ePA - Last- und Bearbeitungszeitvorgaben" definiert für die Schnittstellenoperationen des Fachmodules ePA die Spitzenlastvorgaben mit den jeweilig einzuhaltenden Bearbeitungszeiten.
Tabelle 53: Tab_Fachmodul_ePA - Last- und Bearbeitungszeitvorgaben
Schnittstellenoperationen
|
Last |
Bearbeitungszeit |
|||
---|---|---|---|---|---|
L
E -U |
Spitzen-
lasten [1/h] |
Größe der Anfrage-nachricht
[kByte] |
Mittelwert [msec] |
||
PHRService |
|||||
|
find |
1
|
7
|
3
|
115
|
|
2
|
5
|
|||
|
3
|
14
|
|||
|
4
|
35
|
|||
|
getDocuments |
1
|
1
|
10
|
275
|
|
2
|
1
|
|||
|
3
|
3
|
|||
|
4
|
6
|
|||
|
|
|
100
|
290
|
|
|
1
|
5
|
1000
|
600
|
|
|
2
|
3
|
|||
|
3
|
6
|
|||
|
4
|
15
|
|||
|
|
|
25000
|
8680
|
|
|
putDocuments |
1
|
1
|
10
|
470
|
|
2
|
1
|
|||
|
3
|
3
|
|||
|
4
|
8
|
|||
|
|
|
100
|
485
|
|
|
1
|
1
|
1000
|
805
|
|
|
2
|
7
|
|||
|
3
|
18
|
|||
|
4
|
44
|
|||
|
|
|
25000
|
9205
|
|
|
removeDocuments |
1
|
1
|
2
|
115
|
|
2
|
1
|
|||
|
3
|
2
|
|||
|
4
|
6
|
|||
|
updateDocumentSet |
|
|
11
|
115
|
PHRManagementService |
|||||
|
requestFacilityAuthorization |
|
|
|
18715
|
A_17490 - Performance - Fachmodul ePA - Bearbeitungszeit
Das Fachmodul ePA MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben aus Tabelle "Tab_Fachmodul_ePA - Last- und Bearbeitungszeitvorgaben" erfüllen.
Das Fachmodul ePA MUSS für die Zulassung den Nachweis für eine Sequenz von 100 aneinander folgende Anfragen je Schnittstellenoperation erbringen. Hierbei darf die mittlere Bearbeitungszeit nicht größer als die in Tabelle "Tab_Fachmodul_ePA - Last- und Bearbeitungszeitvorgaben" definierte mittlere Bearbeitungszeit sein. Ebenfalls müssen die Aufrufe innerhalb der definierten Bearbeitungszeit korrekt bearbeitet werden. Es wird davon ausgegangen, das ein Login bereits durchgeführt worden ist.
[<=]
A_16174 - Performance - Fachmodul ePA - Bearbeitungszeit für Login
Das Fachmodul ePA MUSS für die Schnittstellenoperationen aus Tabelle "Tab_Fachmodul_ePA - Last- und Bearbeitungszeitvorgaben" das implizite Login von 7,7 Sekunden zusätzlich in die Bearbeitungszeit der Schnittstellenoperationen mit berücksichtigen. Sollte das Login schon durchgeführt worden sein, gilt für die Schnittstellenoperationen die mittlere Bearbeitungszeit aus der Tabelle "Tab_Fachmodul_ePA - Last- und Bearbeitungszeitvorgaben".
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Beispielsweise ist für die Ausführung der Operation PHRService::find mit Berücksichtigung des impliziten Logins eine Bearbeitungszeitvorgabe unter 7815 ms einzuhalten.
A_17491 - Performance - Fachmodul ePA - Parallele Verarbeitung
Das Fachmodul ePA MUSS parallel eintreffende Anfragen an der Schnittstelle PHRService funktional korrekt bearbeiten und die Antwortzeitvorgaben aus Tabelle "Tab_Fachmodul_ePA - Last- und Bearbeitungszeitvorgaben" einhalten. Mehrere Anfragen gelten dann als parallel, wenn sie in einem Zeitraum von maximal 5 msec an der Schnittstelle PHRService eingehen.
Das Fachmodul ePA MUSS für die Zulassung die Testfälle aus der Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_ePA_Parallele_Verarbeitung" für die jeweilige Leistungserbringer-Umgebung bestehen.
Tabelle 54 : Tab_gemSpec_Perf_ePA_Parallele_Verarbeitung
LE-Umgebung
|
Test
|
---|---|
LE-U1 - LE-U2 |
Das Fachmodul ePA muss für diese Leistungserbringer-Umgebungen mindestens 2 parallel eintreffende Anfragen funktional korrekt bearbeiten. Für den Nachweis werden folgende Testfälle überprüft: - 2 parallel eintreffende getDocuments Anfragen (10kB und 25000kB) - 2 parallel eintreffende putDocuments Anfragen (10kB und 25000kB) - 1 getDocuments und 1 putDocuments parallel eintreffende Anfragen - 1 find und 1 getDocuments parallel eintreffende Anfragen |
LE-U3 - LE-U4 |
Das Fachmodul ePA muss für diese Leistungserbringer-Umgebungen mindestens 4 parallel eintreffende Anfragen funktional korrekt bearbeiten. Für den Nachweis werden folgende Testfälle überprüft: - 4 parallel eintreffende getDocuments Anfragen - 4 parallel eintreffende putDocuments Anfragen - 2 getDocuments und 2 putDocuments parallel eintreffende Anfragen - 2 find und 2 getDocuments parallel eintreffende Anfragen |
A_17803 - Performance - Fachmodul ePA - Bedingungen für die Messung
Das Fachmodul ePA MUSS die folgenden Bedingungen einhalten:
Vorbedingungen für die Messungen
Es wird davon ausgegangen, dass nach einem Login-Prozess alle Verbindungsaufbauten erfolgten und zugehörige OCSP-Statusauskünfte im OCSP-Cache vorliegen.
Rahmenbedingungen für die Messung
Die dem Fachmodul ePA zugerechneten Bearbeitungszeiten für die Schnittstelle PHRService ist die Zeitspanne vom Senden einer Request bis zum Eingang der zugehörigen Response der Schnittstellenoperation an der Schnittstelle zum Clientsystem abzüglich der Summe aller Verarbeitungszeiten von ePA-spezifischen Diensten.
Die dem Fachmodul ePA zugerechneten Bearbeitungszeiten für die Schnittstelle PHRManagementService sind die Antwortzeiten für einen Request-Response Zyklus. Hierbei muss die Nutzerinteraktion (PIN-Eingabe) rausgerechnet werden.
[<=]
GS-A_4154 - Performance – Kartenterminal – Bearbeitungszeit
Der Produkttyp Kartenterminal SOLL die Bearbeitungszeitvorgaben aus Tab_gemSpec_Perf_Kartenterminal_Bearbeitungszeitvorgabe erfüllen. Nur bei eHealth-Kartenterminals, die auf bereits zugelassenen eHealth-BCS-Geräten basieren, kann eine Nichterfüllung der Anforderung akzeptiert werden.
[<=]Tabelle 55: Tab_gemSpec_Perf_Kartenterminal_Bearbeitungszeitvorgabe
Schnittstellenoperation |
Antwortzeitvorgaben |
||||
---|---|---|---|---|---|
Datenmenge
[Byte] |
Mittelwert
[msec] |
99%-Quantil
[msec] |
|||
Infrastrukturdienste |
|||||
|
I_KT_Communication |
||||
|
|
transfer_APDU(readBinary) |
2000
|
150
|
240
|
|
|
transfer_APDU(updateBinary) |
2000
|
150
|
240
|
Rahmenbedingungen für die Messungen:
Abbildung 8: Messpunkte zur Kartenterminal Performance-Messung
Zur Messung werden Kommandos sequentiell gesendet, eine Parallelisierung von Kommandos durch das eHealth-Kartenterminal wird nicht betrachtet.
Der Messaufbau skizziert in Abbildung 8 besteht aus drei Komponenten: dem Konnektor (oder Konnektorsimulator), dem zu messenden Kartenterminal sowie einer normierten Karte.
Das zu messende Kommando wird zum Kartenterminal, in dem die normierte Karte steckt, gesendet. Der Zeitpunkt, bei dem das erste Byte des ersten Pakets des Kommando-Requests im Netzwerk übertragen wird, definiert den Beginn der Messung tA. Das Ende der Messung ist durch den Zeitpunkt tE bestimmt, wenn das letzte Byte des letzten Pakets der Kommando-Response empfangen wird.
Die verwendete normierte Karte verhält sich elektrisch, mechanisch und protokolltechnisch konform zur eGK-Spezifikation und wird über einen Messadapter in das zu messende Kartenterminal gesteckt. An dem Messadapter wird dabei die reine Kartenlaufzeit für das zu messende Kommando messtechnisch ermittelt (tK = tEK – tAK, mit tAK als dem Zeitpunkt der Übertragung des ersten Bytes des Kommandos und tEK dem Zeitpunkt der Versendung des letzten Bytes der zugehörigen Response).
Damit ergibt sich durch Rechnung die ermittelte Bearbeitungszeit des eHealth-Kartenterminals (tKT), in Abhängigkeit des Kommandos c wie folgt:
tKT(c) = (tE –tA) – tK
TLS-Verbindungsaufbau
GS-A_5329 - eHealth-KT Performance – TLS-Handshake I
Der Produkttyp eHealth-Kartenterminal SOLL sicherstellen, dass die durch ihn verursachte Zeit während jedes TLS-Handshakes insgesamt maximal 5 sec beträgt.
Nur bei eHealth-Kartenterminals, die auf bereits zugelassenen eHealth-BCS-Geräten basieren, kann eine Nichterfüllung der Anforderung akzeptiert werden.
[<=]
GS-A_5330 - eHealth-KT Performance – TLS-Handshake II
Der Produkttyp eHealth-Kartenterminal DARF bei der durch ihn verursachten Zeit während des TLS-Handshakes insgesamt 45 sec NICHT überschreiten.
[<=]Die Anforderung [GS-A_5330] ist somit insbesondere auch von Geräten zu erfüllen, die auf bereits zugelassenen eHealth-BCS-Geräten basieren.
Rahmenbedingungen für die Messungen der Dauer des TLS-Handshakes:
Zur Messung der Dauer des TLS-Handshakes werden die durch das eHealth-Kartenterminal verursachten Zeiten vom Empfang des Client Hello durch das eHealth-Kartenterminal bis zu ChangeCipherSpec Finished gemessen und addiert. Latenzzeiten des Transportnetzes gehen in die Berechnung der Dauer nicht ein.
An das Mobile Kartenterminal werden keine Performance-Anforderungen gestellt.
An den Produkttypen KTR-AdV werden Anforderungen bezüglich seiner Verfügbarkeit gestellt.
GS-A_5506 - Performance – AdV-Server – Verfügbarkeit
Der Produkttyp KTR-AdV MUSS für die Komponente AdV-Server zur Hauptzeit und zur Nebenzeit eine Verfügbarkeit von 98% haben.
Wartungsfenster dürfen nur in der Nebenzeit liegen. Genehmigte Wartungsfenster werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr, ausgenommen bundeseinheitliche Feiertage. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit.
[<=]
Weitere Anforderungen: [GS-A_4146], [GS-A_4149]
Um eine hohe Verfügbarkeit der TI-Plattform zu gewährleisten wird für alle Produkttypen der zentralen Zone der TI-Plattform, deren Verfügbarkeit zur Gesamtverfügbarkeit einzelner Anwendungsfälle wesentlich beiträgt, eine hohe Verfügbarkeit gefordert. Ebenso wird dies für die Störungsampel gefordert, die ein zeitnahes Monitoring von Ausfällen erlauben soll.
GS-A_4155 - Performance – zentrale Dienste – Verfügbarkeit
Die Produkttypen Namensdienst, Sicherheitsgateway Bestandsnetze, VPN-Zugangsdienst, OCSP-Proxy, TSP-X.509QES (Komponente OCSP-Responder), TSP-X.509nonQES (Komponente OCSP-Responder /CRL-Dienst und Komponente Provisioning/Revocation), gematik-Root-CA (Komponente OCSP-Responder), Verzeichnisdienst, Service Monitoring, Signaturdienst und die Störungsampel MÜSSEN zur Hauptzeit eine Verfügbarkeit von 99,9% und zur Nebenzeit von 99% für alle Operationen der technischen Schnittstellen aufweisen.
Wartungsfenster dürfen nur in der Nebenzeit liegen. Genehmigte Wartungsfenster werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 6 bis 20 Uhr. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit. Bundeseinheitliche Feiertage werden wie Sonntage behandelt, alle übrigen Feiertage wie Werktage.
Der Anschluss an das zentrale Netz muss über die Anschlussoption „redundante Anbindung“ erfolgen.
[<=]
Für das Zentrale Netz der TI wird als Gesamtbeitrag zu Anwendungsfällen ebenfalls eine Verfügbarkeit von mindestens 99,9% angestrebt. Da pro Anwendungsfall mehrere Ende-zu-Ende-Verbindungen über das Netz benötigt werden, muss eine entsprechend höhere Verfügbarkeit für Ende-zu-Ende-Verbindungen auf Netzwerkebene verlangt werden.
GS-A_4156 - Performance – zentrales Netz – Verfügbarkeit – Anschlussoption „Hohe Verfügbarkeit“
Das Zentrale Netz der TI MUSS die Anschlussoption „redundante Anbindung“ bereitstellen und eine Verfügbarkeit über alle IP-Verbindungen zwischen allen sicheren zentralen Zugangspunkten (SZZP) mit der Anschlussoption „redundante Anbindung“ angeschlossenen Produkttypen der TI von 99,98% im Mittel über die Hauptzeiten und von 99% im Mittel über die Nebenzeiten aufweisen.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr, sowie Samstag und Sonntag von 6 bis 20 Uhr. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit. Bundeseinheitliche Feiertage werden wie Sonntage behandelt, alle übrigen Feiertage wie Werktage.
[<=]
GS-A_4353 - Performance – zentrales Netz – Verfügbarkeit – Anschlussoption „Niedrige Verfügbarkeit“
Das Zentrale Netz der TI MUSS die Anschlussoption „einfache Anbindung“ bereitstellen und eine Verfügbarkeit über alle IP-Verbindungen zwischen sicheren zentralen Zugangspunkten (SZZP) der angeschlossenen Produkttypen der TI von 99,8% im Mittel über die Hauptzeiten und von 99% im Mittel über die Nebenzeiten aufweisen, bei denen mindestens ein Zugangspunkt mit der Anschlussoption „einfache Anbindung“ angeschlossen ist.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr, sowie Samstag und Sonntag von 6 bis 20 Uhr. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit. Bundeseinheitliche Feiertage werden wie Sonntage behandelt, alle übrigen Feiertage wie Werktage. [<=]
A_14738 - Performance – zentrales Netz – Verfügbarkeit – SZZP-light, Anschlussvariante „redundante Anbindung“
Das Zentrale Netz der TI MUSS für den Anschlusstyp SZZP-light die Anschlussvariante „redundante Anbindung“ bereitstellen und in dieser Variante eine Verfügbarkeit über alle Komponenten des SZZP-light Anschlusses von 99,98% im Mittel über die Hauptzeiten und von 99% im Mittel über die Nebenzeiten aufweisen. Das Transportnetz Internet ist von der Verfügbarkeit ausgenommen.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr, sowie Samstag und Sonntag von 6 bis 20 Uhr. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit. Bundeseinheitliche Feiertage werden wie Sonntage behandelt, alle übrigen Feiertage wie Werktage. [<=]
A_14739 - Performance – zentrales Netz – Verfügbarkeit – SZZP-light, Anschlussoption „einfache Anbindung“
Das Zentrale Netz der TI MUSS für den Anschlusstyp SZZP-light die Anschlussvariante „einfache Anbindung“ bereitstellen und in dieser Variante eine Verfügbarkeit über alle Komponenten des SZZP-light Anschlusses von 99,8% im Mittel über die Hauptzeiten und von 99% im Mittel über die Nebenzeiten aufweisen. Das Transportnetz Internet ist von der Verfügbarkeit ausgenommen.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr, sowie Samstag und Sonntag von 6 bis 20 Uhr. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit. Bundeseinheitliche Feiertage werden wie Sonntage behandelt, alle übrigen Feiertage wie Werktage. [<=]
GS-A_5028 - Performance – zentrale Dienste – Verfügbarkeit Produktivbetrieb
Die Produkttypen Namensdienst, Sicherheitsgateway Bestandsnetze, VPN-Zugangsdienst, OCSP-Proxy, TSP-X.509QES (Komponente OCSP-Responder), TSP-X.509nonQES (Komponente OCSP-Responder /CRL-Dienst und Komponente Provisioning/Revocation), Verzeichnisdienst, Service Monitoring, Störungsampel, Signaturdienst und das Zentrale Netz der TI MÜSSEN perspektivisch in der Produktivphase eine Verfügbarkeit zwischen 99,9% und 99,99% anbieten können.
[<=]
GS-A_5523 - Performance – zentrale Dienste – Redundanzlösung
Anbieter von Diensten der TI, die zur Erfüllung der geforderten Verfügbarkeit eine Redundanzlösung einsetzen, MÜSSEN die Funktionsfähigkeit der Redundanzlösung in eigenverantwortlichen Tests nachweisen und die Funktionsweise der Redundanzlösung hinreichend detailliert beschreiben, so dass, anhand der Beschreibung, Testfälle zum Test der Redundanzlösung entwickelt werden können.
[<=]A_20570 - Performance – Standortübergreifende Redundanz
Der Anbieter MUSS zur Erfüllung der geforderten Verfügbarkeit eine standortübergreifende Redundanzlösung einsetzen. Dazu MUSS der Anbieter bei der Inbetriebnahme die Funktionsfähigkeit der standortübergreifende Redundanz eigenverantwortlich nachweisen und die Funktionsweise der standortübergreifende Redundanzlösung hinreichend detailliert beschreiben. Jeder Standort MUSS dabei die Performancevorgaben allein erfüllen.
[<=]
A_20569 - Performance – Standortredundanz
Der Anbieter MUSS zur Erfüllung der geforderten Verfügbarkeit eine Standortredundanzlösung einsetzen. Dazu MUSS der Anbieter bei der Inbetriebnahme die Funktionsfähigkeit der Standortredundanz eigenverantwortlich nachweisen und die Funktionsweise der Standortredundanzlösung hinreichend detailliert beschreiben.. [<=]
Am selben Standort wird die netzwerktechnische Anbindung zu einer Instanz eines mehrfach ausgeprägten Produktes getrennt. Die Last muss von den anderen, verbliebenen Instanzen übernommen werden, ohne Fehlermeldungen. Der Standort muss dabei die Performancevorgaben ohne diese eine getrennte Instanz weiterhin erfüllen.
GS-A_4145 - Performance – zentrale Dienste – Robustheit gegenüber Lastspitzen
Die Produkttypen der zentralen Zone der TI-Plattform MÜSSEN bei Lastspitzen oberhalb der für den Produkttypen definierten Spitzenlasten verfügbar bleiben.
[<=]
Hinweis: Alle Anfragen, die bei einer Lastspitze über die gemäß der definierten Spitzenlasten zu verarbeitenden Anzahl von Anfragen hinausgehen, kann der Produkttyp abweisen oder langsamer bearbeiten. Es wird nur Robustheit gegenüber im Feld praktisch möglichen Lastspitzen erwartet.
Ein wesentlicher Aspekt beim bundesweiten Rollout ist die Skalierung der Zahl der ausgestatteten und eingebundenen Leistungserbringer. Entsprechend müssen die zentralen Dienste skalieren.
GS-A_3055 - Performance – zentrale Dienste – Skalierbarkeit (Anbieter)
Anbieter für Produkttypen der zentralen Zone der TI-Plattform MÜSSEN für ihren Produkttypen, nachvollziehbar darstellen, wie die für ihren Produkttyp erforderliche Skalierung bis zum vollständigen bundesweiten Rollout erreicht werden kann.
[<=]GS-A_5073 - Performance – Intermediär VSDM – Skalierbarkeit
Anbieter für den VSDM Intermediär MÜSSEN für ihren Produkttypen nachvollziehbar darstellen, wie die für ihren Produkttyp erforderliche Skalierung bis zum vollständigen bundesweiten Rollout erreicht werden kann.
[<=]GS-A_5134 - Performance – KOM-LE-Fachdienst – Skalierbarkeit
Anbieter für den KOM-LE-Fachdienst MÜSSEN für ihren Produkttypen nachvollziehbar darstellen, wie die für ihren Produkttyp erforderliche Skalierung bis zum vollständigen bundesweiten Rollout erreicht werden kann.
[<=]GS-A_3058 - Performance – zentrale Dienste – lineare Skalierbarkeit
Die Produkttypen der zentralen Zone der TI-Plattform SOLLEN möglichst linear skalierbar sein. Diese Skalierbarkeit ist durch den Anbieter zu dokumentieren.
[<=]TLS-Verbindungsaufbau
GS-A_5331 - Performance – zentrale Dienste – TLS-Handshake
Die Produkttypen der zentralen Zone der TI-Plattform, zu denen der Konnektor TLS-Verbindungen aufbaut, MÜSSEN bei jedem TLS-Handshake die von ihnen in Summe verursachten Zeiten im Fall einseitiger Authentisierung unter 0,5 sec und im Fall beidseitiger Authentisierung unter 1,0 sec halten. Die Anforderung gilt unabhängig davon, ob sie als TLS-Server oder TLS-Client agieren. Etwaige Zeiten für OCSP-Aufrufe werden nur dann in der Summe der verursachten Zeiten mitgezählt, wenn sie vermeidbar sind.
[<=]GS-A_5135 - Performance – Verzeichnisdienst – Bearbeitungszeit unter Last
Der Produkttyp Verzeichnisdienst MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last aus Tab_gemSpec_Perf_Verzeichnisdienst unter der für alle Funktionen parallel anliegenden Spitzenlast erfüllen.
[<=]Weitere Anforderungen: [GS-A_3055], [GS-A_3058], [GS-A_4145], [GS-A_4146], [GS-A_4147], [GS-A_4148], [GS-A_4149], [GS-A_4155], [GS-A_5028].
Tabelle 56: Tab_gemSpec_Perf_Verzeichnisdienst: Last- u. Bearbeitungszeitvorgaben
Schnittstellenoperation (Basisdienste) |
Lastvorgaben |
Bearbeitungszeitvorgaben |
||
---|---|---|---|---|
Spitzenlast
[1/sec] |
Mittelwert
[msec] |
99%-Quantil
[msec] |
||
I_Directory_Query |
|
|||
|
search_Directory_Entry |
1000
|
1000
|
1250
|
I_Directory_Maintenance |
|
|||
|
add_Directory_Entry |
50
|
1000
|
1250
|
|
read_Directory_Entry |
50
|
1000
|
1250
|
|
modify_Directory_Entry |
50
|
1000
|
1250
|
|
delete_Directory_Entry |
50
|
1000
|
1250
|
I_Directory_Application_Maintenance |
|
|||
|
add_Directory_FA_Attributes |
50
|
1000
|
1250
|
|
delete_Directory_FA_Attributes |
50
|
1000
|
1250
|
|
modify_Directory_FA_Attributes |
50
|
1000
|
1250
|
GS-A_4157 - Performance – Konfigurationsdienst – Bearbeitungszeit unter Last
Der Produkttyp Konfigurationsdienst MUSS parallel die Last- und Bearbeitungszeitvorgaben aus Tab_gemSpec_Perf_Konfigurationsdienst für die Operationen list_Updates und get_Updates(Download-Software-Pakete) erlauben. Für den Anwendungsfall get_Updates(Download-Software-Pakete) muss die Anzahl der geforderten parallelen Downloads garantiert werden. Die Download-Dateien müssen während des Download-Transports komprimiert sein.
[<=]GS-A_4853 - Performance – Konfigurationsdienst – Verfügbarkeit
Der Konfigurationsdienst MUSS eine Verfügbarkeit von 99 % haben. In der Hauptzeit MUSS zusätzlich die Ausfallzeit auf maximal eine Stunde pro Tag limitiert sein. Genehmigte Wartungsfenster werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Weitere Anforderungen: [GS-A_3055], [GS-A_3058], [GS-A_4145], [GS-A_4146], [GS-A_4147], [GS-A_4148], [GS-A_4149].
Tabelle 57: Tab_gemSpec_Perf_Konfigurationsdienst: Last- u. Bearbeitungszeitvorgaben
Schnittstellenoperation |
Last |
Bearbeitungszeit |
|||||
---|---|---|---|---|---|---|---|
Spitzenlast
[1/s] |
Datenmenge
[kByte] |
Parallele
Downloads |
Mittelwert
[msec] |
99%-Quantil
[msec] |
|||
Infrastrukturdienste |
|
|
|
|
|
||
|
I_KSRS_Download |
|
|
|
|
|
|
|
|
list_Updates |
7
|
10
|
|
100
|
300
|
|
|
get_Updates (Download-Software-Pakete) |
|
bis zu
1500000 |
pro KSR
Download Cache Server 1000 mit in Summe 1 Gbit/sec |
|
|
Der TSL-Dienst stellt drei technische Schnittstellen zur Verfügung: I_TSL_Download, I_OCSP_Status_Information und I_BNetzA_VL_Download.
GS-A_4854 - Performance – TSL-Dienst – Last und Parallele Downloads
Der Produkttyp TSL-Dienst MUSS die Vorgaben an Last und Anzahl der parallelen Downloads aus Tab_gemSpec_Perf_TSL-Dienst garantieren. Die Download-Dateien müssen während des Download-Transports komprimiert sein, wobei ein Komprimierungsverfahren für alle Dateitypen zu verwenden ist, das Textdateien mindestens um einen Faktor 3 komprimiert.
[<=]Die Anforderungen bzgl. Last und Bearbeitungszeit an die Schnittstelle I_OCSP_Status_Information stellt Kapitel 4.2.4.
GS-A_4158 - Performance – TSL-Dienst – Verfügbarkeit
Der TSL-Dienst MUSS eine Verfügbarkeit von 99 % haben. In der Hauptzeit MUSS zusätzlich die Ausfallzeit auf maximal eine Stunde pro Tag limitiert sein. Genehmigte Wartungsfenster werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 6 bis 20 Uhr. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit. Bundeseinheitliche Feiertage werden wie Sonntage behandelt, alle übrigen Feiertage wie Werktage.
[<=]Weitere Anforderungen: [GS-A_3055], [GS-A_3058], [GS-A_4145], [GS-A_4146], [GS-A_4147], [GS-A_4148], [GS-A_4149], [GS-A_4159].
Tabelle 58: Tab_gemSpec_Perf_TSL-Dienst: Lastvorgaben
Schnittstellenoperation |
Last |
|||
---|---|---|---|---|
Datenmenge
[kByte] |
Parallele
Downloads |
|||
Infrastrukturdienste |
||||
|
I_TSL_Download |
|||
|
|
download_TSL (TI) |
200 (*)
|
60 mit in Summe 60 Mbit/sec
|
download_TSL (Internet) | 200 (*) | 5 mit in Summe 5 Mbit/sec | ||
get_Hash |
0,1
|
50 mit in Summe 1 Mbit/sec
|
||
|
I_BNetzA_VL_Download |
|||
|
|
download_VL |
6000 (**)
|
250 mit in Summe 250 Mbit/sec
|
|
|
get_Hash |
0,1
|
10 mit in Summe 1 Mbit/sec
|
(*) Die Größe der TSL wird mit maximal 500 kByte angenommen. Für den Transport wird angenommen, dass sie auf 130 kByte komprimiert ist.
(**) Die Größe der BNetzA_VL wird mit maximal 6000 kByte angenommen. Für den Transport wird angenommen, dass sie auf 2000 kByte komprimiert ist.
Die Schnittstelle I_OCSP_Status_Information mit der Operation check_Revocation_Status zur Abfrage des Sperrstatus von X.509-Zertifikaten stellen die Produkttypen OCSP-Proxy, TSP-X.509QES und TSP-X.509nonQES bereit.
Tabelle 59: Tab_gemSpec_Perf_OCSP_Responder – Last- und Bearbeitungszeitvorgaben
Produkttyp |
Funktion
|
Spitzenlast [1/sec] |
Mittelwert
[msec] |
99%-Quantil
[msec] |
---|---|---|---|---|
OCSP-Resp. TSP-X.509QES |
Prüfung von HBA-Zertifkaten aus der TI (C.HP.QES): EE-Zert |
500
|
2.000
|
2.400
|
Prüfung von HBA-Zertifkaten aus dem Internet (C.HP.QES): EE-Zert |
30
|
|||
OCSP-Resp.
TSP-X.509nonQES |
Prüfung von eGK-Zertifikaten aus der TI (C.CH.AUT) |
1.000
|
1.000
|
1.300
|
Prüfung von Zertifikaten der alternativen Versichertenidentitäten aus der TI (C.CH.AUT_ALT) |
80
|
|||
Prüfung von SMC-B-Zertifikaten aus der TI (C.HCI.OSIG) |
1100
|
|||
Prüfung von SMC-B-Zertifikaten aus dem Internet (C.HCI.OSIG) |
30
|
|||
Prüfung von HBA-Zertifikaten aus der TI (C.HP.ENC) |
310
|
|||
Prüfung von HBA-Zertifikaten aus dem Internet (C.HP.ENC) |
15
|
|||
Prüfung von SMC-B Zertifikaten aus der TI (C.HCI.ENC) |
310
|
|||
Prüfung von SMC-B Zertifikaten aus dem Internet (C.HCI.ENC) |
15
|
|||
Prüfung von Konnektor-Zertifikaten aus der TI (gSMC-K, C.NK.VPN) |
110
|
|||
Prüfung von SMC-B-Zertifikaten aus der TI (C.HCI.AUT) |
385 |
|||
Prüfung von SMC-B-Zertifikaten aus dem Internet (C.HCI.AUT) |
30
|
|||
Prüfung von HBA-Zertifikaten aus der TI (C.HP.AUT) |
-
|
|||
Prüfung von HBA-Zertifikaten aus dem Internet (C.HP.AUT) |
30
|
|||
Prüfung von TLS Zertifikaten der zentralen Dienste aus der TI (C.ZD.TLS) |
110
|
|||
Prüfung von TLS Zertifikaten der Fachdienste aus der TI (C.FD.TLS) |
500
|
|||
Prüfung von TLS-Zertifikaten für weitere Anwendungen | 300 | |||
OCSP-Resp. TSL-Dienst |
Prüfung des TSL-Signerzertifikats aus der TI |
45
|
1.000
|
1.300
|
OCSP-Resp. VPNK-CA Internet |
Prüfung eines VPN-Konzentratorzertifikats durch einen Konnektor über das Internet | 45 | 1.000 | 1.300 |
OCSP-Resp. gematik-Root-CA |
Prüfung von HBA-Zertifikaten aus dem Internet (C.HP.ENC): CA-Zert |
15
|
1.000
|
1.300
|
Prüfung von HBA-Zertifikaten aus dem Internet (C.HP.AUT): CA-Zert |
30
|
|||
Prüfung von SMC-B-Zertifikaten aus dem Internet (C.HCI.ENC): CA-Zert |
15
|
|||
Prüfung von SMC-B-Zertifikaten aus dem Internet (C.HCI.AUT): CA-Zert |
30
|
|||
Prüfung von SMC-B-Zertifikaten aus dem Internet Root-CA-Zert |
45
|
GS-A_5550 - Performance – OCSP Responder – Grundlast
Die Produkttypen TSP-X.509 QES, TSP-X.509 nonQES, TSL-Dienst und gematik-Root-CA MÜSSEN die Bearbeitungszeitvorgaben aus Tab_gemSpec_Perf_OCSP_Responder unter einer Last von 5 Anfragen pro Sekunde erfüllen.
[<=]GS-A_4159 - Performance – OCSP Responder – Bearbeitungszeiten unter Spitzenlast
Die Produkttypen TSP-X.509 QES, TSP-X.509 nonQES, TSL-Dienst und gematik-Root-CA MÜSSEN die Bearbeitungszeitvorgaben unter der für alle Funktionen parallel anliegenden Spitzenlast dauerhaft erfüllen.
Die dabei geltende Spitzenlast pro Funktion wird aus Tabelle Tab_gemSpec_Perf_OCSP_Responder wie folgt abgeleitet:
Für Neuzulassungen wird generell die Erfassung und Lieferung von Performance-Rohdaten präferiert, da die Sendung aggregierter Performance-Daten an die Störungsampel (bzw. Service Monitoring) und die Lieferung monatlicher Performance-Reports zukünftig zugunsten von Rohdatenlieferungen entfallen wird.
A_14502 - Performance – CRL-Dienst – Last und Parallele Downloads
Der TSP-X.509 nonQES für Komponenten MUSS die Vorgaben an Last und Anzahl der parallelen Downloads aus Tab_gemSpec_Perf_CRL-Dienst garantieren. [<=]
Tabelle 60: Tab_gemSpec_Perf_CRL-Dienst: Lastvorgaben
Schnittstellenoperation
|
Last
|
|||
Datenmenge
[kByte] |
Parallele
Downloads |
|||
Infrastrukturdienste |
||||
|
I_CRL_Download |
|||
|
|
download_CRL |
10 (*)
|
2 mit in Summe 2 Mbit/sec
|
Weitere Anforderungen: [GS-A_3055], [GS-A_3058], [GS-A_4145], [GS-A_4146], [GS-A_4147], [GS-A_4148], [GS-A_4149], [GS-A_4155], [GS-A_5028].
A_18013 - Performance – TSP – Provisioning/Revocation – Bearbeitungszeit
Der Produkttyp TSP-X.509nonQES der Komponenten-PKI MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben aus Tab_gemSpec_Perf_TSP_Provisioning_Revocation bei den dort angegebenen parallelen Requests erfüllen. [<=]
Tabelle 61: Tab_gemSpec_Perf_TSP_Provisioning_Revocation: Bearbeitungszeitvorgaben
Schnittstellenoperation (Basisdienste) |
Bearbeitungszeitvorgaben
|
||
Anzahl paralleler Requests |
Mittelwert [sec] |
||
I_Cert_Provisioning |
|||
provide_Certificate (Web-Benutzerschnittstelle) |
1
|
5
|
|
provide_Certificate (SOAP) – bezogen auf 100 Zertifikatsbeantragungen pro SOAP-Request |
3
|
30
|
|
provide_Certificate (CMP) – bezogen auf 100 Zertifikatsbeantragungen pro CMP-Request |
3
|
30
|
|
I_Cert_Revocation |
|||
revoke_Certificate (Web-Benutzerschnittstelle) |
1
|
5
|
|
revoke_Certificate (SOAP) – bezogen auf 100 Zertifikatsbeantragungen pro SOAP-Request |
3
|
30
|
|
revoke_Certificate (CMP) – bezogen auf 100 Zertifikatsbeantragungen pro CMP-Request |
3
|
30
|
Weitere Anforderungen: [GS-A_4146], [GS-A_4147], [GS-A_4149], [GS-A_4155], [GS-A_5028].
GS-A_4161 - Performance – Störungsampel – Durchsatz
Der Produkttyp Störungsampel MUSS die Durchsatzvorgaben aus Tab_gemSpec_Perf_Störungsampel erfüllen.
[<=]
Tabelle 62: Tab_gemSpec_Perf_Störungsampel – Lastvorgaben
Schnittstellenoperation
|
Last
|
|||
Spitzenlast
|
Datenmenge
|
|||
[1/sec]
|
[kByte]
|
|||
Infrastrukturdienste |
|
|||
|
I_Monitoring_Update |
|
||
|
|
update_Information |
2
|
4
|
|
I_Monitoring_Read |
|
||
|
|
read_Information |
|
|
Weitere Anforderungen: [GS-A_3055], [GS-A_3058], [GS-A_4145], [GS-A_4146], [GS-A_4147], [GS-A_4148], [GS-A_4149], [GS-A_4155], [GS-A_5028].
Für den Produkttypen Service Monitoring gelten folgende Anforderungen: [GS-A_4155], [GS-A_5028], [GS-A_3055],[GS-A_3058], [GS-A_4145].
GS-A_4162 - Performance – Namensdienst – Bearbeitungszeit unter Last
Der Produkttyp Namensdienst und der Produkttyp VPN-Zugangsdienst MÜSSEN die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last aus Tab_gemSpec_Perf_Namensdienst unter der für alle Funktionen parallel anliegenden Spitzenlast an den DNS-Schnittstellen erfüllen.
[<=]Weitere Anforderungen: [GS-A_3055], [GS-A_3058], [GS-A_4145],
[GS-A_4146], [GS-A_4147], [GS-A_4148], [GS-A_4149], [GS-A_4155], [GS-A_5028].
Tabelle 63: Tab_gemSpec_Perf_Namensdienst: Last- u. Bearbeitungszeitvorgaben
Schnittstellenoperation
|
Lastvorgaben
|
Bearbeitungszeitvorgaben
|
|||
Spitzenlast [1/sec] |
Mittelwert [msec] |
99%-Quantil [msec] |
|||
Infrastrukturdienste |
|
|
|||
|
I_DNS_Service_Localization |
|
|||
|
|
get_Service_Location |
200
|
60
|
120
|
|
I_DNS_Name_Resolution |
|
|||
|
|
get_IP_Address |
200
|
30
|
70
|
|
|
get_FQDN |
400
|
30
|
70
|
Als NTP-Clients, die den Zeitdienst abfragen, können neben den Hauptinstanzen der zentralen Dienste der TI-Plattform auch Switches, Router und Firewalls in Aktion treten. Es wird von maximal 1000 NTP-Clients ausgegangen. Die Clients fragen die Server nicht öfter als alle 64 Sekunden ab. Bei stabiler Zeitsynchronisation wird ein NTP-Client das Abfrage-Intervall auf bis zu 1024 Sekunden vergrößern. Daher wird bzgl. Skalierbarkeit nur die Fähigkeit gefordert, 20 Anfragen pro Sekunde (>1000/64/sec) verarbeiten zu können.
GS-A_4163 - Performance – Zeitdienst – Durchsatz
Die Stratum 1 NTP Server des Produkttyps Zeitdienst und der Stratum 2 NTP Server des Produkttyps VPN-Zugangsdienst MÜSSEN jeweils mindestens eine Spitzenlast von 200 NTP Anfragen pro Sekunde verarbeiten können.
[<=]GS-A_4165 - Performance – Zeitdienst – Verfügbarkeit
Der Produkttyp Zeitdienst und der Produkttyp VPN-Zugangsdienst MÜSSEN jeweils eine Verfügbarkeit von 99 % mit einer maximalen Ausfalldauer von 24 Stunden für die Schnittstelle I_NTP_Time_Information haben.
Der Zeitdienst gilt als nicht verfügbar, wenn folgende Störungen auf mindestens zwei Stratum 1 NTP Server des Zeitdienstes auftreten:
Weitere Anforderungen: [GS-A_3055], [GS-A_3058], [GS-A_4145], [GS-A_4146], [GS-A_4147], [GS-A_4148], [GS-A_4149].
Das zentrale Netz der TI dient der performanten Kommunikation zwischen VPN-Zugangsdiensten, zentralen Diensten und fachanwendungsspezifischen Diensten.
Bzgl. Verfügbarkeit wird dies durch die Anforderungen [GS-A_4156] und [GS-A_4353] an das zentrale Netz der TI und die Anforderung [GS-A_4155] an die zentralen Dienste für den Anschluss an das zentrale Netz erreicht.
Abbildung 9 skizziert die Punkte im Netzwerk, für die Spitzenlastvorgaben gestellt werden. Bzgl. Last und Bearbeitungszeiten werden folgende Anforderungen gestellt:
GS-A_4166 - Performance – Zentrales Netz – Durchsatz
Das Zentrale Netz der TI MUSS die Netzwerkverbindungen so auslegen, dass die an den SZZP und SZZP-light Anschlüssen vereinbarte Bandbreite nutzbar ist und jederzeit über das zentrale Netz transportiert werden kann.
[<=]
GS-A_4167 - Performance – Zentrales Netz – Roundtrip Time
Das Zentrale Netz der TI-Plattform MUSS eine RoundtripTime für IP-Pakete von höchstens 30 msec im Mittel über alle Verbindungen von Anschlusspunkt zu Anschlusspunkt aufweisen.
[<=]GS-A_4347 - Performance – Zentrales Netz – Paketverlustrate
Das Zentrale Netz der TI-Plattform MUSS eine Verlustrate für IP-Pakete von höchstens 0,1 % im Mittel über alle Verbindungen von Anschlusspunkt zu Anschlusspunkt aufweisen.
[<=]Bzgl. Robustheit gegenüber Lastspitzen ist die Anforderung [GS-A_4145] zu erfüllen. Detailregelungen zu Überlastsituationen erfolgen in [gemSpec_Net].
Anforderungen zum Reporting regeln die folgenden Anforderungen übergreifend: [GS-A_4146], [GS-A_4147], [GS-A_4148], [GS-A_4149].
Wie die Volumenmessungen zu erfolgen haben, regeln die nachfolgenden Anforderungen. Zur Topologie siehe hierzu [gemKPT_Arch_TIP], Abbildung „Netzwerktopologie der TI“.
GS-A_5014 - Performance – Zentrales Netz – Volumenmessung im SZZP
Das Zentrale Netz der TI-Plattform MUSS an seinen Sicheren Zentralen Zugangspunkten (SZZPs) und an SZZP-light das Volumen der übertragenen Daten erfassen.
An SZZPs, die VPN Zugangsdienste anschließen, MUSS das Volumen getrennt nach den einzelnen VPN-Zugangsdienstinstanzen und jeweils nach der Richtung vom und zum VPN-Zugangsdienst erfasst werden.
An SZZPs, die Zentrale Dienste der TI-Plattform oder fachanwendungsspezifische Dienste anschließen, MUSS das Volumen getrennt nach Dienstinstanz und jeweils nach der Richtung vom und zum Dienst erfasst werden. Dabei meint Dienstinstanz eine Aufschlüsselung nach Produktinstanz und Anbieter. Abweichend von dieser generellen Regelung ist für die VSDM Dienstinstanzen keine Aufschlüsselung nach Produktinstanz und Anbieter gefordert, sondern nur eine Aufschlüsselung nach SZZPs und Richtung.
An SZZP-light, die WANDA Smart an das zentrale Netz der TI anschließen, MUSS das Volumen getrennt nach Dienstinstanz und jeweils nach der Richtung vom und zum Dienst erfasst werden. Dabei meint Dienstinstanz eine Aufschlüsselung nach Produktinstanz und Anbieter.
An SZZPs, die Sicherheitsgateways Bestandsnetze anschließen, MUSS das Volumen getrennt nach den einzelnen Instanzen der Sicherheitsgateways Bestandsnetze und jeweils nach der Richtung von und zur Instanz des Sicherheitsgateways Bestandsnetze erfasst werden.
[<=]
Die Aufschlüsselung der Volumenflüsse im SZZP nach Dienstinstanzen erfolgt über die in [gemSpec_Net] geregelte Zuordnung von IP-Adressen zu Produktinstanz und Anbieter.
Weitere Anforderungen: [GS-A_3055], [GS-A_3058], [GS-A_4156], [GS-A_4353], [GS-A_5028].
Hinweis: Die Spitzenlasten beziehen sich auf die Summe aller Instanzen pro Produkttyp.
Abbildung 9: Netzwerktopologie – Punkte mit Lastvorgaben (orange)
Tabelle 64: Tab_gemSpec_Perf_Netzlast_1 Spitzenlasten am VPN-Zugangsdienst (Punkt 1)
Datenstrom |
Zusammensetzung |
|
Spitzenlast Mbit/sec |
---|---|---|---|
VPN-Zugangsdienst
zur zentralen Zone |
Summe |
|
3.417
|
Bestandsnetz |
|
150
|
|
VSDM Intermediär |
|
8
|
|
OCSP-Responder + OCSP-Proxy |
|
8
|
|
KOM-LE-Fachdienst |
|
3.248
|
|
Verzeichnisdienst |
|
3
|
|
zentrale Zone
zu VPN-Zugangsdienst |
Summe |
|
4.016
|
KSR (Download Softwarepakete) |
|
100
|
|
Bestandsnetz |
|
150
|
|
OCSP-Responder + OCSP-Proxy |
|
104
|
|
VSDM Intermediär |
|
13
|
|
TSL-Dienst (Download TSL, BNetzA_VL) |
|
360
|
|
KOM-LE-Fachdienst |
|
3.248
|
|
Verzeichnisdienst |
|
41
|
[verschoben in 3.x.1 Leistungsanforderungen VPN-Zugangsdienst]
An der Schnittstelle I_Secure_Access_Bestandsnetz des Sicherheitsgateways Bestandnetze gelten folgende Performance-Anforderungen:
[GS-A_3055], [GS-A_3058], [GS-A_4145], [GS-A_4146], [GS-A_4147], [A_14936], [GS-A_4149], [GS-A_4155].
A_18018 - Performance - Signaturdienst - Spitzenlastvorgaben
Der Anbieter Signaturdienst MUSS das System so dimensionieren, dass für seine Nutzer die erwartete Spitzenlast gemäß Tabelle Tab_gemSpec_Perf_Signaturdienst: Last- und Bearbeitungszeitvorgaben erfüllt wird. Die Lastvorgabe aus dieser Tabelle bezieht sich auf die Anzahl der gesetzlich Versicherten.
[<=]
Zur Erläuterung der Anforderung [A_18018]:
Der Anbieter muss für seinen Marktanteil das System so dimensionieren, dass die Lastvorgaben am Signaturdienst eingehalten werden.
Beispielrechnung: Für ein Marktanteil von 20% und eine Lastvorgabe von 100 Anfragen pro Sekunde muss der Signaturdienst mindestens 20 Anfragen pro Sekunde an die nachgelagerten Komponenten weiterleiten können.
Beispielrechnung: Bei einem Marktanteil von 20% muss für die Operation "I_Remote_Sign_Operations:sign_Data" eine Lastvorgabe von mindestens 20 Anfragen pro Sekunde eingehalten werden (20% von 100 Anfragen pro Sekunde).
Tabelle 65: Tab_gemSpec_Perf_Signaturdienst: Last- u. Bearbeitungszeitvorgaben
Schnittstellenoperation (Basisdienste) |
Lastvorgaben
|
Bearbeitungszeitvorgaben
|
||
Spitzenlast [1/sec] |
Mittelwert [msec] |
99%-Quantil [msec] |
||
I_Remote_Sign_Operations |
|
|||
|
sign_Data |
100
|
150
|
240
|
A_17802 - Performance – Signaturdienst – Bearbeitungszeit unter Last
Der Produkttyp Signaturdienst MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last aus Tab_gemSpec_Perf_Signaturdienst erfüllen.
[<=]A_18178 - Performance - Signaturdienst - Erfassung von Rohdaten
Der Produkttyp Signaturdienst MUSS Performance-Rohdaten gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_SigD" erfassen und die Rohdaten-Performance-Berichte in einem definierten, konfigurierbaren Zeitintervall automatisiert an den Endpunkt gemäß [A_17678] liefern.
[<=]
A_17985 - Performance - Signaturdienst - Lieferung von Rohdaten
Der Anbieter Signaturdienst MUSS in einem definierten, konfigurierbaren Zeitintervall Rohdaten-Performance-Berichte (Performance-Protokoll und Datei zur Selbstauskunft) automatisiert an den Endpunkt gemäß [A_17678] liefern. Voreingestellt für das Zeitintervall ist täglich.
[<=]
Ebenfalls gelten folgende Anforderungen: [GS-A_4155], [GS-A_5028], [GS-A_3055],[GS-A_3058], [GS-A_4145].
Für den Schlüsselgenerierungsdienst der zentralen Zone der TI-Plattform und dem Schlüsselgenerierungsdienst am Fachdienst gelten folgende Anforderungen:
A_17841 - Performance – Schlüsselgenerierungsdienst – zentral - Bearbeitungszeit unter Last
Der Produkttyp Schlüsselgenerierungsdienst der zentralen Zone der TI-Plattform MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last aus Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Schlüsselgenerierungsdienst: Last- u. Bearbeitungszeitvorgaben" unter der für alle Funktionen parallel anliegenden Spitzenlast erfüllen.
Tabelle 66: Tab_gemSpec_Perf_Schlüsselgenerierungsdienst: Last- u. Bearbeitungszeitvorgaben
Schnittstellenoperationen
|
Lastvorgaben
|
Bearbeitungszeitvorgaben
|
|
Spitzenlast [1/sec] |
Mittelwert [msec] |
99%-Quantil [msec] |
|
GetPublicKey |
100
|
100
|
174
|
GetAuthenticationToken und KeyDerivation |
jeweils 100 |
in Summe 3700 |
in Summe 4147 |
A_18179 - Performance - Schlüsselgenerierungsdienst - zentral - Erfassung von Rohdaten
Der Produkttyp Schlüsselgenerierungsdienst der zentralen Zone der TI-Plattform MUSS Performance-Rohdaten gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_SGD" erfassen und die Rohdaten-Performance-Berichte in einem definierten, konfigurierbaren Zeitintervall automatisiert an den Endpunkt gemäß [A_17678] liefern.
[<=]
A_17983 - Performance - Schlüsselgenerierungsdienst - zentral - Lieferung von Rohdaten
Der Anbieter Schlüsselgenerierungsdienst der zentralen Zone der TI-Plattform MUSS in einem definierten, konfigurierbaren Zeitintervall Rohdaten-Performance-Berichte (Performance-Protokoll und Datei zur Selbstauskunft) automatisiert an den Endpunkt gemäß [A_17678] liefern. Voreingestellt für das Zeitintervall ist 5 Minuten.
[<=]
A_18251 - Performance - Schlüsselgenerierungsdienst - zentral - Verfügbarkeit
Der Produkttyp Schlüsselgenerierungsdienst der zentralen Zone der TI MUSS eine Verfügbarkeit von 99,98 in der Haupt- und Nebenzeit für alle Operationen der technischen Schnittstellen aufweisen.
Wartungsfenster dürfen nur in der Nebenzeit liegen. Genehmigte Wartungsfenster werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 6 bis 20 Uhr. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit. Bundeseinheitliche Feiertage werden wie Sonntage behandelt, alle übrigen Feiertage wie Werktage.
Der Anschluss an das zentrale Netz muss über die Anschlussoption „Hohe Verfügbarkeit“ erfolgen. [<=]
Ebenfalls gelten folgende Anforderungen an den Schlüsselgenerierungsdienst der zentralen Zone der TI-Plattform:
[GS-A_3055],[GS-A_3058],[GS-A_4145].
A_17967 - Performance – Schlüsselgenerierungsdienst – am FD - Spitzenlastvorgaben
Der Anbieter Schlüsselgenerierungsdienst am FD MUSS das System so dimensionieren, dass für seine Nutzer die erwartete Spitzenlast gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Schlüsselgenerierungsdienst: Last- u. Bearbeitungszeitvorgaben" erfüllt wird.
[<=]Zur Erläuterung der Afo [A_17967]:
Der Anbieter muss die Anzahl seiner Nutzer kennen und sein System mindestens so dimensionieren, dass die Lastvorgaben eingehalten werden. Beispielrechnung: Für 12,57 Mio. Nutzer (etwa 17,95% Marktanteil) muss für die Operation "GetPublicKey" eine Lastvorgabe von mindestens 18 Anfragen pro Sekunde eingehalten werden (17,95% von 100 Anfragen pro Sekunde).
A_17977 - Performance - Schlüsselgenerierungsdienst - am FD - Bearbeitungszeit unter Last
Der Schlüsselgenerierungsdienst am FD MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last für die Schnittstellenoperationen aus Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Schlüsselgenerierungsdienst: Last- u. Bearbeitungszeitvorgaben" erfüllen.
[<=]A_17975 - Performance - Schlüsselgenerierungsdienst - am FD - Robustheit gegenüber Lastspitzen
Der Schlüsselgenerierungsdienst am FD MUSS bei Lastspitzen oberhalb der definierten Spitzenlasten aus Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Schlüsselgenerierungsdienst: Last- u. Bearbeitungszeitvorgaben" verfügbar bleiben.
[<=]Hinweis: Alle Anfragen, die bei einer Lastspitze über die gemäß der definierten Spitzenlasten zu verarbeitenden Anzahl von Anfragen hinausgehen, kann der Signaturdienst vorübergehend abweisen. Vom System angenommene Anfragen müssen weiterhin innerhalb der Performancevorgaben verarbeitet werden. Der Anbieter hat seinen Produktbetrieb auf die neuen, höheren Lastspitzen zu skalieren.
A_17978 - Performance - Schlüsselgenerierungsdienst - am FD - Skalierung
Der Anbieter Schlüsselgenerierungsdienst am FD MUSS nachvollziehbar darstellen, wie die Skalierung im Produktivbetrieb erreicht wird.
[<=]
A_17979 - Performance - Schlüsselgenerierungsdienst - am FD - Verfügbarkeit
Der Anbieter Schlüsselgenerierungsdienst am FD MUSS zur Hauptzeit eine Verfügbarkeit von 99,9% und zur Nebenzeit von 99% für alle Operationen der technischen Schnittstellen aufweisen.
Wartungsfenster dürfen nur in der Nebenzeit liegen. Genehmigte Wartungsfenster werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 6 bis 20 Uhr. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit. Bundeseinheitliche Feiertage werden wie Sonntage behandelt, alle übrigen Feiertage wie Werktage.
Die Anschlüsse aller Standorte an das zentrale Netz MÜSSEN über die Anschlussoption "Hohe Verfügbarkeit" erfolgen.
A_20518 - Performance - Schlüsselgenerierungsdienst - am FD - Spitzenlastvorgaben TU
Der Anbieter Schlüsselgenerierungsdienst am FD MUSS in der TU-Umgebung 5% der für die in Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Schlüsselgenerierungsdienst: Last- u. Bearbeitungszeitvorgaben" genannten Operationen geltenden Spitzenlastvorgaben unter Einhaltung der mittleren Bearbeitungszeiten erfüllen.
Ist der Marktanteil kleiner als 5% MUSS der Anbieter Schlüsselgenerierungsdienst am FD nur den entsprechenden Prozentwert seines Marktanteils in der TU umsetzen. Der Prozentwert MUSS mit angegeben werden.
[<=]
A_18180 - Performance - Schlüsselgenerierungsdienst - am FD - Erfassung von Rohdaten
Der Schlüsselgenerierungsdienst am FD MUSS Performance-Rohdaten gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_SGD" erfassen und die Rohdaten-Performance-Berichte in einem definierten, konfigurierbaren Zeitintervall automatisiert an den Endpunkt gemäß [A_17678] liefern.
[<=]
A_17981 - Performance - Schlüsselgenerierungsdienst - am FD - Lieferung von Rohdaten
Der Anbieter Schlüsselgenerierungsdienst am FD MUSS in einem definierten, konfigurierbaren Zeitintervall Rohdaten-Performance-Berichte (Performance Protokoll und Datei zur Selbstauskunft) automatisiert an den Endpunkt gemäß [A_17678] liefern. Voreingestellt für das Zeitintervall ist täglich.
[<=]
[verschoben in 3.x.1.3 Performancevorgaben IDP-Dienste]
GS-A_5029-01 - Performance – VSDM Intermediär – Bearbeitungszeit unter Last
Der Produkttyp Intermediär MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last aus Tab_gemSpec_Perf_Intermediaer erfüllen. Die dabei zu unterstützende Spitzenlast pro Sekunde berechnet sich aus der durch die VSDM-Intermediär-Instanz maximal zu unterstützende Anzahl an Leistungserbringern in Tausend multipliziert mit dem Faktor 5,35.
Die Vorgaben beziehen sich auf die einzelnen Request-Response-Zyklen. Sie beinhalten die Bearbeitungszeitbeiträge aus Request und Response in Summe. Es wird davon ausgegangen, dass der Intermediär eingeschwungen ist und z. B. Lokalisierungsanfragen lokal zwischengespeichert sind sowie Verbindungen nicht neu ausgehandelt werden.
Für die Zulassung ist der Nachweis bei einer Last von 100 Anfragen pro Sekunde zu erbringen.
Tabelle 67 Tab_gemSpec_Perf_Intermediaer: Bearbeitungszeitvorgaben
Bearbeitungszeitvorgaben
|
|
---|---|
Mittelwert
[msec] |
95%-Quantil
[msec] |
100
|
150
|
GS-A_5030 - Performance – VSDM Intermediär – Verfügbarkeit
Der Produkttyp Intermediär MUSS zur Hauptzeit eine Verfügbarkeit von 99,8% und zur Nebenzeit von 99% haben.
Wartungsfenster dürfen nur in der Nebenzeit liegen. Genehmigte Wartungsfenster werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr, ausgenommen bundeseinheitliche Feiertage. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit.
[<=]
A_20170 - Performance - Erfassung von Rohdaten - Intermediär VSDM
Der Intermediär VSDM MUSS Performance-Rohdaten gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_Intermediär VSDM" erfassen und Rohdaten-Performance-Berichte in einem definierten, konfigurierbaren Zeitinervall automatisiert an den Endpunkt gemäß [A_17678] liefern.
[<=]
Außerdem gelten folgende Anforderungen für das Erfassen und Reporten von Performance-Kennzahlen: [GS-A_4146], [GS-A_4147], [GS-A_4148], [GS-A_4149].
GS-A_5031 - Performance – VSDM Fachdienste – Bearbeitungszeit unter Last
Die Produkttypen Fachdienst UFS, Fachdienst VSDD und Fachdienst CMS MÜSSEN die Bearbeitungszeitvorgaben für das 95%-Quantil unter Last aus Tab_gemSpec_Perf_VSDM_Fachdienste erfüllen. Sie SOLLEN die Bearbeitungszeitvorgaben für den Mittelwert unter Last aus Tab_gemSpec_Perf_VSDM_Fachdienste erfüllen.
Die Bearbeitungszeiten für alle Request-Response-Zyklen eines Anwendungsfalls tragen zur Bearbeitungszeit bei. Es wird davon ausgegangen, dass die Fachdienste eingeschwungen sind, so dass Verbindungen nicht neu ausgehandelt werden.
[<=]
Tabelle 68: Tab_gemSpec_Perf_VSDM_Fachdienste: Last- und Bearbeitungszeitvorgaben
Produkttypen
|
Anwendungsfalldetails |
Lastvorgaben |
Bearbeitungszeitvorgaben |
|
---|---|---|---|---|
Spitzenlast
[1/sec] |
Mittelwert
[msec] |
95%-Quantil
[msec] |
||
Fachdienst
UFS |
Bearbeitungszeiten vom Eingang der Anfrage "GetUpdateFlags" bis zum Versand der Antwort durch den Fachdienst |
1000
|
235
|
280
|
Fachdienst
VSDD/CMS |
Summe aller Bearbeitungszeiten aller VSDD/CMS-Anfragen (vom Empfang der Anfrage bis zum Versand der Antwort durch den Fachdienst), die zu jeweils einer Aktualisierung der eGK gehören. Die VSDD/CMS-Anfragen umfassen sowohl die Operation "PerformUpdates" als auch die anschließenden "GetNextCommandPackaged"-Operationen. |
25
|
1560
|
5585
|
GS-A_5032 - Performance – VSDM Fachdienste – Verfügbarkeit
Die Produkttypen Fachdienst UFS, Fachdienst VSDD und Fachdienst CMS MÜSSEN zur Hauptzeit eine Verfügbarkeit von 99,8% und zur Nebenzeit von 98,5% haben.
Wartungsfenster dürfen nur in der Nebenzeit liegen. Genehmigte Wartungsfenster werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr, ausgenommen bundeseinheitliche Feiertage. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit.
[<=]
Die Verfügbarkeit der funktionalen Eigenschaften der Produkttypen Fachdienst UFS, Fachdienst VSDD und Fachdienst CMS wird mittels der Probes des Service Monitorings und die nicht funktionalen Eigenschaften durch Auswertung der Rohdaten ermittelt.
Weiterhin gelten folgende Anforderungen für das Erfassen und Liefern von Rohdaten:
A_17268 - Performance - Erfassung von Rohdaten - Fachdienste VSDM
Die Betreiber der Fachdienste VSDM MÜSSEN Rohdaten gemäß [Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_VSDM] erfassen.
[<=]
A_17267 - Performance - Lieferung von Rohdaten - Fachdienste VSDM
Die Betreiber der Fachdienste VSDM MÜSSEN in einem definierten, konfigurierbaren Zeitintervall Rohdaten-Performance-Berichte (Performance Protokoll und Datei zur Selbstauskunft) automatisiert an den Endpunkt gemäß [A_17678] liefern. Voreingestellt für das Zeitintervall ist täglich.
[<=]
GS-A_5136 - Performance – KOM-LE-Clientmodul – Bearbeitungszeit unter Last
Der Produkttyp KOM-LE-Clientmodul MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last aus Tab_gemSpec_Perf_KOMLE_Clientmodul unter der für die Anwendungsfälle parallel anliegenden Spitzenlast erfüllen. Die Lastanforderungen müssen von den Clientmodulen für die jeweilige Leistungserbringerumgebung LE-U1, LE-U2, LE-U3 oder LE-U4 erbracht werden. Das KOM-LE-Clientmodul muss diese Zeiten unter der Nebenbedingung erbringen, dass die anderen Produkttypen die Zeiten gemäß der Zerlegung der Bearbeitungszeiten in Tabelle Tab_gemSpec_Perf_KOMLE_Bearbeitungszeitbeiträge einhalten und dass die Ausführung auf einem durchschnittlichen PC erfolgt.
[<=]Tabelle 69: Tab_gemSpec_Perf_KOMLE_Clientmodul: Last- und Bearbeitungszeitvorgaben
Anwendungsfall
|
Datenmenge in KB
|
Spitzenlast [1/h]
|
Bearbeitungszeit
|
|||
LE-U1
|
LE-U2
|
LE-U3
|
LE-U4
|
Mittelwert [sec] |
||
Empfängerdaten ermitteln |
10
|
10
|
37
|
94
|
237
|
1,2
|
Nachricht schützen und an KOM-LE-Fachdienst senden |
50
|
200
|
200
|
200
|
200
|
8,9
|
100
|
10
|
35
|
90
|
224
|
12,5
|
|
25600
|
13
|
13
|
13
|
13
|
260 (*) |
|
Nachricht vom KOM-LE Fachdienst holen und aufbereiten |
50
|
200
|
200
|
200
|
200
|
4,3
|
100
|
10
|
35
|
90
|
224
|
4,8
|
|
25600
|
13
|
13
|
13
|
13
|
38,5 (*) |
|
Aufbau sicherer Kanal vom Clientmodul zum Fachdienst |
|
34
|
34
|
70
|
70
|
3,9
|
(*) In diesem besonderen Nutzungsbedarf wird von einer Transportnetzanbindung von
16 Mbit/sec in Download-Richtung und 1024 Kbit/sec in Upload-Richtung ausgegangen.
Tabelle 70: Tab_gemSpec_Perf_KOMLE_Bearbeitungszeitbeiträge: Zerlegung Bearbeitungszeiten
Anwendungsfall |
Daten- menge in KB |
Bearbeitungszeitbeiträge [sec] |
|||||
---|---|---|---|---|---|---|---|
Konnektor,
Anzeige am Arbeitsplatz, Kartenterminal, Karten, Verzeichnis- dienst |
LE-
LAN |
Zugangs-
netz |
KOM-
LE Client- modul |
KOM-
LE Fach- dienst |
OCSP- Responder
|
||
Empfängerdaten ermitteln |
10
|
1,0
|
0,0
|
0,1
|
0,0
|
0,0
|
0,0
|
Nachricht schützen und an KOM-LE Fachdienst senden |
50
|
3,3
|
0,1
|
3,9
|
0,5
|
0,0
|
1,0
|
100
|
3,3
|
0,1
|
7,5
|
0,5
|
0,0
|
1,0
|
|
25600
|
4,6
|
23,5
|
229,3 *
|
1,0
|
0,0
|
1,0
|
|
Nachricht vom KOM-LE Fachdienst holen und aufbereiten |
50
|
1,2
|
0,1
|
0,6
|
0,5
|
0,0
|
1,0
|
100
|
1,2
|
0,1
|
1,1
|
0,5
|
0,0
|
1,0
|
|
25600
|
2,3
|
18,8
|
14,4 *
|
1,0
|
0,0
|
1,0
|
|
Aufbau TLS-Kanal zwischen KOM-LE-Clientmodul und KOM-LE-Fachdienst |
|
1,3
|
0
|
0,4
|
0,1
|
0,1
|
2,0
|
(*) In diesem besonderen Nutzungsbedarf wird von einer Transportnetzanbindung von
16 Mbit/sec in Download-Richtung und 1024 Kbit/sec in Upload-Richtung ausgegangen.
A_20129 - Performance - KOM-LE-Fachdienst - Spitzenlastvorgaben
Der Anbieter KOM-LE-Fachdienst MUSS das System so dimensionieren, dass für seine Nutzer der erwartete Spitzenlast gemäß "Tab_gemSpec_Perf_KOMLE_Fachdienst: Lastvorgaben" erfüllt werden. Die Lastvorgabe aus dieser Tabelle bezieht sich auf die Anzahl aller KOM-LE-Teilnehmer.
[<=]
Zur Erläuterung der Afo [A_20129]:
Der Anbieter muss die Anzahl seiner KOM-LE-Teilnehmer kennen und sein System mindestens so dimensionieren, dass die Lastvorgaben eingehalten werden.
Beispielrechnung: Für 210.000 KOM-LE-Teilnhmer (siehe Tabelle "Tab_Mengengerüst: Annahmen für Modellierung") ergibt sich auf Basis von 10.000 Teilnehmern eines Anbieters eine Lastvorgabe von mindestens 8 Anfragen pro Sekunde für das senden von Mails mit einer Nachrichtengröße von 100KB. (5% von 160 Anfragen pro Sekunde).
Tabelle 71: Tab_gemSpec_Perf_KOMLE_Fachdienst: Lastvorgaben
Anwendungsfall
|
Datenmenge in KB |
Lastanforderungen
|
Anfragen [1/sec] |
||
Nachricht über KOM-LE-Clientmodul empfangen |
100
|
302
|
25.600
|
15
|
|
Nachricht über KOM-LE-Clientmodul Download |
100
|
302
|
25.600
|
15
|
|
Nachricht an KOM-LE-FD senden |
100
|
160
|
25.600
|
8
|
|
Nachricht von KOM-LE-FD empfangen |
100
|
160
|
25.600
|
8
|
|
Aufbau TLS-Kanal zwischen KOM-LE-Clientmodul und KOM-LE-Fachdienst |
|
820
|
GS-A_5138-01 - Performance – KOM-LE-Fachdienst – Bearbeitungszeit unter Last
Der Produkttyp KOM-LE-Fachdienst MUSS die Bearbeitungszeitvorgabe aus Tab_gemSpec_Perf_KOMLE_Clientmodul für den „Aufbau TLS-Kanal zwischen KOM-LE-Clientmodul und KOM-LE-Fachdienst“ unter der für diesen Anwendungsfall gemäß Tabelle Tab_gemSpec_Perf_KOMLE_Fachdienst anliegenden Spitzenlast für seine KOM-LE-Teilnehmer erfüllen. Der KOM-LE-Fachdienst muss diese Zeiten unter der Nebenbedingung erbringen, dass die anderen Produkttypen die Zeiten gemäß der Zerlegung der Bearbeitungszeiten in Tabelle Tab_gemSpec_Perf_KOMLE_Bearbeitungszeitbeiträge einhalten. Bei gecachten OCSP-Responses reduziert sich die Zeit um den dort angegebenen Betrag.
[<=]
Zur Erläuterung der Afo [GS-A_5138-01]:
Der Anbieter muss die Anzahl seiner KOM-LE-Teilnehmer kennen und sein System mindestens so dimensionieren, dass die Lastvorgaben eingehalten werden.
Beispielrechnung: Für 210.000 KOM-LE-Teilnhmer (siehe Tabelle "Tab_Mengengerüst: Annahmen für Modellierung") ergibt sich auf Basis von 10.000 Teilnehmern eines Anbieters eine Spitzenlast von 41 Anfragen pro Sekunde mit einer mittleren Bearbeitungszeit von 3,9 Sekunden für den Aufbau des TLS-Kanals zwischen KOM-LE-Clientmodul und KOM-LE-Fachdienst. (5% von 820 Anfragen pro Sekunde).
GS-A_5143-01 - Performance – KOM-LE-Fachdienst – Nachricht senden
Der KOM-LE-Fachdienst MUSS die vom KOM-LE-Clientmodul empfangenen E-Mails zeitnah an den KOM-LE-Fachdienst des E-Mail-Empfängers weiterleiten.
Der KOM-LE-Fachdienst des E-Mail-Senders MUSS sicherstellen, dass der Zeitraum zwischen dem Zeitpunkt der quittierten Übergabe vom KOM-LE-Clientmodul an den KOM-LE-Fachdienst des E-Mail-Senders und dem Zeitpunkt der quittierten Übergabe an den KOM-LE-Fachdienst des E-Mail-Empfängers kleiner 10 Minuten ist.
[<=]
A_20127 - Performance - KOM-LE-Fachdienst – Spitzenlastvorgaben für den KAS
Der Anbieter KOM-LE-Fachdienst MUSS den KAS so dimensionieren, dass für seine Nutzer die erwartete Spitzenlast gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_KOMLE_Fachdienst: Lastvorgaben des KAS" erfüllt wird.
Die Lastvorgaben sind für die vom Anbieter definierte maximale Größe der Zulässigen Anhänge zu erfüllen.
Tabelle 72 Tab_gemSpec_Perf_KOMLE_Fachdienst: Lastvorgaben des KAS
Schnittstellenoperationen
|
Spitzenlast [1/sec] |
I_Attachment_Service::add_Attachment |
22 |
I_Attachment_Service::read_Attachment |
30 |
I_Attachment_Service::MaxMailSize |
22 |
Zur Erläuterung der Afo [A_20127]:
Der Anbieter muss die Anzahl seiner KOM-LE-Teilnehmer kennen und sein System mindestens so dimensionieren, dass die Lastvorgaben eingehalten werden.
Beispielrechnung: Für 210.000 KOM-LE-Teilnhmer (siehe Tabelle "Tab_Mengengerüst: Annahmen für Modellierung") ergibt sich auf Basis von 10.000 Teilnehmern eines Anbieters eine Lastvorgabe von mindestens 1 Anfrage pro Sekunde für das Hochladen von Anhängen (I_Attachment_Service::add_Attachment) mit einer vom Anbieter definierten maximal zulässigen Größe von z. B. 250 MB. (5% von 22 Anfragen pro Sekunde).
A_20130 - Performance - KOM-LE-Fachdienst - TLS Kanal KAS
Der Anbieter KOM-LE-Fachdienst MUSS den KAS so dimensionieren, dass für seine Nutzer die erwartete Spitzenlast gemäß "Tab_gemSpec_Perf_KOMLE_Fachdienst: Lastvorgaben des KAS" für den Aufbau des TLS-Kanal zwischen KOM-LE-Clientmodul und KOM-LE-Fachdienst erfüllt wird.
[<=]
A_20132 - Performance - KOM-LE-Fachdienst - Spitzenlastvorgaben TU
Der Anbieter KOM-LE MUSS in der TU-Umgebung 5% der in den folgenden Tabellen:
A_20133 - Performance - KOM-LE-Fachdienst - Anbindungsbandbreite
Der Anbieter des KOM-LE-Fachdienstes MUSS die Bandbreite seiner Schnittstelle zum zentralen Netz der TI entsprechend der zu erwartenden Last auslegen. Die Auslastung der effektiven Bandbreite darf nicht dauerhaft über 90% der gewählten Anbindungsbandbreite liegen.
[<=]
A_20134 - Performance - KOM-LE-Fachdienst - Robustheit gegenüber Lastspitzen
Der KOM-LE Fachdienst MUSS bei Lastspitzen oberhalb der definierten Spitzenlasten aus den Tabellen:
Hinweis: Alle Anfragen, die bei einer Lastspitze über die gemäß der definierten Spitzenlasten zu verarbeitenden Anzahl von Anfragen hinausgehen, kann der KOM-LE-FAchdienst vorübergehend abweisen. Dabei müssen die definierten Spitzenlasten weiterhin innerhalb der Performancevorgaben verarbeitet werden. Vom System angenommene Anfragen müssen weiterhin innerhalb der Performancevorgaben verarbeitet werden. Der Anbieter hat seinen Produktbetrieb auf die neuen, höheren Lastspitzen zu skalieren.
A_20135 - Performance - KOM-LE-Fachdienst - Skalierung
Der Anbieter KOM-LE-Fachdienst MUSS nachvollziehbar darstellen, wie die Skalierung im Produktivbetrieb erreicht wird. [<=]
Im Zuge des Zulassungsverfahrens hat der Anbieter KOM-LE-Fachdienst der gematik gegenüber nachvollziehbar darzustellen, welche technischen Skalierungsmaßnahmen anhand welcher messbarer Parameter er für den Produktivbetrieb plant durchzuführen. Die Skalierungsmaßnahmen können dabei unterschiedliche Ausprägungen und Dimensionen umfassen. Beispielsweise eine automatisierte Ressourcenzuteilung oder eine Anpassung oder Änderung unterschiedlicher technischer Komponenten, die zu einer Produktänderung im Sinne der [gemSpec_OM] führt. Die Darstellung muss Verifikationsbeschreibungen enthalten, mit denen der Erfolg der Maßnahmen ermittelt werden kann.
A_20136 - Performance - Erfassung von Rohdaten - KOM-LE-Fachdienst
Der KOM-LE-Fachdienst MUSS Performance-Rohdaten gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_KOM-LE – Operationen des Performance-Berichts_KOM-LE" erfassen und die Rohdaten-Performance-Berichte in einem definierten, konfigurierbaren Zeitintervall automatisiert an den Endpunkt gemäß [A_17678] liefern.
[<=]
A_20137 - Performance - Lieferung von Rohdaten - KOM-LE-Fachdienst
Der KOM-LE-Fachdienst Anbieter MUSS in einem definierten, konfigurierbaren Zeitintervall Rohdaten-Performance-Berichte (Performance Protokoll und Datei zur Selbstauskunft) automatisiert an den Endpunkt gemäß [A_17678] liefern. Voreingestellt für das Zeitintervall ist täglich.
[<=]
GS-A_5139-01 - Performance – KOM-LE-Fachdienst – Verfügbarkeit
Der Produkttyp KOM-LE-Fachdienst MUSS zur Hauptzeit eine Verfügbarkeit von 99,8% und zur Nebenzeit von 99% haben.
Auch über Ausfälle hinweg MUSS der Produkttyp KOM-LE-Fachdienst gewährleisten, dass Nachrichten spätestens 10 Minuten nach dem erfolgreichen Versenden zum Abruf für den Empfänger bereitstehen.
Wartungsfenster dürfen nur in der Nebenzeit liegen. Genehmigte Wartungsfenster werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr, ausgenommen bundeseinheitliche Feiertage. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit.
[<=]
Außerdem gelten folgende Anforderungen für das Erfassen und Reporten von Performance-Kennzahlen: [GS-A_4146], [GS-A_4147], [GS-A_4148], [GS-A_4149].
A_15208-01 - Performance - ePA-Aktensystem - Spitzenlastvorgaben
Der Anbieter ePA-Aktensystem MUSS das Aktensystem so dimensionieren, dass für seine Nutzer die erwartete Spitzenlast gemäß Tabelle "Tab_ePA_Aktensystem - Last- und Bearbeitungszeitvorgaben-01" erfüllt wird. Die Lastvorgabe aus dieser Tabelle bezieht sich auf die Anzahl der gesetzlich Versicherten. [<=]
Zur Erläuterung der Afo [A_15208-01]:
Der Anbieter muss die Anzahl seiner Nutzer kennen und sein System mindestens so dimensionieren, dass die Lastvorgaben eingehalten werden.
Beispielrechnung: Für 12,57 Mio. Nutzer (etwa 17,95% Marktanteil) muss für die Operation "I_Authentication_Insurant:login" eine Lastvorgabe von mindestens 11 Anfragen pro Sekunde eingehalten werden (17,95% von 60 Anfragen pro Sekunde).
Tabelle 73: Tab_ePA_Aktensystem - Last- und Bearbeitungszeitvorgaben-01
Schnittstellenoperationen
|
Lastvorgaben
|
Bearbeitungszeitvorgaben
|
||
Spitzenlast [1/sec] |
Mittelwert [msec] |
99%-Quantil [msec] |
||
I_Authentication_Insurant |
|
|||
|
login |
60
|
755
|
960
|
I_Authorization |
|
|||
|
getAuthorizationKey |
100
|
770
|
980
|
I_Authorization_Management |
|
|||
|
putAuthorizationKey |
25
|
520
|
690
|
|
checkRecordExists |
25
|
100
|
180
|
I_Document_Management_Connect |
|
|||
|
openContext |
100
|
100
|
180
|
I_Document_Management |
|
|||
|
CrossGatewayQuery |
100
|
695
|
895
|
|
CrossGatewayRetrieve |
60
|
430
|
590
|
|
CrossGatewayDocumentProvide |
40
|
440
|
600
|
|
RemoveDocuments |
5
|
680
|
880
|
I_Proxy_Directory_Query |
|
|||
|
Search |
10
|
1150
|
1405
|
A_15031-01 - Performance - ePA-Aktensystem - Bearbeitungszeit unter Last
Das ePA-Aktensystem MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last für die Schnittstellenoperationen aus Tab_ePA_Aktensystem - Last- und Bearbeitungszeitvorgaben-01 erfüllen.
Dabei gilt:
Hinweis: Bei den in Tabelle "Tab_ePA_Aktensystem - Last- und Bearbeitungszeitvorgaben" angegebenen Bearbeitungszeiten sind die Zeiten für die Übertragung der eingehenden und ausgehenden Nachrichten nicht enthalten.
A_15236-01 - Performance - ePA-Aktensystem - Robustheit gegenüber Lastspitzen
Das ePA-Aktensystem MUSS bei Lastspitzen oberhalb der definierten Spitzenlasten aus Tabelle "Tab_ePA_Aktensystem - Last- und Bearbeitungszeitvorgaben-01" verfügbar bleiben. [<=]
Hinweis: Alle Anfragen, die bei einer Lastspitze über die gemäß der definierten Spitzenlasten zu verarbeitenden Anzahl von Anfragen hinausgehen, kann das ePA-Aktensystem vorübergehend abweisen. Dabei müssen die definierten Spitzenlasten weiterhin innerhalb der Performancevorgaben verarbeitet werden. Vom System angenommene Anfragen müssen weiterhin innerhalb der Performancevorgaben verarbeitet werden. Der Anbieter ePA-Aktensystem hat seinen Produktbetrieb auf die neuen, höheren Lastspitzen zu skalieren.
A_17998 - Performance - ePA-Aktensystem - Zugangsgateway des Versicherten - Lastvorgaben
Der Anbieter ePA-Aktensystem MUSS die Komponente Zugangsgateway des Versicherten so dimensionieren, dass für seine Nutzer die erwartete Spitzenlast erfüllt wird. Der Marktanteil des Anbieters ist prozentual auf die TI-Gesamtlast von 640 parallel eintreffenden Anfragen anzuwenden.
[<=]
Zur Erläuterung der Afo [A_17998]:
Der Anbieter muss für sein Marktanteil das System so dimensionieren, dass die Lastvorgaben am Zugangsgateway des Versicherten eingehalten werden.
Beispielrechnung: Für ein Marktanteil von 20% und eine Lastvorgabe von 640 Anfragen pro Sekunde muss das Zugangsgateway des Versicherten mindestens 128 Anfragen pro Sekunde an die nachgelagerten Komponenten weiterleiten können.
A_15213-01 - Performance - ePA-Aktensystem - Spitzenlastvorgaben TU
Der Anbieter ePA-Aktensystem MUSS in der TU-Umgebung 5% der in Tabelle "Tab_ePA_Aktensystem - Last- und Bearbeitungszeitvorgaben-01" geltenden Spitzenlastvorgaben unter Einhaltung der mittleren Bearbeitungszeiten erfüllen.
Ist der Marktanteil kleiner als 5% MUSS der Anbieter ePA-Aktensystem nur den entsprechenden Prozentwert seines Marktanteils in der TU umsetzen. Der Prozentwert MUSS mit angegeben werden.
[<=]
Zur Erläuterung der Afo [A_15213-01]:
Jeder Anbieter muss sein ePA-Aktensystem in der TU so dimensionieren, dass mindestens 5% der in Tabelle "Tab_ePA_Aktensystem - Last- und Bearbeitungszeitvorgaben" erfüllt werden.
Beispielrechnung: Für die Operation "I_Authentication_Insurant:login" müssen mindestens 3 Anfragen pro Sekunde in der TU erfolgreich verarbeitet werden (5% von 60 Anfragen pro Sekunde). Die 5% - Regel gilt auch für die Dimensionierung der parallelen Anfragen über das Zugangsgateway des Versicherten (gemäß [A_17998]).
A_15214 - Performance - ePA-Aktensystem - Speicherkapazität TU
Der Anbieter ePA-Aktensystem MUSS eine Speicherkapazität von 300 GB in der TU bereit stellen.
[<=]
Aufbau sicherer Kanal zwischen der VAU und einem ePA-Client
A_15698 - Performance - ePA-Aktensystem - Verbindungsaufbau
Das ePA-Aktensystem MUSS beim Aufbau der sicheren Verbindung zwischen VAU und einem ePA-Client die Bearbeitungszeitvorgabe aus Tabelle Tab_gemSpec_Perf_ePA_Verbindungsaufbau bezüglich der von ihm verursachten Verarbeitungszeit erfüllen.
Tabelle 74: Tabelle Tab_gemSpec_Perf_ePA_Verbindungsaufbau
Bearbeitungszeitvorgaben
|
|
Mittelwert [sec] |
95%-Quantil [sec] |
1,5
|
1,7
|
Der Anbieter ePA-Aktensystem erfasst Performance-Daten für die Bereitstellung des Verarbeitungskontextes der VAU durch Messung des Zeitraumes zwischen Empfang des ersten Client-Request der Session (valides VAUClientHello) bis zum vollständigen Senden der letzten Handshake-Nachricht (VAUServerFin) . Kann die Beantwortung nicht erfolgen und der Vorgang wird dadurch abgebrochen, dann muss dies als abgelehnter Aufruf gewertet werden. Die Zeit bis zum Abbruch wird nicht in der summierten Bearbeitungszeit erfasst.
A_15212 - Performance - ePA-Aktensystem - Skalierung
Der Anbieter ePA-Aktensystem MUSS nachvollziehbar darstellen, wie die Skalierung im Produktivbetrieb erreicht wird. [<=]
Im Zuge des Zulassungsverfahrens hat der Anbieter ePA-Aktensystem der gematik gegenüber nachvollziehbar darzustellen, welche technischen Skalierungsmaßnahmen anhand welcher messbarer Parameter er für den Produktivbetrieb plant durchzuführen. Die Skalierungsmaßnahmen können dabei unterschiedliche Ausprägungen und Dimensionen umfassen. Beispielsweise eine automatisierte Ressourcenzuteilung oder eine Anpassung oder Änderung unterschiedlicher technischer Komponenten, die zu einer Produktänderung im Sinne der [gemSpec_OM] führt. Die Darstellung muss Verifikationsbeschreibungen enthalten, mit denen der Erfolg der Maßnahmen ermittelt werden kann.
A_16177 - Performance - ePA-Aktensystem - Verfügbarkeit
Der Anbieter ePA-Aktensystem MUSS zur Hauptzeit eine Verfügbarkeit von 99,9% und zur Nebenzeit von 99% für alle Operationen der technischen Schnittstellen aufweisen.
Wartungsfenster MÜSSEN vollständig in der Nebenzeit liegen. Genehmigte Wartungsfenster werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 6 bis 20 Uhr. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit. Bundeseinheitliche Feiertage werden wie Sonntage behandelt, alle übrigen Feiertage wie Werktage.
Die Anschlüsse aller Standorte an das zentrale Netz MÜSSEN über die Anschlussoption "Hohe Verfügbarkeit" erfolgen.
[<=]
Die Verfügbarkeit der funktionalen Eigenschaften des ePA-Aktensystems wird mittels der Probes des Service Monitorings und die nicht funktionalen Eigenschaften durch Auswertung der Rohdaten ermittelt.
A_18181 - Performance - Erfassung von Rohdaten - ePA-Aktensystem
Das ePA-Aktensystem MUSS Performance-Rohdaten gemäß Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_ePA" erfassen und die Rohdaten-Performance-Berichte in einem definierten, konfigurierbaren Zeitintervall automatisiert an den Endpunkt gemäß [A_17678] liefern.
[<=]
A_17293 - Performance - Lieferung von Rohdaten - ePA-Aktensystem
Der Anbieter ePA-Aktensystem MUSS in einem definierten, konfigurierbaren Zeitintervall Rohdaten-Performance-Berichte (Performance Protokoll und Datei zur Selbstauskunft) automatisiert an den Endpunkt gemäß [A_17678] liefern. Voreingestellt für das Zeitintervall ist täglich. [<=]
A_15743 - Performance - ePA-Aktensystem - Bestandsdaten
Der Anbieter ePA-Aktensystem MUSS im Performance-Report zu einem Stichtag des betreffenden Erfassungszeitraums folgende Performance-Kenngrößen über das ePA-Aktensystem berichten:
A_20204-01 - Performance - ePA-Aktensystem - Lieferweg und Format für Bestandsdaten
Das ePA-Aktensystem MUSS die Informationen aus A_15743 jeweils monatlich zum 01. des Monats in folgendem JSON Format als HTTP Body an die Betriebsdatenerfassung (BDE) gemäß gemSpec_SST_LD_BD liefern:
{
„Abfragezeitpunkt“: <Zeitstempel der Abfrage als String im ISO 8601 Format>,
„CI_ID“: <CI ID des abgefragten Aktensystems gemäß TI-ITSM als String>,
„ePA_AS_Anzahl_Konten“: <Anzahl der zum Abfragezeitpunkt vorhandenen Konten als Integer>,
„ePA_AS_Anzahl_Dokumente“: <Anzahl der zum Abfragezeitpunkt vorhandenen Dokumente (über alle Konten) als Integer>,
„ePA_AS_Datenvolumen“: <Datenvolumen des kompletten Aktensystems zum Abfragezeitpunkt in kByte als Integer>
}
[<=]
"Da bei dieser Lieferung keine Datei übermittelt wird, sondern der Text direkt im Body, ist für diese Lieferung die Angabe des filenames im HTTP Header gemäß [A_17733-01] (Tabelle: Tab_I_OpsData_Update_002 Operation I_OpsData_Update::fileUpload) in der gemSpec_SST_LD_BD NICHT notwendig."
Die Anforderungen an die Verfügbarkeit des Apothekenverzeichnisses richten sich nach der geforderten Verfügbarkeit der Schnittstellen des neuen Produkttyps, d.h. die Schnittstellen zum Abruf und Pflege der Apothekeninformationen müssen die gleiche Verfügbarkeit aufweisen.
A_21270 - Performance - Apothekenverzeichnis - Verfügbarkeit
Der Produkttyp Apothekenverzeichnis MUSS zur Hauptzeit eine Verfügbarkeit von 99,8 % und zur Nebenzeit von 99 % für alle Operationen der technischen Schnittstellen aufweisen.
Wartungsfenster MÜSSEN vollständig in der Nebenzeit liegen. Genehmigte Wartungsfenster werden nicht als Ausfallzeit gewertet.
Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 6 bis 20 Uhr. Alle übrigen Stunden der Woche sind Nebenzeit. Bundeseinheitliche Feiertage werden wie Sonntage behandelt, alle übrigen Feiertage wie Werktage.
[<=]
Zur Abschätzung der Leistung der benötigten Hardware wird ein Anfrageaufkommen durch Clients (E-Rezept-FdV) geschätzt.
Tabelle 75: Tab_eRp_APOVZD_Anfrageaufkommen
Anzahl potentieller Nutzer | ~80.000.000 |
---|---|
Annahme regelmäßige Nutzer E-Rezept-FdV (mittelfristig): 10 % der potentiellen Nutzer | 8.000.000 |
Anzahl Rezepte pro Quartal: (1,7 - Dauermedikation, Chroniker) ~2, ergibt eine Anzahl Apothekenbesuche pro Quartal. |
1 |
Unabhängig vom Cache der Apothekeninformationen wird angenommen, dass ein Client den Cache innerhalb eines Quartals aktualisiert, ergibt Aufrufe am Apothekenverzeichnis pro Quartal. | 16.000.000 |
Anzahl Wochentage pro Quartal (Mo. – Fr.), abgeleitet aus durchschnittlichen Praxisöffnungszeiten). | 65 |
Ergibt Anzahl Aufrufe am Apothekenverzeichnis pro Tag. | ~246.000 |
Anteil Spitzenstunde werktags: 1/5, ergibt Anzahl Aufrufe am Apothekenverzeichnis pro Spitzenstunde. | ~50.000 |
Ergibt Anzahl Aufrufe am Apothekenverzeichnis pro Minute der Spitzenstunde. | ~833 |
ergibt Anzahl Aufrufe am Apothekenverzeichnis pro Sekunde der Spitzenstunde | ~14 |
Die Abschätzung ergibt ca. 14 parallele Aufrufe pro Sekunde.
Die Informationen des Apothekenverzeichnisses stellen keine Voraussetzung für die Use Cases des E-Rezepts dar. Zudem wird davon ausgegangen, dass Clients Apothekeninformationen aus vorangegangenen Abfragen cachen. Eine Abschätzung der erwarteten Ergebnismenge pro Anfrage durch Clients ist ebenso schwer umzusetzen, da Suchkriterien von Versicherten stark variieren können und ebenso eine "Standardumkreissuche" an verschiedenen Orten in Deutschland eine verschiedene Anzahl Apotheken zurückgeben würde.
Die gematik beobachtet das Antwortzeitverhalten des Apothekenverzeichnisses im Rahmen des Servicemonitorings.
A_21189 - Apothekenverzeichnis - Bearbeitungszeit unter Last
Der Produkttyp Apothekenverzeichnis MUSS die Bearbeitungszeitvorgaben unter Last aus Tabelle "Tab_eRp_APOVZD: Last- und Bearbeitungszeitvorgaben" bei anliegender Spitzenlast erfüllen.
Tabelle 76: Tab_eRp_APOVZD: Last- und Bearbeitungszeitvorgaben
UseCase Bezug | Operation | Spitzenlast [1/s] |
Mittelwert [ms] |
99 %-Quantil [ms] |
---|---|---|---|---|
APO.UC_1_1 | GET /Location GET /HealthcareService |
14 | 1000 | 1300 |
Die Rohdatenlieferung eines Produkttyps erfasst das Performanceverhalten von Diensten der TI.
Diese Rohdaten beinhalten folgende Informationen:
Aus den Rohdaten lassen sich die Performance-Kenngrößen und Service Level sowie die Abbruchquote (Anteil der nicht erfolgreich verarbeiteten Aufrufe gemessen an der Anzahl der Aufrufe) für den Produkttyp ermitteln.
Die Rohdaten werden vom Produkttyp erfasst und durch den Anbieter an den definierten Endpunkt gemeldet.
Ausfälle eines Produkttyps werden über die Rohdaten nicht direkt gemeldet, dies erfolgt über das parallel durchgeführte Probing. Produkttypen erfassen Performance-Kenngrößen, protokollieren sie in einem Performance-Protokoll und stellen sie in dem hier festgelegten Performance-Berichtsformat bereit.
A_21271 - Apothekenverzeichnis - Erkennung Clientsystem User-Agent
Das Apothekenverzeichnis MUSS das vom aufrufenden Nutzer verwendete Clientsystem anhand des im HTTP-Request enthaltenen Header-Feld "User-Agent" gemäß [RFC7231] erkennen und in den Einträgen zur Performance-Rohdatenerfassung als $useragent gemäß [A_21272] protokollieren.
Das Apothekenverzeichnis MUSS bei fehlendem User-Agent-Header den Request mit dem HTTP-Status-Code 403 beantworten, damit in der Betriebsüberwachung des E-Rezept-Fachdienstes die Nutzung unzulässiger Frontends erkannt werden kann.
Dabei MUSS die Lieferung für $message im JSON-Format erfolgen, das heißt für $message der Wert $message = {"UA": "$useragent ", " Status ": $status}. Für $status ist der http-Code gemäß [A_21272] zu verwenden und es sind die folgenden Datenformate zu benutzen:
Typ UA: string
Typ Status: number (int)
[<=]
A_21272 - Apothekenverzeichnis - Rohdaten-Performance-Berichte - Format der Einträge des Performance Berichts Apothekenverzeichnis
Das Apothekenverzeichnis MUSS beim Übermitteln der Performance-Messwerte in einem Rohdaten-Performance-Bericht sämtliche Zeilen (Einträge) der Berichte in der folgenden Weise formatieren:
INFO:start[$timestamp] time[$duration_in_ms] tag[$operation] size[$size_in_kb] message[$message],
mit
$timestamp ein Unixzeit-Zeitstempel in Millisekunden,
$duration_in_ms die gemessene Bearbeitungszeit einer Operation in Millisekunden,
$operation ist die ausgeführte Operation $APO-operation des Produkttyps gemäß Tabelle Tab_eRp_APOVZD_Berichtsformat_Apothekenverzeichnis
$size_in_kb ist die gemessene, übertragene Datenmenge einer Operation in Kilobyte.
$message (gemäß [A_21271])
Tabelle 77 : Tab_eRp_APOVZD_Berichtsformat_Apothekenverzeichnis
$APO-operation | Produkttyp | Operation |
---|---|---|
APO.UC_1_1 | Apothekenverzeichnis | GET /Location GET /HealthcareService |
APO.UC_2_1 | Apothekenverzeichnis | POST/PUT/PATCH/DELETE /Location POST/PUT/PATCH/DELETE /HealthcareService |
A_21273 - Apothekenverzeichnis - Messpunkte für die Erfassung von Rohdaten am E-Rezept-Fachdienst
Das Apothekenverzeichnis MUSS die in der Tabelle Tab_eRp_APOVZD_Berichtsformat_Apothekenverzeichnis aufgeführten Operationen/Use Cases messen. Die Messung beginnt mit der Annahme der Aufrufnachricht an der annehmenden Schnittstelle des Produkttyps und endet mit dem vollständigen Versenden der Antwortnachricht an die annehmende Schnittstelle des Empfängers. Registriert wird der Zeitpunkt und die HTTP-Statuscodes aus dem Header und wird gemäß A_21272 formatiert sowie für $operation der Wert $operation = $APO-operation gemäß der Tabelle Tab_eRp_APOVZD_Berichtsformat_Apothekenverzeichnis gesetzt. [<=]
A_21276 - Apothekenverzeichnis - Erfassung von Rohdaten bei fehlerhaften Operationen
Das Apothekenverzeichnis MUSS jede Operation, welche nicht fehlerfrei durchlaufen wurde, in den Rohdaten gemäß A_21272 formatieren. Dabei MUSS für $operation der Wert $operation = $APO-operation + ".failed" gesetzt werden, wobei +".failed" nur anzuhängen ist, insofern einer der HTTP-Statuscodes gemäß Tabelle Tab_eRp_APOVZD_Berichtsformat_Apothekenverzeichnis_Failure vom Apothekenverzeichnis zurückgeliefert wird.
Tabelle 78: Tab_eRp_APOVZD_Berichtsformat_Apothekenverzeichnis_Failure
HTTP-Statuscode | Beschreibung |
---|---|
408 | Das Apothekenverzeichnis ist überlastet und kann die Anfrage innerhalb der Wartezeit des Clients nicht beantworten. |
5xx | Alle HTTP-Statuscodes, die auf einen internen Systemfehler hinweisen. |
A_21331 - Apothekenverzeichnis - Lieferung von Rohdaten
Der Anbieter Apothekenverzeichnis MUSS das Produkt Apothekenverzeichnis so konfigurieren, dass dieses in einem definierten, konfigurierbaren Zeitintervall Rohdaten-Performance-Berichte und die Datei zur Selbstauskunft automatisiert an die Betriebsdatenerfassung gemäß [A_17678] liefert. Voreingestellt für das Zeitintervall sind 5 Minuten.
[<=]
Das Glossar wird als eigenständiges Dokument, vgl. [gemGlossar] zur Verfügung gestellt.
Die nachfolgende Tabelle enthält die Bezeichnung der in dem vorliegenden Dokument referenzierten Dokumente der gematik zur Telematikinfrastruktur. Der mit der vorliegenden Version korrelierende Entwicklungsstand dieser Konzepte und Spezifikationen wird pro Release in einer Dokumentenlandkarte definiert; Version und Stand der referenzierten Dokumente sind daher in der nachfolgenden Tabelle nicht aufgeführt. Deren zu diesem Dokument jeweils gültige Versionsnummern sind in der aktuellen, von der gematik veröffentlichten Dokumentenlandkarte enthalten, in der die vorliegende Version aufgeführt wird.
[Quelle] |
Herausgeber: Titel |
---|---|
[gemGlossar] |
gematik: Glossar |
[gemKPT_Arch_TIP] |
gematik: Architekturkonzept der TI-Plattform |
[gemKPT_Perf_VSDM] |
gematik: Systemspezifisches Konzept Performanceuntersuchung (VSDM) |
[gemRL_Betr_TI] |
gematik: Übergreifende Richtlinien zum Betrieb der TI |
[gemKPT_Betr] | gematik: Betriebskonzept Online-Produktivbetrieb |
[gemSpec_FM_VSDM] |
gematik: Spezifikation Fachmodul VSDM |
[gemSpec_Intermediär_VSDM] |
gematik: Spezifikation Intermediär VSDM |
[gemSpec_Net] |
gematik: Spezifikation Netzwerk |
[gemSpec_COS] |
gematik: Spezifikation des Card Operating System (COS) – Elektrische Schnittstelle |
[gemSpec_eGK_P1] |
gematik: Die Spezifikation elektronische Gesundheitskarte; Teil 1 – Spezifikation der elektrischen Schnittstelle |
[gemKPT_Test] |
gematik: Testkonzept |
[gemSysL_KOM-LE] |
gematik: Systemspezifisches Konzept – Kommunikation Leistungserbringer (KOM-LE) |
[gemSysL_NFDM] | gematik: Systemspezifisches Konzept Notfalldaten-Management (NFDM) |
[gemSysL_AMTS_A] |
gematik: Systemspezifisches Konzept eMP/AMTS-Datenmanagement (Stufe A) |
[gemSysL_ePA] |
gematik: Systemspezifisches Konzept elektronische Patientenakte (ePA) |
[gemSpec_OM] |
gematik: Übergreifende Spezifikation Operations und Maintenance |
[gemSpec_Aktensystem] |
gematik: Spezifikation ePA-Aktensystem |
[gemSpec_SST_LD_DB] |
gematik: Spezifikation Schnittstelle Logdaten- und Betriebsdatenerfassung |
[gemSysL_eRp] | gematik: Systemspezifisches Konzept E-Rezept |
[Quelle] |
Herausgeber (Erscheinungsdatum): Titel |
---|---|
[DKG2010] |
Deutsche Krankenhaus Gesellschaft (DKG): Kenngrößen für den Konnektor im Krankenhaus |
[GBE_Bund] |
Gesundheitsberichterstattung des Bundes |
[KBV2010] |
Kassenärztliche Bundesvereinigung, Grunddaten 2011, http://www.kbv.de/publikationen/125.html |
[KBVPraxen2010] |
Kassenärztliche Bundesvereinigung (16.09.2011): Praxen / MVZ http://www.kbv.de/print/24853.html |
[KZBV2010] |
Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (Jahrbuch 2011) http://www.kzbv.de/statistische-basisdaten.5.de.html |
[UnabhZufall] |
Herleitung der Summenregeln für Mittelwerte und Varianzen aus dem Additionssatz für Verteilungen http://www.vwi.tu-dresden.de/~treiber/statistik2/statistik_download/exkurse15.pdf |
[ABDA2016] |
DIE APOTHEKE – ZAHLEN, DATEN, FAKTEN 2016, ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände https://www.abda.de/uploads/tx_news/ABDA_ZDF_2016_Brosch.pdf |
[ABDA2018] |
DIE APOTHEKE – ZAHLEN, DATEN, FAKTEN 2018, ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände https://www.abda.de/fileadmin/assets/ZDF/ZDF_2018/ABDA_ZDF_2018_Brosch.pdf |
[GKVKassen2019] |
GKV-Spitzenverband (21.01.2019): Krankenkassenliste https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenkassenliste.pdf |
[Perf4J] |
Performance Monitoring and Statistics for Java Code https://github.com/perf4j |
Die Bearbeitungszeitvorgaben in "Tab_gemSpec_Perf_Konnektor – Last- und Bearbeitungszeitvorgaben" an den Konnektor beinhalten die interne Bearbeitungszeit des Konnektors, des Kartenterminals mit Karte, des Leistungserbringer-LANs und des OCSP-Responders. Wie sich die vom Konnektor gesamt zu verantwortende Bearbeitungszeit auf diese einzelnen Komponenten verteilt, gibt "Tab_gemSpec_Perf_Konnektorbearbeitungszeiten_pro_Komponente" an.
Tabelle 79: Tab_gemSpec_Perf_Konnektorbearbeitungszeiten_pro_Komponente
Schnittstellenoperationen |
Konnektor Gesamt
[msec] |
Konnektor intern mit LE-LAN [msec] |
Kartenterm. + Karte [msec] |
OCSP + Zugangsnetz+ Zentr.Netz [msec] |
---|---|---|---|---|
Lesen VSD mit Onlineprüfung mit Aktualisierung |
6130
|
1250
|
3780
|
1100
|
Lesen VSD mit Onlineprüfung ohne Aktualisierung |
3940
|
790
|
3150
|
0
|
Lesen VSD ohne Onlineprüfung |
3820
|
610
|
3210
|
0
|
Automatische Onlineprüfung mit Aktualisierung der VSD |
5720
|
1030
|
3590
|
1100
|
Automatische Onlineprüfung ohne Aktualisierung der VSD |
3130
|
460
|
2670
|
0
|
NFD von eGK lesen |
7260
|
1070
|
4080
|
2110
|
NFD auf eGK schreiben |
5780
|
850
|
4930
|
0
|
NFD von eGK löschen |
4800
|
810
|
3990
|
0
|
DPE von eGK lesen |
4300
|
935
|
3365
|
0
|
DPE auf eGK schreiben |
4590
|
975
|
3615
|
0
|
DPE von eGK löschen |
4260
|
810
|
3450
|
0
|
I_AMTS_Service::ReadMP |
5268
|
1010
|
4258
|
0
|
I_AMTS_Service::WriteMP (mit C2C) |
6625
|
1120
|
5505
|
0
|
I_AMTS_Service::WriteMP (ohne C2C) |
4020
|
1020
|
3000
|
0
|
I_Sign_Operations::sign_Document (10 kB) |
1010
|
300
|
710
|
0
|
I_Sign_Operations::sign_Document (100 kB) |
1030
|
320
|
710
|
0
|
I_Sign_Operations::sign_Document (1 MB) (XAdES, XML_1MB, enveloped) (CAdES, TIFF_1MB, detached) (PAdES, PDFA_2b_1MB_Komplex) |
1440
|
730
|
710
|
0
|
I_Sign_Operations::sign_Document (XAdES, XML_25MB, enveloped) |
10500
|
9790
|
710
|
|
I_Sign_Operations::sign_Document (CAdES, TIFF_25MB, detached) |
7300
|
6590
|
710
|
|
I_Sign_Operations::sign_Document (PAdES, PDFA_2b_25MB_Bilder_ und_Text) |
7300
|
6590
|
710
|
|
I_Sign_Operations::verify_Document (10 kB) |
1570
|
470 |
0 |
1100
|
I_Sign_Operations::verify_Document (100 kB) |
1600 |
500 |
0 |
1100
|
I_Sign_Operations::verify_Document (1 MB) (XAdES, XML_1MB, enveloped) (CAdES, TIFF_1MB, detached) (PAdES, PDFA_2b_1MB_Komplex) |
1930
|
830
|
0
|
1100
|
I_Sign_Operations::verify_Document (XAdES, XML_25MB, enveloped, IncludeRevocationInfo=false) |
9000
|
7900
|
0
|
1100
|
I_Sign_Operations::verify_Document (CAdES, TIFF_25MB, IncludeRevocationInfo=false) |
9000
|
7900
|
0
|
1100
|
I_Sign_Operations::verify_Document (PAdES, PDFA_2b_25MB, IncludeRevocationInfo=false) |
10600
|
9500
|
0
|
1100
|
I_SAK_Operations::sign_Document_ QES (10KB) |
3540
|
520
|
910
|
2110
|
I_SAK_Operations::sign_Document_ QES (100KB, Stapelgröße 1, SE#1) |
3790 |
770 |
910 |
2110 |
I_SAK_Operations::sign_Document_ QES (100KB, Stapelgröße 2, SE#2) |
8870
|
1430
|
5330
|
2110
|
I_SAK_Operations::sign_Document_ QES (1MB) |
4070 |
1050 |
910 |
2110 |
I_SAK_Operations::sign_Document_ QES (25MB) |
||||
I_SAK_Operations::sign_Document_ QES (XAdES, XML_25MB, enveloped) |
12810
|
9790
|
910
|
2110
|
I_SAK_Operations::sign_Document_ QES (CAdES, TIFF_25MB) |
9610
|
6590
|
910
|
2110
|
I_SAK_Operations::sign_Document_ QES (PAdES, PDFA_2b_25MB) |
9610
|
6590
|
910
|
2110
|
I_SAK_Operations::verify_Document_ QES (10KB) |
2580
|
470
|
0
|
2110
|
I_SAK_Operations::verify_Document_ QES (100KB) |
0
2610 |
500 |
0
|
2110
|
I_SAK_Operations::verify_Document_ QES (1 MB) |
2940
|
830
|
0
|
2110
|
I_SAK_Operations::verify_Document_ QES (XAdES, XML_25MB, enveloped, IncludeRevocationInfo=false) |
10010
|
7900
|
0
|
2110
|
I_SAK_Operations::verify_Document_ QES (CAdES, TIFF_25MB, IncludeRevocationInfo=false) |
10010
|
7900
|
0
|
2110
|
I_SAK_Operations::verify_Document_ QES (PAdES, PDFA_2b_25MB, IncludeRevocationInfo=false) |
11610
|
9500
|
0
|
2110
|
I_KV_Card_Unlocking::authorize_Card (no Cache) |
2020
|
100
|
1920
|
0
|
I_KV_Card_Unlocking::authorize_Card (Cache) |
1830
|
100
|
1730
|
0
|
I_Crypt_Operations::encrypt_Document (10 kB) |
1860
|
760
|
0
|
1100
|
I_Crypt_Operations::encrypt_Document (100 kB) |
1880
|
780
|
0
|
1100
|
I_Crypt_Operations::encrypt_Document (1 MB) |
2200
|
1100
|
0
|
1100
|
I_Crypt_Operations::encrypt_Document (XMLEnc, XML_25MB, ein Empfänger) |
10600
|
9500
|
0
|
1100
|
I_Crypt_Operations::encrypt_Document (CMS, TIFF_25MB, ein Empfänger) |
7800
|
6700
|
0
|
1100
|
I_Crypt_Operations::decrypt_Document (10 kB) |
490
|
150
|
340
|
0
|
I_Crypt_Operations::decrypt_Document (100 kB) |
510
|
170
|
340
|
0
|
I_Crypt_Operations::decrypt_Document (1 MB)(XMLEnc, XML_1MB)(CMS, TIFF_1MB) |
820
|
480
|
340
|
0
|
I_Crypt_Operations::decrypt_Document (XMLEnc, XML_25MB) |
8900
|
8560
|
340
|
|
I_Crypt_Operations::decrypt_Document (CMS, TIFF_25MB) |
8900
|
8560
|
340
|
|
I_Cert_Verification::verify_Certificate |
1150
|
50
|
0
|
1100
|
I_Directory_Query::search_Directory |
2220
|
2000
|
0
|
220
|
Im Folgenden werden die zur Erstellung des Rohdaten-Performance-Berichts zu verwendenden Operationen je Produkttyp aufgelistet.
Tabelle 80: Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_VSDM – Operationen des Performance-Berichts VSDM
$operation |
Produkttyp |
Operation
|
Beschreibung |
---|---|---|---|
UFS.GetUpdateFlags |
UFS |
GetUpdateFlags |
Bei Aufruf der Operation GetUpdateFlags beginnt die Messung mit Annahme der Nachricht an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem Versand der Antwort an der Außenschnittstelle zum Intermediär VSDM. |
VSDD.PerformUpdates |
VSDD |
PerformUpdates |
Bei Aufruf der Operation PerformUpdates beginnt die Messung mit Annahme der Nachricht an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem Versand der Antwort an der Außenschnittstelle zum Intermediär VSDM. |
VSDD.GetNextCommand- Package |
VSDD |
GetNextCommand-Package |
Bei Aufruf der Operation GetNextCommandPackage beginnt die Messung mit Annahme der Nachricht an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem Versand der Antwort an der Außenschnittstelle zum Intermediär VSDM. |
CMS.PerformUpdates |
CMS |
PerformUpdates |
Bei Aufruf der Operation PerformUpdates beginnt die Messung mit Annahme der Nachricht an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem Versand der Antwort an der Außenschnittstelle zum Intermediär VSDM. |
CMS.GetNextCommand- Package |
CMS |
GetNextCommand-Package |
Bei Aufruf der Operation GetNextCommandPackage beginnt die Messung mit Annahme der Nachricht an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem Versand der Antwort an der Außenschnittstelle zum Intermediär VSDM. |
Tabelle 81: Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_ePA – Operationen des Performance-Berichts ePA
$operation |
Produkttyp |
Operation |
Beschreibung |
---|---|---|---|
VAU_Context |
ePA- Aktensystem |
Bereitstellung des Verarbeitungskontextes der VAU |
Bei Empfang der VAUClientHello-Nachricht beginnt die Messung und endet mit dem vollständigen Versenden der VAUServerFin-Nachricht (gemäß [A_15698]). |
I_Authentication_Insurant:: login |
ePA-Aktensystem |
login |
Bei Aufruf der Operation beginnt die Messung mit Annahme der Aufrufnachricht an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem vollständigen Versenden der Antwortnachricht. |
I_Authentication_Insurant:: renew |
ePA-Aktensystem |
renew |
|
I_Authentication_Insurant:: logout |
ePA-Aktensystem |
logout |
|
I_Authorization:: getAuthorizationKey |
ePA-Aktensystem |
getAuthorizationKey |
|
I_Authorization_Insurant:: getAuthorizationKey |
ePA-Aktensystem |
getAuthorizationKey |
Tabelle 82: Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_SigD – Operationen des Performance-Berichts SigD
$operation
|
Produkttyp |
Operation |
Beschreibung |
---|---|---|---|
SigD.sign_Data |
SigD |
sign_Data |
Bei Aufruf der Operation sign_Data beginnt die Messung mit Annahme der Nachricht an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem Versand der Antwort an der Außenschnittstelle zum ePA-Client. |
Tabelle 83: Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_SGD – Operationen des Performance-Berichts SGD
$operation |
Produkttyp
|
Operation |
Beschreibung
|
---|---|---|---|
SGD.getPublicKey |
SGD |
getPublicKey |
Bei Aufruf der Operation getPublicKey beginnt die Messung mit Annahme der Nachricht an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem Versand der Antwort an der Außenschnittstelle zum ePA-Client. |
SGD.getAuthenticationToken | SGD | getAuthenticationToken | Bei Aufruf der Operation getAuthenticationToken beginnt die Messung mit Annahme der Nachricht an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem Versand der Antwort an der Außenschnittstelle zum ePA-Client. |
SGD.KeyDerivation |
SGD |
KeyDerivation |
Bei Aufruf der Operation KeyDerivation beginnt die Messung mit Annahme der Nachricht an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem Versand der Antwort an der Außenschnittstelle zum ePA-Client. |
Tabelle 84: Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_KOM-LE – Operationen des Performance-Berichts_KOM-LE
$operation | Produkttyp-Komponente | Operation | Beschreibung |
---|---|---|---|
I_Message_Service::send_Message | FD-KOM-LE-Mail-Server | send_Message | Bei Aufruf der Operation send_Message beginnt die Messung mit dem Zeitpunkt der quittierten Übergabe vom KOM-LE Clientmodul an den KOM-LE Fachdienst des E-Mail-Senders und endet mit dem Zeitpunkt der quittierten Übergabe an den KOM-LE Fachdienst des E-Mail-Empfängers. |
I_Message_Service::receive_Message | FD-KOM-LE-Mail-Server | receive_Message | Bei Aufruf der Operation receive_Message beginnt die Messung mit dem Zeitpunkt der Annahme der Operation an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem Zeitpunkt der quittierten Übergabe der Nachricht an den KOM-LE Clientmodul des E-Mail-Empfängers. |
I_Attachment_Service::add_Attachment | FD-KOM-LE-KAS | add_Attachment | Bei Aufruf der Operation add_Attachment beginnt die Messung mit Annahme des Anhangs an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem quittierten Versand der Antwort an der Außenschnittstelle zum KOM-LE-Client. |
I_Attachment_Service::read_Attachment | FD-KOM-LE-KAS | read_Attachment | Bei Aufruf der Operation read_Attachment beginnt die Messung mit der Anfrage des KOM-LE-Clients an der Außenschnittstelle des Produkttyps und endet mit dem quittierten Ende des Versands des Anhangs bzw. der Anhänge. |
Tabelle 85: Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_Intermediär VSDM – Operationen des Performance-Berichts Intermediär VSDM
$operation | Produkttyp | Operation/ ServiceType | Beschreibung |
---|---|---|---|
Intermediaer_VSDM.UFS | Intermediaer-VSDM |
UFS | Die Messung der Bearbeitungszeit beginnt mit Empfang der Anfrage vom Client, wird mit der Weiterleitung an den Fachdienst VSDM pausiert, läuft mit Erhalt der Antwort vom Fachdienst VSDM weiter und endet mit dem Versand der Antwort an den Client. |
Intermediaer_VSDM.VSD | Intermediaer-VSDM | VSD | Die Messung der Bearbeitungszeit beginnt mit Empfang der Anfrage vom Client, wird mit der Weiterleitung an den Fachdienst VSDM pausiert, läuft mit Erhalt der Antwort vom Fachdienst VSDM weiter und endet mit dem Versand der Antwort an den Client. |
Intermediaer_VSDM.CMS | Intermediaer-VSDM | CMS | Die Messung der Bearbeitungszeit beginnt mit Empfang der Anfrage vom Client, wird mit der Weiterleitung an den Fachdienst VSDM pausiert, läuft mit Erhalt der Antwort vom Fachdienst VSDM weiter und endet mit dem Versand der Antwort an den Client. |
Tabelle 86: Tab_gemSpec_Perf_Berichtsformat_TI-Messenger-Fachdienst <3
Messung am Produkt | $TIM-Operation (Referenz Use Case / Anwendungsfall) |
Beschreibung | Start der Messung | Ende der Messung (siehe Hinweis *1) |
---|---|---|---|---|
TI-Messenger-Fachdienst | TIM.UC_10103_01 | 6.1 AF - Authentisieren einer Organisation am TI-Messenger-Dienst: Redirect to IdP |
Request: POST /register (Frontend des Registrierungs-Dienstes an Registrierungs-Dienst) |
Response: Redirect to IDP Authorization Endpoint (Antwort an Frontend des Registrierungs-Dienstes) |
TI-Messenger-Fachdienst | TIM.UC_10103_02 | 6.1 AF - Authentisieren einer Organisation am TI-Messenger-Dienst: Authentisierung |
Request: POST /register (Authorization code) (Frontend des Registrierungs-Dienstes an Registrierungs-Dienst) |
Response: status, id_token (Antwort an Frontend des Registrierungs-Dienstes) |
TI-Messenger-Fachdienst | TIM.UC_10103_03 | 6.1 AF - Authentisieren einer Organisation am TI-Messenger-Dienst: Admin Account anlegen |
Request: POST /register (id_token, Client-Credentials) (Frontend des Registrierungs-Dienstes an Registrierungs-Dienst) |
Response: status, Admin-Account (Antwort an Frontend des Registrierungs-Dienstes) |
TI-Messenger-Fachdienst | TIM.UC_10060_01 | 6.2 AF - Bereitstellung eines Messenger-Service für eine Organisation: Login |
Request: POST /login (Client-Credentials) (Frontend des Registrierungs-Dienstes an Registrierungs-Dienst) |
Response: status (Antwort an Frontend des Registrierungs-Dienstes) |
TI-Messenger-Fachdienst | TIM.UC_10060_02 | 6.2 AF - Bereitstellung eines Messenger-Service für eine Organisation: Messenger-Service erstellen |
Request: POST /create (Matrix-Domain) (Frontend des Registrierungs-Dienstes an Registrierungs-Dienst) |
Response von Messenger-Service: status (Antwort an Registrierungs-Dienstes) |
TI-Messenger-Fachdienst | TIM.UC_10060_03 | 6.2 AF - Bereitstellung eines Messenger-Service für eine Organisation: Messenger-Service in die Föderation aufnehmen |
Request: POST /token (client_id) (Registrierungs-Dienst an OAuth-Service des VZD-FHIR-Directory) |
Response: status (Antwort an Frontend des Registrierungs-Dienstes) |
TI-Messenger-Fachdienst | TIM.UC_10057_01 | 6.4 AF - Anmeldung eines Akteurs am Messenger-Service: Client-Login, Auswahl Authentifizierungsverfahren |
Request: GET /_matrix/client/login (TI-Messenger-Client an Messenger-Proxy) |
Response: HTTPS Forward inkl. unterstützte Authentifizierungsverfahren (Antwort an TI-Messenger-Client) |
TI-Messenger-Fachdienst | TIM.UC_10057_02 | 6.4 AF - Anmeldung eines Akteurs am Messenger-Service: Erstellung Matrix-ACCESS_TOKEN |
Request: POST /_matrix/client/login (TI-Messenger-Client an Messenger-Proxy) |
Response: HTTPS Forward inkl. Matrix-ACCESS_TOKEN, device_ID, MXID (Antwort an TI-Messenger-Client) |
TI-Messenger-Fachdienst | TIM.UC_10057_03 | 6.4 AF - Anmeldung eines Akteurs am Messenger-Service: Erstellung Matrix-OpenID-Token |
Request: POST /_matrix/client/user/{userid}/openid/request_token (TI-Messenger-Client an Messenger-Proxy) |
Response: HTTPS Forward inkl. Matrix-OpenID-Token (Antwort an TI-Messenger-Client) |
TI-Messenger-Fachdienst | TIM.UC_10104_01 | 6.7 AF - Einladung von Akteuren innerhalb einer Organisation: Akteur suchen |
Request: POST /_matrix/client/user_directory/search (TI-Messenger Client A an Messenger-Proxy) |
Response: HTTPS Forward inkl MXID (Messenger-Proxy an TI-Messenger Client A) |
TI-Messenger-Fachdienst | TIM.UC_10104_02 | 6.7 AF - Einladung von Akteuren innerhalb einer Organisation: Akteur einladen |
Request: POST /_matrix/client/r0/rooms/{roomId}/invite (TI-Messenger Client A an Messenger-Proxy) |
Response: status (Messenger-Proxy an TI-Messenger-Client Akteur A) |
TI-Messenger-Fachdienst | TIM.UC_10063_01 | 6.8 AF - Austausch von Events innerhalb einer Organisation | Request: Matrix-Request (TI-Messenger Client an Messenger-Proxy) |
Response: HTTPS Forward Status (Matrix-Request) (Antwort an TI-Messenger-Client Akteur A) |
TI-Messenger-Fachdienst | TIM.UC_10061_01 | 6.9 AF - Einladung von Akteuren außerhalb einer Organisation: Eintrag in Freigabeliste erzeugen |
Request: POST /tim-contact-mgmt/createContactSetting (MXID, start, end, Matrix-OpenID-Token) (TI-Messenger-Client an TI-Messenger Proxy) |
Response: status (Antwort an TI-Messenger-Client) |
TI-Messenger-Fachdienst (Sendersystem) | TIM.UC_10061_02 | 6.9 AF - Einladung von Akteuren außerhalb einer Organisation: Einladung Sendersystem |
Request: POST /_matrix/client/r0/rooms/{roomId}/invite (TI-Messenger Client an Messenger-Proxy) |
Response: HTTPS Forward Status (Antwort an TI-Messenger-Client Akteur A) |
TI-Messenger-Fachdienst (Sendersystem) | TIM.UC_10061_03 | 6.9 AF - Einladung von Akteuren außerhalb einer Organisation: Einladung Empfangssystem(e) |
Request: HTTPS Forward (POST /_matrix/federation/v1/invite/{roomId}/{eventId}) (Messenger-Proxy des Sendersystems an Messenger-Proxy des Empfangssystems) |
Response: Status (Antwort an Messenger-Proxy des Sendersystems) |
TI-Messenger-Fachdienst (Sendersystem) | TIM.UC_10062_01 | 6.10 AF - Austausch von Events zwischen Akteuren außerhalb einer Organisation: Event Sendersystem |
Request: Matrix-Request (TI-Messenger Client an eigenen Messenger-Proxy) |
Response: HTTPS Forward Status (Antwort an TI-Messenger-Client Akteur A |
TI-Messenger-Fachdienst (Sendersystem) | TIM.UC_10062_02 | 6.10 AF - Austausch von Events zwischen Akteuren außerhalb einer Organisation: Event Empfangssystem(e) |
Request: HTTPS Forward Matrix-Request (Messenger-Proxy Sendersystem an Messenger-Proxy Empfangssystem) |
Response: HTTPS Forward Status (Antwort an Messenger-Proxy des Sendersystems) |
Im Folgenden werden die erforderlichen, performance-relevanten Produktmustereigenschaften des QES-Konnektors festgelegt, auf deren Basis die zum Nachweis von [GS-A_5327] erforderlichen Performance-Messungen durchgeführt werden können.
Entsprechend der Lastvorgaben aus [GS-A_5327] für 8 Anwendungen wird das Messverfahren festgelegt. Auf Grund der unterschiedlichen Lastanforderungen für die beiden Ausprägungsformen „Einbox-Konnektor“ und „HighSpeed-Konnektor“ wird das Verfahren für beide Fälle dargestellt.
Aus den Lastvorgaben in Tab_gemSpec_Perf_Konnektor und dem Skalierungsfaktor 8/3 wird die perspektivische Last für 8 Anwendungen berechnet. Dabei werden jeweils Operationen mit 25MB-Dokumenten und Operationen mit 100kB-Dokumenten als eine Klasse betrachtet. Die Wahrscheinlichkeit, dass n parallele Bearbeitungen zu einem Zeitpunkt stattfinden, ergibt sich als Poisson-Verteilung mit dem Erwartungswert „Last * Mittlere Bearbeitungszeit“.
Einbox-Konnektor
Tabelle 87: Tab_gemSpec_Perf_Einbox_Konnektor_Last_8_Anwendungen
Wahrscheinlichkeit für n parallele Aufrufe zu einem Zeitpunkt |
|||||||||
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Last
[1/h] |
Last
*8/3 [1/h] |
Mittlere
Bearb.z. [ms] |
Last
* Mittlere Bearb.z. [Anzahl] |
0
|
1
|
2
|
3
|
4
|
|
I_Sign_Operations:: sign_Document (100 kB, LE-U2) |
389
|
1037
|
840
|
0,24
|
|
|
|
|
|
I_Sign_Operations:: sign_Document (25 MB) |
13
|
35
|
7300
|
0,07
|
|
|
|||
I_Sign_Operations:: verify_Document (100 kB, LE-U2) |
297
|
792
|
1430
|
0,31
|
|
|
|||
I_Sign_Operations:: verify_Document (25 MB) |
13
|
35
|
7900
|
0,08
|
|
|
|||
I_Crypt_Operations:: encrypt_Document (100 kB, LE-U2) |
258
|
688
|
1880
|
0,36
|
|
|
|||
I_Crypt_Operations:: encrypt_Document (25 MB) |
13
|
35
|
6700
|
0,07
|
|
|
|||
I_Crypt_Operations:: decrypt_Document (100 kB, LE-U2) |
258
|
688
|
510
|
0,10
|
|
|
|||
I_Crypt_Operations:: decrypt_Document (25 MB) |
13
|
35
|
8900
|
0,09
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Operationen 25 MB Dokument |
52
|
140
|
7700
|
0,30
|
74%
|
22%
|
3%
|
0%
|
0%
|
Operation 100 kB Dokument |
1202
|
3205
|
1165
|
1,04
|
35%
|
37%
|
19%
|
7%
|
2%
|
In der Lastsituation für 8 Anwendungen ergeben sich verschiedene Situationen in Bezug auf die parallele Bearbeitung von Anfragen, dargestellt in Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Einbox_Konnektor_Lastsituationen". In Situation 1 bearbeitet der Konnektor weder Operationen mit 25 MB-Dokumenten noch solche mit 100kB-Dokumenten. In den Situationen 2 und 5 bearbeitet der Konnektor genau jeweils ein Dokument. In den übrigen Situationen liegt parallele Verarbeitung vor.
Tabelle 88: Tab_gemSpec_Perf_Einbox_Konnektor_Lastsituationen
Lastsituationen i |
|||
---|---|---|---|
i
|
Parallele Bearbeitungen
mit 25 MB Dokumenten [Anzahl] |
Parallele Bearbeitungen
mit 100 kB Dokumenten [Anzahl] |
Wahrscheinlichkeit
pi |
1
|
0
|
0
|
26%
|
2
|
0
|
1
|
27%
|
3
|
0
|
2
|
14%
|
4
|
0
|
3
|
5%
|
5
|
1
|
0
|
8%
|
6
|
1
|
1
|
8%
|
7
|
1
|
2
|
4%
|
8
|
1
|
3
|
1%
|
Für jede der Lastsituationen in Tab_gemSpec_Perf_Einbox_Konnektor_Lastsituationen ist eine Messreihe zu erstellen. In jeder Messreihe sind vom Clientsystem jeweils ein Aufruferthread pro parallele Bearbeitung zu starten, der 100mal sign_Document, encrypt_Document, decrypt_Document und verify_Document sequentiell, direkt nacheinander aufruft. In Lastsituation 8 sind es beispielsweise 1 Thread, der 25 MB große Dokumente bearbeitet, und 3 Threads, die 100 kB große Dokumente bearbeiten.
Für jede der Lastsituationen i und der Operationen sind die Mittelwerte
der Bearbeitungszeiten für die beiden Klassen 25MB-Dokumente und 100kB-Dokumente zu bestimmen.
Durch den Test ist nachzuweisen, dass die über die Lastsituationen gemittelte Bearbeitungszeit für jede Operation
kleiner als die vorgegebene Bearbeitungszeit
gemäß Tab_gemSpec_Perf_Einbox_Konnektor_Last_8_Anwendungen ist:
wird für 100 kB Dokumente wie folgt gemittelt:
wird für 25 MB Dokumente wie folgt gemittelt:
HighSpeed-Konnektor
Tabelle 89: Tab_gemSpec_Perf_HighSpeed_Konnektor_Last_8_Anwendungen
Wahrscheinlichkeit für n parallele Aufrufe zu einem Zeitpunkt |
||||||||||||
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Last
[1/h] |
Last
*8/3 [1/h] |
Mittlere
Bearb.z. [ms] |
Last
* Mittlere Bearb.z. [Anzahl] |
0
|
1
|
2
|
3
|
4
|
5
|
6
|
7
|
|
I_Sign_Operations:: sign_Document (100 kB, LE-U4) |
1459
|
3891
|
840
|
0,91
|
|
|
|
|
|
|
|
|
I_Sign_Operations:: sign_Document (25 MB) |
13
|
35
|
7300
|
0,07
|
|
|
||||||
I_Sign_Operations:: verify_Document (100 kB, LE-U4) |
857
|
2285
|
1430
|
0,91
|
|
|
||||||
I_Sign_Operations:: verify_Document (25 MB) |
13
|
35
|
7900
|
0,08
|
|
|
||||||
I_Crypt_Operations:: encrypt_Document (100 kB, LE-U4) |
575
|
1533
|
1880
|
0,80
|
|
|
||||||
I_Crypt_Operations:: encrypt_Document (25 MB) |
13
|
35
|
6700
|
0,06
|
|
|
||||||
I_Crypt_Operations:: decrypt_Document (100 kB, LE-U4) |
575
|
1533
|
510
|
0,22
|
|
|
||||||
I_Crypt_Operations:: decrypt_Document (25 MB) |
13
|
35
|
8900
|
0,09
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Operationen mit 25 MB Dokument |
52
|
139
|
7700
|
0,30
|
74%
|
22%
|
3%
|
0%
|
0%
|
0%
|
0%
|
0%
|
Operationen mit 100 kB Dokument |
3466
|
9243
|
1165
|
2,99
|
5%
|
15%
|
22%
|
22%
|
17%
|
10%
|
5%
|
2%
|
In der Lastsituation für 8 Anwendungen ergeben sich verschiedene Situationen in Bezug auf die parallele Bearbeitung von Anfragen, dargestellt in Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_HighSpeed_Konnektor_Lastsituationen".
Tabelle 90: Tab_gemSpec_Perf_HighSpeed_Konnektor_Lastsituationen
Situationen i |
|||
---|---|---|---|
i
|
Parallele Bearbeitungen
mit 25 MB Dokumenten [Anzahl] |
Parallele Bearbeitungen
mit 100 kB Dokumenten [Anzahl] |
Wahrscheinlichkeit
pi |
1
|
0
|
0
|
4%
|
2
|
0
|
1
|
11%
|
3
|
0
|
2
|
17%
|
4
|
0
|
3
|
17%
|
5
|
0
|
4
|
12%
|
6
|
0
|
5
|
7%
|
7
|
0
|
6
|
4%
|
8
|
0
|
7
|
2%
|
9
|
1
|
0
|
1%
|
10
|
1
|
1
|
3%
|
11
|
1
|
2
|
5%
|
12
|
1
|
3
|
5%
|
13
|
1
|
4
|
4%
|
14
|
1
|
5
|
2%
|
15
|
1
|
6
|
1%
|
16
|
2
|
3
|
3%
|
Für jede der Lastsituationen i in Tab_gemSpec_Perf_HighSpeed_Konnektor_Lastsituationen ist eine Messreihe zu erstellen. In jeder Messreihe sind vom Clientsystem jeweils ein Aufruferthread pro parallele Bearbeitung zu starten, der 100 mal sign_Document, encrypt_Document, decrypt_Document und verify_Document sequentiell, direkt nacheinander aufruft. In Lastsituation 16 sind es beispielsweise 2 Threads, die 25 MB große Dokumente bearbeiten, und 3 Threads, die 100 kB große Dokumente bearbeiten.
Für jede der Lastsituationen i und die Operationen sind die Mittelwerte
der Bearbeitungszeiten für die beiden Klassen 25 MB-Dokumente und 100 kB-Dokumente zu bestimmen.
Durch den Test ist nachzuweisen, dass die über die Lastsituationen gemittelte Bearbeitungszeit für jede Operation
kleiner als die vorgegebene Bearbeitungszeit
gemäß Tab_gemSpec_Perf_HighSpeed_Konnektor_Last_8_Anwendungen ist:
wird für 100 kB Dokumente wie folgt gemittelt:
wird für 25 MB Dokumente wie folgt gemittelt:
Rahmenbedingungen
Folgende konkretisierende Rahmenbedingungen gelten für Einbox-Konnektoren und HighSpeed-Konnektoren gleichermaßen:
Weichen die in den Messungen durchgeführten Rahmenbedingungen hiervon ab, müssen die Werte entsprechend auf diese Rahmenbedingungen korrigiert werden.
Entsprechend der Lastvorgaben aus [GS-A_5327] für 8 Anwendungen wird das Messverfahren festgelegt. Auf Grund der unterschiedlichen Lastanforderungen für die beiden Ausprägungsformen „Einbox-Konnektor“ und „HighSpeed-Konnektor“ wird das Verfahren für beide Fälle dargestellt. Für beide Ausprägungsformen werden die Signaturverfahren CAdES, XAdES, PAdES und die Verschlüsselungsverfahren XMLEnc und CMS unterschieden.
Es gelten die Bearbeitungszeitvorgaben aus Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_QES-Konnektor_Skalierungsfähigkeit_Bearbeitungszeitvorgaben".
Tabelle 91: Tab_gemSpec_Perf_QES-Konnektor_Skalierungsfähigkeit_Bearbeitungszeitvorgaben
Mittlere Bearbeitungszeit [ms] |
|||
---|---|---|---|
CMS, CAdES |
XMLEnc, XAdES |
CMS, PAdES |
|
I_Sign_Operations::sign_Document (100 kB) |
1100 |
1100 |
1100 |
I_Sign_Operations::sign_Document (25 MB) |
7300 |
10500 |
7300 |
I_Sign_Operations::verify_Document (100 kB) |
500 |
500 |
500 |
I_Sign_Operations::verify_Document (25 MB) |
7900 |
7900 |
9500 |
I_Crypt_Operations::encrypt_Document (100 kB) |
780 |
780 |
780 |
I_Crypt_Operations::encrypt_Document (25 MB) |
6700 |
9500 |
6700 |
I_Crypt_Operations::decrypt_Document (100 kB) |
510 |
510 |
510 |
I_Crypt_Operations::decrypt_Document (25 MB) |
8900 |
8900 |
8900 |
Einbox-Konnektor
In der Lastsituation für 8 Anwendungen ergeben sich verschiedene Situationen in Bezug auf die parallele Bearbeitung von Anfragen, dargestellt in Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_Einbox_QES-Konnektor_Lastsituationen". In Situation 1 bearbeitet der Konnektor weder Operationen mit 25-MB-Dokumenten noch solche mit 100-kB-Dokumenten. In den Situationen 2 und 5 bearbeitet der Konnektor genau jeweils ein Dokument. In den übrigen Situationen liegt parallele Verarbeitung vor.
Die Situationen sind getrennt für die folgenden drei Verfahrensgruppen zu betrachten:
Tabelle 92: Tab_gemSpec_Perf_Einbox_QES-Konnektor_Lastsituationen
Situationen i |
|||||
---|---|---|---|---|---|
i
|
25 MB
[Anzahl] |
100 kB
[Anzahl] |
Wahrscheinlichkeiten pi
|
||
CMS,
CAdES |
XMLEnc,
XAdES |
CMS,
PAdES |
|||
1
|
0
|
0
|
39
|
37
|
38
|
2
|
0
|
1
|
25
|
24
|
25
|
3
|
0
|
2
|
8
|
8
|
8
|
4
|
0
|
3
|
2
|
2
|
2
|
5
|
1
|
0
|
12
|
13
|
12
|
6
|
1
|
1
|
7
|
8
|
8
|
7
|
1
|
2
|
2
|
3
|
2
|
Für jede der Lastsituationen i in Tab_gemSpec_Perf_Einbox_QES-Konnektor_Lastsituationen ist eine Messreihe zu erstellen. In jeder Messreihe sind vom Clientsystem jeweils ein Aufruferthread pro parallele Bearbeitung zu starten, der 100mal sign_Document, encrypt_Document, decrypt_Document und verify_Document sequentiell, direkt nacheinander aufruft. In Lastsituation 7 sind es beispielsweise 1 Thread, der 25 MB große Dokumente bearbeitet, und 2 Threads, die 100 kB große Dokumente bearbeiten.
Für jede der Lastsituationen i und der Operationen sind die Mittelwerte
der Bearbeitungszeiten für die beiden Klassen 25-MB-Dokumente und 100-kB-Dokumente zu bestimmen.
Durch den Test ist pro Verfahrengruppe nachzuweisen, dass die über die Lastsituationen gemittelte Bearbeitungszeit für jede Operation
kleiner als die vorgegebene Bearbeitungszeit
gemäß Tab_gemSpec_Perf_QES-Konnektor_Skalierungsfähigkeit_Bearbeitungszeitvorgaben ist:
wird für 100-kB-Dokumente wie folgt gemittelt:
wird für 25-MB-Dokumente wie folgt gemittelt:
HighSpeed-Konnektor
In der Lastsituation für 8 Anwendungen ergeben sich verschiedene Situationen in Bezug auf die parallele Bearbeitung von Anfragen, dargestellt in Tabelle "Tab_gemSpec_Perf_HighSpeed_QES-Konnektor_Lastsituationen".
Tabelle 93: Tab_gemSpec_Perf_HighSpeed_QES-Konnektor_Lastsituationen
Situationen i |
|||||
---|---|---|---|---|---|
i
|
25 MB
[Anzahl] |
100 kB
[Anzahl] |
Wahrscheinlichkeiten pi
|
||
CMS,
CAdES |
XMLEnc,
XAdES |
CMS,
PAdES |
|||
1
|
0
|
0
|
12
|
11
|
14
|
2
|
0
|
1
|
22
|
21
|
23
|
3
|
0
|
2
|
20
|
20
|
19
|
4
|
0
|
3
|
12
|
12
|
11
|
5
|
0
|
4
|
6
|
6
|
5
|
6
|
0
|
5
|
2
|
2
|
2
|
7
|
1
|
0
|
3
|
4
|
4
|
8
|
1
|
1
|
6
|
7
|
7
|
9
|
1
|
2
|
6
|
6
|
6
|
10
|
1
|
3
|
4
|
4
|
3
|
11
|
1
|
4
|
2
|
2
|
1
|
12
|
2
|
2
|
3
|
4
|
4
|
Für jede der Lastsituationen i in Tab_gemSpec_Perf_HighSpeed_QES-Konnektor_Lastsituationen ist eine Messreihe zu erstellen. In jeder Messreihe sind vom Clientsystem jeweils ein Aufruferthread pro parallele Bearbeitung zu starten, der 100 mal sign_Document, encrypt_Document, decrypt_Document und verify_Document sequentiell, direkt nacheinander aufruft. In Lastsituation 12 sind es beispielsweise 2 Threads, die 25 MB große Dokumente bearbeiten, und 2 Threads, die 100 kB große Dokumente bearbeiten.
Für jede der Lastsituationen i und die Operationen sind die Mittelwerte
der Bearbeitungszeiten für die beiden Klassen 25 MB-Dokumente und 100 kB-Dokumente zu bestimmen.
Durch den Test ist nachzuweisen, dass die über die Lastsituationen gemittelte Bearbeitungszeit für jede Operation
kleiner als die vorgegebene Bearbeitungszeit
gemäß Tab_gemSpec_Perf_QES-Konnektor_Skalierungsfähigkeit_Bearbeitungszeitvorgaben ist:
wird für 100 kB Dokumente wie folgt gemittelt:
wird für 25 MB Dokumente wie folgt gemittelt:
Rahmenbedingungen
Folgende konkretisierende Rahmenbedingungen gelten für Einbox-Konnektoren und HighSpeed-Konnektoren gleichermaßen zusätzlich zu den generellen Rahmenbedingungen für die Messungen aus Kapitel 4.1.2: